Österreich

ORF: kein Bud­get für einen Vorentscheid

In Österreich scheint offenbar die Armut ausgebrochen zu sein. Wie die Fernsehdirektorin des ORF, Kathrin Zechner, gestern sagte, wähle der Sender seinen Repräsentanten für den Eurovision Song Contest 2017 "aus budgetären Gründen" intern aus. Zuletzt tat der ORF dies 2014, allerdings eher vor dem Hintergrund, dass man endlich die in zwei vorhergehenden Versuchen im öffentlichen Vorentscheid jeweils - teils extrem knapp - gescheiterte Conchita Wurst schicken wollte (wie wir heute wissen, nicht die schlechteste Wahl). Prompt ließen auch die ersten Fan-Spekulationen nicht lange auf sich warten, man sei auf dem Küniglberg wohl noch immer verstimmt, weil sich beim letzten Mal Publikumsliebling…
Weiterlesen
Ers­tes ESC-Semi 2016: Auf in den Kampf!

Ers­tes ESC-Semi 2016: Auf in den Kampf!

Das wird jetzt vielleicht nicht auf ungeteilte Zustimmung bei all meinen Leser/innen stoßen und beschreibt auch das Gegenteil meiner eigenen Empfindungen von vor einem Jahr, aber nach der ersten Qualifikationsrunde 2016 aus dem Stockholmer Globen (der immer noch aussieht wie ein Schneller Brüter) am Dienstagabend muss ich sagen: von mir aus können die Schweden gerne jedes Jahr gewinnen. Solange sie Petra Mede weiter moderieren lassen: locker, flockig, eigenironisch, herrlich! Am schönsten der Gag, als auf die Worte "Welcome, Europe!" die ersten Takte von 'The Final Countdown' der gleichnamigen schwedischen Achtzigerjahre-Rockband ertönten, live von besagter Kapelle intoniert, die Petra und Måns aber schnell…
Weiterlesen

Von Wöl­fen und Lum­pen­sä­cken: die Pro­ben zum ers­ten Semi 2016

In Stockholm gingen heute die ersten Probendurchgänge für die beiden Qualifikationsrunden zu Ende. Seit Montag üben die Teilnehmer/innen aller 42 Nationen ihre Auftritte erstmals auf der echten Eurovisionsbühne. Noch nicht immer im späteren Bühnenoutfit und oftmals mit stimmlich angezogener Handbremse - in der ersten Runde geht es hauptsächlich um die richtigen Kamerapositionen und Bühnenhintergründe und ums letzte Feilen an den Choreografien. Die von den internationalen Bloggern vor Ort natürlich schon fleißig verbreiteten ersten Eindrücke sind daher mit Vorsicht zu genießen, zumal es für zu Hause Gebliebene wie mich nur kurze Dreißigsekünder zu sehen und zu beurteilen gibt. Dennoch will, ja muss…
Weiterlesen
Kroa­ti­en 2016: Ninas Leucht­turm steht in Wien

Kroa­ti­en 2016: Ninas Leucht­turm steht in Wien

Heute Mittag stellte der kroatische Sender HRT den Beitrag des Landes zum Eurovision Song Contest 2016. Nina Kraljić, die bereits vor einiger Zeit intern ausgewählte Vertreterin und aktuelle The-Voice-Gewinnerin, singt eine klassische Balkanballade, die bereits mit den ersten, flehenden Flötentönen zum Songauftakt ihre musikalische Heimat offenlegt und mit einer sich zusehends dramatisch steigernden Instrumentierung und einer vorschriftsmäßigen Rückung (schön, dass dieses Grand-Prix-Kernelement 2016 seine Rückkehr feiert) sowie einem bittersüß-melancholischen Outro liefert, was der Liedeinstieg verspricht. Im scharfen Kontrast zum wunderbaren Ethno-Flair der Ballade singt Nina allerdings, wie bereits angekündigt, auf Englisch: 'Lighthouse' nennt sich der Titel denn auch, und leider offenbart die…
Weiterlesen
Wer singt für Öster­reich 2016: die Ösis geben uns Zucker!

