Montenegro

Offi­zi­ell: 41 Natio­nen star­ten beim ESC 2020

Zwei raus - zwei rein: mit 41 bleibt die Anzahl der von der EBU heute bestätigten Teilnehmernationen beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam gegenüber Tel Aviv unverändert hoch. Oder, je nach Sichtweise, niedrig: den bisherigen Rekord von 43 Ländern, zuletzt eingestellt in Lissabon, holt die EBU nicht wieder ein. Von dem im Vorjahr beteiligten Nationen sagten zwei ab: das kleine Montenegro aus finanziellen Gründen, das unter dem Populisten Viktor Orbán zusehends ins Faschistische driftende Ungarn wohl eher aus kulturellen. Dort folgt man dem traurigen Vorbild der seit 2013 beim ESC absenten Türkei und igelt sich kulturell ein: zwar ist…
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1. Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Gleich zweifach erfuhr die fabelhafte Dana International, die 1998 beim Eurovision Song Contest in Birmingham den mit weitem Abstand bedeutsamsten Sieg in der über sechzigjährigen Geschichte des Grand Prix errang, die ihr gebührende Ehrung im gestrigen ersten Semifinale 2019 zu Tel Aviv, wo sie als Interval Act auftrat. Der für seine 40 Lenze erstaunlich jung aussehende Assi Azar, einer der überflüssigerweise erneut vier (!) Gastgeber/innen des Abends, benannte die offensichtlich in den selben Jungbrunnen gefallene LGBTQI*-Ikone in seiner Anmoderation als sein persönliches Idol. War es doch ihr seinerzeitiger Sieg, der dem damals Zwanzigjährigen aus dem Versteck half und ihm die…
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Rank & File 2019: Platz 30 – Hea­ven

Im aufrechtgehn.de-Ranking der diesjährigen Eurovisionsbeiträge verlassen wir nun die Hassliederabteilung und begeben uns in den Bereich der schlicht verzichtbaren Titel. Und gleich der erste von ihnen auf Rang 30 bildet das Musterbeispiel für einen Song, in dessen Arbeitszeugnis wohl der Satz "sie haben sich stets bemüht" stünde. Platz 30: Montenegro - D-Mol: Heaven (Himmel) "Sie", das ist in diesem Fall das gemischtgeschlechtliche Schülerchor-Sextett D-Mol, das mit einem kitschigen Songriemen, wie ihn selbst ein Ralph Siegel in seinen verzweifelsten Zeiten verschämt auf der B-Seite irgendeines seiner im Dutzend komponierten Grand-Prix-Schlager versteckt hätte, aus unerfindlichen Gründen den heimischen Vorentscheid, die Montevizija, gewann.…
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Mon­te­vi­zi­ja 2019: vie­le Jurys ver­der­ben den Brei

Sie war angekündigt als die "modernste Vorentscheidung, die RTCG jemals produziert hat": die diesjährige Ausgabe der Montevizija. Und tatsächlich durchströmte die am Samstagabend aus dem Hauptstadtstudio des Senders ausgestrahlte Show das Flair eines westeuropäischen Vorentscheids von ca. 1989 - ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Vorjahr. Einen Geschwindigkeitsrekord stellte man ebenfalls auf in Podgorica: innerhalb nur einer knappen halben Stunde nach Sendebeginn jagte man alle fünf Beiträge über die Antenne. Doch bis zur Ergebnisverkündung sollten sich dann noch fast zwei Stunden anschließen, da man sich für ein unnötig kompliziertes Wertungsverfahren mit gleich vier beteiligten Institutionen und einem Superfinale entschied. Und all…
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Zwei­tes Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tatsächlich geschafft. Der mutmaßliche, sinistere Plan der Russen, erstmalig seit der Einführung der Qualifikationsrunden im Jahre 2004 in einer solchen auszuscheiden, ging auf. Zum zweiten Mal hintereinander wies das kaltherzige Europa die im Rollstuhl sitzende Interpretin Julia Samoylova ab: 2017 aus politischen Gründen, 2018 aus purer Bösartigkeit und in Negierung des von der EBU verbreiteten Märchens der Inklusion, die beim Eurovision Song Contest eben nur für bärtige Frauen gilt. So vermutlich die Melodie des Liedes, welches Putins Staatsmedien ab sofort verbreiten dürften. Dabei tat das russische Team selbst alles, um den Finaleinzug zu verhindern: es versorgte seine…
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ME 2018: Van­ja spielt auf dem Bajan

