Nordmazedonien

Maze­do­ni­en 2020: Ebenee­zer Goo­de

In der Abendausgabe seiner TV-Nachrichten stellte der nordmazedonische Sender MRT vor wenigen Minuten den Videoclip zu seinem Eurovisionsbeitrag 2020 vor. Der heißt sehr simpel 'You' und wird gesungen von Vasil Garvanliev, der bereits letztes Jahr in Tel Aviv als Chorknabe für die Jurysiegerin Tamara Todevska im Einsatz war. Der in Mazedonien geborene Vasil wuchs hauptsächlich in den USA auf, seit seiner Rückkehr in die frühere jugoslawische Republik konnte er dort mehrere Hits platzieren. Sein Eurovisionsbeitrag, der gegen diesen Katalog natürlich deutlich abfällt, mündet nach einem einminütigen, von sparsam eingesetzten Akkordeonklängen und einer fast orientalisch anmutenden Gesangsführung begleiteten Vorspiel in einem…
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Das Bela­rus-Gate: zu dumm zum Mani­pu­lie­ren

Das Bela­rus-Gate: zu dumm zum Mani­pu­lie­ren

Peinlich: der EBU unterlief beim Zusammenrechnen der Jury-Ergebnisse im Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest ein derartig frappierender Fehler, dass die Wertung heute korrigiert werden musste. In einem Statement bestätigte die EBU, was ein nerdiger Grand-Prix-Fan bereits am Sonntag entdeckt hatte: bei der Ermittlung des "aggregierten" weißrussischen Jury-Ersatzergebnisses erhielten versehentlich nicht die besten Zehn Punkte, sondern die Schlechtesten. Dies ändert zwar nichts am Gesamtsieg des niedlichen Niederländers Duncan Laurence, bedeutet aber unter anderem, dass nicht, wie in der Live-Show verkündet, der schnucklige Schwede John Lundvik Jurysieger wurde, sondern die taffe Tamara Todevska aus Nordmazedonien mit ihrer fantastischen Female-Empowerment-Hymne 'Proud'. Die…
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Fina­le 2019: <span class="caps">ESC</span> is a losing Game

Fina­le 2019: ESC is a losing Game

Da hatte die EBU in diesem Jahr eigens erneut das Auszählungsverfahren geändert, um die Sache spannender zu gestalten. Und doch trat die langweiligste aller möglicher Optionen ein: wie bereits seit Monaten von allen Wettbüros eisern vorhergesagt, gewann heute Nacht der Niederländer Duncan Laurence den Eurovision Song Contest 2019. Der 24jährige Musiker vereinte die in diesem Jahr augenscheinlich wichtigsten Eigenschaften für eine erfolgreiche Grand-Prix-Teilnahme: er ist männlich, vollbärtig, gutaussehend und er jaulte weite Teile seiner gefühlvollen Klavierballade 'Arcade' in Falsettstimme. Sein Lied handelt dem reinen Text nach von einer unglücklichen Beziehung, die der Protagonist nicht beenden kann, weil er süchtig nach…
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Rank & File 2019: Platz 19 – Proud

Wie bereits ganz zu Anfang dieser Artikelserie erwähnt, entstand das zugrundeliegende Ranking der Beiträge kurz nach dem Ende der Vorentscheidungssaison 2019, also vor gut einem Monat. Es illustriert daher das unter Grand-Prix-Fans wohlbekannte Phänomen des Schönhörens, denn mittlerweile liegt dieser Song bei mir mindestens zehn, wenn nicht gar fünfzehn Positionen höher. Platz 19: Nordmazedonien - Tamara Todevska: Proud (Stolz) Dabei hat sich meine Meinung über das Lied seither gar nicht geändert. Ich zitiere wörtlich aus meiner Besprechung nach der Bekanntgabe des mazedonischen Beitrags am Weltfrauentag: "Handelt es sich bei ‘Proud’ doch um eine Ballade zum Thema der weiblichen Selbstermächtigung, die den zusammengecasteten deutschen Sisters,…
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WSV 2019: das Bes­te und die Res­te

