Serbien

Spa­ni­en 2015: Edur­ne und der “Qua­li­täts-Pop”

Noch nachzureichen gilt es die ebenfalls gestern vom Sender TVE annoncierte spanische Vertreterin: die 29jährige Edurne García Almagro, die nur unter ihrem Vornamen auftritt, soll die iberischen Farben in Wien vertreten. Bekanntheit erlangte sie durch die Castingshow Operación Triunfo, aus der 2002 Rosa López hervorging, deren Fans damals sämtliche Eurovisionsforen trollten. 2005, als Edurne teilnahm, wurde die Show aber schon nicht mehr als Vorentscheidungsformat genutzt. Mit Auftritten in weiteren TV-Formaten wie You can dance, einer Daily Soap sowie der Hauptrolle im Musical Grease sicherte sich die schwerpunktmäßig in tanzbarem Pop machende Sängerin seither durchgehende Präsenz. Ihr ebenfalls uptemporärer, noch nicht veröffentlichter Eurovisionsbeitrag heißt 'Amanecer' und…
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Das Bal­kan-Bäum­chen-wech­sel-Dich

Nicht nur bei der Türkvizyon wechseln die Teilnehmerländer schneller, als ich "einen vegetarischen Döner mit allem ohne scharf" sagen kann - auch beim richtigen Eurovision Song Contest geht es drunter und drüber mit den An- und Abmeldungen. Vor vier Wochen erst jubelte ich über die Meldung, dass Bosnien, eines meiner eurovisionären Lieblingsländer, das 2013 wegen Geldmangels aussetzte, 2014 wieder mitmachen wollte. Seinerzeit sagte man in Sarajewo, man sei auf der Suche nach Sponsoren, um trotz der grassierenden Unterfinanzierung des Senders BHRT in Kopenhagen teilnehmen zu können. Heute kam die Hiobsbotschaft, dass diese Suche wohl erfolglos blieb, gefolgt von der endgültigen…
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ESC 2014: Ser­bi­en setzt aus, Bul­ga­ri­en bockt, Rumä­ni­en rein

Neben Kroatien wird mit Serbien ein zweites exjugoslawisches Land beim Eurovision Song Contest 2014 fehlen. Aus finanziellen Gründen habe der Verwaltungsrat des serbischen Senders RTS die Entscheidung getroffen, Kopenhagen fern zu bleiben. Man behalte sich aber für 2015 vor, wieder mitzumachen, sofern dann wieder "stabile und ausreichende Haushaltsmittel" zur Verfügung stünden, wie der Sender mitteilte - nicht ohne schnell noch darauf zu verweisen, dass man "2008 als Gastgeber einen neuen Standard in organisatorischen und technischen Fragen" gesetzt habe, "der immer noch als Beispiel" diene. Das ebenfalls aus pekuniären Gründen bis zuletzt als Wackelkandidat geltende Rumänien, das uns 2013 mit Cezar…
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Žel­j­ko Jok­si­mo­vić disst Transgender-Sängerin

Kritik von LGBT-Verbänden musste der zweimalige serbische Eurovisionsteilnehmer und mehrfache Grand-Prix-Song-Schreiber Željko Joksimović einstecken, der in seiner Funktion als Jurymitglied bei der Castingshow X Factor Adria durch ignorante Äußerungen aufgefallen war, wie Wiwibloggs berichtet. In der Sendung vom 5. November trat die sich selbst als "Transgender" vorstellende Fifi Janevski auf, die für ihre Version von Chers 'Dov'e l'Amore' Applaus von drei der vier Juroren erntete. Joksimović hingegen bestand trotz entsprechender Erläuterung Fifis, dass sie als "sie" behandelt werden möchte, darauf, sie mit ihrem Geburtsnamen Phillip anzusprechen und sagte zu den anderen Juroren "das sind wohl zwei [Persönlichkeiten]". Fifi antwortete mit einem…
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Moje 3 gewin­nen Bar­ba­ra Dex Award – und tren­nen sich

