Rumänien

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Hol­le­ri du dödel di

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Hol­le­ri du dödel di

Respekt, ihr Rumänen! Dass die unterhaltungsgewerblich nicht allzu gut bestückte Schweiz für die Präsentation ihres Eurovisionsbeitrages bei Euch wildern ging und vergangenen Sonntag Eure Landsmännin Miruna Manescu und ihr Trio Timebelle zur Repräsentantin wählte, ließt Ihr nicht all zu lange auf Euch sitzen: 'Yodel it!' heißt Eure prompte Antwort, lustigerweise vom selben Komponisten geschrieben, der auch das Schweizer Trio produziert. Und die ist so clever wie großartig: eine eingängige Popnummer mit ordentlichem Schub und, wie es der Titel bereits verspricht, ausführlichem, technisch einwandfreiem Jodeln. Also dem eigentlich traditionellen alpenländischen Markenzeichen in Sachen Gesang! Dass dies aber eben nicht nur die Eidgenossen…
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Fun, Love and Money: Natio­nen­lim­bo beim ESC

Groß war die Aufregung, als die EBU wenige Wochen vor dem 2016er Eurovision Song Contest den rumänischen Sender TVR wegen nicht bezahlter Schulden in Höhe von rund 15 Millionen Euro aus der Sendeunion ausschloss und der bereits in einem Vorentscheid bestimmte Repräsentant Ovidiu Anton unfreiwillig zu Hause bleiben musste. Wenige Wochen nach dem Contest erweist sich die Genfer Strategie, mit der vor allem Druck auf die Regierung des Karpatenlandes ausgeübt werden sollte, dem klammen Sender finanziell unter die Arme zu greifen, als erfolgreich: wie eurofire berichtet, werde in Bukarest gerade ein Gesetz vorbereitet, das es ermöglicht, Staatsknete in die öffentlich-rechtliche…
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Bestä­tigt: nur die ers­ten zehn Plät­ze wer­den verlesen

Wie eurofire auf Nachfrage von der EBU erfahren hat, werden beim Eurovision Song Contest 2016 tatsächlich nur die ersten zehn Plätze im Televoting vorgelesen. Die Ränge 26 bis 11 sollen lediglich auf dem Scoreboard angezeigt werden. Immerhin will man die Ergebnisse wohl nicht gebündelt auf einmal einblenden, sondern so, dass sie vom Zuschauer noch nachvollzogen werden können. In welchem Tempo das vonstatten gehen soll, ließ die EBU jedoch offen, wie eurofire schreibt. Zu vermuten steht, dass die nationalen Kommentatoren die kumulierten Zuschauerpunkte für das eigene Land gesondert erwähnen, wenn dieses nicht unter den Top Ten landet, also beispielsweise Peter Urban die zu…
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Mol­da­wi­en lädt Ovi­diu als Gast­sän­ger ein

Im Drama um die Ausladung Rumäniens vom Eurovision Song Contest 2016 wegen nicht bezahlter Schulden zeigt sich das Nachbarland Moldawien solidarisch: wie eurovoix berichtet, offerierte der Delegationsleiter von TRM, der geschasste Ovidio Anton sei herzlich eingeladen, als Duettpartner der moldawischen Repräsentantin Lidia Isac einspringen und mit ihr gemeinsam in Stockholm ihren Song 'Falling Stars' zum Besten geben. Der rumänische Meat Loaf zeigte sich gerührt, lehnte das Angebot jedoch ab. Auf Facebook kommentierte er: "Ich verbeuge mich vor unseren moldawischen Brüdern und ihrer außergewöhnlichen, einzigartigen und noblen Geste. Ich weiß, wie viel Arbeit in der Vorbereitung auf so einen Moment steckt und…
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Rus­si­sche Zöll­ner hin­der­ten Hovi Star an der Einreise