Mit Riesenschritten nähern wir uns dem Ende der Vorentscheidungssaison 2019. Mit dem Finale des schwedischen Melodifestivalen steht an diesem Samstag der letzte öffentliche Vorentscheid an. Ausgerechnet all jene Nationen, die zu faul oder zu geizig waren, einen solchen zu organisieren, haben sich nun verabredet, Fans und Eurovisionsblogger in den Stressinfarkt zu schicken, in dem sie all ihre - teils seit vielen Wochen im Tresor gebunkerten - Beiträge mehr oder minder gleichzeitig veröffentlichten. Den Beginn in unserer kleinen Werkschau macht das mittlerweile auch vonseiten der EBU offiziell umbenannte Nordmazedonien, das als einzige der beteiligten Nationen einen validen Grund vorweisen kann, seinen…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hams­ter

So langsam geht es in die Vollen: heute Abend steigt der erste Supersamstag der Vorentscheidungssaison 2019. Um so dringender ist es daher an der Zeit, rasch noch ein paar der in den letzten Wochen liegen gebliebenen Vorentscheidungsperlen abzuarbeiten. Und da kein ESC-Jahrgang komplett wäre ohne ihn, darf, nein: muss die moldawische Eurovisionslegende Alexandru "Sasha" Bognibov natürlich den Auftakt geben. Der machte bekanntlich erstmals 2008 von sich reden, als er sich mit dem lyrisch fragwürdigen Titel 'I love the Girls of 13 Years old' für den Vorentscheid des Landes bewarb und auch auf die vom Sender vorab veröffentlichte Auswahlliste kam, es dann aber nicht…
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Som­mer­loch-News: Shala­lie, shala­la, MDMA

Lange Wochen herrschte Funkstille hier im Blog, denn bis auf das ermüdende Ping-Pong-Spiel, welche israelische Stadt nun gerade im Rennen um die Austragung des Eurovision Song Contest 2019 vorne liegt (aktueller Stand: Tel Aviv), tat sich nicht viel Berichtenswertes. Vergangene Woche nun unternahm die Drehorgel-Elfe Sieneke Peeters (NL 2010) einen amüsanten Versuch, sich aus dem Orkus des Vergessens wieder zurück in die Schlagzeilen zu bringen. Oder, genauer gesagt, ihre Familie: wie escxtra rapportierte, wurden Sienekes Großvater (der laut Presseberichten bereits wegen Mordes mehrere Jahre einsaß), ihr Onkel und ihr Bruder festgenommen, nachdem ein mutmaßlich von ihnen in Nimwegen betriebenes Drogenlabor…
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Tschüss FYROM, hal­lo Nord­ma­ze­do­ni­en!

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung gestern berichtete, zeichnet sich endlich eine Lösung in dem seit mehr als einem Vierteljahrhundert andauernden, so albernen wie ermüdenden Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien ab. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 befindet sich der rund 2 Millionen Einwohner/innen starke Balkanstaat im Disput mit den hellenischen Nachbarn, deren nördlichste, unmittelbar an Mazedonien angrenzende Region Makedonien heißt. Weswegen man in Athen stets territoriale Ansprüche aus Skopje auf eben jenes Gebiet fürchtete, zumal beide Nationen jeweils für sich das kulturelle Erbe des historischen Königs Alexanders des Großen reklamieren. Die Griechen blockierten seither stur jegliche Annäherung Mazedoniens an…
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Ers­tes Semi 2018: Die Rück­kehr des Fast-Food-Pop

