Schweden

Melo­di­fes­ti­va­len 1966: Some­thing old, some­thing new, some­thing hip and some­thing cool

Melo­di­fes­ti­va­len 1966: Some­thing old, some­thing new, some­thing hip and some­thing cool

Als das Musterbeispiel schlechthin für einen kontroversen, die Menschheit in glühende Anhänger:innen und völlig verständnislos mit dem Kopf schüttelnde Gegner:innen teilenden Grand-Prix-Beitrag kann der Siegertitel des schwedischen Melodifestivalen 1966 gelten. Sowie als bester Beleg dafür, warum ein derartig umstrittenes Lied in einem Wettbewerb wie dem Eurovision Song Contest einem gefälligen, um keinen Preis anecken wollenden Mainstreamsong zwangsläufig überlegen sein muss (und ja, lieber NDR, der Zaunpfahl, mit dem ich hier gerade im Schweiße meines Angesichts winke, richtet sich an Dich!). Alles an 'Nygammal Vals' ('Neu-alter Walzer') war ungewöhnlich und schräg. https://youtu.be/w4oXKuBVQCQ Svante Thuresson: Och guck mal, da trug der Roger…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1965: Ver­lan­gen und Lust

Melo­di­fes­ti­va­len 1965: Ver­lan­gen und Lust

Einzig und alleine das Lied soll im Vordergrund stehen beim Eurovision Song Contest, nicht der Interpret - von diesem möglicherweise gut gemeinten, aber völlig fehlgeleiteten Mantra (denn nur im gelungenen Zusammenwirken von Mensch und Material ergibt beides eine ergreifende Einheit) waren die TV-Unterhaltungschefs der westeuropäischen Sender nicht abzubringen in den Gründungsjahren des Wettbewerbs. Und so griff auch das schwedische Fernsehen 1965 zum gleichen Mittel wie die Kollegen aus Großbritannien und Belgien und nominierte, um das vergnügungssüchtige und leicht von großen Namen zu beeindruckende Publikum auszutricksen, einen einzigen Sänger, sämtliche Titel des nationalen Vorentscheids vorzutragen. Da der Contest in diesem Jahr…
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ESC-Fina­le 1963: Melo­die einer Nacht

ESC-Fina­le 1963: Melo­die einer Nacht

Die von etlichen europäischen Sendeanstalten (einschließlich der ARD) aus finanziellen Gründen sehr gefürchtete Eurovisionsregel, wonach der Sieger des Wettbewerbs im Folgejahr prinzipiell den Contest austragen soll (nicht: muss), existiert bereits seit seit dem zweiten Jahr seines Bestehens, also seit 1957. Doch nicht jeder glückliche Gewinner verhält sich regelkonform: dem schlechten Beispiel der Niederlande folgend, weigerte sich heuer das innerhalb von nur sechs Jahren bereits zum dritten Male (nämlich 1958, 1960 und 1962) viktoriöse Frankreich, die Show zu organisieren und alleine finanziell zu stemmen. Das mondäne Cannes, wo der Wettbewerb bereits 1959 und 1961 stattgefunden hatte, entwickelte sich - nicht zuletzt aufgrund der jährlichen…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1963: von Bie­nen und Blumen

Melo­di­fes­ti­va­len 1963: von Bie­nen und Blumen

Es gibt ihn wohl überall, den Typus des unverdrossenen Vorentscheidungsteilnehmers, der es stoisch immer und immer wieder aufs Neue probiert, das Ticket fürs internationale Finale zu ersingen. Bernhard Brink mit seinen sechs Versuchen beim deutschen Vorentscheid ist ein klassisches Beispiel hierfür. Kaum jemand legte dabei indes eine derartige Penetranz an den Tag wie Brinks schwedische Schlagerkollegin Ann-Louise Hanson, die mit insgesamt 13 stets erfolglosen Bewerbungen beim Melodifestivalen plus einer ebenso folgenlosen Teilnahme am deutschen Vorentscheid 1962 den Rekord hält. Zuletzt ward sie im Jahre 2004 im Mello-Finale gesehen. Ihr Debüt gab sie 1963 mit dem kinderliedhaften 'Zum zum zum, lilla Sommarbi', einem…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1962: Lie­be und Meerrettich

