Russland

Rus­si­scher Vor­ent­scheid 2021: Isn’t it ironic?

Rus­si­scher Vor­ent­scheid 2021: Isn’t it ironic?

'Russkaja Zhenshhina' ('Russische Frauen') heißt der passend am und zum Internationalen Tag der Frau ausgewählte Song, mit dem die Föderation in Rotterdam ins Rennen geht. Vorangegangen war, wie für das Land üblich, mal wieder eine lange Phase des Schweigens und der Spekulationen, vor allem um die Frage, ob die aktuell wohl bekannteste russische Band der Welt, die letztes Jahr intern bestimmten Little Big, nochmal geschickt würden oder nicht. Selbst bis knapp vor Sendebeginn der sehr kurzfristig am heutigen Abend ins Programm des Ersten Kanals eingeschobenen Nationalen Vorentscheidung ließ der Sender die begierig wartende internationale Fangemeinde im Unklaren, ob das Quartett,…
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Türk­vi­zyon 2020: Und täg­lich grüßt der Schnelldurchlauf

Türk­vi­zyon 2020: Und täg­lich grüßt der Schnelldurchlauf

Man hätte es ja ahnen können. Nicht umsonst heißt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Und von Recep bis Recap, dem englischen Wort für den Schnelldurchlauf, ist es nur ein Buchstabe. Dennoch erwies sich die gestern am frühen Abend nach über fünfjähriger Zwangspause und fünfstündiger Sendedauer zu Ende gegangene vierte Ausgabe der Türkvizyon selbst für den geduldigsten Eurovisionsfan, der schon durch die Stahlbäder des Festivali i Kënges, der Melodi pentru Europa und von San Remo gegangen ist, als extreme Geduldsprobe. Da das Einsammeln, Auszählen und wohl vor allem die grafische Darstellung der Jurystimmen beim Songcontest der Turkvölker sich um einige…
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Türk­vi­zyon 2020: die Shi­m­ans­ka­ya ist wie­der da

Türk­vi­zyon 2020: die Shi­m­ans­ka­ya ist wie­der da

Ein Datum für die "im Dezember 2020" als Online-Wettbewerb stattfinden sollende vierte Türkviyzon steht weiterhin nicht fest. Dafür vermeldet die wieder zum Leben erwachte offizielle Veranstaltungswebsite aktuell bereits zehn teilnehmende Nationen bzw. von Turkvölkern bewohnte Regionen und neun Interpret:innen. Darunter solche, die bereits beim letzten (gescheiterten) Anlauf im Jahre 2016 gemeldet waren, wie der deutsche Vertreter Seyran oder seine schwedische Kollegin Arghavan. Was die beiden unterscheidet: während der Kölner Seyran eigens einen neuen Song schreibt, reicht die im Iran geborene Arghavan ihren schon damals einplanten Titel 'Dirçəliş' aus der Feder der Zwillingsschwestern Ylva und Linda Persson, die in der Vergangenheit…
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Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Ein in jeder Hinsicht merkwürdiger Eurovisionsabend, den die ARD gestern auf die Beine stellte, und der es fertig brachte, einerseits Salz in die von der Corona-bedingten Absage des eigentlichen Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam verursachte Wunde zu streuen und gleichzeitig für linderndes Labsal zu sorgen. Ein wirklich großes Lob jedenfalls muss dem NDR ausgesprochen werden für die so eigensinnige wie richtige Entscheidung, aus der Simultanausstrahlung des vonseiten der EBU organisierten, zentralen Ersatzprogramms Europe shine a Light auszuscheren und stattdessen ein eigenes, deutsches ESC-Finale zu produzieren. Sowie das letzten Samstag auf dem Spartensender One vorausgegangene Halbfinale, bei welchem die Zuschauer:innen…
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World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