Wer singt für Öster­reich 2016: die Ösis geben uns Zucker!

Es war der Abend der Brautkleider beim heutigen Alpenvorentscheid: fast alle Sängerinnen gingen in Hochzeitsrobe an den Start bei Wer singt für Österreich? Zwei von ihnen standen sich am Ende im Superfinale gegenüber, und im Gegensatz zum Vorjahr, wo sie die putzige Bandleadertochter auf den dritten Rang verbannten und so ihr Null-Punkte-Schicksal besiegelten, entschieden sich die Zuschauer/innen diesmal ausnahmsweise richtig und wählten Zoë Straub zu ihrer Repräsentantin. Die auch wohlweislich aus den Fehlern des Vorjahres gelernt hatte und ihr charmantes Chanson 'Loin d'ici' diesmal komplett in französischer Sprache vortrug (2015 verdarb sie sich noch durch einen Wechsel ins Englische selbst die Chancen). Ihr Auftritt…
Weiterlesen
<span class="caps">ESC</span> 2016 ohne Dosenapplaus

ESC 2016 ohne Dosenapplaus

"Keine Zensur" wolle man beim 61. Eurovision Song Contest in Stockholm vornehmen, sagte SVT-Chefin Hanna Stjärne gestern dem Aftonbladet. Damit bezog sie sich auf den gefakten Applaus vom Band, mit dem der österreichische Sender ORF bei der Liveübertragung aus Wien die in der Halle deutlich hörbaren Buhrufe des Publikums für die russische Sängerin Polina Gagarina übertönte. Einen solcherart empörenden Eingriff soll es 2016 nicht geben, die Schweden legten Wert auf "eine authentische Show", so Frau Stjärne. Auch der aus Norwegen stammende EBU-Verantwortliche Jan Ola Sand unterstützt das: der Dosenapplaus sei nicht auf Wunsch aus Genf erfolgt, stellte er in der Zeitung klar. Allerdings scheint…
Weiterlesen
Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Cham­pa­gner für die Disco-Cowboys

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Cham­pa­gner für die Disco-Cowboys

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das finnische Fernsehen YLE auf einen Schlag alle 18 Beiträge für die drei Vorrunden der Uuden Musiikin Kilpailu (UMK), inklusive dazugehöriger, in einem eigenen Youtube-Kanal bereit gestellter, professionell produzierter Musikvideos (und ja, ich schäme mich dafür, dass der ungleich finanzstärkere öffentlich-rechtliche Sender meines Landes nicht mal das hinbekommt). Einziger mir bekannter Name im Line-Up ist Tapio Huuska alias Cristal Snow, der 2008 schon mal am finnischen Vorentscheid teilnahm. Er hat mit 'Love is blind' eine klassische Liebesballade mit cleveren Textzeilen wie "You look like Jesus / but you taste like Sin" im Gepäck, für die ich wirklich gerne entflammen würde. Zumal…
Weiterlesen
Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Unan­ge­streng­tes aus Österreich

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Unan­ge­streng­tes aus Österreich

Dem ernüchternden Null-Punkte-Ergebnis der MakeMakes zum Trotze scheint der Eurovision Song Contest in unserem liebsten Nachbarland Österreich weiterhin hoch im Kurs zu stehen. So veranstaltet der ORF auf seiner Contest-Facebook-Seite heuer eine Wildcard-Vorrunde, und es kamen bislang einige überraschend gute Bewerbungen zusammen. Der Grazer Langhaarzottel Kevin Etheridge beispielsweise bringt uns mit 'Palmtrees on my Mind' mitten in der schlimmen Jahreszeit mittels Mandoline und Mundharmonika den Sommer zurück - sicher nicht das originellste Popstück aller Zeiten, dennoch macht es (mir) unweigerlich gute Laune. Merlin Miller reicht mit 'Moneypoliert' einen wegweisend guten Mix aus intelligent formulierter Gesellschaftskritik, treibenden Elektrobeats und rotzcooler Eingängigkeit ein:…
Weiterlesen

