Mirud

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2022: mach mir den Masudo!

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2022: mach mir den Masudo!

Nicht völlig ausgeschlossene und dennoch eher ungewöhnliche Dinge passierten in diesem Jahr zuhauf bei der albanischen Eurovisionsvorentscheidung, dem traditionsreichen Festivali i Këngës, das heuer seinen 60. Jahrestag feierte. Zum einen begannen alle drei Shows (dem heutigen Finale ging eine erste Vorstellungsrunde mit 14 etablierten Künstler:innen und sechs Newcomer:innen voraus, von denen man drei gleich wieder aussiebte; sowie eine glamouröse Retro-Gala mit FiK-Legenden aus allen sechs Jahrzehnten) auf die Sekunde (!) pünktlich um 21 Uhr und endeten (bis auf die Gala) auch mehr oder minder innerhalb der vorgesehenen Sendezeit. Zum zweiten war es den Teilnehmenden erstmals erlaubt, im Finale ihre Songs…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: What a Dif­fe­rence a Day makes

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: What a Dif­fe­rence a Day makes

Jahr für Jahr macht uns der albanische Sender RTSH das schönste und beste Weihnachtsgeschenk mit seinem traditionellen, von San Remo abgeschauten Liederwettbewerb Festivali i Këngës, der seit 2004 zugleich als nationaler Vorentscheid dient. Heuer beschenkte uns RTSH besonders reich: aus Anlass des sechzigjährigen FiK-Jubiläums organisierte man in Tirana am zweiten Abend der dreitägigen Festspiele eine glanzvolle Gala und holte die Legenden aus der Steinzeit der Veranstaltungsreihe wieder aus der Versenkung. Und zwar nicht, wie die ARD anno 2006, um sie im Dreierpack mit brutal zusammengestoppelten Medleys ihrer alten Lieder schnellstmöglich über die Bühne zu scheuchen. Nein, auf dem Balkan zeigt…
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Fes­ti­va­li i Kën­gës 2020: Gutes Kar­ma aus Tirana

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2020: Gutes Kar­ma aus Tirana

Das Wichtigste erstmal vorweg: danke, RTSH! Wohl wissend um die Bedeutung des traditionsreichen albanischen Liederfestivals für das Seelenheil der Fans als erster nationaler Vorentscheid einer jeden Saison und als virtueller Weihnachtsbaum für die Grand-Prix-Familie, scheute der Sender keine Kosten und Mühen, inmitten einer grassierenden Pandemie eine spektakuläre Show über drei Abende zu fabrizieren und uns damit - nach dem Worst Case eines coronabedingt ausgefallenen Eurovision Song Contests - das so bitterlich herbeigesehnte Licht am Ende zwar nicht des Tunnels, aber eben des schlimmsten Jahres der Grand-Prix-Geschichte zu entzünden. Und wie dringend haben wir dieses benötigt! Die äußeren Umstände zwangen die…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Vor­wärts in die Vergangenheit

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Vor­wärts in die Vergangenheit

Organisierte Eurovisionsfans können manchmal der übelste Menschenschlag auf diesem Planeten sein! Diesen Montag ging das mit 25 Teilnehmer:innen bestückte Semifinale des als albanische Vorentscheidung dienenden, traditionellen Festivali i Këngës über die Antenne. Das fand wegen Corona diesmal nicht im Kongresspalast zu Tirana statt, sondern auf dem mit einer imposanten Freilichtbühne bestückten Platz davor. Richtig: im Freien, mitten im Winter, bei, wie sich an den Dampfschwaden aus den Mündern der Interpret:innen unschwer erkennen ließ, knackiger Kälte! Und auch nicht wie sonst live, sondern als Aufzeichnung schon ein paar Tage vorab. Natürlich trat das Unvermeidliche ein und die Ergebnisse sickerten bereits am…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: vom ent­setz­li­chen, süßen und dra­ma­ti­schen Tod

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: vom ent­setz­li­chen, süßen und dra­ma­ti­schen Tod

Es liegt einfach kein Trost in dieser Zeit: während sich das Katastrophenjahr 2020 quälend langsam dem bitter ersehnten Ende entgegenschleppt, flankiert von einem abgewählten US-Präsidenten, der sich wie ein trotziger Fünfjähriger im Zimmer verbarrikadiert und wütend "ich hab aber nicht verloren" schreit, sowie von einer Schar von Solidaritäts- und Realitätsverweigerern, die im Angesicht der unvermindert wütenden Corona-Pandemie "Oh, wie ist das schön"-singend durch deutsche Innenstädte ziehen und mit solchen als "Querdenker-Demos" apostrophierten Superspreader-Events den Tod weiterverbreiten, und zwar in seiner grausamen Variante; währenddessen also tauchten in der bunt glitzernden Gegenwelt des Eurovision Song Contest in den zurückliegenden Tagen bereits die…
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Stö­run­gen im Betriebs­ab­lauf: die FiK-Semis 2018

Stö­run­gen im Betriebs­ab­lauf: die FiK-Semis 2018

Die Deutsche Bahn hat offenbar heimlich, still und leise das Management des albanischen Staatssenders Radio Televizione Shqiptar (RTSH) übernommen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass das gestrige zweite Semifinale des traditionsreichen Festivali i Këngës (FiK) aufgrund nicht näher spezifizierter "technischer Schwierigkeiten" mit einer satten dreiviertel Stunde Verspätung startete, die RTSH zur besonderen Freude der erwartungsfroh sich vor den Bildschirmen und Internetbrowsern Europas versammelt habenden Vorentscheidungsfans mit einer Dauerschleife der immergleichen fünf Programmtrailer überbrückte. Der animierte Tannenzapfen aus dem "Frohes Fest"-Spot wird nicht nur mich noch die nächsten Jahre in meinen Alpträumen verfolgen! Doch dem passionierten Eurovisionsenthusiasten ist keine Prüfung zu schwer,…
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