Wie schrecklich es mit der institutionellen russischen Homophobie bestellt ist, erfuhr in dieser Woche der israelische Eurovisionsvertreter Hovi Star am eigenen Leibe. Wie er einem Bericht von Wiwibloggs zufolge gestern Abend in der maltesischen Talkshow Xarabank erzählte, hinderten ihn Zöllner am Flughafen Moskau bei der Einreise in das Land, das er im Zuge einer Promotour besuchen wollte. Hovi: "Sie sagten mir, ich dürfte nicht rein. Sie schauten in meinen Pass, zerrissen ihn und lachten mich aus". Gründe für diese unglaubliche Behandlung seien nicht genannt worden: "vielleicht, weil ich schwul bin, vielleicht, weil ich mich so anziehe, vielleicht, weil ich Make-up trage…
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Wegen Schul­den: Rumä­ni­en wird vom Con­test ausgeschlossen

Wegen Schul­den: Rumä­ni­en wird vom Con­test ausgeschlossen

Wie die EBU soeben in einer Pressemitteilung verkündete, wird das rumänische Fernsehen TVR mit sofortiger Wirkung von allen Dienstleistungen des Europäischen Senderbundes ausgeschlossen und darf damit auch nicht am Eurovision Song Contest 2016 teilnehmen. Grund hierfür sind offene Forderungen der EBU gegenüber dem rumänischen Sender in Höhe von rund 10 Millionen Euro, die sich seit 2007 ansammelten. Mehrere Versuche, einen "zufriedenstellenden Rückzahlungsplan" aufzustellen, scheiterten. Zuletzt hatte die EBU eine Frist bis zum 21. April gesetzt, um einen Teil der Forderung zu begleichen und eine Bankbürgschaft für den Rest aufzubringen. Die EBU-Generaldirektorin Ingrid Deltenre sagte: "Wir bedauern es sehr, dass wir…
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Rumä­ni­en: wüten­der Mihai Trăis­ta­riu will gegen Sen­der klagen

Mit Niederlagen umzugehen, zählt offensichtlich nicht zu den Stärken des rumänischen Eurovisionsvertreters von 2006, Mihai Trăistariu. Der hatte es zehn Jahre nach dem fabelhaften 'Torneró' heuer mit neu gewonnener Haarpracht und dem vergleichsweise erbärmlichen Song 'Paradisio' erneut versucht, landete im Finale am Sonntag aber auf einem abgeschlagenen fünften Platz. Jetzt beschuldigt er den veranstaltenden Sender TVR der Manipulation. Mehr als hundert Fans, so behauptet er gegenüber dem rumänischen Blatt Ziarulprofit, hätten sich per Facebook bei ihm gemeldet und gesagt, sie seien mit ihren Anrufen nicht durchgekommen. Nun verlange er von der zuständigen Telefongesellschaft die Herausgabe der exakten Verbindungsdaten während des Abstimmungszeitraumes und wolle…
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Rumä­ni­en 2016: Rock me, Ovidius

Rumä­ni­en 2016: Rock me, Ovidius

Hatte der Grand Prix Eurovision seit meiner Kindheit auch deswegen eine so breite schwule Fanbasis, weil sich der Wettbewerb stets garantiert frei von jedweder Form dampfend heterosexueller Rockmusik zeigte, so vollzog sich mit dem Hinzustoßen der osteuropäischen Länder und dem wieder zunehmenden Zuspruch bei den breiten Massen in den letzten Jahren eine Trendwende auch in dieser Hinsicht. So krass wie 2016 war es aber noch nie: bereits drei im weitesten Sinne dem Genre zuzurechnenden Titel fanden sich im Line-Up, heute Abend kam in Rumänien der vierte hinzu. Bereits im vorgestrigen Halbfinale der gemeinsame Jury- und Televoting-Sieger, gewann Ovidiu Anton mit seinem 'Moment…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Von blon­dier­ten Bar­bies und toten Schlagerdiven

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Von blon­dier­ten Bar­bies und toten Schlagerdiven

