Louis Neefs

ESC-Fina­le 1969: Er mach­te Fröh­li­che melancholisch

ESC-Fina­le 1969: Er mach­te Fröh­li­che melancholisch

Es hätte eine Warnung sein können: bereits im Jahre 1968 erschien in Frankreich die mit dem (gefakten) Werbesticker "Offizielles Lied Liechtensteins für den Eurovision Song Contest 1969" versehene Single 'Un beau Matin', eine possierliche Parodie auf den europäischen Gesangswettbewerb, in der eine Sängerin namens Vichy mit hoher Stimme über einen zuckrigen Geigenteppich Harmlosigkeiten über dort teilnehmenden Nationen intonierte. Nun war der an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz liegende, winzige Stadtstaat nie Mitglied der EBU und durfte daher gar nicht teilnehmen. Dass man sich aber mittlerweile über die nach wie vor mit staatstragendem Pomp zelebrierte Veranstaltung so belustigte, war…
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Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1969: I love the PRS-Checks that you bring

Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1969: I love the PRS-Checks that you bring

Zwei Jahre zuvor, als der flämische Landessender BRT zuletzt für die belgische Eurovisionsteilnahme verantwortlich zeichnete, musste sich der ehemalige Technische Zeichner Louis Neefs (nicht zu verwechseln mit dem beim Chaos-Contest von 1991 in Rom zu Weltruhm gelangten EBU-Aufsichtsbeamten Frank Naef) noch in einem mehrstufigen offenen Vorentscheid gegen zahlreiche mit harten Bandagen kämpfende Konkurrent:innen durchsetzen. Seinen damaligen Sieg verdankte er auch seinem strategischen Geschick, alles auf eine Karte zu setzen und einen seiner beiden Finaltitel zurückzuziehen. Diesmal gestaltete sich die Sache für ihn deutlich entspannter: zur Belohnung für seine mit dem siebten Rang verhältnismäßige gute Platzierung beim Eurovision Song Contest in…
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ESC-Fina­le 1967: Sicher vor der sen­gen­den Sonne

ESC-Fina­le 1967: Sicher vor der sen­gen­den Sonne

Wahrlich keinen würdigeren Gastgeber hätte es für diesen, den Übergang zwischen Tradition und Moderne markierenden Eurovisionsjahrgang geben können als den ORF. Mit der Wahl des Festsaals der kaiserlichen Wiener Hofburg als Veranstaltungsort steuerten die Österreicher die uneinholbar nobelste Location, in welcher der Grand Prix jemals gastierte, zum Geschehen bei. Üppige Blumenarrangements auf der Bühne, gerne ins Bild gerückte gigantische Kronleuchter an den hohen Stuckdecken, die festliche Abendgarderobe des handverlesenen Saalpublikums, ein exzellentes Orchester und die traditionsreichen Wiener Hofknaben als Pausenprogramm sorgten im letzten Jahr des Schwarzweißfernsehens für einen regelrecht imperialen Glanz beim europäischen Chansonwettbewerb. Gleichzeitig bemühte man sich mit riesigen…
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Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1967: Wer Sor­gen hat, hat auch Likör

Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1967: Wer Sor­gen hat, hat auch Likör

Es wurde mit harten Bandagen gefochten beim belgischen Eurovisionsvorentscheid von 1967, der nach 1963 das zweite Mal unter dem (von einer Sendereihe der italienischen Rai geklauten) Rubrum Canzonissima stattfand und sich über sagenhafte zehn Runden hinzog. Zehn Teilnehmer:innen gingen ins Rennen, die jede Woche neue Songs erhielten. Zusätzlich kam die per Jury ermittelte Top 3 jedes Semis jeweils eine Runde weiter und musste sich dort erneut der Konkurrenz stellen - nur, wer es drei Mal hintereinander aufs Siegertreppchen schaffte, durfte ins Finale einziehen. Ein brutales Rennen, und so nimmt es nicht Wunder, dass sich die Kombattant:innen gegenseitig ein Bein stellten,…
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