Ganze 53 Jahre musste das kleine, geografisch etwas randständige und kulturell auf europäischer Ebene nicht unbedingt massenkompatible Portugal von seiner Erstteilnahme im Jahre 1964 bis zu seinem Eurovisionssieg 2017 warten. Ein verschrobener Barde namens Salvador Sobral holte bekanntlich den Pott und die Gastgeberschaft nach Lissabon, mit einer intimen, aus der Zeit gefallenen Trennungsschmerzballade in seiner Muttersprache. Mit "Musik, die wirklich etwas ausdrückt", wie es der lebensbedrohlich erkrankte Adelsspross, dem es nach einer Herztransplantation mittlerweile wieder besser geht, im Überschwang seiner Siegesansprache formulierte. Und nun das: ein Jahr später, im ersten Semifinale des in der portugiesischen Hauptstadt abgehaltenen 2018er Grand Prix, fliegen gleich…
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Griff ins Klo: zwei­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Eigentlich gehört es zur Eröffnungstradition des Pressezentrums, dass die dort versammelten Schwurnalisten von der allerersten Probe aus technischen Gründen nichts mitbekommen, weil die Leitung von der Halle noch nicht steht. Das war am Sonntag zwar nicht der Fall, dafür aber am heutigen Montag: pünktlich zum Probenbeginn um zehn Uhr liefen noch Tourismuswerbeclips in Dauerschleife, während in der Altice-Arena bereits das mazedonische Duo Eye Cue auf der Bühne stand. Erst zum dritten Durchlauf drückte jemand den Knopf: auf den Monitoren erschien, wie OnU berichtete, bildfüllend der Hintern der Leadsängerin Marija. Und falls sich jemand noch mit Schaudern an das pinkfarbene Cameltoe-Outfit…
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MK 2018: So many Songs, so litt­le Time

Nicht einen, sondern gleich vier Songs präsentierte uns das mazedonische Fernsehen am heutigen Abend der Beitrags-Enthüllungen. 'Lost and found', so heißt das Stück des bereits vor geraumer Zeit intern bestimmten Duos Eye Cue. Und es klingt auch ein bisschen so, als habe man sich die Zutaten für das mazedonische Lied im städtischen Fundbüro zusammengesammelt. Es beginnt als nicht weiter auffällige Midtempo-Ballade - für die ersten 20 Sekunden. Dann klopft es auf einmal an der Tür. Wer da draußen wohl steht? Oh, es ist ein verspielter Reggae-Track! Wollen wir ihn hereinlassen? Eigentlich nicht, denn nur wenig ist (mit wenigen Ausnahmen) nach…
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MK + HR 2018: (You dri­ve me) Cra­zy

Gleich zwei Balkanstaaten gaben heute ihre jeweils intern bestimmten Vertreter/innen für den Eurovision Song Contest 2018 bekannt. Die frühere jugoslawische Republik Mazedonien, die derzeit (hoffentlich!) auf eine baldige Lösung des jahrzehntelangen, ermüdenden Namensstreits mit den in dieser Angelegenheit bis zuletzt sturen Griechen zusteuert, ernannte das phonetisch clever benannte Duo Eye Cue (lies: IQ bzw. "I q" = ich qualifiziere mich [für das Finale]), bestehend aus dem Komponisten Bojan Traikovski und der Leadsängerin Marija Ivanoska. Die beiden machen seit mehr als zehn Jahren gemeinsam Musik. Und zwar, wie eine schnelle Youtube-Werkschau bestätigt, in der Hauptsache zähen, handgeklampften, midtemporären, leicht melancholischen Middle-of-the-Road-Seich (seufz). Wie…
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Offi­zi­ell: 42 Län­der sind 2018 an Bord, Maze­do­ni­en ist raus

In einer Pressemitteilung stellte die EBU heute Nachmittag das offizielle Contest-Logo für den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon vor, das aus einer stilisierten Muschel besteht, ergänzt um 11 weitere maritime Motive, die vom nährenden Plankton bis zur bissigen Qualle alles abbilden, was im Meer so vorkommt (schwimmender Plastikmüll gehört allerdings nicht dazu). Für das Motto ließ man sich offensichtlich vom Neunzigerjahre-Megahit 'Last Train to Transcentral' des britischen Musikprojekts The KLF inspirieren: es lautet 'All abord' ('Alle an Bord'). Es soll laut EBU-Prosa für "Kernbotschaften wie Diversität, Respekt und Toleranz" stehen. Der Kreativ-Chef des gastgebenden portugiesischen Senders, Gonçalo Madaíl, äußert sich…
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Wegen Schul­den: pullt Maze­do­ni­en einen Ovi­diu?