So, ein verregneter Sonntagnachmittag, noch ein paar Minuten bis zum Beginn des rumänischen Vorentscheidungsfinales: kurz Zeit also, über einige Phänomene der letzten Tage zu sinnieren. Beginnen wir zunächst mit dem scheinbar merkwürdigen Abstimmungsverhalten in einigen Ländern und den dazugehörigen Hintergründen. Da ist das allgemein unerwartete und schockierende Ergebnis in Polen, wo die Zuschauer/innen eine zottelige Jack-Sparrow-Kopie wählten und den von vielen Fans bereits als möglichen Siegertitel des ESC 2016 gehandelten Song 'Cool me down' von Margaret verschmähten. Was vielleicht weniger verwundert, wenn man sich vor Augen führt, dass der Sender TVP beim gestrigen Televoting pro Anschluss lediglich einen Anruf wertete. Sicherlich fairer…
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Punk is dead: ers­tes Semi 2015

Punk is dead: ers­tes Semi 2015

Gleich vorneweg ein Wort der Vorwarnung: vermutlich sehe ich dieses Jahr einen komplett anderen Contest als ein Großteil meiner Leser/innen. Denn ich bin seit langem erstmals wieder vor Ort, und bekanntlich sind die Eindrücke in der Halle stets völlig andere als die zu Hause an den Flachbildschirmen. So hörte ich, zumindest schon mal heute im ersten Semifinale, beispielsweise nur satten, vollen Sound und weitestgehend fehlerfreien Gesang - dies also zur Erklärung, falls das an den Rundfunkempfängern anders herüberkam. Dann ein weiteres Wort der Vorwarnung: ich bin stocksauer! Auf Europa! Und zwar, weil die fantastischen Finnen nicht weiterkamen. Nein, 'Aina Mun Pitää' wird…
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Die Vil­la­ge Peop­le sind in Wien: ers­te Pro­ben ers­tes Semi 2015

Seit Montag Mittag sind die Spiele offiziell eröffnet: in der Wiener Stadthalle probten gestern und heute die 16 Teilnehmer/innen des ersten Semifinales am kommenden Dienstag. Und obgleich es sich um den allerersten, technischen Durchlauf handelte, der hauptsächlich zum Finden der richtigen Kameraeinstellungen und Beleuchtung diente, berichteten die zahlreich in Wien bereits aufgeschlagenen Schwurnalisten natürlich ausführlich über jedes noch so kleine Detail und erstellten umgehend neue Prognosen. Wenn nicht gerade kontrovers über den Aufreger des Tages debattiert wurde: so rüstet die Wiener Stadtverwaltung derzeit 120 Fußgängerampeln mit mit neuen Symbolen aus: händchenhaltend gemeinsam wartende bzw. laufende Pärchen - darunter auch gleichgeschlechtliche -…
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Rumä­ni­en 2015: Hört den Kin­dern ein­fach zu

Ein fabelhafter Vorentscheidungsabend ging vor wenigen Minuten in Rumänien zu Ende. Mit schiefen Tönen, Glitzer-Harnessen, flammensprühenden Muschis sowie einem grandiosen Ruslana-Gastspiel (UA 2004). Und einem, man höre und staune, übereinstimmenden Sieger im Jury- und Publikumsvoting: die Rockband Voltaj, von vorne herein als Favorit geltend, fährt mit ihrer formatradiofreundlichen Popballade 'De la capăt' - im Lande bereits vor dem Vorentscheid ein großer Hit - nach Wien. Dort wollen sie den Song aber leider auf englisch als 'All over again' vortragen. Wie esctoday.com informiert, sind Voltaj Botschafter der Charity-Organisation Habitat for Humanity, die Gelder für den Hausbau bzw. -renovierung in Rumänien sammelt, wo viele Menschen…
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Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrübliche Nachrichten kommen dieser Tage aus dem erweiterten Mittelmeerraum, was die Bestückung des 60. Eurovision Song Contests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teilnahme Rumäniens könnte massiven Sparzwängen zum Opfer fallen, welche die Existenz des Staatssenders TVR bedrohen, wie Wiwibloggs berichtet. Demnach sei die finanzielle Lage der Rundfunkanstalt trotz bereits erfolgter Massenentlassungen so desaströs, dass TVR nach Aussage des Senderchefs Stelian Tanase gegenüber der rumänischen Presseagentur Mediafax im kommenden Frühling für wenigstens einen Monat schließen müsse. Zwar wolle man, wie die Programmdirektorin Irina Radu nachschob, alles Menschenmögliche versuchen, um eine Teilnahme des Landes am Eurovision Song Contest dennoch zu ermöglichen, weil man…
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Vier­ter Super­sams­tag: die Nacht der leben­den Leichen