Im ersten Semifinale war für sie leider schon Schluss: für die drei Sängerinnen Mirna Radulović, Nevena Božović und Sara Jovanović, die unter dem Namen Moje 3 Serbien beim Eurovision Song Contest 2013 vertraten. Für einen Sieg reichte es nun immerhin doch noch: mit ihren furchtbaren, kreischend bunten Fummeln, in denen sie wie drei tanzende Cupcakes aussahen, gewannen sie völlig zu Recht den Barbara-Dex-Award 2013, den Preis für die am schlechtesten angezogenen Grand-Prix-Teilnehmerinnen. Diese fragwürdige Ehre steht zwar in einem engen zeitlichen, nicht aber inhaltlichen Zusammenhang mit ihrer ebenfalls heute bekannt gegebenen Auflösung: bereits vor der serbischen Finale hatten die Drei angekündigt,…
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Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Tack Sverige! Die zahlreichen Änderungen, die das schwedische Fernsehen unter Federführung von Christer Björkman in diesem Jahr am Song Contest vornahm, trafen gerade unter den Fans ja eher auf Ablehnung. Nach dem heutigen ersten Semiabend muss ich jedoch sagen: aus Sicht des TV-Zuschauers sind zumindest die Entscheidungen für eine kleinere Halle mit Stehplätzen im Innenraum, die technische Abrüstung (keine Bühnen-LEDs) und die Rückkehr zu "nur" noch einer Moderatorin goldrichtig. Atmosphärisch deutlich dichter, fast schon intim die Fernsehbilder aus Malmö, die Künstler wirkten nicht mehr verloren auf der Bühne oder vom Hintergrund erschlagen, wie es in den letzten Jahren meist der…
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Fünf­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: ers­tes Semi, die Chancen

Heute ging es richtig los in Malmö: das Pressezentrum eröffnete mit einer Pressekonferenz der EBU, die erwartungsgemäß alle ihre von den Fans teilweise heftig kritisierten Entscheidungen zu den Regeländerungen beim Contest als sinnvoll und gelungen bezeichnete und ansonsten ausführlich ihre brandneue Eurovisions-App für iPhones und Android-Handys bewarb (zu der ich nichts weiter sagen kann, weil bei mir der Anmeldeprozess nicht klappte, man zum Voten per App aber ohnehin ein PayPal-Konto braucht, das ich weder habe noch will und ich auf fesselnde News vom eurovision.tv-Team auf meinem Smartphone verzichten kann). Gegen Mittag starteten dann die zweiten Probendurchläufe für die Teilnehmer des…
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Zwei­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: It’s a small World

Gleich die ersten Interpreten des zweiten Probentages sorgten heute früh für die größte Überraschung: im weißen 2001-Weltraumanzug als Montenauten verkleidet, lieferten die beiden Jungs von Who see? eine astreine Performance ab, getoppt von ihrer ebenfalls kompetenten Sängerin Nina Žižić, die pünktlich zum Beginn ihres Vokalparts per transparentem Lift aus den Bühnenboden geschossen kommt. Der antizipierte Car-Crash bleibt also aus; ganz im Gegenteil räumen die Blogger in Malmö den ursprünglich als sichere Sitzenbleiber gehandelten Schwarzberglern mittlerweile große Chancen auf einen Finaleinzug ein. Den umgekehrten Weg gingen die drei Serbinnen, die ihren fabelhaften Faschingsschlampenlook aus der Vorentscheidung gegen augenwehbunte Zuckerbäckerkostüme austauschten. In denen sehen…
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Ser­bi­en schickt Char­lies Pferdchen

Und mit dem erwarteten Ergebnis ging dann soeben auch (endlich!) der serbische Beosong zu Ende. Der bestand aus fünf ziemlich egalen Teilnehmern und gefühlt 500 noch egaleren Pausenacts, bei denen man zunehmend das Gefühl bekam, die Sendeleitung habe Leute auf der Straße eingefangen und sie gebeten, irgendwas auf der Bühne zu machen. Moje 3 werden nun Serbien in Malmö vertreten: drei junge Damen vom Faschingsstrich (sorry, aber anders kann ich die Outfits nicht beschreiben, die halb an ein Bananarama-Video ca. 1987 und halb an ein einschlägiges Etablissement erinnern) mit einem flotten, trashigen Popsong namens  'Ljubav je svuda'. Oder auch "Alle…
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Was Hol­land nicht lernt, lernt Mal­ta nim­mer­mehr: 2. Pro­ben RS, MK, NLMT