Ein tödlicher Verkehrsunfall mit zahllosen Beteiligten, dessen schaurig-morbider Faszination man sich über geschlagene vier Stunden nicht zu entziehen vermochte, so lässt sich das gestrige deutsche Eurovisions-Halbfinale 2020 beschreiben. Mit welchem die ARD versuchte, trotz der seuchenbedingten Absage des offiziellen europaweiten Wettbewerbs wenigstens auf nationaler Ebene ein adäquates Ersatz-Event auf die Beine zu stellen, wofür der Senderverbund gar nicht oft genug gelobt werden kann. Grundsätzlich nicht verkehrt auch die Idee zur Zusammenarbeit mit Funk, der hauseigenen Youtube-Spielwiese, mit welcher die Öffentlich-Rechtlichen darauf reagieren, dass Zuschauer:innen unter 30 mittlerweile durch klassisches lineares Fernsehen praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Zu Funk gehören…
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Tanz den Horn: Deutsch­land ret­tet erneut den Grand Prix

Tanz den Horn: Deutsch­land ret­tet erneut den Grand Prix

Knappe sieben Wochen ist es nun her, dass die EBU den Eurovision Song Contest 2020 im Zuge der Corona-Pandemie absagen musste. Genau so lange herrschte hier auf dem Blog nun Funkstille. Das hatte hauptsächlich zu tun mit zwei maßgeblichen Entscheidungen der Genfer in diesem Zusammenhang, die dem Hausherren jegliche Lust auf die weitere Beschäftigung mit dem Jahrgang nachhaltig vertrieben. Denn - ausgerechnet der NDR macht dies nun vor - natürlich hätte man, entsprechenden Willen vorausgesetzt, einen virtuellen Wettbewerb mit allen 41 Beiträgen unter Einsatz von Liveaufzeichnungen oder Videoclips und mit Publikumsabstimmung organisieren können. Das von der EBU stattdessen konzipierte Ersatzevent…
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ESC-Fina­le 2019: Song Con­test is a losing Game

ESC-Fina­le 2019: Song Con­test is a losing Game

Da hatte die EBU in diesem Jahr eigens erneut das Auszählungsverfahren geändert, um die Sache spannender zu gestalten. Und doch trat die langweiligste aller möglicher Optionen ein: wie bereits seit Monaten von allen Wettbüros eisern vorhergesagt, gewann heute Nacht der Niederländer Duncan Laurence den Eurovision Song Contest 2019. Der 24jährige Musiker vereinte die in diesem Jahr augenscheinlich wichtigsten Eigenschaften für eine erfolgreiche Grand-Prix-Teilnahme: er ist männlich, vollbärtig, gutaussehend und er jaulte weite Teile seiner gefühlvollen Klavierballade 'Arcade' in Falsettstimme. Sein Lied handelt dem reinen Text nach von einer unglücklichen Beziehung, die der Protagonist nicht beenden kann, weil er süchtig nach…
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Zwei­tes ESC-Semi 2019: Dei­ne Spu­ren im Sand

Zwei­tes ESC-Semi 2019: Dei­ne Spu­ren im Sand

Madonna wird am Samstag im Finale des Eurovision Song Contest 2019 auftreten. Die seit Monaten als Gerücht gestreute, in den letzten Tagen mit einem entweder unnötigen oder gefakten Drama um nicht unterschriebene Verträge gehypte und gestern bestätigte Nachricht, dass die EBU der amerikanischen Großmutter des Pop, die hierfür sogar noch eine von einem israelischen Industriellen finanzierte Millionengage einstreicht, in der zuschauerstärksten TV-Show der Welt kostenlos die Möglichkeit zur Bewerbung ihres neuesten Albums einräumt, nahm am gestrigen Donnerstagabend gefühlt ein Viertel der Sendezeit, mindestens jedoch der Moderation ein und degradierte die achtzehn im Kampf um den Finaleinzug angetretenen Acts zur bloßen…
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Rank and File 2019: Platz 23 – Scream

