Kroatien

<span class="caps">ESC</span> 1999: Don’t work on a Monday

ESC 1999: Don’t work on a Monday

In diesem Jahr gelang es dem NDR-Verantwortlichen Jürgen Meier-Beer nach mehreren Anläufen, mit dem Wegfall der überkommenen Sprachenregel und des Orchesters die beiden letzten Bausteine seiner Grand-Prix-Reform durchzusetzen und den Contest so - kurz vor der Jahrtausendwende - endlich in die popmusikalische Gegenwart zu überführen. Die Teilnehmer nutzten die neue linguistische Freiheit weidlich: jeder zweite Beitrag kam auf Englisch daher, der Weltsprache des Pop. Das war und ist in einigen Fällen schade (Balkanballaden klingen in einem der zahlreichen slawischen Dialekte einfach eindringlicher), manchmal besser (die Mitsingbarkeit leidet im Hebräischen oder Isländischen nun mal), sorgte aber vor allem dafür, dass nicht mehr,…
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<span class="caps">ESC</span> 1998: Schön­heit, Größe

ESC 1998: Schön­heit, Größe

Ein Jahrgang für die Geschichtsbücher. Eine Zäsur. Der wichtigste Sieg in der Eurovisionsgeschichte. Der Superlative lassen sich viele bemühen, doch keines vermag die historische Dimension des von der britischen Kommentatorenlegende Terry Wogan moderierten Contests richtig zu fassen. Endlich war das Televoting für alle[ref]Mit Ausnahme zweier Länder, die noch über kein ausreichend stabiles Mobilfunknetz verfügten[/ref] Pflicht. Endlich konnten sich bei der Abstimmung die bei den Zuschauern mehrheitsfähigen Stücke durchsetzen und nicht diejenigen, die einem konservativ-verstaubten Musikverständnis obskurer "Experten"-Teams entsprachen. Endlich Schluss mit der Bevormundung, den krassen Fehlurteilen und dem Geschacher hinter den Kulissen. Endlich Demokratie! https://youtu.be/L1shaSDClF8 In einer Doppelrolle: Terry Wogan…
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<span class="caps">ESC</span> 1971: Glück ist Hering in Dillsosse

ESC 1971: Glück ist Hering in Dillsosse

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der → Jurys. Auch Deutschland drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich mehr dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Juroren jetzt vor der Kamera und damit für alle sichtbar ihre Punkte verteilten statt wie bislang im Hinterzimmer. Zumindest in diesem Jahr sorgte das tatsächlich für annehmbare Abstimmungsergebnisse, vermutlich aus Angst der Juroren vor…
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