Dass sich Kultur nicht demokratisch organisieren lässt, belegte heute Abend der erstmals seit zehn Jahren wieder ausgetragene offene Vorentscheid des rund 600.000 Einwohner starken Balkanstaates Montenegro. Bis dato bestimmte der Sender RTCG seine Eurovisionsvertreter/innen nämlich direkt und traf dabei oft sehr mutige Entscheidungen, die das kleine Land zu einem Innovationsmotoren des Grand Prix machten, auch wenn sich das leider nur selten in adäquaten Platzierungen auszahlte. Nun sollte es 2018 die Montevizija sein, bei der fünf durch die Bank schwache Songs um die Gunst der alleine entscheidungsberechtigten Zuschauer/innen buhlten. Es gewann der einzige Mann, der trotz seiner über 30 Jahre sehr…
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Ers­tes Semi­fi­na­le 2017: no more Dra­ma

Je unsicherer die Zeiten, um so mehr suchen die Menschen fröhlich stimmende Ablenkung und Zerstreuung, so jedenfalls suggeriert es das Ergebnis der ersten Qualifikationsrunde des Eurovision Song Contests 2017, das am gestrigen Dienstagabend im Internationalen Ausstellungszentrum zu Kiew über die Bühne ging. Bestimmten im Vorfeld dieses Jahrgangs noch die schändlichen Ränkespiele um das vom Gastgeberland Ukraine verhängte Einreiseverbot gegen die russische Repräsentantin Julia Samoylova sowie die deutlich verschärften Sicherheitsmaßnahmen rund um die Veranstaltung die öffentliche Wahrnehmung des Wettbewerbs und schufen damit ein mulmiges Klima, so setzten sich im gestrigen Semi größtenteils diejenigen Beiträge durch, die sich an eher uptemporären, aktuellen Sounds orientierten…
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Pro­ben ers­tes Semi 2017: Schüt­tel Dein Haar, wil­des Mäd­chen

Seit Sonntag haben die Pforten des Internationalen Ausstellungszentrums in Kiew ihre Pforten geöffnet für die 42 Delegationen des diesjährigen Eurovisionsjahrganges und für alle besonders unerschrockenen Schwurnalisten, die trotz der widrigen Umstände um die Vorbereitungen und den Ticketverkauf die Reise in die ukrainische Metropole antraten. Das erste Semifinale ist bereits einmal komplett durchgeprobt, für die Zurückgebliebenen offeriert der offizielle Youtube-Kanal der EBU allerdings, wie schon aus den Vorjahren gewohnt, lediglich kurze, frontal gefilmte Ausschnitte von den Auftritten. Was durchaus Sinn macht, denn eigentlich verfügt der erste Probendurchgang nur über eine sehr eingeschränkte Aussagekraft, geht es doch zunächst hauptsächlich um die richtigen…
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Euro­vi­si­on Death­match #14: Quee­res vom Bal­kan

Homosexualität ist auf dem Balkan leider nach wie vor ein großes Tabuthema. Nichtsdestotrotz - oder gerade deswegen - schicken aber gerade diese Länder immer wieder gerne campe Meisterwerke zum Eurovision Song Contest, bei denen sich jede Frage nach der sexuellen Orientierung des Interpreten von selbst beantwortet. Erinnert sei nur an solche fabelhaften Beiträge wie 'In the Disco' (→ BA 2004), 'Mr. Nobody' (→ SI 2006) oder 'Ovo je Balkan' (→ RS 2010), aber auch den Siegertitel von 2007, 'Molitva', der mit einer wunderbar subtil sapphischen Show aufwartete. Dessen Interpretin, Marija Šerifović, die sich laut Wikipedia erst 2013 offiziell als lesbisch…
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Mon­te­ne­gro 2017: Let’s get hap­py and let’s be gay

Oh! Mein! Gott! Der bereits seit Ende letzten Jahres als Repräsentant Montenegros beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew benannte  Slavko Kalezić veröffentlichte heute Abend seinen Wettbewerbsbeitrag 'Space', ein rundheraus futtiger, fabelhaft billiger Gay-Club-CSD-Disco-Schlager, der sowohl musikalisch als auch optisch sowie lyrisch an die niedrigsten Instinkte der tragisch veranlagten Teile der Fanschaft (also solche wie mich) appelliert. Zwar versteht man selbst in der Studiofassung dank Slavkos miserabler Aussprache nur die Hälfte, aber wenn von "wet Dreams" und "drunken Love" die Rede ist und der ausschließlich mit nacktem, durchtrainiertem Oberkörper in einer Traumschiff-Surprise-würdigen Felsenlandschaft herumvoguende und lasziv seinen Kunsthaar-Zopf schwingende Protagonist von offensichtlicher…
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Mon­te­ne­gro schickt männ­li­che Bey­on­cé