Oh oh-uh-oh oh: Öster­reich ver­gibt Facebook-Wildcard

Wie Eurovision Austria heute unter Bezugnahme auf den ORF vermeldet, hat der Wiener Sender seine Pläne für den Vorentscheid für Stockholm konkretisiert: am 12. Februar geht die TV-Show mit dem schönen Namen "Wer singt für Österreich?" über die Antenne. Neun Teilnehmer/innen sucht eine ORF-Jury um den Austropop-Mann Eberhard Forcher heraus. Der gründete vor einem Jahr den mittlerweile mit dem Amadeus Music Award ausgezeichneten Youtube-Kanal Austrozone, über den er "die Vielfalt und Streuung" der aktuellen österreichischen Musikszene, für die auf den "herkömmlichen Musikspielflächen" kein ausreichender Raum sei, einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren will und jede Woche neue Acts vorstellt. Mit etlichen davon…
Weiterlesen
ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

Okay, ich geb's zu: sie kommt ein bisschen spät, diese Besprechung. Direkt nach dem Finale im Mai ging das Buch vor und danach brauchte ich erst mal ein bisschen Abstand. Mit eben diesem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Monate nach dem eigentlichen Event, die TV-Aufzeichnung des von mir live besuchten Jubiläums-Contests angeschaut. Und prompt stellte es sich wieder ein: dieses schon ihn Wien sehr subtil vorhandene Gefühl, dass es des Guten einfach irgendwie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sendung (geschlagene vier Stunden ging die Show diesmal), zu viele Lieder (27, so viele wie noch nie zuvor…
Weiterlesen

Feu­er brennt nicht (nur) im Kamin: ers­te Pro­ben Fina­lis­ten 2015

So - endlich in Wien aufgeschlagen, vergnüglichen ersten Abend hinter mir und noch leicht unterkoffeiniert im Pressezentrum sitzend. Heute proben die fixen Finalisten zum ersten Mal, und bis dato sieht es nicht so aus, als ob sie diesen Status verdient hätten. Die im Vorfeld von vielen Seiten bereits als mögliche Sieger gehandelten italienischen Knödeltenöre von Il Volo erscheinen im Anzug, scheinen mit technischen Problemen zu kämpfen - es klingt alles andere als harmonisch - und lassen auf der Projektionswand die Standard-Powerpoint-Präsentation "Rom für Touristen in fünf ausgelutschten Klischees" laufen. Ja, ihr Klassikschlager träufelt sich in die Gehörgänge wie Blütenhonig, zwei von den…
Weiterlesen

Sen­de­ter­mi­ne für 60-Jahr-Gala ste­hen fest

Die ARD hat nach langem Suchen ein paar Sendetermine auf ihren Randgruppensendern für die Retro-Gala 'Eurovision's Greatest Hits' gefunden. Das von der BBC bereits am 31. März in London aufgezeichnete und um die fiesen Buhrufe für den russischen Künstler Dima Bilan (2006, 2008) bereinigte Galakonzert, bei dem etliche Grand-Prix-Legenden wie Nicole (DE 1982), Johnny Logan (IE 1980, 1987) und Conchita Wurst (AT 2014) auftraten, aus unerfindlichen Gründen aber auch so unrelevante Siegerinnen wie Emmelie de Forest (DK 2013), wird am Samstag, dem 16. Mai, ab 23:15 Uhr im NDR Fernsehen gezeigt. Fünf Minuten später beginnt die Ausstrahlung im MDR. Für die Menschen…
Weiterlesen

