Koivistolaiset

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Noch immer gärte der Eklat des Vierfachsieges von 1969 nach, der im Vorjahr für einen Teilboykott durch fünf Länder gesorgt hatte. Selbst Deutschland, seit jeher die unerschütterlichste Eurovisionsnation, drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Jurys jetzt vor der Kamera und damit für…
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Eurovi­isukar­sin­ta 1971: Schlie­ße die Augen vorm Morgen

Eurovi­isukar­sin­ta 1971: Schlie­ße die Augen vorm Morgen

Nach der Beteiligung am skandinavischen Eurovisionsboykott 1970 stieg der finnische Sender YLE 1971 wieder in den Wettbewerb ein, änderte aber die Herangehensweise. Diesmal schrieb YLE anstelle eines offenen Liederwettbewerbs neun namhafte, aktuell erfolgreiche Komponist:innen direkt an und bat sie um jeweils einen Titel. Der besonders für seine Verdienste um den finnischen Tango bekannte Toivo Kärki lehnte ab, und so gingen acht Beiträge ins Rennen um die Gunst einer dreißigköpfigen Jury. Die bestand aus 24 von den regionalen Radiostationen ausgewählten Zuhörer:innen, von denen jeweils die Hälfte unter und die andere Hälfte über 25 Jahre alt sein musste, sowie aus sechs "Professionellen".…
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