Portugal

Um dia de ilusão: Por­tu­gal gewinnt den Song Con­test 2017

Um dia de ilusão: Por­tu­gal gewinnt den Song Con­test 2017

Es war dieser eine magische Augenblick, noch relativ früh in der Show: Salvador Sobral, der portugiesische Vertreter beim Eurovision Song Contest 2017, hatte gerade den letzten Ton von 'Amar pelos Dois' verklingen lassen, das bis dahin geradezu andächtig stille Publikum ließ den Jubel aufbranden und die Bildregie blendete in den Green Room, auf die armenische Mitbewerberin Artsvik, die sich gerade in völliger Ergriffenheit ein Tränchen aus dem Augenwinkel wischte und damit auf den Punkt brachte, was Millionen von Zuschauer/innen in diesem Moment empfanden. Sie wird vermutlich, wie fast alle Europäer/innen, Australier/innen und wer auch immer sonst noch zuschaute am gestrigen Samstagabend, des…
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Euro­vi­si­on Death­match #21: Momen­te der Magie

Mit dem heutigen Duell geht das Publikumsspiel Eurovision Deathmatch zu Ende. Und da das Beste bekanntlich immer zum Schluss kommt, habe ich mir die härteste und hochkarätigste Runde für den heutigen Feiertag aufgehoben. Und ja, ich weiß, der ist von seiner religiösen Aufladung her ein eher rabenschwarzer, trauriger Tag. Das passt jedoch sehr gut, denn Trauer wird am Ende der Abstimmung auf jeden Fall bei mir herrschen, treten heute doch meine beiden absoluten Lieblingstitel des aktuellen Jahrgangs gegeneinander an, von denen ich eigentlich keinen missen möchte. Doch wie beim echten Song Contest und wie im echten Leben kann es nur einen Sieger geben.…
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Braucht Sal­va­dor Sobral ein neu­es Herz?

Braucht Sal­va­dor Sobral ein neu­es Herz?

Um den portugiesischen Repräsentanten beim Eurovision Song Contest 2017, Salvador Sobral, scheint es möglicherweise ernster zu stehen, als zunächst angenommen: wie das Klatschmagazin Flash! angeblich aus einer "der Familie Sobral nahestehenden Quelle" erfahren haben will, schwebe der 27jährige wegen seines schwachen Herzens "in Lebensgefahr". Er stehe auf der Warteliste für eine Transplantation und müsse bis spätestens Jahresende ein Spenderherz erhalten. Derzeit behelfe er sich mit einem Schrittmacher, was auch der Grund für seine weite Kleidung sei: er kaschiere damit die externen Batterien, die er als Gürteltasche ständig mit sich tragen müsse. Sein Management bleibt unterdessen bei der bereits im Umfeld des…
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Fes­ti­val da Can­ção 2017: siemp­re la Magia del Corazón

Fes­ti­val da Can­ção 2017: siemp­re la Magia del Corazón

Bis um 1 Uhr 45 in der Nacht dauerte es mal wieder beim portugiesischen Festival da Canção 2017, bis alle gefühlt 8.000 Honoratioren gebauchpinselt, sämtlichen Beiträgen der wenig glorreichen Grand-Prix-Geschichte des Landes die Hommage erwiesen sowie alle sieben regionalen Jurys abgefragt waren und das Ergebnis endlich feststand. Doch das Wachbleiben lohnte sich, denn die Wahl der Portugiesen, sie machte mich im Gegensatz zu so vielen Vorentscheidungen der letzten Wochen unendlich glücklich. Wie von mir und vielen internationalen Fans seit seinem ersten Vorentscheidungsauftritt vor zwei Wochen herbeigesehnt, gewann der zauberhaft verspult wirkende Salvador Sobral mit der völlig aus der Zeit gefallenen, hochgradig fragilen Prä-Disney-Liebesfilm-Ballade…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Joy to the World

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Joy to the World

Zwei Semifinale vom vergangenen Sonntag gilt es noch nachzutragen: die zweite Runde des portugiesischen Festival da Canção und das rumänische Semifinale, das zur Aufgabe hatte, die von der Jury vorausgewählten 15 Titel auf deren zehn einzudampfen - und zwar durch erneute alleinige Entscheidung der Jury! Wie komplett absurd! Schauen wir aber zunächst nach Portugal: dort überraschte uns die deutsche Grand-Prix-Legende Joy Fleming (→ DE 1975) mit einem Cameo-Auftritt unter dem Tarnnamen Celina da Piedade. Sie trug ihr schwarzes Zeltkleid aus dem Vorentscheid von 2001 nochmal auf. Die seinerzeit als Girlande um den Hals geschlungenen Plastikblumen fanden sich nun im Haar und auf der…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: en sten­hipp Man och en Prinsessa