Öster­reich 2015: They’­re beautiful

Österreich bleibt dem Bart treu: drei extrem gut aussehende junge Herren, allesamt mit schmückender Gesichtsbehaarung ausgestattet, treten in Wien die Nachfolge von Conchita Wurst (als Repräsentantin Austrias) an. Zu meinem großen Bedauern tun das The Makemakes, so der Name der heute Abend siegreichen Band, mit einer pianolastigen, in enervierend hoher Stimmlage intonierten Rockballade, die mich an mein absolutes musikalisches Top-Hassobjekt erinnert, das winselige britische Weichei James Blunt nämlich. Obschon, ein bisschen klingt 'I am yours' auch nach Coldplay, einer Kapelle, die ich kein Jota weniger verabscheue. Was diese beiden Acts allerdings vereint, ist ihr durchschlagender kommerzieller Erfolg, und auch für die…
Weiterlesen

Öster­reich 2015: Oh weh, ORF!

Vor zwei Wochen lobte ich die diesjährig eurovisionsausrichtende Sendeanstalt ORF noch für dessen fabelhafte Vorentscheidung Wer singt für Österreich? - nun schlug meine Euphorie in Trauer um. Denn ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail hatte ich leider übersehen: die in der Erstrunde präsentierten Songs, mit denen sich die ursprünglich sechzehn Acts vorstellten, nehmen allesamt nicht an der Auswahl teil. Stattdessen bekamen die übrig gebliebenen Sechs jeweils zwei neue Titel verpasst, geschrieben und / oder produziert von internationalen Songschreiber-Größen, wie beispielsweise Julie Frost ('Satellite'). Man fragt sich nur: warum? Durch die Bank erwiesen sich die heute Abend der Öffentlichkeit präsentierten neuen Lieder…
Weiterlesen

Öster­reich 2015: NDR, schau hierher!

Was haben wir da 2011 für eine Chance vergeben, als wir Lena Meyer-Landrut einfach nochmal schickten, anstatt die Siegesvibes und das daraus entstehende Interesse zu so einer Vorentscheidung zu nutzen, wie sie die Österreicher diesmal hinlegen! 16 Acts konnte der ORF für die schon längst aufgezeichnete und gestern Abend versendete erste Folge von Wer singt für Österreich? casten. 16 Acts, wie sie in ihrer musikalischen Bandbreite - von volkstümlichem Crossover über Elektro, Swing, Folk, Singer-Songwriter-Pop und Chanson bis zu Dancehall und etlichem mehr - vor allem aber in ihrer Professionalität Anlass zum Staunen gaben. Insbesondere, wenn man ans deutsche USFÖ-Clubkonzert vom Donnerstag denkt.…
Weiterlesen

Zum Sech­zigs­ten: Aus­tra­li­en in Austria

Es ist nicht der erste April, und die Meldung kommt direkt von der EBU, also wird sie wohl stimmen: als spezielles Bonbon zum sechzigsten Eurovision Song Contest wird Australien beim Wettbewerb in Wien teilnehmen. So richtig mit eigenem Beitrag (der noch ausgewählt werden muss) und eigener Stimmberechtigung. Das geopolitisch nun beim besten Willen nicht mehr zu Europa zählende Land ergänzt als fix gesetzter 27. Starter das Finale und bringt die Gesamtteilnehmerzahl damit auf die magische 40. Der Eurovisions-Supervisor Jan Ola Sand kommentierte: "Es ist ein wagemutiger und gleichzeitig wahnsinnig aufregender Schritt. Es ist unsere Art zu sagen: lasst uns die…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Es tut mir (nicht) leid

Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, schrägte es vergangene Woche erneut einige hoffnungsvolle Bewerber/innen für den Eurovision Song Contest 2015 in Wien, darunter einige mit wundervoll schrägen Beiträgen, die es an dieser Stelle zu würdigen gilt. Dazu zählt an vorderster Stelle natürlich die Litauerin Reda Striškaitė und ihr barjazziger Cabaret-Versuch 'Es tut mir nicht leid'. Jawohl, mit deutschem Titel! Wobei: auch wenn Reda, die den Song bis auf diese Zeile auf Englisch vortrug, an der Aussprache noch etwas feilen sollte, pressiert es nicht mehr. Denn obgleich es aufgrund der für Außenstehende schlichtweg undurchdringbaren Kompliziertheit des litauischen Auswahlverfahrens widersprüchliche Angaben darüber gibt, ob der…
Weiterlesen