So langsam scheint es zur unverzichtbaren Folklore zu gehören, dass uns jedes Jahr kurz vor der offiziellen Verkündung der Teilnehmerliste für den Eurovision Song Contest durch die EBU noch ein Land verloren geht: nach der Aussperrung Rumäniens 2016 wegen offener Forderungen in Millionenhöhe und dem strategisch herbeigeführten Ausschluss Russlands infolge geschickt inszenierter Verstöße gegen ukrainische Gesetze in diesem Jahr droht die EBU nun dem mazedonischen Fernsehen MKRTV aufgrund unbezahlter Rechnungen mit schmerzhaften Sanktionen: "Leider hat das mazedonische Fernsehen keinen Zugriff auf unsere Dienste, bis die Schulden bezahlt worden sind," so zitieren escxtra und eurofire die EBU-Pressesprecherin Claire Rainford. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll ein Betrag von…
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Euro­vi­si­on Death­match #8: der flot­te Drei­er

Als wir das eurovisionäre Todesduell letzte Woche starteten, befanden sich inklusive des russischen Beitrags offiziell noch 43 Titel im Rennen (wonach es aktuell immer weniger aussieht). Da sich ungerade Zahlen bekanntlich nicht durch zwei teilen lassen, müssen wir diesmal ausnahmsweise ein Oxymoron einschieben, nämlich ein Dreierduell. Gleich drei Damen aus benachbarten Staaten des Balkan steigen also heute in den Ring, um sich die fetten Beats ihrer Dance-Songs um die Ohren zu hauen. Wir beginnen ganz im Süden: unsere erste Kombattantin ist die 25jährige Griechin Dimitra Papadea alias Demy, vom wiederauferstandenen hellenischen Staatssender ERT intern ausgewählt und in einem Song-Vorentscheid mit dem flachen, voll auf…
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Maze­do­ni­en 2017: ein­deu­tig unter­do­siert

Überall das Gleiche: große Teile des Songschreiber- und Produzententeams, die für den serbischen Eurovisionsbeitrag 2017 verantwortlich zeichnen, beteiligten sich auch an dem bereits am Freitagabend vorgestellten mazedonischen Wettbewerbssong 'Dance alone'. Und die musikalische Verwandtschaft hört man ziemlich deutlich. Allerdings scheint das kleinere Land hier die hübschere Tochter abbekommen zu haben, denn wo 'In too deep' arg seicht und ziellos vor sich hinplätschert, da vermag 'Dance alone' durch einen verhältnismäßig süffigen Refrain und einen relativ ordentlichen Schub zu punkten. Und auch die kräftig verzerrte Stimme der entfernt an solche Elektro-Heldinnen wie Anne Clark oder Beth Ditto erinnerden, schon im vergangenen, gefühlt…
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Esma Redže­po­va ist tot

2016 ist ein gefährliches Jahr für Musiklegenden, unter denen der grimme Schnitter weiterhin eine reichliche Ernte einfährt: wie unter anderem Eurovoix berichtet, verstarb heute früh die mazedonische Eurovisionsvertreterin von 2013 und selbsternannte "Königin der Roma-Musik", Esma Redžepova, im Alter von 73 an den Folgen einer Lungenentzündung. Die in der Roma-Siedlung Šuto Orizari bei Skopje als Tochter einer Türkin und eines Serben geborene Esma gewann im Alter von 14 ihren ersten Gesangswettbewerb und nahm seither unzählige Lieder auf, von denen etliche auf dem gesamten Balkan beziehungsweise unter Sinti und Roma auch darüber hinaus Kultstatus besitzen. Bekanntheit erlangte sie außerdem durch ihr soziales und politisches…
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Dop­pel­da­te am Diens­tag: Bel­gi­en und Maze­do­ni­en nomi­nie­ren