Rank and File 2019: Platz 23 – Scream

Eigentlich hat der russische Superstar Sergey Lazarev ja bereits den ESC gewonnen. 2016, bei seiner Erstteilnahme, wo er im Zuschauervoting regelrecht abräumte. Aus politischen Gründen stahl ihm die Jury jedoch den Sieg und schanzte ihn ausgerechnet dem Erzfeind Ukraine zu. Gelingt es dem durchtrainierten Sehrgay nun, wie weiland Dima Bilan im zweiten Anlauf die Krone zu erringen? Platz 23: Russland - Sergey Lazarev: Scream (Schrei) Die Ukraine jedenfalls strich schon mal die Segel und schoss sich die ausgewählte Kandidatin Maruv, fraglos eine der stärksten Mitbewerber/innen auf den Grand Prix, sicherheitshalber selbst weg. Ein bisschen voreilig vielleicht, denn direkt nach der…
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Russ­land 2019: Dei­ne Gewalt ist nur ein stum­mer Schrei nach Liebe

Russ­land 2019: Dei­ne Gewalt ist nur ein stum­mer Schrei nach Liebe

Es war eines der am schlechtesten gehüteten Eurovisionsgeheimnisse: gestern bestätigte das russische Fernsehen endlich, was die Spatzen bereits seit Wochen von den Dächern pfiffen: Sergey Lazarev, der von den russophoben Juroren aus politischen Gründen um den Gesamtsieg betrogene Televotinggewinner des Eurovision Song Contests von 2016, vertritt die Föderation 2019 in Tel Aviv. Die Nachricht sorgte für aufgeregtes Geschnatter in den Fan-Foren, zeigt der durchtrainierte 35jährige bei seinen Auftritten doch nur zu gerne nackte Haut und präsentiert sich im eng gesteckten Rahmen des für ihn als etablierten Star im streng homophoben Russland Machbaren als "gayfriendly", auch wenn er sein eigenes Privatleben aus…
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Zwei­tes ESC-Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Zwei­tes ESC-Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tatsächlich geschafft. Der mutmaßliche, sinistere Plan der Russen, erstmalig seit der Einführung der Qualifikationsrunden im Jahre 2004 in einer solchen auszuscheiden, ging auf. Zum zweiten Mal hintereinander wies das kaltherzige Europa die im Rollstuhl sitzende Interpretin Julia Samoylova ab: 2017 aus politischen Gründen, 2018 aus purer Bösartigkeit und in Negierung des von der EBU verbreiteten Märchens der Inklusion, die beim Eurovision Song Contest eben nur für bärtige Frauen gilt. So vermutlich die Melodie des Liedes, welches Putins Staatsmedien ab sofort verbreiten dürften. Dabei tat das russische Team selbst alles, um den Finaleinzug zu verhindern: es versorgte seine…
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We can’t move a Moun­tain: drit­ter Pro­ben­tag in Lissabon

We can’t move a Moun­tain: drit­ter Pro­ben­tag in Lissabon

Auch am Tag der Arbeit gehen die Proben für den Eurovision Song Contest 2018 in der Altice-Arena zu Lissabon weiter, heute mit der ersten Hälfte des zweiten Semifinales. Das eröffnet bekanntlich, in Person Alexander Rybaks, ein ehemaliger Eurovisionsgewinner. Und wiewohl sein Beitrag 'That's how you write a Song' die europäischen Schwurnalisten in Fans und bekennende Hasser spaltet, herrscht unter den Blogger/innen ziemliche Einigkeit, dass auch dieser Titel erneut um den Sieg mitspielen könnte. Rybak, der Dorian Gray der Eurovision, der seit seiner letzten Grand-Prix-Teilnahme offensichtlich keinen Tag alterte und noch immer über seinen Lausbubencharme verfügt, bringt - wie schon 2009…
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Russ­land 2018: Sticks and Stones won’t break your Bones

