Sandie Shaw

Never ten­der, always rough: Cezar gibt den Harten

Er liefert fraglos einen der unterhaltsamsten Beiträge dieses von eurovisionärer Konfektionsware beherrschten Jahrgangs ab: der Rumäne Cezar Ouatu, der mit seinem mit hoher, krächzender Fistelstimme intoniertem Discoschlager 'It's my Life' für einen der leider raren "Was zur Hölle haben die sich nur dabei gedacht?"-Momente sorgt. Vor allem, da er die trashtastische Krassimir-Avramov-Gedächtnisnummer mit völligem Ernst und mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht performt. Noch einen drauf setzt der Countertenor im dieser Tage nachgereichten offiziellen Musikvideo, wo er sich als testosteronstrotzender Actionheld inszeniert, der zwischen seinen Freizeitaktivitäten (Fallschirmspringen, Speedbootfahren, Nötigungsdelikte im Straßenverkehr) nie vergisst, die Kleidung zu wechseln, um uns seinen muskelgestählten…
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ESC-Fina­le 1967: Sicher vor der sen­gen­den Sonne

ESC-Fina­le 1967: Sicher vor der sen­gen­den Sonne

Wahrlich keinen würdigeren Gastgeber hätte es für diesen den Übergang zwischen Tradition und Moderne markierenden Eurovisionsjahrgang geben können als den ORF. Mit der Wahl des Festsaals der kaiserlichen Wiener Hofburg als Veranstaltungsort steuerten die Österreicher die uneinholbar nobelste Location, in welcher der Grand Prix jemals gastierte, zum Geschehen bei. Üppige Blumenarrangements auf der Bühne, gerne ins Bild gerückte gigantische Kronleuchter an den hohen Stuckdecken, die festliche Abendgarderobe des handverlesenen Saalpublikums, ein exzellentes Orchester und die traditionsreichen Wiener Hofknaben als Pausenprogramm sorgten im letzten Jahr des Schwarzweißfernsehens für einen geradezu barocken Glanz beim europäischen Chansonwettbewerb. Gleichzeitig bemühte man sich mit riesigen…
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A Song for Euro­pe 1967: Bar­fuß im Regen

A Song for Euro­pe 1967: Bar­fuß im Regen

"Ich dachte, Balladen lägen wieder im Trend. Ich lag falsch, so einfach ist das". Simple Worte der Einsicht aus dem Munde eines Delegationsleiters - für deutsche Eurovisionsfans leider unvorstellbar, für den seinerzeitigen Unterhaltungschef der BBC, Tom Sloane, kein Problem. Und er ließ seinen Worten Taten folgen: nachdem der von ihm im Vorjahr persönlich als Grand-Prix-Repräsentant ausgesuchte schottische Operntenor Kenneth McKellar der Insel ihr bislang schlechtestes Ergebnis bescherte, verpflichtete der Sender diesmal einen frischen, jungen Popstar auf dem Höhepunkt ihrer Karriere: die bei einem Talentwettbewerb entdeckte Sandie Shaw konnte zum Zeitpunkt ihrer Ernennung als britische Eurovisionsrepräsentantin bereits zwei heimische Nummer-Eins-Hits sowie…
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