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: en sten­hipp Man och en Prinsessa

Stellen Sie sich vor, liebe Leserin, lieber Leser: Sizilien 1931 Lissabon 2017. Es ist der Abend des ersten Semifinales des neu aufgelegten Festival da Canção, Portugals traditionsreichem Liederabend, der nach einem Jahr eurovisionärer Schmollpause - angeblich inhaltlich komplett aufgefrischt - erneut als Vorentscheidungsformat des notorisch erfolglosen Grand-Prix-Landes fungiert. Sechs der acht Beiträge dieser Runde sind bereits an Ihnen vorübergezogen, erste Ermüdungserscheinungen stellen sich ein, geschuldet der Tatsache, dass das Festival traditionell erst gegen 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit startet. Und dass Sie, was die bisherigen Lieder anging, nichts von der groß verkündeten Neuausrichtung feststellen konnten: fade und glanzlos plätscherte das alles an Ihnen…
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Ist Por­tu­gal schwedophob?

Wie eurofire heute berichtet, gab der portugiesische Sender RTP gegenüber dem dortigen Fanclub OGAE bekannt, dass das Land 2016 nicht am Eurovision Song Contest in Schweden teilnimmt. Und so langsam scheint sich hier ein Muster abzuzeichnen, denn somit fehlt/e Portugal bei sämtlichen Contests des aktuellen Jahrtausends, die im IKEA-Land stattfanden bzw. stattfinden: auch schon 2000 und 2013 fand sich kein Beitrag Lusitaniens im Line-up. Allerdings war die Absenz im Jahr von 'Wadde hadde dudde da' nicht ganz freiwillig: seinerzeit gab's noch keine Semis, die Schlechtestplatzierten der Vorjahre mussten aussetzen, und da gehörte Portugal nun mal zu. 2013 indes fehlte man angeblich…
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Schwe­den und die HJ: ers­te Pro­ben zwei­tes Semi 2015

In Wien setzten sich am Mittwoch und Donnerstag die ersten Probedurchläufe fort, diesmal mit den Teilnehmer/innen des zweiten Semifinales vom kommenden Donnerstag. Eine Fortsetzung fand auch die Saga um die händchenhaltenden Ampelmännchen: ausgerechnet die sich selbst als "freiheitlich" titulierende FPÖ drohte an, die hübsche Geste gegenüber der Eurovisions-Kernzielgruppe (und Umsetzung der Toleranzbotschaft der aktuell regierenden Eurovisionskaiserin Conchita) zur Anzeige zu bringen. Es handele sich um "grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur," so der FPÖ-Mann Toni Mahdalik laut Kronenzeitung. Da Beides nicht verboten ist, begründete die FPÖ die Anzeige offiziell mit einem "Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung" - und musste sich prompt belehren lassen,…
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Por­tu­gal 2015: kein Fado, aber fade

Und zu für portugiesische Verhältnisse sehr früher Stunde ist denn auch das Festival da Canção überstanden. Genauer gesagt: das Finale der dortigen Vorentscheidung, dem bereits zwei Semis vorausgingen. Heute standen noch sechs Künstler/innen zu Wahl, darunter die mittlerweile 77jährige Eurovisionslegende (PT 1965, 1969) Simone de Oliveira, die jedoch im Vorfeld durchsickern ließ, im Falle ihres Sieges nicht nach Wien fahren zu wollen. Zum Kümmert-Moment kam es jedoch nicht: Simone schied, nach dem sie im Gegensatz zu ihrem Semifinalauftritt heute weite Strecken ihrer zerbrechlichen Ballade 'À espera das Canções' verröchelte, in der ersten Wertungsrunde (zwei Songs durch Televoting, ein dritter durch die…
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Simo­ne de Oli­vei­ra pullt einen Kümmert!