Russ­land 2018: Sticks and Stones won’t break your Bones

Und auch im Falle der russischen Repräsentantin für den Eurovision Song Contest 2018, Julia Samoylova, und ihrem Grand-Prix-Beitrag hielten die Dämme nicht: bereits vor der offiziellen Vorstellung in den heutigen Hauptabendnachrichten des Senders leakte der Song. Der heißt 'I won't break', stammt vom selben Komponistentrio, das bereits Dina Garipovas (→ RU 2013) gruselige Gehirnwäsche-Hymne 'What if we' verbrach und entpuppt sich musikalisch als belanglosester Radiopop ohne den geringsten Funken von Authentizität. Zumindest in der Studiofassung stellt er dennoch eine leichte Verbesserung zu Julias letztjährigem Lied 'Flame is burning' dar, was vor allem daran liegt, dass ein mehrstimmiger Frauenchor ihr den Refrain…
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Bestä­tigt: Julia Samoy­l­o­va rollt nach Lissabon

Also doch: allen Zweifler/innen und Unkenrufer/innen zum Trotz hält das russische Fernsehen eisern an Julia Samoylova fest: heute bestätigte der Perwy Kanal (hihi) offiziell, dass man, wie bereits direkt nach dem dem als Juliagate in die Eurovisionsgeschichte eingegangenen Ausschluss der designierten russischen Repräsentantin für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew durch die Sicherheitsbehörden der Gastgeber trotzig verkündet, die an den Rollstuhl gefesselte Sängerin zum europäischen Wettsingen nach Lissabon entsenden werde. Und warum sollte sich Moskau auch die Chance entgehen lassen, die perfide eingefädelte Geschichte um ein armes behindertes Mädchen, deren Traum eines Auftritts auf der großen Grand-Prix-Bühne an den halsstarrigen…
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Bizarr: Euro­vi­si­ons­fans im Visier des digi­ta­len Info-Krieges?

Wie das Heise-Online-Magazin Telepolis unter Bezugnahme auf eine Meldung der britischen Tageszeitung Guardian berichtet, soll die britische Regierung die PR-Agentur Saatchi beauftragt haben, mit gezielten Kampagnen in den sozialen Medien das Ansehen der Ukraine bei Fans des Eurovision Song Contest positiv zu beeinflussen. Dies sei Teil einer großangelegten Offensive, mit welcher die Regierung des Inselstaates im sogenannten Info-Krieg zwischen Russland und dem Ausrichterland der europäischen Gesangsfestspiele von 2017 der Ukraine beistehen will. Die Firma Saatchi, die zuletzt Wahlkampagnen für die konservativen Torys gefahren habe, soll nach Angaben des Guardian hierfür rund 100.000 £ bekommen (was natürlich die Frage aufwirft, ob…
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EBU erlässt eine Lex Samoylova

Wie Dr. Eurovision, Irving Wolther, heute auf eurovision.de meldet, hat die European Broadcasting Union (EBU) in Reaktion auf Juliagate Anpassungen in den offiziellen Regeln für die Ausrichtung des und die Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) vorgenommen. So müssen die einzelnen nationalen Sendeanstalten künftig eigenverantwortlich sicherstellen, dass die von ihnen ausgewählten Repräsentant/innen und Delegationsmitglieder "den Behörden des Gastgeberlandes" keinen "Anlass dafür geben, aufgrund nationaler Gesetze ein Einreiseverbot gegen diese zu verhängen." Genau dieses war beim ESC 2017 in Kiew geschehen: der ukrainische Geheimdienst belegte die von Russland nominierte 28jährige Sängerin Julia Samoylova mit einer Einreisesperre, weil diese zuvor auf der annektierten…
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Julia­ga­te: Ukrai­ne will Ein­spruch gegen Geld­stra­fe einlegen

Julia­ga­te: Ukrai­ne will Ein­spruch gegen Geld­stra­fe einlegen

Die öffentlich-rechtliche ukrainische Rundfunkanstalt UA:PBC will Einspruch gegen die heute von der EBU wegen des Juliagates verhängte Geldstrafe einlegen, wie der Intendant Zurab Alasania gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte: "Formell gesehen haben nicht wir die Entscheidung getroffen, sie [Julia Samoylova] nicht zuzulassen". Da hat er nicht ganz Unrecht: der faktische Ausschluss der russischen Repräsentantin basierte auf der Entscheidung des ukrainischen Geheimdienstes, der aufgrund eines Krim-Auftritts der Sängerin in Übereinstimmung mit geltenden ukrainischen Gesetzen ein dreijähriges Einreiseverbot verhängte, von dem auch der Staatschef keine Ausnahme für den Eurovision Song Contest 2017 machen wollte, wodurch dem Sender die Hände gebunden waren. Alasania,…
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Geld heilt alle Wun­den: Julia­ga­te ad acta gelegt