Es kann sich schmerzlich anfühlen, Sänger, für die man Sympathien hegt, auf dem langen Weg zu ihrer selbstverschuldeten Bruchlandung begleiten zu müssen. Damit spreche ich natürlich nicht von den beiden ersten Startern des zweiten Semis, die heute ebenfalls ihre zweite Probe absolvierten. Serben-Siegel Željko Joksimović ist mit seinem perfekt inszenierten Balkandrama 'Nije Ljubav Stvar' ohnehin sicher im Finale. Und Kaliopi Bukle, die sensationelle 45jährige mazedonische Rockerbraut, die ich jedesmal, wenn ich sie sehe, noch ein Stückchen fabelhafter finde und deren Song 'Crno i belo' jedesmal noch geiler, hoffentlich auch. Ich weiß: bislang lautete meine Vorhersage anders, aber soeben habe ich mich umentschieden. Kaliopi…
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Beim ers­ten Mal war’s noch schee: 1. Pro­be Ser­bi­en, Mazedonien

So, leider wurde ich durch private Dinge aufgehalten, daher muss ich den heutigen dritten Probentag in Baku ein wenig im Schnellgang abhandeln, wenn ich noch ein bisschen Schlaf haben will. Das zweite Semi ist bekanntlich das der Balkan-Balladen, und mit einem Doppelschlag geht's gleich los. Željko Joksimović liefert mit 'Nije Ljubav Stvar' die altbekannte und  hoch geschätzte volle Dosis großen Herzeleids. Und auch, wenn im Gegensatz zur serbischen Songpräsentation das Symphonieorchester fehlt und der Meister und seine Mannen zur Kameraprobe eher casual erschienen, ist klar, dass er wieder ganz großes, gefühlsgewaltiges Kitschkino abliefern wird. Das kann keiner so gut wie er. Mit…
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Ser­bi­en: Nobo­dy does it bet­ter (than Zel­j­ko) (RS 2012)

Auch Serbien präsentierte heute Abend erstmals seinen Eurovisionsbeitrag. Dass Željko Joksimović ihn komponiert und singt, steht bereits seit November vergangenen Jahres fest. Ich machte ja noch nie einen Hehl daraus, total auf seine Art der dramatischen Balkanballade abzufahren. Ob 'Lane moje' (2004), 'Lejla' (BA 2006) oder 'Oro' (2008): die von ihm komponierten Titel gehören allesamt zu meinen Lieblingseurovisionsbeiträgen. Entsprechend hoch gestalteten sich meine Erwartungen. Und: Željko hat sie nicht enttäuscht! 'Nije Ljubav Stvar' vereint all die von mir heiß und innig geliebten Elemente: ein großes Streicherarrangement, eine geschickt eingesetzte Flöte für den Ethno-Flavour, ein verhaltener Anfang und eine von Trommeln…
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Noch­mal, noch­mal: Ser­bi­en schickt Žel­j­ko Joksimović

Heute geht es Schlag auf Schlag: nur wenige Minuten nach der Direktnominierung der belgischen Vertreterin für Baku gab soeben auch das serbische Fernsehen seinen Interpreten bekannt. Es ist niemand Geringeres als Željko Joksimović, der das Land bereits 2004 mit der sterbensschönen Balkanballade 'Lane moje' zum Beinahesieg führte. Und der die nicht minder schönen Eurovisionsbeiträge 'Oro' (RS 2008) und 'Lejla' (BA 2006) komponierte. Und nachdem immer noch das Gerücht im Raum steht, der Sänger des letztgenannten Liedes, Hari Mata Hari, werde eventuell für Bosnien antreten, freue ich mich schon mal wie Bolle auf die finale Schlacht der großen Kitschballaden vom Balkan! Denn Željko wird sein Anfang kommenden Jahres noch vorzustellendes Lied selbstverständlich selbst…
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You got Style (RS 2011)

Das Beste zum Schluß: noch nachzureichen vom gestrigen Super Samstag ist das Ergebnis der serbischen Vorentscheidung. Hier entschied man sich für eine flockig swingende Sixties-Retro-Easy-Listening-Nummer, stilecht dargeboten von einer Kurzhaarblondine im (allerdings geschmackvollen) Brazil-Gedächtnisaufzug und begleitet von drei amtlich arschwackelnden Begleitsängerinnen im Mustertapete-Mini. Irgendwie fehlte nur noch, dass Austin Powers um die Ecke käme und "Shaggylicious!" sagte.... httpv://www.youtube.com/watch?v=QwH_BH48xdM Hinreißend: Nina & die Kovalettes (mehr …)
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2010: Do I have to sing again?