Die eurovisionäre Rücktritteritis scheint ansteckend zu sein: nach dem spektakulären Verzicht des Unser Song für Österreich-Gewinners Andreas Kümmert auf die Fahrkarte nach Wien am Donnerstag gab nun die portugiesische Grand-Prix-Legende Simone de Oliveira (PT 1965, 1969) bekannt, im Falle eines Sieges beim diesjährigen Festival da Canção ebenfalls die Teilnahme am Eurovision Song Contest zu verweigern, wie Eurovision Apocalypse heute berichtet. Kleiner, aber feiner Unterschied zu Kümmert: die mittlerweile 77jährige Frau de Oliveira verfügte zumindest über die Klasse, ihre fehlende Repräsentationsbereitschaft rechtzeitig vor dem heute Abend stattfindenden Finale der portugiesischen Vorentscheidung bekannt zu geben, so dass die Televoter, die sie am Donnerstag im…
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Elhai­da Dani pullt eine Elitsa

Eigentlich gehört der unverhoffte Songtausch ja zu den weißrussischen oder ukrainischen Spezialitäten. Nun übt sich auch Albanien in dieser Kunst: wie die Gewinnerin des 53. Festivali i Kenges und diesjährige skipetarische Eurovisionsvertreterin Elhaida Dani gestern auf ihrer Facebook-Seite verkündete, steht ihr Siegertitel 'Diell' nicht mehr für Wien zur Verfügung. Nach ihren Angaben habe Aldo Shllaku, der Komponist des Liedes, sein Einverständnis für die Verwendung als Wettbewerbsbeitrag zurückgezogen. Ob dies im Zusammenhang mit der geplanten Transferierung in Englische und / oder der notwendigen Kürzung auf die regelkonformen drei Minuten steht, ist nicht bekannt. Denkbar scheint auch, dass Dani und / oder RTSH…
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Ers­tes ESC-Semi 2014: Drei Mal dabei, bit­te weiterwählen!

Ers­tes ESC-Semi 2014: Drei Mal dabei, bit­te weiterwählen!

Sie sind doch einfach jedes Mal für Überraschungen gut, diese Qualifikationsrunden und insbesondere die Antworten, die Europas Zuschauer und Juroren auf die Frage geben, welche der gezeigten Performances sie am Samstag im Finale wiedersehen wollen. So gut wie niemand hatte wohl ernsthaft Valentina Monetta auf seinem Tippzettel, und nachdem der unter langjährigen Leidensgenossen nur noch "der Unvermeidliche" genannte Ralph Siegel diesmal auch noch prominent am Flügel saß, als sei er die Reinkarnation von Andrew Lloyd-Webber (UK 2009), sah ich offen gestanden endgültig schwarz für die sanmarinesische Lys Assia (CH 1956-1958). Ob die Verleihung der Finalkarte nun den Lohn für die Persistenz der…
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ESC 2014: Semi-Start­rei­hen­fol­ge steht fest

Sehr zügig: bereits wenige Tage nach Ende der Einreichungsfrist für die 37 Länderbeiträge gab die EBU heute die Startreihenfolge in den beiden Qualifikationsrunden am 6. und 8. Mai bekannt. Wie bereits 2012 wurden die Songs vom ausführenden Sender von Hand platziert, um "alle Beiträge glänzen zu lassen", wie es in EBU-Prosa heißt. Fast alle: Aarzemniekis 'Cake to bake', einer meiner Lieblingslieder, leider jedoch in fast allen Fan-Umfragen regelmäßig weit hinten landend, dürfte zwischen den beiden hochprofessionellen Nummern aus Armenien und Estland noch kirchentagsmäßiger wirken als so schon und seinen handgemachten Charme kaum entfalten können. Es erstaunt außerdem, dass die neun…
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Por­tu­gal 2014: Dan­çan­do Lambada!

Die Finanzkrise steckt Portugal nach wie vor in den Knochen: nach einem Jahr Eurovisionspause macht man heuer zwar wieder mit, entscheid sich aber aus Gründen der Kostenersparnis, einfach den Beitrag von 2007 kurz aufzubügeln und nochmal zu schicken. Vorteil: damit ist das Ausscheiden im Semi garantiert, so dass RTP auch an den Hotelkosten sparen kann. Im der Form halber gestern Nacht abgehaltenen Finale des Festival da Canção setzte sich Susana Guerra, optisch die Zwillingsschwester der ungarischen Teilnehmerin von 2011, Kati Wolf, unter dem hochkomplizierten Künstlerinnennamen Suzy gegen Hauptkonkurrentin Catarina Pereira, bereits beim Festival da Canção 2010 unglückliche Zweite, durch. Und wie schon…
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Por­tu­gal kehrt zum ESC zurück

Jan Ola Sand von der EBU twitterte es vor wenigen Minuten höchstpersönlich: "Üblicherweise halten wir uns bis Januar zurück, aber wir wollten unsere Begeisterung über die Nachrichten aus Portugal teilen," kommentierte er die offizielle Bestätigung des Senders RTP, in Kopenhagen vertreten zu sein. 2013 setzte das von einer schweren Finanzkrise gebeutelte Land aus monetären Gründen aus, so wie diesmal Zypern. Ob es wieder eine der gefürchteten Vorentscheidungen geben wird, bei der sich während der quälend langen Abstimmungsprozedur, in der traditionell sämtliche Dörfer des Landes einzeln zur Juryabstimmung aufgerufen werden, jedes Mal die Zeit ins Unendliche zu dehnen scheint, steht indes…
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Mal­mö bleibt popo­frei: Por­tu­gal und Polen sagen ab