Spa­ni­en 2015: Edur­ne und der “Qua­li­täts-Pop”

Noch nachzureichen gilt es die ebenfalls gestern vom Sender TVE annoncierte spanische Vertreterin: die 29jährige Edurne García Almagro, die nur unter ihrem Vornamen auftritt, soll die iberischen Farben in Wien vertreten. Bekanntheit erlangte sie durch die Castingshow Operación Triunfo, aus der 2002 Rosa López hervorging, deren Fans damals sämtliche Eurovisionsforen trollten. 2005, als Edurne teilnahm, wurde die Show aber schon nicht mehr als Vorentscheidungsformat genutzt. Mit Auftritten in weiteren TV-Formaten wie You can dance, einer Daily Soap sowie der Hauptrolle im Musical Grease sicherte sich die schwerpunktmäßig in tanzbarem Pop machende Sängerin seither durchgehende Präsenz. Ihr ebenfalls uptemporärer, noch nicht veröffentlichter Eurovisionsbeitrag heißt 'Amanecer' und…
Weiterlesen

Udo Jür­gens ist tot

Heute verstarb der große Udo Jürgens im Alter von 80 Jahren völlig unerwartet an Herzversagen. Mit seiner dreimaligen Teilnahme in Folge in den Jahren 1964 bis 1966 und dem ersten Sieg beim Eurovision Song Contest für seine Heimat Österreich begann seine Karriere als einer der erfolgreichsten europäischen Komponisten und Sänger. Wikipedia zufolge schrieb er mehr als tausend Lieder, sowohl für sich selbst als auch für andere (beispielsweise komponierte er für Shirley Bassey oder Alexandra), veröffentlichte über 50 Alben und verkaufte 105 Millionen Tonträger. 'Warum nur, warum', sein erster Grand-Prix-Beitrag von 1964, wurde in der vom britischen Teilnehmer dieses Jahres, Matt Monro, als 'Walk away' gecoverten Fassung…
Weiterlesen

Öster­reich: der Schweiß tropft bis zur Lippe

Heute früh stellte der ORF die 16 Kandidat/innen um die Nachfolge Conchita Wursts (AT 2014) vor. Außer den Makemakes, die mit dem rundweg furchtbaren 'Million Euro Smile' einen unverdienten Nummer-Zwei-Hit landen konnten, handelt es sich dabei ausschließlich um junge Bands und Solokünstler/innen, deren richtiger kommerzieller Durchbruch noch bevorsteht. Was Sinn macht, soll das Format Wer singt für Österreich? doch der Nachwuchsförderung dienen. Und im Gegensatz zum NDR, der beim deutschen Vor-Vorentscheid 2014 zehn Schattierungen desselben Beige aussuchte, beeindruckt die enorme musikalische Bandbreite der Austria-Acts, die sich nun am 20. Februar einer Jury stellen müssen. Sechs von ihnen kommen dann in die nächste Runde…
Weiterlesen

Con­chi­ta Wurst: neue Sin­gle ‘Heroes’

"We could be Heroes tonight" singt Grand-Prix-Siegerin Conchita Wurst im Refrain ihrer heute veröffentlichten, brandneuen Single. Und stellte dies heute Abend auch gleich unter Beweis, in dem sie sich zu Wetten, dass? nach Graz wagte, um eben diese dort live vorzustellen und sich anschließend in der größten Sitzgruppe des deutschen Fernsehens von dem unfasslich peinlichen Markus Lanz vollsülzen zu lassen, der sich nicht entblödete, ihr ins Gesicht zu sagen, dass ihre Anwesenheit "unser aller Toleranz herausfordert". Wo es doch der selbsterklärte Hetero Lanz war, der sämtliche männlichen Gäste der Show platt anschwulte und auch sonst für einen Fremdschämmoment nach dem anderen…
Weiterlesen