Für einen Sekundenbruchteil setzte heute mein Herz aus, als ich fälschlicherweise las, das belgische Fernsehen RTBF habe die unsterbliche Golden-Girls-Legende Blanche Devereaux, charakterliches Vorbild einer ganzen Tucken-Generation, als Eurovisionsvertreterin 2017 nominiert. Doch leider erwies sich das nur als Flüchtigkeitsfehler: Ellie Delvaux heißt die erst sechzehnjährige Sängerin, mit Künstlerinnennamen Blanche. Sie nahm, wie sollte es anders sein, an der aktuellen Staffel der Castingshow The Voice teil, wo sie allerdings nicht in die Endrunde kam. Dennoch engagierte sie der wallonische Sender vom Fleck weg. Ihr Beitrag für Kiew, von ihr selbst mitkomponiert, steht zwar schon fest, wurde aber noch nicht veröffentlicht, so…
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Maze­do­ni­en: lis­ten to the Sound of Silence

Misslich: mazedonische Radiosender können wegen eines Urheberrechts-Disputes derzeit keine Musik von einheimischen Künstlern spielen, obwohl sie per Gesetz dazu verpflichtet sind. Ähnlich wie in Frankreich gibt es in dem Balkanstaat eine staatlich vorgeschriebene Quote von 40% mazedonischer Musik für die dortigen Rundfunkstationen. Die können sie aber im Moment nicht erfüllen, weil die Rechteverwertungsgesellschaft ZAMP, das mazedonische Äquivalent der GEMA, ein Aufführungsverbot für die bei ihnen organisierten Musiker/innen ausgesprochen hat. Die ZAMP wehrt sich mit diesem Schritt gegen die Zulassung einer Konkurrenzorganisation namens SOKOM MAP, der sie vorwirft, dem Kultusministerium nahe zu stehen. Das mazedonische Parlament hat vor Kurzem die gesetzlichen Bestimmungen…
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Das Lju­bav-Gate: wen die Jurys 2016 ver­hin­der­ten

Nicht nur den rechtmäßigen Sieg des Russen Sergey Lazarev im Finale des Eurovision Song Contest 2016 hat ein kleines Häuflein von 210 willkürlich ausgesuchten Menschen auf dem Gewissen, die mit ihren Entscheidungen den Willen von Millionen (!) von Anrufer/innen aus ganz Europa überstimmen konnten. Wie immer verhinderten die Manipulatoren aus den Jurys auch den Finaleinzug bestimmter Teilnehmer/innen, die ihnen nicht in den Kram passten. Darunter natürlich wieder zwei meiner Lieblingsbeiträge. So unterbanden, wie ich es mir bereits dachte, die Juroren im ersten Semifinale am Dienstag die berechtigte Qualifikation des bosnischen Quartetts mit dem ehemaligen 'In the Disco'-Häschen Deen (BA 2004) und…
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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2016: der sich den Wolf tanzt

"Måns ist sehr enttäuscht": das war er, der Satz des Abends, gesprochen vom deutschen Kommentator Peter Urban, nachdem Gastgeberin Petra Mede direkt im Anschluss an den Auftritt des Weißrussen Ivan informierte, dass dieser ursprünglich nackt und in Begleitung von Wölfen zu performen gedachte, was die EBU im Hinblick auf die Regeln leider verbieten musste. Zum Missfallen des komoderierenden Vorjahressiegers, der gerade hinter Petra die Bühne enterte - im Adamskostüm, leider mit einem strategisch platzierten Plüschwolf vor dem Gemächt. Wie dankbar bin ich dem Schweden dafür, dass er ein dergestalt schamlos selbstverliebter, zeigefreudiger Exhibitionist ist, der wirklich keine Gelegenheit auslässt, seinen durchtrainierten Körper…
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Mazdo­ni­en 2016: Dona-Wet­ter, Kalio­pi!