Ein hübsches verspätetes Weihnachtsgeschenk überreichte das montenegrinische Fernsehen heute den Eurovisionsfans: es nominierte den 31jährigen Sänger, Tänzer und Schauspieler Slavko Kalezić als Eurovisionsvertreter. Der in Podgorica geborene Kalezić, der an der Hochschule für Darstellende Kunst in Cetinje studierte, erlangte vor allem durch seine Teilnahme an der Castingshow X Faktor Adria im Jahre 2013 Bekanntheit, aus welcher Daniel Kajmakoski (→ ME 2015) als Sieger hervorging. Slavko schied dort zwar bereits in der Vorrunde aus, hinterließ aber einen bleibenden Eindruck, in dem er einen Song seines großen Vorbilds Beyoncé (oder in der dortigen Schreibweise "Bijonse") performte und die Dancemoves der US-amerikanischen Diva rockte! Auch in…
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Ers­tes Semi­fi­na­le 2016: Auf in den Kampf!

Das wird jetzt vielleicht nicht auf ungeteilte Zustimmung bei all meinen Leser/innen stoßen und beschreibt auch das Gegenteil meiner eigenen Empfindungen von vor einem Jahr, aber nach der ersten Qualifikationsrunde 2016 aus dem Stockholmer Globen (der immer noch aussieht wie ein Schneller Brüter) am Dienstagabend muss ich sagen: von mir aus können die Schweden gerne jedes Jahr gewinnen. Solange sie Petra Mede weiter moderieren lassen: locker, flockig, eigenironisch, herrlich! Am schönsten der Gag, als auf die Worte "Welcome, Europe!" die ersten Takte von 'The Final Countdown' der gleichnamigen schwedischen Achtzigerjahre-Rockband ertönten, live von besagter Kapelle intoniert, die Petra und Måns aber schnell…
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Bestä­tigt: nur die ers­ten zehn Plät­ze wer­den ver­le­sen

Wie eurofire auf Nachfrage von der EBU erfahren hat, werden beim Eurovision Song Contest 2016 tatsächlich nur die ersten zehn Plätze im Televoting vorgelesen. Die Ränge 26 bis 11 sollen lediglich auf dem Scoreboard angezeigt werden. Immerhin will man die Ergebnisse wohl nicht gebündelt auf einmal einblenden, sondern so, dass sie vom Zuschauer noch nachvollzogen werden können. In welchem Tempo das vonstatten gehen soll, ließ die EBU jedoch offen, wie eurofire schreibt. Zu vermuten steht, dass die nationalen Kommentatoren die kumulierten Zuschauerpunkte für das eigene Land gesondert erwähnen, wenn dieses nicht unter den Top Ten landet, also beispielsweise Peter Urban die zu…
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Mon­te­ne­gro 2016: on the High­way to Hell

Vor wenigen Minuten veröffentlichte die montenegrinische Band Highway ihren Beitrag für Stockholm mit dem Titel 'The real Thing'. Und ich will es mal so sagen: es ist kein klassischer Grand-Prix-Song. Menschen, die von dieser Art von Musik mehr verstehen als ich, warfen das Label "Stoner Pop Rock" in den Ring, was ich mangels besserer oder schlechterer Kenntnis mal so stehen lassen möchte. Aus Laiensicht beschrieben, beginnt es mit einem vielversprechenden, bretternden Gitarrenriff und einem begleitenden heiseren Schrei. Für die ersten 20 Sekunden bin ich angenehm überrascht und durchaus angetan. Dann treten die vier Jungs kurz auf die Bremse und singen…
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Mon­te­ne­gro auf dem High­way to Hell

Bis gestern stand noch nicht mal fest, ob der exjugoslawische Winzstaat mit der Einwohnerzahl Frankfurts überhaupt mitmacht beim Eurovision Song Contest 2016, da man noch immer ob der Annullierung des Juryvotings beim ESC in Wien erzürnt ist. Und nun benannte der Staatssender RTCG gleich die Repräsentanten für Stockholm: die dreiköpfige Boygroup Highway, bestehend aus dem Leadsänger Petar Tošić sowie den Gitarristen Marko Pešić und Luka Vojvodić. Beim Letztgenanntem handelt es sich, wie es der Zufall will, um den Sohn des Generaldirektors der montenegrinischen TV-Station. Schon wieder Schiebung also? Ich glaube nicht: das aus Podgorica stammende Trio erlangte schließlich Bekanntheit durch seinen vierten Platz in der Castingshow…
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A Touch too much: das Fina­le 2015