Öster­reich sucht das “inter­na­tio­na­le Top-Niveau”

Am 13. März 2015 wird feststehen, wer für Österreich in die Fußstapfen von Conchita Wurst treten darf. Das gab der ORF heute bekannt. Vorausgehen soll eine dreiteilige Castingshow. "Derzeit suchen wir nach 20 Künstlerinnen und Künstlern, egal ob Solo-Acts oder Bands, die in der ersten Sendung auftreten werden", so die bei uns nicht ganz so extrem bekannte, im Heimatland aber um so mehr gefeierte Singer-Songwriterin Anna F., die an der Spitze einer laut ORF aus "Musikern, Produzenten und Plattenbossen" zusammengesetzten Jury steht. Deren Aufgabe ist es, in der ersten Show am 20. Februar aus den 20 zunächst sechs Acts auszuwählen, die in den folgenden Shows ihre…
Weiterlesen

Fri­sche, eis­ge­kühl­te Wurst: Con­chi­ta bei Wet­ten dass

Am 8. November kommt die vorletzte Ausgabe des ZDF-Unterhaltungsdinosauriers Wetten, dass? aus Graz. Diesmal gibt es sogar einen Grund, einzuschalten: die aktuelle Grand-Prix-Königin Conchita Wurst stellt nämlich in der Show ihre mit Spannung erwartete, neue Single 'Heroes' vor. Die werde kein bisschen wie 'Rise like a Phoenix' klingen und auch ohne großes Orchester auskommen, wie die Wurst der Nachrichtenagentur APA sagte: "Ich war selbst überrascht ob der Tatsache, dass ich so cool klingen kann". An ihrem Album bastelt sie weiterhin in aller Ruhe, dies soll erst 2015 erscheinen, um einen künstlerisch enttäuschenden Schnellschuss zu vermeiden. Wirbel gab es zwischenzeitlich um ihren…
Weiterlesen

ESC-Slo­gan 2015: Über die Brü­cke gehn

Der ORF geht unter die Architekten: wie der Wiener Sender vor wenigen Minuten in einer Presseaussendung erklärte, wolle er beim Jubiläumsjahrgang in der österreichischen Hauptstadt "Brücken bauen": unter Hunderten von Vorschlägen für den offiziellen Claim des 2015er Wettbewerbs habe man sich für "Building Bridges" entschieden. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz fand dazu recht salbungsvolle Worte: "Wenn sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal jährt, reichen die europäischen Länder einander die Hand - in Österreich, jenem Land, das seit jeher eine zentrale Rolle als Brücke zwischen Ost und West übernommen hat." Dann hoffen wir mal sehr, dass sich Europa trotz täglicher medialer…
Weiterlesen

Con­chi­ta Wurst bekommt ihr eige­nes Buch

Nur wenige Monate nach dem fulminanten Triumph von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen widmet sich ein eigenes Buch der schillernden Grand-Prix-Diva. Dass es sich hierbei keinesfalls um einen Schnellschuss handelt, der schnell noch den Hype mitnehmen möchte, dafür bürgen die Namen der beiden Autoren des am 16. September erscheinenden und bereits jetzt vorbestellbaren Werkes. Dr. Irving Benoît Wolther, Autor des essentiellen Sachbuchs "Kampf der Kulturen - Der Eurovision Song Contest als Mittel national-kultureller Repräsentation" (2006), Gründervater des OGAE Germany und Zulieferer hochinformativer, luftblasenfreier Beiträge auf eurovision.de, sowie der österreichische Song-Contest-Berater, Fantasyautor (Empfehlung für Genre-Fans: die spirituell und kulturell…
Weiterlesen