Seit gestern Abend ist er endlich draußen, der lange voller Ungeduld und mit großen Hoffnungen erwartete Beitrag von Kaliopi Buklé. Und, da unsereins vom Vergleich leider nicht lassen kann, so unsinnig der auch sein mag: ja, 'Dona' fällt ein klein wenig schwächer als das legendäre 'Crno i belo' (MK 2012). Aber immer noch deutlich besser als das meiste Andere im diesjährigen Line-up. Nun muss ich zugeben, dass ich vor der anbetungswürdigen mazedonischen Balkanqueen auf die Knie ginge, würde sie nur das Telefonbuch rezitieren. Doch die von ihrem Ex-Mann geschriebene und von ihr getextete Rockballade 'Dona', einer der in diesem Jahr an…
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Frau Losco kann sich nicht ent­schei­den

Sie macht es sich aber auch wirklich schwer, die maltesische Eurovisionsvertreterin Ira Losco. Beim Vorentscheid bereits mit gleich zwei Beiträgen angetreten, schwirrten direkt nach ihrem dortigen Sieg Gerüchte durch die Gegend, sie könne den Titel ihres Songs 'Chameleon' wörtlich nehmen und ihn durch einen anderen ersetzen (die Statuten des Maltasong lassen diese Möglichkeit ausdrücklich zu). Nun eskaliert die Lage: wie der Sender TVM heute bekannt gab, nehme sie zur Zeit insgesamt neun weitere Lieder auf, sowie einen Remix ihres Siegertitels. Und zwar, wie ihr Produzent heute auf Facebook durchsickern ließ, zusätzlich zu den 16 Titeln, die sie bereits für ihr neues Album in der…
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Kalio­pi macht’s uns noch­mal

Es ist, als habe sich der Balkan zusammengetan, uns Eurovisionsfans den Herbstblues zu vertreiben: nach der frohen Kunde, dass Bosnien wieder dabei ist beim europäischen Wettsingen, legt Mazedonien noch einen drauf und verkündete heute Abend, dass die sensationelle Kaliopi Bukle das Land in Stockholm vertritt. Die 49jährige Popsängerin, die optisch ganz leicht an die Disney-Hexe Gundel Gaukeley erinnert, dabei aber über eine derartig hinreißende Ausstrahlung verfügt, dass sie selbst einen alten Vollhomo wie mich an seiner sexuellen Ausrichtung zweifeln lässt, verzauberte die Zuschauer/innen bereits 2012 beim Contest von Baku mit dem rundheraus fantastischen 'Crno i belo'. Bereits 1996 gewann sie…
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Türk­vi­zyon: Altai wie­der dabei

Es läuft bei der Türkvizyon: wie auf dem Facebook-Account der Veranstaltung vor wenigen Minuten bekannt gegeben wurde, kehrt die russische Republik Altai, die schon bei der Premiere des osmanischen Eurovisionsgegenstücks dabei war, letztes Jahr aber überraschend aussetzte (angeblich habe man keine Einladung erhalten), zum Wettbewerb zurück. Damit steigt das Teilnehmerfeld auf 29 Länder, Republiken und Volksgruppen - falls nicht, wie üblich, kurz vor Toresschluss noch jemand absagt. Emil Tolkocekov vertritt die rund 200.000 Menschen starke russische Republik in Istanbul. Der Song steht noch nicht fest. Unterdessen hat der mazedonische Türkvizyons-Repräsentant Kaan Mazhar seinen Beitrag 'Anlamsiz Zaman' zurückgezogen. Womöglich, weil auf Youtube…
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