San Marino

Rus­si­sche Zöll­ner hin­der­ten Hovi Star an der Einreise

Wie schrecklich es mit der institutionellen russischen Homophobie bestellt ist, erfuhr in dieser Woche der israelische Eurovisionsvertreter Hovi Star am eigenen Leibe. Wie er einem Bericht von Wiwibloggs zufolge gestern Abend in der maltesischen Talkshow Xarabank erzählte, hinderten ihn Zöllner am Flughafen Moskau bei der Einreise in das Land, das er im Zuge einer Promotour besuchen wollte. Hovi: "Sie sagten mir, ich dürfte nicht rein. Sie schauten in meinen Pass, zerrissen ihn und lachten mich aus". Gründe für diese unglaubliche Behandlung seien nicht genannt worden: "vielleicht, weil ich schwul bin, vielleicht, weil ich mich so anziehe, vielleicht, weil ich Make-up trage…
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Nack­te graue Dis­co-Wöl­fe tan­zen im Gewitter

Fantastische Nachrichten kommen aus San Marino: der türkischstämmige Serhat Hacıpaşalıoğlu, der die Miniatur-Republik in Stockholm vertritt, hörte auf die Stimme der Vernunft der Fans und tritt mit der fabelhaft campen Disco-Version seines Titels 'I didn't know' an. Die eher im Bar-Jazz beheimatete Orginalversion des sanmarinesischen Beitrags erntete bislang (völlig zu Recht) überwiegend negative Kritik, während der kurze Zeit später veröffentlichte, hemmungslos discofizierte Remix klassisch veranlagte Grand-Prix-Elsen wie mich natürlich in pure Verzückung versetzte. Diese strahlte über die sozialen Medien auch auf den Künstler zurück, und so ersuchte das Team um den Ex-Mode-Zar Thierry Mugler die EBU, den Song trotz abgelaufener Deadline noch gegen…
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San Mari­no 2016: mit Lys an der Bar

San Mari­no 2016: mit Lys an der Bar

Noch nachzureichen gilt es den gestern vorgestellten Beitrag San Marinos. Der seit dem überraschenden Rückzug des deutschen Grand-Prix-Veteranen Ralph Siegel vakante Slot des dortigen "Übernimm sämtliche Kosten, dann nehmen wir Dein Lied"-Arrangements ging in diesem Jahr an den französischen Modeschöpfer Thierry Mugler, weswegen die Pressekonferenz zur erstmaligen öffentlichen Präsentation des sanmarinesischen Beitrags auch in Paris stattfand. Denn mit dem kleinen italienischen Bergdörfchen / Ministaat hat der Song ohnehin nichts zu tun: der Text von 'I didn't know' stammt vom Griechen Nektarios Tyrakis, der Komponist Olcayto Ahmet Tuğsuz stammt ebenso aus der Türkei wie der Interpret Serhat Hacıpaşalıoğlu. Neben der für den Contest…
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Von Göte­borg nach Stock­holm: ein Kes­sel Bun­tes vom Vorentscheid

Von Göte­borg nach Stock­holm: ein Kes­sel Bun­tes vom Vorentscheid

Meine Güte, was ein Stress: in Köln fanden heute bereits die ersten Generalproben statt für den morgigen deutschen Vorentscheid Unser Lied für Stockholm, bei denen tatsächlich alles auf die langweiligste Option hinauszulaufen scheint; auf den Song, der mich am kältesten lässt: auf das farblose 'Ghost' von Castingshow-Sternchen Jamie Lee Kriewitz nämlich. Gähn. Doch so viel ist noch nachzuholen, so viele Ereignisse stapeln sich noch aus den letzten Tagen, dass sie nur noch in chronologischer Reihenfolge abzuarbeiten sind. Beginnen wir mit dem Halbfinale der lettischen Supernova vom vergangenen Sonntag: dort passierte zwar musikalisch nichts Neues mehr, ging es ja nur noch um das Eindampfen der…
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The King of Fun: zwei­tes ESC-Semi 2015