Melo­di­fes­ti­va­len 1962: Lie­be und Meerrettich

Erstmalig schafften es die Schweden in diesem Jahr, die gewählte Siegerin des Melodifestivalen auch tatsächlich zum Eurovision Song Contest zu schicken und nicht unter irgendeinem Vorwand durch eine andere Künstlerin zu ersetzen. Rund lief es trotzdem nicht: eigentlich sollten beim Mello sieben Titel in die Schlacht ziehen, doch noch am Finalabend musste man den der Jazz-Interpretin Monica Zetterlund zugedachten Beitrag 'Kärlek och Pepparrot' ('Liebe und Meerrettich' - klingt nach einem pikanten, ähm, Rezept?!) disqualifizieren, weil die Comedy-Nummer vorschriftswidrig bereits im Radio gelaufen war. Weniger streng handhabte der Sender SVT das zu diesem Zeitpunkt noch bestehende Verbot von Hintergrundchören beim Eurovision Song…
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ESC-Fina­le 1961: Stand up for your Love Rights

ESC-Fina­le 1961: Stand up for your Love Rights

Schon zum zweiten Mal in der noch jungen Grand-Prix-Geschichte gastierte der Wettbewerb 1961 in Cannes. Und erneut präsentierte das französische Fernsehen die selbe Eröffnungssequenz wie schon 1959. Sowie die selbe Moderatorin, Jacqueline Joubert, die so viel Mascara aufgelegt hatte, dass sie ständig angestrengt gen Himmel schauen musste, damit ihr die Augenlider nicht zusammenpappten. Lediglich auf die charakteristischen Drehgestelle verzichtete man. Stattdessen versammelten sich die 16 Teilnehmer/innen zum Auftakt der erstmals an einem Samstag ausgestrahlten Sendung auf einer opulenten Showtreppe und stellten sich artig nacheinander persönlich vor. Was für die Zuschauer/innen den unschätzbaren Vorteil bot, die Interpretennamen zur Abwechslung in fehlerfreier Aussprache hören zu können. Im Anschluss sangen sie dann…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1961: Dar­auf sei gepfiffen!

Melo­di­fes­ti­va­len 1961: Dar­auf sei gepfiffen!

Dergestalt aprilfrisch ging es zu beim schwedischen Melodifestivalen von 1961, das man meinen konnte, die Show sei von Lenor gesponsert. Der ausrichtende Sender SVT experimentierte fleißig mit dem jungen Format und strich die bisher üblichen acht Radiovorrunden. Stattdessen wählte eine Jury aus rund 550 Einsendungen fünf Songs aus für das im Rahmen der Nordvision erneut ebenfalls in Dänemark, Finnland und Norwegen ausgestrahlte TV-Finale, die wiederum in jeweils zwei verschieden stark orchestrierten Fassungen von unterschiedlichen Sänger:innen interpretiert wurden. Zwei dieser fünf Stücke trugen das Wort 'Frühling' ('Vår') direkt im Titel, ein weiteres besang den Monat 'April', und das vierte hieß 'Spela på Regnbågen'; ein im…
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ESC-Fina­le 1960: I shall die, die, die

ESC-Fina­le 1960: I shall die, die, die

Es ist ein offenes Eurovisionsgeheimnis: nicht alle Delegationsleiter:innen freuen sich unbedingt, wenn ihre Künstler:innen den Grand Prix gewinnen! Schließlich verbindet sich beim Song Contest mit dem Sieg die feste Erwartung, im nächsten Jahr die Show zu organisieren, womit massive Kosten auf die betroffene TV-Station zukommen. Heutzutage wird ein kleinerer Anteil davon durch die Startgebühren der einzelnen Länder aufgefangen, doch in den Anfangsjahren musste die ausrichtende Rundfunkanstalt die Sendung finanziell noch komplett alleine stemmen. Den Niederländern, die 1959 zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren gewonnen hatten, ging Sparsamkeit über Nationalstolz: sie sagten schlicht "nee". Selbstlos sprang (übrigens nicht zum letzten…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1960: Zwei­mal Unrecht macht kein Recht