Okay, ich geb's zu: sie kommt ein bisschen spät, diese Besprechung. Direkt nach dem Finale im Mai ging das Buch vor und danach brauchte ich erst mal ein bisschen Abstand. Mit eben diesem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Monate nach dem eigentlichen Event, die TV-Aufzeichnung des von mir live besuchten Jubiläums-Contests angeschaut. Und prompt stellte es sich wieder ein: dieses schon ihn Wien sehr subtil vorhandene Gefühl, dass es des Guten einfach irgendwie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sendung (geschlagene vier Stunden ging die Show diesmal), zu viele Lieder (27, so viele wie noch nie zuvor…
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Mon­te­ne­gro auf der Suche nach Gerech­tig­keit

"Berücksichtigt die Stimmen unserer Juroren für das Finale oder wir sehen uns gezwungen, anderweitig nach Gerechtigkeit zu suchen" - so herrlich melodramatisch formuliert es Sabrija Vulic, der montenegrinische Delegationsleiter, in einer von Wiwibloggs publik gemachten Mail an den obersten Eurovisionsschiedrichter Jan Ola Sand. Grund der Entrüstung: die Annullierung des Jury-Ergebnisses des für seine Korruptionsanfälligkeit bekannten, winzigen Balkanlandes durch die EBU am Finalabend von Wien. Für die offizielle Ergebnisermittlung des Jubliäumsjahrgangs waren bekanntlich die Voten der Jurys aus Mazedonien und Montenegro nicht mitgezählt worden, ohne dass man die Gründe im Einzelnen nannte. Wie der NDR Ende Juni rapportierte, sei beiden Ländern…
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Jury-Schmu in Maze­do­ni­en und Mon­te­ne­gro

Wie die EBU in der Nacht bei der Vorstellung der detaillierten Abstimmungsergebnisse bekannt gab, wurden die Juryabstimmungen der beiden exjugoslawischen Länder Mazedonien und Montenegro auf Empfehlung der externen Überwachungsfirma PwC von der Ermittlung des Gesamtergebnisses ausgeschlossen. In beiden Ländern flossen die Televoting-Ergebnisse zu 100% ein. Details wurden zunächst nicht genannt. Die Vorfälle sollen beim nächsten Treffen der Lenkungsgruppe im Juni diesen Jahres "besprochen werden". In San Marino hingegen wurden nach Ansage der Punktesprecherin Valentina Monetta nur die Juryergebnisse gezählt - dies hat in dem kleinen Land, das aufgrund der geringen Einwohnerzahl und Zugehörigkeit zum italienischen Telefonnetz kein eigenständiges Televoting hinbekommt, bereits…
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Schwe­den und die HJ: ers­te Pro­ben zwei­tes Semi 2015

In Wien setzten sich am Mittwoch und Donnerstag die ersten Probedurchläufe fort, diesmal mit den Teilnehmer/innen des zweiten Semifinales vom kommenden Donnerstag. Eine Fortsetzung fand auch die Saga um die händchenhaltenden Ampelmännchen: ausgerechnet die sich selbst als "freiheitlich" titulierende FPÖ drohte an, die hübsche Geste gegenüber der Eurovisions-Kernzielgruppe (und Umsetzung der Toleranzbotschaft der aktuell regierenden Eurovisionskaiserin Conchita) zur Anzeige zu bringen. Es handele sich um "grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur," so der FPÖ-Mann Toni Mahdalik laut Kronenzeitung. Da Beides nicht verboten ist, begründete die FPÖ die Anzeige offiziell mit einem "Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung" - und musste sich prompt belehren lassen,…
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Mon­te­ne­gro 2015: bye bye, Refrain, bye bye

Er war der allererste, der als Teilnehmer für Wien benannt wurde, und der allerletzte, der seinen Song ablieferte: die Akklamation von Nenad 'Knez' Knežević als Montenegros Repräsentant erfolgte bereits Ende Oktober 2014, seinen Beitrag 'Adio' stellte er erst nach allen anderen 39 Konkurrenten am heutigen Tage vor. Wer nun glaubt, Knez' Komponist, der allseits bekannte Željko Joksimović (RS 2004, 2012), dem wir die divaeske Verspätung wohl verdanken, habe die lange Zeit genutzt, einen (wie ursprünglich angekündigt) uptemporären Pop-Knüller zu schreiben, sieht sich enttäuscht: 'Adio', so der Titel des Machwerks, entpuppt sich als balladesker, süßlicher Balkanschlager der allerkitschigsten Sorte. Die Geigen schluchzen,…
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Der Lum­pen­samm­ler nach Wien (NO, AZ, RU, SM 2015)