The King of Fun: zwei­tes ESC-Semi 2015

Na, das war aber auch an der Zeit! Da musste erst ein kerniger siebzehnjähriger 'Golden Boy' aus Tel Aviv kommen, um den Fluch von 'Ding-Dong'-Dana (IL 1998, 2011) abzuschütteln und die Israelis nach einer fünfjährigen Durststrecke endlich wieder ins Gelobte Land zu führen. Dramaturgisch geschickt hatte sich der ORF die Verkündung des Finaleinzugs von Nadav Guedj bis ganz am Schluss aufgehoben, und der kollektive Erleichterungsschrei aus über zehntausend Fankehlen ließ die Wiener Stadthalle beinahe in ihren Grundfesten erbeben. Wäre Israel diesmal wieder kleben geblieben, hätte ich auch endgültig den Glauben an die Menschheit verloren. Doch dazu erwies sich die Mischung aus…
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Schwe­den und die HJ: ers­te Pro­ben zwei­tes Semi 2015

In Wien setzten sich am Mittwoch und Donnerstag die ersten Probedurchläufe fort, diesmal mit den Teilnehmer/innen des zweiten Semifinales vom kommenden Donnerstag. Eine Fortsetzung fand auch die Saga um die händchenhaltenden Ampelmännchen: ausgerechnet die sich selbst als "freiheitlich" titulierende FPÖ drohte an, die hübsche Geste gegenüber der Eurovisions-Kernzielgruppe (und Umsetzung der Toleranzbotschaft der aktuell regierenden Eurovisionskaiserin Conchita) zur Anzeige zu bringen. Es handele sich um "grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur," so der FPÖ-Mann Toni Mahdalik laut Kronenzeitung. Da Beides nicht verboten ist, begründete die FPÖ die Anzeige offiziell mit einem "Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung" - und musste sich prompt belehren lassen,…
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Der Lum­pen­samm­ler nach Wien (NO, AZ, RU, SM 2015)

Eigentlich sollte heute Vormittag noch ein ausführlicher Bericht zum Melodi Grand Prix folgen, das ich am Samstag nicht mehr schaffte und Sonntag früh nachzuholen gedachte. Doch dann machte mir die Technik einen Strich durch die Rechnung - nie wieder PCs oder Laptops von Acer! Und zwischenzeitlich stapeln sich hier die noch in letzter Minute vor dem Einsendeschluss ausgewählten oder upgedateten Beiträge für Wien. Daher jetzt im Schnelldurchlauf alles Wichtige vom Wochenende. Die Norweger entschieden sich am Samstag sehenden Auges für noch eine Ballade - und sie trafen damit eine gute Wahl. 'Monster like me' von Mørland und Debrah Scarlett klingt nicht nur vom…
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San Mari­no 2015: Hör den Kin­dern ein­fach zu

Nun landet die televisionäre Pest des Kinder-Grand-Prixs doch noch beim richtigen Song Contest - und das mit einem doppelten Paukenschlag: wie das sanmarinesische Fernsehen heute bekannt gab, vertreten Anita Simoncini und Michele Perniola, die Repräsentanten San Marinos beim Junior-ESC 2013 und 2014, gemeinsam den Zwergstaat in Wien. Michele, der für die wohl schwulste Miniplayback-Nachahmung seines Vorbilds Michael Jackson in unguter Erinnerung bleibt, wird beim Auftritt in Wien noch 16 Jahre alt sein; Anita, die erst vor wenigen Tagen in Malta als Teil der Mädchenband The Peppermints auf der Kinderbühne stand, begeht nur wenige Tage vor dem ESC-Semifinale ihren Sechzehnten und überspringt damit gerade so eben…
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ESC 2015: sans Sham­pio­ni, aber mit San Siegelino