Gute Güte, was für ein katastrophaler Eurovisionssamstag! In gleich zwei ehemals supercoolen Grand-Prix-Nationen verschissen es die Jurys nach wirklich allen Regeln der Kunst, in einem dritten verschissen sie es nur ganz knapp nicht, obwohl man dort eigentlich nichts falsch machen konnte, und in einem vierten war das Resultat nur halb erfreulich. Doch der Reihe nach! Die wohl schlimmste Fehlentscheidung dieser Saison fällten die Juroren in Rumänien. Die dortige Selecția Națională wartete heuer mit zwölf Titeln auf, deren Niveau das diesjährige maltesische Finale in Sachen Harmlosigkeit und Nullrelevanz locker unterbot und die größtenteils noch nicht mal als Unterhaltung auf einem Kreuzfahrtschiff, wo…
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Türk­vi­zyon: mit Rumä­ni­en und neu­en Terminen

So langsam wird es etwas unübersichtlich! Während dem richtigen Eurovision Song Contest im Zeichen der Finanzkrise und / oder wegen anhaltender Erfolglosigkeit die Teilnehmerländer von der Stange gehen, kommt man beim türkischen Gegenentwurf, der Türkviyzon, nicht mehr mit den Nachzüglern hinterher. Zwanzig Länder oder Republiken mit osmanischen Bevölkerungsanteilen sollten es ursprünglich sein (und sind es laut der offiziellen, spärlich gepflegten Seite turkvision.info noch immer). Wie Eurovoix berichtet, vermelde die Seite des Austragungsortes Eskişehir aktuell 23 Kombattanten, nach eigener Übersicht sind es hingegen 22. Zuletzt kam heute das wie praktisch alle Teilnehmer nicht vom offiziellen Staatsfernsehen, sondern einem Privatsender vertretene Rumänien hinzu.…
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ESC 2014: Ser­bi­en setzt aus, Bul­ga­ri­en bockt, Rumä­ni­en rein

Neben Kroatien wird mit Serbien ein zweites exjugoslawisches Land beim Eurovision Song Contest 2014 fehlen. Aus finanziellen Gründen habe der Verwaltungsrat des serbischen Senders RTS die Entscheidung getroffen, Kopenhagen fern zu bleiben. Man behalte sich aber für 2015 vor, wieder mitzumachen, sofern dann wieder "stabile und ausreichende Haushaltsmittel" zur Verfügung stünden, wie der Sender mitteilte - nicht ohne schnell noch darauf zu verweisen, dass man "2008 als Gastgeber einen neuen Standard in organisatorischen und technischen Fragen" gesetzt habe, "der immer noch als Beispiel" diene. Das ebenfalls aus pekuniären Gründen bis zuletzt als Wackelkandidat geltende Rumänien, das uns 2013 mit Cezar…
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Euro­vi­si­ons­vo­ting: wie Kon­sens­zwang zum Streit führt