Geld heilt alle Wun­den: Julia­ga­te ad acta gelegt

Wie der Nachrichtendienst Reuters heute Vormittag meldete, wolle die EBU die gastgebende TV-Anstalt des Eurovision Song Contest 2017 aufgrund der massiven Verzögerungen bei der Vorbereitung des Events und des "unkooperativen Verhaltens" der Ukraine im Zusammenhang mit dem Bann der russischen Vertreterin Julia Samoylova mit einer Geldstrafe belegen. Die Krise um die monatelangen Verspätungen bei der Organisation, die ein Einschreiten der Genfer und die Entsendung eines Rettungsteams rund um den schwedischen Melodifestivalen-Impresario Christer Björkman (→ SE 1992) notwendig machte, und das Drama um Juliagate hätten die mediale Aufmerksamkeit überlagert und die "Reputation der Marke Eurovision Song Contest gefährdet," so die EBU in einer…
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Julia­ga­te: <span class="caps">EBU</span> kün­digt Stra­fen an

Julia­ga­te: EBU kün­digt Stra­fen an

Das unselige Drama um den Ausschluss der russischen Teilnehmerin Julia Samoylova vom Eurovision Song Contest 2017 in der ukrainischen Metropole Kiew wird Konsequenzen für beide Länder haben, wie die European Broadcasting Union am heutigen Tage nach einer Meldung von heute.de bekannt gab. Die Nachrichtensendung des ZDF zitiert den hauseigenen Leiter der Abteilung Internationale Angelegenheit und Vorsitzenden der EBU-Reference Group, Frank-Dieter Freiling, nach dessen Darstellung sich der gastgebende Sender sowie der ukrainische Premierminister verpflichtet hätten, alle Gäste der EBU wie des ESC in Kiew willkommen zu heißen. "Insofern ist das ein Verstoß gegen die Statuten, der sanktioniert werden muss", so Freiling gegenüber…
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Julia­ga­te: Woll­ten die Rus­sen nie­mals teilnehmen?

Julia­ga­te: Woll­ten die Rus­sen nie­mals teilnehmen?

Einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe des russischen Rückzugs beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew lecken die Beteiligten ihre Wunden. So erneuerte der Senderchef des russischen Perwy Kanal, Konstantin Ernst, am heutigen Karfreitag das Versprechen gegenüber der ausgebooteten Julia Samoylova, dass die schwerbehinderte Sängerin fix für 2018 gesetzt sei. Diese Auftrittsgarantie sei laut Ernst mit der EBU abgestimmt, wie Die Presse unter Bezug auf die Moskauer Agentur Interfax berichtet. Damit steht gleichzeitig fest, dass sich die Föderation nach der geplatzten Teilnahme in Kiew nicht dauerhaft vom europäischen Wettsingen zurückzieht - eine gute Nachricht nicht nur für die EBU, der in diesem Jahr…
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Offi­zi­ell: Russ­land nimmt nicht am Song Con­test 2017 teil

Offi­zi­ell: Russ­land nimmt nicht am Song Con­test 2017 teil

Das andauernde Tauziehen um die Teilnahme der russischen Vertreterin Julia Samoylova am Eurovision Song Contest 2017 in Kiew hat ein so unerfreuliches wie erwartbares Ende gefunden: wie die EBU heute Abend offiziell auf ihrer Eurovisions-Website bekannt gab, findet der Wettbewerb nun definitiv ohne die im Rollstuhl sitzende Sängerin statt. Das Gastgeberland Ukraine ist, wie sich aus den Verlautbarungen der letzten Tage bereits abzeichnete, hinsichtlich des in Folge eines Auftrittes Samoylovas auf der annektierten Krim vom Geheimdienst verfügten Einreiseverbotes hart geblieben, Vermittlungsvorschläge aus Genf hinsichtlich einer externen Zuschaltung ihres Auftritts bzw. des Austauschs gegen einen anderen, unbelasteten Interpreten lehnte das russische Fernsehen ab. Stattdessen gab…
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Julia­ga­te: Kyrylen­ko sieht “kei­ne Hoff­nung” auf Einigung