39 Teilnehmerländer, so lautet der aktuelle Stand für den 60. Eurovision Song Contest im Mai 2015 in der Wiener Stadthalle. Traurigerweise zog Bulgarien die vorläufige Zusage zur Teilnahme in Österreich wieder zurück, da es dem Sender nicht gelungen sei, die notwendigen finanziellen Mittel zusammenzukratzen. Erfolgreicher scheint da das sanmarinesische Fernsehen gewesen zu sein: der inneritalienische Kleinststaat, der sich zuletzt drei Mal hintereinander von Ralph Siegel aushalten kompositorisch betreuen und durch dessen Schützling Valentina Monetta vertreten ließ, sagte heute für Wien zu. Der Sender San Marinos steht im Ruf, die Grand-Prix-Sause durch Drittmittel zu refinanzieren und hierfür bei interessierten Songschreibern oder…
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Ers­tes ESC-Semi 2014: Drei Mal dabei, bit­te weiterwählen!

Ers­tes ESC-Semi 2014: Drei Mal dabei, bit­te weiterwählen!

Sie sind doch einfach jedes Mal für Überraschungen gut, diese Qualifikationsrunden und insbesondere die Antworten, die Europas Zuschauer und Juroren auf die Frage geben, welche der gezeigten Performances sie am Samstag im Finale wiedersehen wollen. So gut wie niemand hatte wohl ernsthaft Valentina Monetta auf seinem Tippzettel, und nachdem der unter langjährigen Leidensgenossen nur noch "der Unvermeidliche" genannte Ralph Siegel diesmal auch noch prominent am Flügel saß, als sei er die Reinkarnation von Andrew Lloyd-Webber (UK 2009), sah ich offen gestanden endgültig schwarz für die sanmarinesische Lys Assia (CH 1956-1958). Ob die Verleihung der Finalkarte nun den Lohn für die Persistenz der…
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Sie­gel: ‘Let’s get hap­py’ war für Anke Engelke

Alleine bei der Vorstellung fällt mir fast die Kaffeetasse aus der Hand: in einem Interview mit dem aus Deutschland stammenden mehrfachen Schweizer Vor-Vorentscheids-Teilnehmer Mave O'Rick (bekannt durch den Flummitechnoremix von Anne-Marie Davids 'Tu te reconnaîtras') für die Onlineausgabe des Schwulenmagazins Männer behauptete der deutsche Grand-Prix-Grandseigneur gestern, er habe 'Let's get happy' (DE 2003) ursprünglich nicht für Lou Hoffner, sondern für Anke Engelke komponiert. "Und fast hätte sie den Song gesungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann ein besserer Platz dabei heraus gesprungen wäre," so Siegel. Das lässt nun Raum für Spekulationen: scheiterte es wie weiland 1997 am schnöden Mammon, als der…
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San Mari­no 2014: Mit Dir viel­leicht, viel­leicht auch nicht

Eins vorweg: ich will mit meiner Kritik am sanmarinesischen Beitrag keinesfalls Ralph Siegel dissen. Der Mann nötigt mir mit seiner weit über normalen Altersstarrsinn hinausgehenden Hingabe zum Grand Prix eine Art von Respekt ab und nichts würde ich ihm mehr gönnen, als es für ein kleines Außenseiterland wie San Marino noch einmal zu schaffen. Ich fürchte nur, daraus wird auch dieses Jahr nichts. 'Maybe', der mittlerweile dritte Titel in Folge, den der deutsche Altmeister für Valentina Monetta schrieb, lehnt sich am Konzept des Vorjahresbeitrags 'Crisalide' an und kommt balladesk daher - im balladenschwangeren ersten Semi, durch das Ralphs verlässlichste Abnehmerin…
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Aller guten Sie­gel sind drei: Valen­ti­na singt auch 2014!

