Kati Wolf

ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Überraschungen

ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Überraschungen

Am gestrigen Samstag lud der Eurovision Club Germany mal wieder ins bis auf den letzten Platz ausverkaufte Gloria in Köln. Und auch, wenn es das bereits xundzwanzigste Event seiner Art war, entpuppte sich der hochvergnügliche Abend als einer voller Überraschungen. Doch bevor wir uns diesen zuwenden, gilt es zunächst, die brandheißen Neuigkeiten von der NDR-Roadshow abzuarbeiten, die dort gestern Nachmittag ebenfalls gastierte (und von der ich dank der allseits bekannten Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn leider nur einen Teil mitbekam). So ließ sich Thomas Schreiber zwar immer noch keinen amtlichen Termin für den deutschen Vorentscheid 2019 entlocken, gab aber den Hinweis,…
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Vier­ter Super­sams­tag: der gei­le Kata­stro­phen­tag (FI, HU, MD 2015)

Neben Slowenien entschieden am heutigen vierten Supersamstag noch drei weitere Länder über ihre Beiträge. Im Gegensatz zu den sich selbst als Mitteleuropäer verstehenden Balkanbewohnern gingen in Finnland, Ungarn und Moldawien den heutigen Entscheidungen jeweils zahlreiche Vorrunden voraus. Wie in Slowenien siegten auch hier die im Vorfeld als Favoriten getippten Acts, allerdings handelt es sich bei allen drei Neuzugängen für Wien um recht umstrittene Siegertitel. Und ich finde sie alle drei geil! Das gilt natürlich im besondere Maße für Finnland, das mit der Wahl der aus vier ruppig aussehenden Kerlen mit Lernbehinderung bestehenden Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät erneut seinen Sinn für unübertreffliche…
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ESC-Fina­le 2011: I’m sca­red tonight

ESC-Fina­le 2011: I’m sca­red tonight

Europa macht mir Angst. Erst verwies es, natürlich unter tatkräftiger Mithilfe der gerontischen Jurys, in den Semis meine beiden jeweiligen Lieblingsbeiträge, das wunderbar optimistische 'Haba haba' (NO) und das exzellent dramatische 'San Angelos s'agapisa' (CY), auf die vorletzten Plätze. Und dann bestimmte es im Finale einen musikalisch glattgebügelten, beliebigen Seichtkram zum Sieger, in dem sehr offensichtlich die Zwangsheterosexualisierung eines bedauernswerten, sehr offensichtlich nicht interessierten Jünglings durch eine an Jahren und Erfahrung reiche Frau zelebriert wird. Bei evangelikalen Fundamentalisten mit ihren absurden Homo-Heilungs-Programmen dürften die Sektkorken geknallt haben. Für mich wurde an diesem Abend ein beträchtliches Stück der schwulen Identität des…
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Ers­tes ESC-Semi 2011: Halb­zeit means Halbzeit

Ers­tes ESC-Semi 2011: Halb­zeit means Halbzeit

Mehrere Überraschungen hielt das erste Semi bereit: ein dank des unheilvollen Eingreifens geschmacksgestörter Gerontenjurys hochgradig schockierendes Abstimmungsergebnis, versagende Stimmen sowie eine peinliche Tonpanne. Und das am Technologiestandort Deutschland! Am unerwartesten aber: eine hinreißend lockere, amüsante Moderation, trotz Stefan Raab (DE 2000) als einer der drei Gastgeber des Abends! Wer auch immer die Eröffnungsmoderation mit dem Running Gag "Looks don't matter in Germany" schrieb, gehört für den Grimme-Preis nominiert. Entgegen meiner schlimmsten Befürchtungen präsentierte sich Deutschland durch den unverkrampft-lockeren Schlagabtausch zwischen der großartigen Anke Engelke und einem angenehm eigenironischen Stefan Raab als souverän und unterhaltsam. Bravo! https://www.youtube.com/watch?v=68sYLtR0ZAc Vermutlich hätte auch niemand sonst…
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