Eigentlich sollte heute Vormittag noch ein ausführlicher Bericht zum Melodi Grand Prix folgen, das ich am Samstag nicht mehr schaffte und Sonntag früh nachzuholen gedachte. Doch dann machte mir die Technik einen Strich durch die Rechnung - nie wieder PCs oder Laptops von Acer! Und zwischenzeitlich stapeln sich hier die noch in letzter Minute vor dem Einsendeschluss ausgewählten oder upgedateten Beiträge für Wien. Daher jetzt im Schnelldurchlauf alles Wichtige vom Wochenende. Die Norweger entschieden sich am Samstag sehenden Auges für noch eine Ballade - und sie trafen damit eine gute Wahl. 'Monster like me' von Mørland und Debrah Scarlett klingt nicht nur vom…
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Elhai­da Dani pullt eine Elit­sa

Eigentlich gehört der unverhoffte Songtausch ja zu den weißrussischen oder ukrainischen Spezialitäten. Nun übt sich auch Albanien in dieser Kunst: wie die Gewinnerin des 53. Festivali i Kenges und diesjährige skipetarische Eurovisionsvertreterin Elhaida Dani gestern auf ihrer Facebook-Seite verkündete, steht ihr Siegertitel 'Diell' nicht mehr für Wien zur Verfügung. Nach ihren Angaben habe Aldo Shllaku, der Komponist des Liedes, sein Einverständnis für die Verwendung als Wettbewerbsbeitrag zurückgezogen. Ob dies im Zusammenhang mit der geplanten Transferierung in Englische und / oder der notwendigen Kürzung auf die regelkonformen drei Minuten steht, ist nicht bekannt. Denkbar scheint auch, dass Dani und / oder RTSH…
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Mon­te­ne­gro 2015: Knez soll in Wien herr­schen

Ding ding ding: das Rennen um die früheste Bekanntgabe des Eurovisionskandidaten für den Song Contest 2015 in Wien gewinnt Montenegro! Deren Sender RTCG nominierte heute Mittag in Podgorica den 46jährigen Popsänger Nenad Knežević zum Repräsentanten des jüngsten Balkanstaates. Mit Rücksicht auf Menschen, deren Computertastatur ohne Sonderzeichen daherkommt, hat sich Knežević den Künstlernamen Knez gegeben, was im Slawischen, wie die Alleswissende Müllhalde weiß, freilich auch für "Herrscher" steht. Dementsprechend unbescheiden trat der im Schwarzgebirgsland geborene, mittlerweile aber in Belgrad (Serbien) lebende Künstler denn auch bei der heutigen Pressekonferenz auf, wie eurovision.tv berichtet: "Die Einladung, Montenegro beim Eurovision Song Contest 2015 zu vertreten, kam für mich nicht…
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It all loo­ks gre­at: Bos­ni­en ist in Wien dabei!

Freude, schöner Götterfunken! Wie esctoday heute vermeldet, hat sich das bosnische Fernsehen BHRT bei der EBU vorläufig [ref]Nach dem offiziellen Anmeldeschluss am 15. September 2014 steht es allen potentiellen Partizipanten vier Wochen offen, ihre Anmeldung straffrei zurückzuziehen. 2014 nahm der Sender genau diese Klausel auch in Anspruch, von daher heißt es: Daumen drücken![/ref] für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2015 angemeldet. Damit kehrt die exjugoslawische Nation nach einer zweijährigen Grand-Prix-Pause wieder zum Wettbewerb zurück, von mir heißen Herzens begrüßt! Um so mehr, da die Rückkehr angesichts der  verheerenden Sturmflut vom Sommer 2014, die dort 20 Todesopfer forderte und nach Meldung…
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Mon­te­ne­gro 2014: Back to Basics

Das haben wir nun davon: nachdem zwei Versuche Montenegros, mit außergewöhnlichen, zeitgemäßen Songs zum ersten Mal überhaupt ins Eurovisionsfinale vorzudringen, an den obstinaten Jurys scheiterten, geht man nun in Podgorica auf Nummer Sicher und schickt in diesem Jahr eine klassische Balkanballade. Sergej Ćetković steht als Interpret schon seit mehreren Monden fest, heute bequemte man sich dann auch mal zur Songpräsentation. 'Moj Svijet' klingt nicht nur dem Titel nach wie ein Stück aus der Željko-Joksimović-Kollektion, auch musikalisch fügt sich das sanft-dramatische Lied nahtlos ein in die beliebte Reihe "Weltschmerz vom Balkan". Einzig der im Vergleich zu den eindrucksvollen Strophen relativ schwache Refrain und…
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