Der sanmarinesische Sender SMTV hätte sich keinen passenderen Tag aussuchen können: praktisch zeitgleich mit den historischen Worten Angela Merkels anlässlich ihrer Pressekonferenz zum Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Berlin - "Das Internet ist für uns alle Neuland" - bestätigte die kleinste Republik der Welt Europas offiziell, dass die 2012 durch den 'Social Network Song (oh oh uh oh oh)' zum Kultobjekt gewordene Valentina Monetta 2014 das Land bereits zum dritten Mal in Folge vertreten soll. Natürlich erneut mit einem Titel aus der Feder Ralph Siegels, der die komplette Sause vermutlich bezahlt. Vielleicht kann Valentina unserer Kanzlerin bei Gelegenheit mal…
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Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

"Wie der Philosoph schon sagt: es steckt eine Frau im Rock eines jeden großen Mannes": schöner hätte Gastgeberin Petra Mede (ich bleibe dabei: ein Glücksgriff für den Grand Prix) den letzten Auftritt des heutigen Abends, Rumäniens Transsylvestie-Star Cezar, nicht abmoderien können. Ein wunderschön runder Eurovisionsabend liegt hinter uns, mit einem wunderschön runden Ergebnis: 90% verdiente Finalisten, das findet sich selten in einer Qualifikationsrunde. Ärgern dürften sich nur die Verschwörungstheoretiker: mit Mazedonien und Albanien schieden heute auch noch die letzten Balkanstaaten aus, der Balkanblock ist damit Geschichte und hat als Ausrede für schlechte Westergebnisse ausgedient. https://www.youtube.com/watch?v=JEiWOQAyJdo Einen hübsch glitternden, energiegeladenen Auftakt…
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Sechs­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: zwei­tes Semi, die Chancen

Ein langer Tag liegt vor uns: in Malmö proben heute die 17 Semifinalisten der zweiten Qualifikationsrunde vom Donnerstag zum zweiten Mal. Wie die Blogger berichten und meine Facebook-Meldungen mir bestätigen, trudeln immer mehr Fans in Malmö ein, das EuroFanCafé und der EuroClub füllen sich und die ersten bizarren Musikwünsche werden gespielt. Auch die deutsche Delegation landete heute in Schweden. Wenden wir uns aber nun den Teilnehmern des zweiten Semis und ihren Finalchancen zu, basierend auf dem heutigen Probentag. EuroClub-Track des Tages: 'Hullu yö' (FI 1991) (mehr …)
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Drit­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: Miss Kiss Ding Dong

Zehn Jahre ist es her, dass das russische Fake-Lesben-Duo t.A.t.U. beim Eurovision Song Contest mit einem gleichgeschlechtlichen Kuss auf offener Bühne für Aufmerksamkeit sorgen wollte - was ihnen die EBU seinerzeit verbot. Übrigens drei Jahre, nachdem sich zwei männliche Bandmitglieder der israelischen Band Ping Pong vor laufenden Kameras abschmatzten (beim ESC 2000, in Stockholm, Schweden). Gespannt dürfen wir also verfolgen, ob es der Kuss zwischen Krista Siegfrids und einer ihrer Chorsängerinnen, den sie bei der heutigen Probe zelebrierte ("aber ohne Zunge!", wie ein Produktionsscherge sie anwies), auch in die Livesendung schaffen wird. Damit will die blonde Sängerin für die Einführung…
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2013: das ESC-Jahr der mode­mu­ti­gen fül­li­gen Frau?

Seit jeher beschert uns der Eurovision Song Contest gerne mal ein übergeordnetes Thema, das sich als Klammer durch den kompletten Jahrgang zieht. Seien dies instrumentale Trends wie das plötzliche massierte Auftauchen des Akkordeons oder der Geige, Musiktrends wie Dubstep (heuer gleich bei mehreren Beiträgen als Schlagerverzierung oder Hauptmotiv) oder modische Trends. In diesem Jahr fällt eine relative Häufung figürlich zur Üppigkeit neigender Sängerinnen auf: gleich sieben der Teilnehmerinnen von Malmö widersetzen sich tapfer dem noch immer von sadistischen Modemachern und ihren willfährigen medialen Helfershelferinnen wie der diabolischen Heidi Klum (Germany's next Topmodel) propagierten Zwang zur vorsätzlichen Unterernährung. Nun sind Frauen…
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Wer sind Sie und was haben Sie Herrn Sie­gel ange­tan? (SM, MK 2013)

