Norwegen

Das erd­öl­rei­che und son­nen­licht­ar­me König­reich im hohen kal­ten Nor­den glänz­te anfäng­lich über wei­te Stre­cken mit letz­ten Plät­zen und lie­fer­te 1978 mit Jahn Tei­gen den wohl berühm­tes­ten Nil­poin­ter der Grand-Prix-Geschich­te, der dar­auf­hin im Land jedoch als legen­dä­rer Anti­held gefei­ert wurde.
1985, zeit­gleich mit dem Durch­bruch des hei­mi­schen Pop-Tri­os a‑ha auf dem euro­päi­schen Pop­markt, platz­te mit dem “Bob­by­schock” jedoch der Kno­ten. Seit­her hält die Nati­on gut mit den skan­di­na­vi­schen Nach­barn mit. Den Rekord für die meis­ten Roten Later­nen lässt sie sich aber wohl nie mehr nehmen.
Dabei seit: 1960; Sie­ge: 1985, 1995, 2009; Rote Later­nen: 11; Nul­poin­ter: 3.

ESC-Fina­le 1960: I shall die, die, die

ESC-Fina­le 1960: I shall die, die, die

Es ist ein offenes Eurovisionsgeheimnis: nicht alle Delegationsleiter:innen freuen sich unbedingt, wenn ihre Künstler:innen den Grand Prix gewinnen! Schließlich verbindet sich beim Song Contest mit dem Sieg die feste Erwartung, im nächsten Jahr die Show zu organisieren, womit massive Kosten auf die betroffene TV-Station zukommen. Heutzutage wird ein kleinerer Anteil davon durch die Startgebühren der einzelnen Länder aufgefangen, doch in den Anfangsjahren musste die ausrichtende Rundfunkanstalt die Sendung finanziell noch komplett alleine stemmen. Den Niederländern, die 1959 zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren gewonnen hatten, ging Sparsamkeit über Nationalstolz: sie sagten schlicht "nee". Selbstlos sprang (übrigens nicht zum letzten…
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Melo­di Grand Prix 1960: Nur Sams­tag Nacht

Melo­di Grand Prix 1960: Nur Sams­tag Nacht

Was für ein grandioser Start! Das 1960 erstmalig am Eurovision Song Contest teilnehmende Norwegen, bis heute Rekordhalter im Sammeln von Roten Laternen, bediente sich bereits von Anfang an des über die Jahre immer mal wieder inhaltlich sanft angepassten, aber stets unter dem gleichen Namen laufenden Vorentscheidungsformates Melodi Grand Prix (MGP). Dem ging zur Premiere ein im Radio ausgetragenes Semi voraus, bei dem lediglich zwei Sänger:innen, nämlich der Schnulzier und Kabarettist Jens Book-Jenssen und Inger Jacobsen, sämtliche elf Titel interpretierten. Geplant war, dass fünf Beiträge ins Finale einziehen sollten, aufgrund von Punktegleichheit der drei Viertplatzierten wurden daraus jedoch sechs. Darunter fanden sich…
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