"Stimmenraub": dieser Vorwurf aus dem Munde des russischen Außenministers Sergej Lawrow beschäftigt derzeit den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyew und die EBU. Wie bereits am Dienstag berichtet, zeigte sich Moskau darüber erbost, für Dina Garipovas Beitrag 'What if' aus der ehemaligen Sowjetrepublik am kaspischen Meer keine Stimmen erhalten zu haben, obwohl der Song im dortigen Televoting auf dem zweiten Platz landete, wie der aserbaidschanische Machthaber sich beeilte, mitzuteilen. "Diese haarsträubende Aktion darf nicht unbeantwortet bleiben," zitiert der Spiegel den russischen Außenminister. Was zeigt, welchen politischen Stellenwert der Wettbewerb in Osteuropa genießt - man stelle sich vor, Guido Westerwelle kritisierte den 21. Platz…
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ESC-Fina­le 2013: Bei jedem Kuss

ESC-Fina­le 2013: Bei jedem Kuss

Nun liegt er also hinter uns, der Eurovision Song Contest 2013. Etliche Änderungen nahmen die schwedischen Veranstalter am bestehenden Konzept vor, selbstredend begleitet von reflexhaftem Weltuntergangsgejammer der Fans: eine deutlich kleinere Halle gab es, keine LED-Orgie bei der Beleuchtung, nur Stehplätze im Innenraum, ein verändertes Stimmauszählungsverfahren und eine handgemachte Startreihenfolge. Und was soll man sagen: die Welt ging nicht unter - im Gegenteil entpuppte sich die Show aus Malmö als intimer, freundlicher, runder. Was vor allem der großartigen Selbstironie geschuldet ist, mit der die gastgebenden Schweden sich selbst und den Contest sanft auf die Schippe nahmen. Seien es die fabelhaften…
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Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

"Wie der Philosoph schon sagt: es steckt eine Frau im Rock eines jeden großen Mannes": schöner hätte Gastgeberin Petra Mede (ich bleibe dabei: ein Glücksgriff für den Grand Prix) den letzten Auftritt des heutigen Abends, Rumäniens Transsylvestie-Star Cezar, nicht abmoderien können. Ein wunderschön runder Eurovisionsabend liegt hinter uns, mit einem wunderschön runden Ergebnis: 90% verdiente Finalisten, das findet sich selten in einer Qualifikationsrunde. Ärgern dürften sich nur die Verschwörungstheoretiker: mit Mazedonien und Albanien schieden heute auch noch die letzten Balkanstaaten aus, der Balkanblock ist damit Geschichte und hat als Ausrede für schlechte Westergebnisse ausgedient. https://www.youtube.com/watch?v=JEiWOQAyJdo Einen hübsch glitternden, energiegeladenen Auftakt…
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Sechs­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: zwei­tes Semi, die Chancen

Ein langer Tag liegt vor uns: in Malmö proben heute die 17 Semifinalisten der zweiten Qualifikationsrunde vom Donnerstag zum zweiten Mal. Wie die Blogger berichten und meine Facebook-Meldungen mir bestätigen, trudeln immer mehr Fans in Malmö ein, das EuroFanCafé und der EuroClub füllen sich und die ersten bizarren Musikwünsche werden gespielt. Auch die deutsche Delegation landete heute in Schweden. Wenden wir uns aber nun den Teilnehmern des zweiten Semis und ihren Finalchancen zu, basierend auf dem heutigen Probentag. EuroClub-Track des Tages: 'Hullu yö' (FI 1991) (mehr …)
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Vier­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: von Blut und Alkohol

'Alcohol is free' ist nicht nur der Titel des griechischen Beitrags, es war auch das gelebte Motto der irischen Party am gestrigen Abend, was bei etlichen Malmö-Bloggern heute früh für personelle Ausfälle und dicke Schädel sorgte, wie zu lesen war. Glücklicherweise waren es auch die Griechen, die als erste heute früh probten und mit ihrem Energie- und Testosteronlevel die Sinne belebten. Leider verzichteten Koza Mostra an ihrem ersten Probentag - noch, wie ich hoffe! - auf die sexy Kilts, dafür brachten sie beleuchtbare Instrumente mit, die bei abgedunkelter Bühne während des Breaks für einen schönen visuellen Effekt sorgen. Natürlich dürfen…
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Never ten­der, always rough: Cezar gibt den Harten