Gleich im Doppelpack kamen heute die Absagen: sowohl das bereits 2012 (mit der beschämenden Ausrede "Fußball") abstinente Polen als auch der bislang unermüdliche Eurovisionsunderdog Portugal wollen dem Eurovision Song Contest 2013 in Malmö fernbleiben. Beiden beim Grand Prix chronisch schlecht platzierten Ländern gelang seit Einführung der Semis im Jahre 2004 kaum noch eine Finalqualifikation, lediglich das aktuell von der Rezession schwer gebeutelte Portugal hatte von 2008 bis 2010 einen kleinen Lauf (unvergessen der von Herzen kommende, kollektive Jubelschrei aus tausenden Kehlen in der Belgrad-Arena, als die überaus liebenswerte Vânia Fernandes im Semi als letzte Teilnehmerin für das Finale bestätigt wurde),…
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Style over Sub­s­tance: 2. Pro­ben BY, PT, UABG

Ich bin ja normalerweise kein Freund der von Bloggern in der Halle mitgedrehten Probenvideos, alleine schon aufgrund der Qualität. Die offiziellen Mitschnitte der letzten vier heutigen Starter waren aber im youtube-Kanal von eurovision.tv zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Meldung aus technischen Gründen nicht verfügbar (ein weiterer Hackerangriff?). Und manchmal haben die statischen Fan-Aufnahmen auch ihr Gutes. Gerade bei stark durchchoreografierten Darbietungen wie der von Gaytana für die Ukraine. Im Fernsehen werden wir von den (nur noch) vier Tänzern und ihrem faszinierenden Spiel mit ihren LED-Doubles nämlich wieder die zentralen Elemente verpassen, der blöden, schnittgeilen Kameraregie wegen. Also, schaut und genießt das…
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We are the Wie­ners: 1. Pro­be Weiß­russ­land, Portugal

Und die Styling-Faux-pas reißen nicht ab. Die belarussischen Poppseudorocker Litesound haben sich entschlossen, Krassimir Avramovs (BG 2009) Kettenhemden aufzutragen, die in der Zwischenzeit durch das falsche Stahlwollefeinwaschmittel etwas fadenscheinig geworden sind. Dass drei von ihnen mit Posergitarren auf der Bühne stehen, während auf dem Backingtape dieses Instrument allenfalls noch in Spurenelementen wahrzunehmen ist, macht die Sache nicht besser. Immerhin kann das vom deutschen Eurovisionschef Thomas Schreiber so verfemte Land unter Beweis stellen, dass es die größte Alberne-Mikrofonständer-Fabrikation der Welt beherbergt. Finale? Niemals. Wie in jeder Rockband ist auch bei Litesound der Drummer die geilste Sau (BY) (mehr …)
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Por­tu­gal: Babic-ka zum Zwei­ten (PT 2012)

Die eurovisionäre Unterwanderung der iberischen Halbinsel geht weiter: nachdem der Schwede Thomas G:son nach 2007 heuer zum zweiten Mal den spanischen Beitrag schrieb, gelang auch dem kroatischen Komponisten Andrej Babić in Portugal das Doppel: mit der musikalisch doch sehr deutlich an seinen 2008er Beitrag 'Senhora du Mar' angelehnten, leider aber keinesfalls heranreichenden Ballade 'Vida minha' schaffte er - beziehungsweise die Sängerin Filipa Sousa - den Sieg bei dem soeben zuende gegangenen Festival da Canção. Wie schon Vânia Fernandes wird auch die vergleichsweise magersüchtige und deutlich weniger charismatische Filipa von einem eng hinter ihr agierenden, gemischten Chor unterstützt. Und wie schon…
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Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on? (PT 2011)

Eine portugiesische Folkrocktruppe, kostümiert als sozialistische Version der Village People™, wird das Land in Düsseldorf mit dem fröhlichen Arbeiterkampflied 'A Luta é Alegria' ('Der Kampf macht Freude') vertreten. Sie gewannen beim gerade zu Ende gegangenen Festival da Canção mit den Stimmen des Televotings und zeigten damit den 20 (!) regionalen Jurys den Stinkefinger, die sie in einer anderthalbstündigen Auszählung ins Mittelfeld gesetzt hatten. Zum deutlichen Mißfallen des anwesenden Saalpublikums, das lauter buhte als weiland bei Atlantis 2000 und aus Protest noch während der Siegerreprise in Scharen den Saal verließ. httpv://www.youtube.com/watch?v=bEPCC3_COLs Völker, hört die Signale: Homens da Luta (mehr …)
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2009: It comes as no Surprise