Der ukrainische Vizepräsident Wjatscheslaw Kyrylenko hat jede Hoffnung auf eine Einigung mit Russland bezüglich deren Teilnahme am Eurovision Song Contest 2017 in Kiew aufgegeben, wie er nach einer Meldung von Eurovoix in einem Interview mit der heimischen Tageszeitung Obozrevatel sagte. Nach dem vorausgegangenen Disput um die vom russischen Perwy Kanal nominierte Sängerin Julia Samoylova, die vom ukrainischen Geheimdienst aufgrund eines Auftritts auf der annektierten Krim mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt wurde, sei sein Land nach wie vor bereit, die russische Delegation in Kiew willkommen zu heißen - wenn diese einen anderen Repräsentanten benenne, der "nicht gegen ukrainische Gesetze verstoßen" habe. Eine Ausnahmeregelung…
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Isra­el: Poli­tik beschnei­det Rund­funk­frei­heit – Euro­vi­si­ons­teil­nah­me in Gefahr?

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu greift nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau (FR) massiv in die Gestaltung der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt seines Landes ein - mit möglichen Konsequenzen hinsichtlich der Mitgliedschaft des Senders bei der European Broadcasting Union und damit auch auf die Teilnahme des Nahostlandes am Eurovision Song Contest. Wie die Tageszeitung rapportiert, wird die allgemein als aufgebläht und ineffektiv angesehene bisherige Sendeanstalt Israel Broadcasting Authority (IBA) derzeit gerade abgewickelt - am 30. April 2017 soll die neue, deutlich schlankere Station Kan den Betrieb aufnehmen, die auch die Ausstrahlung des ESC übernimmt. Der hat Netanjahu nun allerdings vorläufig untersagt, Nachrichten zu senden…
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Julia­ga­te: Euro­vi­si­on Par­ty in Mos­kau abgesagt

Das Juliagate hat seinen ersten Kollateralschaden gefordert: wie Eurovoix heute vermeldete, sagten die Veranstalter der für den 24. April 2017 in der russischen Hauptstadt geplanten Eurovision Party den Event vorläufig ab, nachdem etliche der eingeplanten Künstler/innen ihre Auftrittszusage angesichts des aktuellen Hauens und Stechens zurückgezogen hätten. Der Kartenvorverkauf sei daher bis auf Weiteres eingestellt. Neben Julia Samoylova, die am Sonntag noch in Moskau ihre Postkarte für Kiew drehte, als sei nichts geschehen, waren unter anderem Timebelle aus der Schweiz, der Israeli Imri Ziv und der Top-Favorit auf einen Eurovisionssieg, der Italiener Francesco Gabbani, zu der Sause angekündigt. Sollte Russland wider Erwarten…
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Julia­ga­te: die Ukrai­ne keift zurück

Ja, ich weiß, die Geschichte nervt langsam nur noch, aber leider wird uns die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine um die Teilnahme der Sängerin Julia Samoylova noch eine Weile beschäftigen. Heute Vormittag veröffentlichte der ukrainische Sender UA:PBC eine Stellungnahme zum Brief der Generaldirektorin der EBU, Ingrid Deltenre, von vorletzter Woche, in dem diese sich mit der sehr harsch formulierten Aufforderung an den Staatspräsidenten wendet, dafür Sorge zu tragen, dass die russische Repräsentantin in Kiew auftreten könne und den künftigen Ausschluss des diesjährigen Gastgeberlandes vom Eurovision Song Contest androht, falls es zu keinem für die EBU zufriedenstellenden Ergebnis komme. Wenig…
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