Melo­di­fes­ti­va­len 1960: Zwei­mal Unrecht macht kein Recht

Experimentierunfreudigkeit kann man dem schwedischen Fernsehen in Sachen Eurovision nun wahrlich nicht vorwerfen. Wie bereits 1959 fanden auch 1960 vor dem eigentlichen Melodifestivalen wiederum acht Radio-Vorrunden statt, aus denen sich mit Hilfe des Publikums jeweils ein Titel fürs Finale qualifizieren sollte. Mitten im laufenden Verfahren schmiss der verantwortliche Sender SVT jedoch alles um und entschied, dem Beispiel Italiens folgend, alle Finalbeiträge in zwei unterschiedlich orchestrierten Versionen von jeweils zwei Interpret:innen singen zu lassen. Da man die vorab eingeplante Sendezeit von lediglich 45 Minuten nicht verdoppeln wollte, reduzierte eine flugs einberufene Jury daraufhin die Anzahl der Lieder auf vier, wodurch beispielsweise…
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ESC-Fina­le 1959: Man­cher jodelt noch im Schlaf

ESC-Fina­le 1959: Man­cher jodelt noch im Schlaf

Nein, eine Vorentscheidung hätten sie nicht mitgemacht, die international umjubelten Synchrontänzerinnen und -ausseherinnen Alice und Ellen Kessler, also gab es keine: der damals für den deutschen Grand-Prix-Beitrag zuständige Hessische Rundfunk bestimmte sie direkt zu den germanischen Vertreterinnen in Cannes. Deutschlands bekannteste eineiige Zwillinge, die in einem NDR-Interview später entschuldigend behaupteten, zu diesem Auftritt vertraglich gezwungen worden zu sein, stellten aber noch weitere Bedingungen: 'Heute möcht' ich bummeln', wie das Lied zunächst heißen sollte, erschien ihnen als Titel zu brav, die naheliegende Abwandlung 'Heute möcht’ ich fummeln' hingegen vielleicht doch etwas zu direkt, also frisierte ihre Textdichterin Astrid Voltmann den Song in…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1959: Oh, ist das ein Mann

Melo­di­fes­ti­va­len 1959: Oh, ist das ein Mann

Heutzutage genießt das schwedische Melodifestivalen (MF) bei Fans einen fast unantastbaren Status als das Maß aller Dinge in Sachen Eurovisionsvorentscheidungen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, der 1959 mit einem ausgesprochen skurrilen und unnötig komplizierten Auswahlverfahren begann. Hatte es sich der Sender SVT bei seiner Grand-Prix-Premiere 1958 mit einer internen Nominierung noch ziemlich leicht gemacht, so betrieb man diesmal einen ungleich höheren Aufwand: in sage und schreibe acht (!) Radio-Vorrunden zu je zwei Liedern, die seit Oktober 1958 unter dem Namen Säg det med Musik: Stora Schlagertävlingen über den Äther gingen und bei denen die Zuschauer:innen per Briefwahl abstimmen durften, sammelte man…
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ESC-Fina­le 1958: Risot­to am Lago Maggiore

ESC-Fina­le 1958: Risot­to am Lago Maggiore

"Dreimal dabei: bitte nicht wiederwählen!" hieß es, die Älteren erinnern sich, in der ZDF-Hitparade immer dann, wenn sich ein Schlager zum dritten Mal in Folge "placiert" hatte, wie Dieter Thomas Heck es so schön pseudopolyglott aussprach. Dann durfte man als Zuschauer:in für selbigen keine Postkarte mehr schicken bzw. nicht mehr anrufen. Eine solche Regel existiert beim Eurovision Song Contest zwar logischerweise nicht, dennoch endete im dritten Jahr seines Bestehens die Dauerteilnahme von gleich zwei Künstlerinnen, die ihn beide bereits seit dem Start in Lugano begleiteten. Nämlich zum einen die Niederländerin und Vorjahressiegerin Corry Brokken, die auch diesmal die Tabelle anführte - allerdings…
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