Und erneut überschlugen sich gestern, nur wenige Tage vor der EBU-Deadline, die Eurovisionsereignisse wieder so stark, dass ich sie hier nur gesammelt nachreichen kann. Beginnen wir mit dem erstaunlichsten Geschehen dieses Jahres, ach was: dieses Jahrzehnts! Ralph Siegel hat ein Lied für den Grand Prix geschrieben - und es ist gut! Doch, wirklich! Wenn ich es doch sage! Der deutsche Altmeister verfasste bekanntlich erneut den sanmarinesischen Beitrag, erneut gesungen von Valentina Monetta. Und wer jetzt, wie ich, ein erneutes Trash-Spektakel à la 'Facebook, uuh-uuh', erwartete, sah sich bei der gestrigen Songpräsentation heftig überrascht. Denn 'Crisalide' ist eine rundweg gelungene Eurovisionsballade,…
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San Mari­no: Valen­ti­na Monet­ta pullt eine Lena

Wie das sanmarinesische Fernsehen vor wenigen Minuten auf einer Pressekonferenz verkündete, wird Valentina Monetta auch in diesem Jahr die Miniaturrepublik vertreten. Ja, exakt: Cybersex-Valentina, die mit dem von Ralph Siegel geschriebenen Internettrashtitel 'The Social Network Song (Oh oh uh oh oh)' (formerly known as 'Facebook uh oh oh') letztes Jahr für europaweite Lachsalven und ein verdientes Ausscheiden im Semi sorgte. Und Onkel Ralph steht auch hinter ihrem diesjährigen Beitrag 'Crisalide', der laut eurovision.tv über "eine italophile Melodie" und "modernen Popsound in der Schlussminute" verfügen soll und der - anders als die Facebook-Gurke - speziell für Valentinas Stimme komponiert worden sei. Es…
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Ers­tes ESC-Semi 2012: Scham­lip­pen­lap­pen und Popos

Ers­tes ESC-Semi 2012: Scham­lip­pen­lap­pen und Popos

Flammentürme. Immer und immer wieder diese Flammentürme! Der überdeutliche Wille der aserbaidschanischen Herrschersippe der Aliyews, ihren autokratisch regierten, postsowjetischen Kaukasusstaat anläßlich des in Baku auszutragenden Contests als modernes Land zu präsentieren, fand seinen ersten Niederschlag in den zwischen den Auftritten gezeigten Postkarten: wunderschön gemachte touristische Hochglanzbilder, die allerdings in ihrer starken Fokussierung auf die beeindruckenden Prachtbauten der Hauptstadt, darunter die besagten futuristischen - und noch nicht ganz fertiggestellten - gläsernen Drillingshochhäuser, auf Dauer doch ein wenig ermüdeten. https://www.youtube.com/watch?v=ttPqxZOJ-E4 So, wie auch die Moderationen des deutschen Kommentators Peter Urban. Ausgewogen, fundiert und amüsant zwar - aber leider an allen drei Abenden die…
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He wants you as a new Recruit: 2. Pro­ben IL, SM, CYDK

Und mit einer kleinen Horrorschau endet der nachmittägliche Überblick über den heutigen Probentag. Das bezieht sich im Falle Israels weniger auf den Song oder die Performance von 'Time', sondern auf deren Leadsänger Ran Shem-Tov. Für sein Äußeres kann der Mann ja nix, aber für seine sich im Interview mit dem eurovision.tv-Team zeigende Arroganz gegenüber den restlichen Festivalteilnehmern schon. Jesus, ist der Mann unsympathisch! Fast schon wieder lustig hingegen der zu Tode gelangweilte Gesichtsausdruck der Keyboarderin von Izabo, Shiri Hadar, bei der zweiten Kameraprobe. Dennoch ist die Nummer gut und gehört ins Finale. Hat seine Hausaufgaben nicht gemacht: Ran (IL) (mehr …)
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iTrash: 1. Pro­be San Marino