ESC Fina­le 2010: Do I have to sing again?

Ein Meilensteincontest und das Ende eines heimischen Traumas: 28 Jahre, nachdem eine blockflötenhafte junge Saarländerin im Kommunionskleid Europa überzeugen konnte, dass Deutschland nicht mehr den totalen Krieg will, sondern nur noch "ein bißchen Frieden" (DE 1982), und zwölf Jahre, nachdem ein zottelhaariger Derwisch dem ungläubig staunenden Ausland demonstrierte, dass Deutsche doch Humor haben ('Guildo hat Euch lieb', DE 1998), verdrehte eine charmante Hannoveranerin einem ganzen Kontinent den Kopf, in dem sie bewies, dass wir auch lässig sein können. Im Gegensatz zu den diesjährigen Fluten von hörbar auf den vermuteten Jurygeschmack hin produzierten, saft- und kraftlosen Seichtballaden oder den mit viel…
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Zwei­tes ESC-Semi 2009: Don’t be hap­py and don’t be gay

Zwei­tes ESC-Semi 2009: Don’t be hap­py and don’t be gay

Schizophren: die unglaublich lustige Comedy-Techno-Nummer 'Tingaliin', mit denen die Schweden beim diesjährigen Melodifestivalen zur Einstimmung auf Moskau spaßeshalber sämtliche Russlandklischees auf den Arm nahmen, zog eine diplomatische Krise zwischen beiden Ländern und den offiziellen Protest des dortigen Botschafters nach sich. Als Eröffnungsact des zweiten Semis präsentierten die Russen dann selbst exakt die gleichen tanzenden Bären, Matroschkas und Kalinka-Chöre, über die sie sich zuvor beklagt hatten. Nur, dass der Moskauer Act anscheinend bierernst gemeint war. Womit sich erneut zeigte: wer nicht über sich selbst lachen kann, dem ist auch sonst nicht zu trauen. http://youtu.be/XYJwnCsMBfo Verstehen Sie Spaß? Schwedens lustiger MF-Act Komoderatorin…
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Beo­vi­zi­ja 2009: Ich hab ’ne Zwie­bel auf dem Kopf

Beo­vi­zi­ja 2009: Ich hab ’ne Zwie­bel auf dem Kopf

Was für ein gewiefter Fuchs! Der ist ja noch besser als Hape "Beatrix" Kerkeling! Unter dem Tarnnamen Marko Kon schmuggelte sich der bislang eher für brachialen Körperhumor berüchtigte deutsche Comedian Konrad Stöckel in die serbische Vorentscheidung, wo er gemeinsam mit dem Akkordeonquetscher Milan Nikolić eine halb heiser geraspelte, halb in den Bart genuschelte Spaßnummer namens 'Cipela' zum Besten gab. Und - oh Schreck! - mit den Stimmen der Jury gewann er selbige auch und wird nun das frühere Eurovisionssiegerland in Moskau in ungeahnte Tiefen führen. Glückauf! Cipela heißt übrigens Schuhe, nicht Zwiebel! Bereits vor Sendebeginn kam es zu Merkwürdigkeiten: nach…
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

ESC Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

Zwölf Anläufe hatte der flächengrößte und einwohnerstärkste Teilnehmerstaat des Eurovision Song Contest für seinen ersten Grand-Prix-Sieg gebraucht. Seinen Führungsanspruch und seine kulturelle Zugehörigkeit zu Europa wollte Russland damit unterstreichen - und vertiefte doch nur die Gräben, denn kaum ein Siegertitel rief im Westen so eine starke Ablehnung hervor wie Dima Bilans musikalisch malades und überanstrengt dargebotenes 'Believe', welches der Sargnagel für das hundertprozentige Zuschauervoting sein sollte. Für den russischen Plattenmillionär, dem bei seinem Erstversuch 2006 mit dem deutlich besseren 'Never let you go' nur die finnischen Monsterrocker Lordi in die Quere kamen, reichte es lediglich für einen schwachen Rang 54 in…
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Homos in Bel­grad unerwünscht?