Er liefert fraglos einen der unterhaltsamsten Beiträge dieses von eurovisionärer Konfektionsware beherrschten Jahrgangs ab: der Rumäne Cezar Ouatu, der mit seinem mit hoher, krächzender Fistelstimme intoniertem Discoschlager 'It's my Life' für einen der leider raren "Was zur Hölle haben die sich nur dabei gedacht?"-Momente sorgt. Vor allem, da er die trashtastische Krassimir-Avramov-Gedächtnisnummer mit völligem Ernst und mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht performt. Noch einen drauf setzt der Countertenor im dieser Tage nachgereichten offiziellen Musikvideo, wo er sich als testosteronstrotzender Actionheld inszeniert, der zwischen seinen Freizeitaktivitäten (Fallschirmspringen, Speedbootfahren, Nötigungsdelikte im Straßenverkehr) nie vergisst, die Kleidung zu wechseln, um uns seinen muskelgestählten…
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Vier­ter Super­sams­tag: The Party’s over now

Welch ein Blutbad am gestrigen Supersamstag! Im letzten Semifinale des schwedischen Melodifestivalen fielen gleich zwei Ikonen glorreicher vergangener Tage der mangelnden Sentimentalität heutiger Voter und Juroren zum Opfer: der einstmals europaweit erfolgreiche Siebzigerjahre-Schlagerstar Sylvia Vrethammar ('Eviva España') mit ihrer 'Trivialitet' sowie die Neunzigerjahre-Eurotrash-Helden Army of Lovers ('Crucified'), die sich in Originalbesetzung wieder zusammengefunden hatten. Sie lieferten mit 'Rockin' the Ride' exakt das ab, was ihnen in alten, besseren Zeiten die Liebe einer ganzen Armee an Fans sicherte: eine simple Ohrwurmmelodie, straighte Dancebeats, einen von all zu viel inhaltlicher Tiefe befreiten, repetitiven Text und eine hochgradig campe Show mit sehr viel blanker…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Trans­syl­va­nia calling

32 Songs umfasst die rumänische Vorentscheidung, die nächsten Samstag mit dem ersten Semi beginnt und am 3. März in ein Finale mündet. Bekannteste Teilnehmerinnen sind Natalie "Babystrich" Barbu (MD 2007) und Luminita Anghel, die bereits 2005, da noch als metallicgrüne House-Fee im Zusammenarbeit mit einer Handvoll auf rostigen Ölfässern herumtrommelnder Jungs, das beste Ergebnis ihres Heimatlandes holte (ranggleich mit Paula & Ovi von 2010, die heuer moderieren). Sie dürfte erneut die größten Chancen haben, auch wenn ihr aktueller Beitrag 'Unique' aus einer völlig gegensätzlichen musikalischen Ecke kommt und sich anhört, als sei er soeben direkt von der Bühne eines Londoner Westend-Musicaltheaters…
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Lass uns Kat­zen ersäu­fen im Brun­nen: 2. Pro­be RU, HU, AT, MDIE

Der heutige Morgen begann mit den zweiten Probendurchläufen der letzten Fünf aus dem ersten Semi. Einen herzerwärmenden Start legten die udmurtischen Großmütterchen hin, die trotz - für den typischen Eurovisionsschwurnalisten viel zu - früher Stunde glänzend aufgelegt schienen: vermutlich haben sie um diese Zeit zuhause schon 20 Ziegen gemolken. Compact Disco aus Ungarn teilen sich wohl den Kostümschneider mit Michalis Rakintzis: die reptilienartige Verkleidung des Leadsängers Csaba Walkó erinnerte jedenfalls in fataler Weise an die Echsenkostüme der Griechen von 2002. Keine gute Idee! Die Trackshittaz präsentierten heuer, wie schon vermutet, anstelle des Schwarzlichteffektes aus der Vorentscheidung bunt flackernde LED-Aufnäher auf…
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