Jaagup Tuisk

Eesti Laul 2022: Djan­go kauft heut kei­nen Fahrschein

Eesti Laul 2022: Djan­go kauft heut kei­nen Fahrschein

Es ging diesmal unfallfrei vonstatten in der Saku Suurhall zu Tallin: anders als noch im Semifinale der estnischen Eurovisionsvorentscheidung Eesti Laul 2022, wo die Rückkehrerin Elina Netšajeva während ihres Auftritts (Gott sei Dank verletzungsfrei) abstürzte, hielt im Finale die Stahlseilkonstruktion, an welcher die Popera-Diva sich für die hohen Jurynoten ihres Beitrags 'Remedy' in luftige Höhen hieven ließ. Fallen sollte die Sängerin am gestrigen Samstagspätnachmittag dennoch tief: ihr eher zäher Song landete im Jury-Ranking ganz hinten und stieß auch beim Publikum auf wenig Gegenliebe. Das traf im Übrigen sämtliche ehemaligen estnischen Eurovisionsvertreter:innen: im Gesamtranking noch hinter Elina schloss der im Vorfeld…
Weiterlesen
Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Por­no mit dem Klempner

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Por­no mit dem Klempner

So früh wie noch nie ging gestern Abend, fast pünktlich zur Halbzeit zwischen dem letzten Eurovision Song Contest in Rotterdam und dem kommenden in Turin, die aktuelle Vorentscheidungssaison los. Im ersten Viertelfinale der Eesti Laul 2022 traten die ersten zehn von insgesamt 40 (!) ausgewählten Songs gegeneinander an, von denen die Zuschauer:innen per Televoting drei ins allerdings erst Anfang Februar 2022 terminierte Halbfinale weiterwählten und eine achtköpfige Jury zwei weitere. Falls sich der estnische Sender von der Vervierfachung des Angebots eine breitere musikalische Palette versprach, so trat dies jedenfalls bei der Auftaktsendung nicht ein. Vielmehr manifestierte sich bei der gestrigen…
Weiterlesen
Eesti Laul 2020: Baby don’t hurt me

Eesti Laul 2020: Baby don’t hurt me

Ach, Estland, was ist nur aus dir geworden? Einstmals das Zuhause der coolsten Vorentscheidung der Welt, hat sich die ehedem hochgelobte Eesti Laul - nicht zuletzt aufgrund jahrelanger, fortgesetzter schwerer Fehlentscheidungen der dortigen Jury - zu einer bedeutungslosen Ansammlung glatter, völlig nichtssagender Liedchen entwickelt. Noch nicht einmal mehr in den Semis findet sich irgendetwas Interessantes, wofür sich das Einschalten lohnen würde. Zum europäischen Hauptwettbewerb vermag der baltische Staat so natürlich ebenfalls nichts Wesentliches beizutragen. Stattdessen setzt man auf das Ewiggleiche: als direkten Nachfolger des schleimigen schwedischen Schönlings Victor Crone, aktuell noch beim Melodifestivalen im Rennen, und seines staubgrauen Songs 'Storm'…
Weiterlesen