Und hier ist er nun, der Beitrag, auf den wir uns doch alle heimlich gefreut haben: Ralph Siegels camptastischer Facebook-Song! Oh, sorry, darf ja nicht mehr so heißen - Schleichwerbung, Sie verstehen. Bitte? Warum dann das Apfellogo auf Frau Monettas Notebook nicht abgeklebt ist, das als Pièce de résistance bühnenmittig auf einen Plexiglasständer drapiert auf seinen Einsatz wartet? Tja, fragen Sie das mal die EBU! Eine siegeltypisch bunt zusammengewürfelte Truppe von fünf Backings begleitet Valentina, die outfittechnisch mit ihrem klassischen Hetenpornopferdeschwanz, Jeans, einem Drei-Euro-T-Shirt und Birkenstocksandalen glänzt. Sie tanzt mit den Backings, darunter eine Cheerleaderin mit Puscheln und eine Gitarristin[ref]Bitte? Wo…
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Are you rea­dy for a litt­le Chat?

Um wie vieles ärmer wäre unser Leben ohne Ralph Siegel? Mal ganz abgesehen von den wirklich guten Schlagern, die er in den Siebzigern komponierte und mit denen er sich ins popkulturelle Inventar der Bundesrepublik eingeschrieben hat: was der Mann in seinem so verzweifelt wie zwanghaft wirkenden Bemühen, ums Verrecken noch mal einen Eurovisionssieg hinzubekommen, an großer Unterhaltung liefert, ist unbezahlbar. Ich freue mich jede Saison aufs Neue auf die spannende Frage, welchen obskuren Ländern er diesmal eine seiner Songgurken für die Vorentscheidung andrehen konnte und ob er es mal wieder zum Wettbewerb (gar ins Finale?) schafft. Dass Ralph Siegel nicht…
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San Mari­no: eine “kost­spie­li­ge” Null­lö­sung (SM 2012)

Vor wenigen Minuten präsentierte das sanmarinesische Fernsehen die umgeschriebene Fassung des von der EBU wegen des Vorwurfs der Schleichwerbung zensierten Ralph-Siegel-Songs 'Facebook (Uh Oh Oh)'. "Innerhalb von einer Woche mussten wir alles neu einspielen: Der gesamte Chor kam ins Studio, wir haben ein neues Video gedreht. Das war eine kostspielige Sache," so wehklagte der deutsche Grand-Prix-Senior noch gestern in der FAZ. Merkwürdigerweise nur ist nichts zu sehen und zu hören von den ganzen Millionen, die Herr Siegel da verbrannt haben will. Das Video ist - bis auf die angepassten Schrifteinblendungen - exakt dasselbe wie zuvor, und Valentina Monetta lässt nun…
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Ein­fach nur dumm: Sie­gel will Face­book-Song umschreiben

In einem Interview mit dem Springer-Blatt Die Welt sagte der deutsche Grand-Prix-Veteran, dass er seinen sanmarinesischen Eurovisionsbeitrag 'Facebook Uh Oh Oh' bis Freitag regelkonform umschreiben wolle. Er zeigte sich überrascht von der Entscheidung der EBU-Leitungsrunde, nach der die Nennung des Markennamens Facebook im Songtitel gegen das Kommerzverbot verstoße: "Ich habe meine Anwälte gefragt, ich bin doch nicht blöd," behauptet er gegenüber der Zeitung. Da die Zeit für eine abschließende juristische Prüfung nicht ausreicht, wolle er den Titel jedoch bis Freitag "mit ein paar Kunstgriffen" so abändern, dass er den Ansprüchen der EBU genüge. Der Komponist drohte bei der Gelegenheit im äußerst siegelfreundlich…
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