ESC Fina­le 2009: It comes as no Surprise

Als haushoher Favorit ging er ins Rennen, als wolkenkratzerhoher Sieger ging er daraus hervor: der norwegische Knuffel Alexander Rybak. Punkte aus allen 42 abstimmenden Ländern, darunter sechzehn Mal die Höchstwertung; hundert Punkte Abstand zur Zweitplatzierten: das Abschneiden des nordischen Eurovisionsmärchens geriet zum erwartbarsten Sieg seit 1976. Und stand somit leider auch am Ende der wohl langweiligsten Punkteauszählung seit Menschengedenken. Die auch durch den neu eingeführten 50/50-Jury-Televoting-Mix nicht spannender wurde - im Gegenteil: auch die Juroren setzten den norwegischen Geigentroll mit astronomischem Abstand an die Spitze. https://www.youtube.com/watch?v=WXwgZL4zx9o Alex und die Manamana-Singerettes (NO) Meine Vermutung, zubrotfreudige Juroren könnten gar die Verantwortung für das…
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Ers­tes ESC-Semi 2009: It’s kil­lin’ the Groove

Ers­tes ESC-Semi 2009: It’s kil­lin’ the Groove

Gerüchtehalber sechs Millionen Euro hatten sich die Russen im Vorjahr ihren auf Sieg getrimmten Beitrag 'Believe' kosten lassen. Bei der Ausrichtung des Wettbewerbs in Moskau protzten sie entsprechend hemmungslos: die größte Bühne aller Zeiten, die beeindruckendste Lichttechnik, die spektakulärsten Pausenacts. 42 Millionen Euro sollen sie für die Show ausgegeben haben, fast das Doppelte des üblichen Budgets. Und lieferten dennoch international ein beschämendes und unangenehmes Bild ab, aufgrund der rabiat exekutierten Auflösung des zeitgleich zum Eurovisionsfinale stattfindenden Moskauer CSD durch Sondereinsatzkräfte der Polizei. Und durch das wohl unfähigste Moderatorenteam der Grand-Prix-Geschichte. https://www.youtube.com/watch?v=ulVSOEuntOc Andrej Malakow, den männlichen Part, taufte meine liebe Kollegin Mery auf den…
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Fes­ti­val da Can­çao 2009: The Streets of Lisboa

Fes­ti­val da Can­çao 2009: The Streets of Lisboa

Knapp elf Millionen Einwohner hat Portugal, und jeweils fünf von ihnen bildeten eine (einzeln abstimmungsberechtigte) regionale Jury beim Festival da Cançao an diesem Samstagabend Samstagnacht Sonntagmorgen Wochenende. Weniger als eine Stunde dauerte die Vorstellung der teilnehmenden Songs, dann wurde bis in die frühen Morgenstunden abgestimmt. Wie von Anfang an erwartet, setzten sich ziemlich schnell die Folkbarden Flor de Lis mit ihrer blumenkinderhaften Ode an die 'Straßen der Liebe' durch. Eine für portugiesische Verhältnisse beinahe schon fröhlich zu nennende Nummer, obschon gewisse Anleihen an ‚De Troubadour’, den niederländischen Eurovisionsgewinner von 1969, nicht abzustreiten sind. Be sure to wear some Flowers in…
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ESC-Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

ESC-Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

Zwölf Anläufe hatte der flächengrößte und einwohnerstärkste Teilnehmerstaat des Eurovision Song Contest für seinen ersten Grand-Prix-Sieg gebraucht. Seinen Führungsanspruch und seine kulturelle Zugehörigkeit zu Europa wollte Russland damit unterstreichen - und vertiefte doch nur die Gräben, denn kaum ein Siegertitel rief im Westen so eine starke Ablehnung hervor wie Dima Bilans musikalisch malades und überanstrengt dargebotenes 'Believe', welches der Sargnagel für das hundertprozentige Zuschauervoting sein sollte. Für den russischen Plattenmillionär, dem bei seinem Erstversuch 2006 mit dem deutlich besseren 'Never let you go' nur die finnischen Monsterrocker Lordi in die Quere kamen, reichte es lediglich für einen schwachen Rang 54 in…
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