Schwule Eurovisionsfans, die zum diesjährigen Song Contest nach Belgrad reisen, sollten sich besser unauffällig verhalten, denn 80% der Serben betrachteten einer Umfrage zufolge Homosexualität noch immer als (behandlungsbedürftigte) Krankheit, wie die taz berichtet. Offen schwul auftretende Fans liefen durchaus Gefahr, Opfer militanter Schlägertrupps zu werden. "Man muss den Fans aus unserer Community dringend davon abraten, sich in Belgrad offen zu zeigen - vor allem sollten sie auf Aidsschleifen am Revers und auf die Regenbogenfahne verzichten," zitiert die taz den ILGA-Vorsitzenden Kurt Krickler. Lesbische Frauenzärtlichkeit ist hingegen okay, solange sie subtil bleibt (mehr …)
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Beo­vi­zi­ja 2008: Ohne Stie­le und Sten­gel gekeltert

Beo­vi­zi­ja 2008: Ohne Stie­le und Sten­gel gekeltert

Spannend geht es zu in Belgrad: nach dem die Beovizija wegen der Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Loslösung des Kosovo verschoben werden musste, siegte in der nun doch noch stattgefundenen Vorentscheidung die Favoritin Jelena Tomašević. Mit einer wunderschönen Balkanballade aus der Feder von Željko Joksimović. Der schrieb und sang sein Heimatland mit dem ähnlich angelegten 'Lane moje' bereits 2004 fast zum Sieg und steht auch dieses Jahr beim Grand Prix wieder auf der Bühne - als Moderator. Sollte sein von Frau Tomašević gesungener Beitrag 'Oro' erneut siegen, so könnte er sich als dessen Komponist selbst die Hand schütteln. Auf Rang 3…
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2007: Okay. Hap­py End.

ESC Fina­le 2007: Okay. Hap­py End.

Ein kollektives, erleichtertes Seufzen ging durch Europa: nach fünf Jahren Vorherrschaft der Show über die Musik siegte endlich wieder ein Lied! Ein sanftes, melodiöses, in der Landessprache gesungenes noch dazu. Eines ganz ohne Choreografie! Allerdings: so ganz stimmte das nicht. Molitva' gewann natürlich auch aufgrund seiner Show - nur, dass diese halt sehr viel unaufdringlicher daherkam als beispielsweise bei den finnischen Monsterrockern. Genau diese charmante Präsentation zärtlicher Solidarität zwischen fünf gut aussehenden und einer stimmgewaltigen Frau (nicht zu vergessen der subtil lesbische Unterton) hob den serbischen Beitrag aus der Flut aufwändiger Tanzchoreografien heraus und führte ihn zum hoch verdienten Sieg.…
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2005: Why don’t you kill me?

ESC Fina­le 2005: Why don’t you kill me?

Angedroht war, dass die letztjährige Siegerin, die von Staatschef Wiktor Juschtschenko zur Eurovisionsbeauftragten ernannte Volksheldin Ruslana, durch den Abend führen solle. Die Galionsfigur der Orangenen Revolution sagte aber in letzter Sekunde ab. Weil sie so viel zu tun habe, dass sie sich nicht richtig vorbereiten könne, so die offizielle Begründung. Jegliche Spekulation über einen Zusammenhang mit ihren eher fragmentarischen Englischkenntnissen ist hingegen so bösartig wie wohl begründet. Ob Mascha und Pascha, die Ersatzmoderatoren, nun so viel besser Englisch sprachen? Es gab an diesem Abend keine rechte Antwort darauf. Denn sie zwitscherte ihre Texte zwischen stets zum debilen Dauergrinsen gebleckten Perlweißzähnen heraus…
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2004: Just may­be I’m crazy

ESC Fina­le 2004: Just may­be I’m crazy

Man möge es mir nachsehen: diesen Jahrgang kann ich nicht nach den üblichen Maßstäben beurteilen. Denn zum ersten Mal verfolgte ich das Geschehen nicht mehr zu Hause am Fernseher, sondern live vor Ort in der Halle. Ein völlig anderes Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann! Die EBU hatte just in jenem Jahr erstmals dem eigentlichen Grand Prix eine Qualifikationsrunde vorgeschaltet, die ich als bekennender Trashgourmet seither noch mehr liebe als das Finale, weil sich dort die tragischeren Beiträge sammeln. In dieser Endrunde nun tummelten sich die Big Four und die zehn bestplatzierten Länder aus 2003. Sowie eben die zehn Besten…
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