Serbien

ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

Okay, ich geb's zu: sie kommt ein bisschen spät, diese Besprechung. Direkt nach dem Finale im Mai ging das Buch vor und danach brauchte ich erst mal ein bisschen Abstand. Mit eben diesem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Monate nach dem eigentlichen Event, die TV-Aufzeichnung des von mir live besuchten Jubiläums-Contests angeschaut. Und prompt stellte es sich wieder ein: dieses schon ihn Wien sehr subtil vorhandene Gefühl, dass es des Guten einfach irgendwie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sendung (geschlagene vier Stunden ging die Show diesmal), zu viele Lieder (27, so viele wie noch nie zuvor…
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Bos­ni­ens Sen­der bald plei­te, Måns schwul?

Für die baldige Rückkehr des von mir schmerzlich vermissten Bosnien-Herzegowina zum Eurovision Song Contest sieht es finster aus: einer Pressemeldung der EBU von letzter Woche zufolge stehe der Staatssender BHRT "kurz vor dem Kollaps". Die bosnische Regierung habe es seit Jahren versäumt, ein adäquates und funktionierendes Gebühreneinzugsmodell zu verabschieden. In dem politisch zwischen Bosniaken und Serben geteilten Land bestehen mit RTFBiH (Bosnien) und RTRS (Republika Srpska) zwei weitere auf das jeweilige Bundesland ausgerichtete  Sender, die sich laut EBU "als Rivalen verhalten", anstatt mit der übergeordneten, für die gesamte Nation zuständigen Station zusammenzuarbeiten. Das politisch gewollte finanzielle Ausbluten von BHRT, das bereits…
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Das Jury-Gate: Il Volo sind die wah­ren Sie­ger 2015!

Das Jury-Gate: Il Volo sind die wah­ren Sie­ger 2015!

Seit der Wiedereinführung der Jurys, im besonderen Maße aber seit ihrer stärkeren Gewichtung gegenüber dem Televoting seit 2013, stand es zu befürchten, und nun trat es ein: erstmalig seit 1997 gewannen beim Eurovision Song Contest 2015 nicht die Lieblinge des Publikums - nämlich die italienischen jungen Tenöre Il Volo mit ihrem Popera-Schlager 'Grande Amore' - sondern der Juryfavorit, in diesem Falle der Schwede Måns Zelmerlöw mit 'Heroes'. Was erstaunt, weil ich gerade nach dem überraschenden Ergebnis von 2011, als das nach ewiger ESC-Pause von der EBU mit Engelszungen zur Rückkehr überredete Italien, mit einem furchtbaren Bar-Jazz-Geklimper beim Publikum auf Rang 11 landend, von…
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Die Vil­la­ge Peop­le sind in Wien: ers­te Pro­ben ers­tes Semi 2015

Seit Montag Mittag sind die Spiele offiziell eröffnet: in der Wiener Stadthalle probten gestern und heute die 16 Teilnehmer/innen des ersten Semifinales am kommenden Dienstag. Und obgleich es sich um den allerersten, technischen Durchlauf handelte, der hauptsächlich zum Finden der richtigen Kameraeinstellungen und Beleuchtung diente, berichteten die zahlreich in Wien bereits aufgeschlagenen Schwurnalisten natürlich ausführlich über jedes noch so kleine Detail und erstellten umgehend neue Prognosen. Wenn nicht gerade kontrovers über den Aufreger des Tages debattiert wurde: so rüstet die Wiener Stadtverwaltung derzeit 120 Fußgängerampeln mit mit neuen Symbolen aus: händchenhaltend gemeinsam wartende bzw. laufende Pärchen - darunter auch gleichgeschlechtliche -…
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Die gan­ze Welt spricht deutsch

Lange Zeit schien sie vollständig ausgestorben zu sein: die bis hinein in die Achtzigerjahre beim Song Contest sehr lebendige Tradition, die Songs in zahlreichen unterschiedlichen Sprachfassungen aufzunehmen. Unvergesslich beispielsweise unsere Nicole, die 'Ein bisschen Frieden' nicht nur in fast jeder Sprache dieses Planeten einspielte, sondern bei ihrer Siegerreprise 1982 ein Medley der schönsten Fassungen in ihre Präsentation packte. Nun lässt die Serbin Bojana Stamenov die guten alten Zeiten wieder aufleben: zwar singt auch sie ihren Beitrag 'Beauty never lies' in Wien - wie fast alle Teilnehmer/innen dieses Jahrgangs - auf englisch. Aufgenommen hat sie den Song (neben der serbischen Originalversion) aber auch in…
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Der Lum­pen­samm­ler nach Wien (NO, AZ, RU, SM 2015)

Eigentlich sollte heute Vormittag noch ein ausführlicher Bericht zum Melodi Grand Prix folgen, das ich am Samstag nicht mehr schaffte und Sonntag früh nachzuholen gedachte. Doch dann machte mir die Technik einen Strich durch die Rechnung - nie wieder PCs oder Laptops von Acer! Und zwischenzeitlich stapeln sich hier die noch in letzter Minute vor dem Einsendeschluss ausgewählten oder upgedateten Beiträge für Wien. Daher jetzt im Schnelldurchlauf alles Wichtige vom Wochenende. Die Norweger entschieden sich am Samstag sehenden Auges für noch eine Ballade - und sie trafen damit eine gute Wahl. 'Monster like me' von Mørland und Debrah Scarlett klingt nicht nur vom…
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Ser­bi­en schickt die Rettungs-Bojana

Ich bin 2 Chiaras, A Single Ton of Fun, An even rounder Girl: Serbien schickt mit Bojana Stamenov in diesem Jahr eine Sängerin mit unübersehbarer Leibesfülle zum Eurovision Song Contest. Und damit auch jeder die enormen Formen der ihre stimmlichen Fähigkeiten leicht überschätzenden Diva wahrnimmt, steht sie zum Songauftakt im Halbdunkel der Bühne, wo LED-Lichtspielereien in voller Breite auf die Leinwand projiziert werden, die ihr rotes Zeltkleid umspannt. Bedient sich die Präsentation schamlos bei Sabina Babayeva (AZ 2012), so greift ihr Beitrag 'Ceo Svet je moj' ('Die Welt gehört mir' - reiht sich nahtlos in das diesjährige 'Kriegerinnen'-Thema ein) Valentina Monettas 'Crisalide' (SM…
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Spa­ni­en 2015: Edur­ne und der “Qua­li­täts-Pop”

Noch nachzureichen gilt es die ebenfalls gestern vom Sender TVE annoncierte spanische Vertreterin: die 29jährige Edurne García Almagro, die nur unter ihrem Vornamen auftritt, soll die iberischen Farben in Wien vertreten. Bekanntheit erlangte sie durch die Castingshow Operación Triunfo, aus der 2002 Rosa López hervorging, deren Fans damals sämtliche Eurovisionsforen trollten. 2005, als Edurne teilnahm, wurde die Show aber schon nicht mehr als Vorentscheidungsformat genutzt. Mit Auftritten in weiteren TV-Formaten wie You can dance, einer Daily Soap sowie der Hauptrolle im Musical Grease sicherte sich die schwerpunktmäßig in tanzbarem Pop machende Sängerin seither durchgehende Präsenz. Ihr ebenfalls uptemporärer, noch nicht veröffentlichter Eurovisionsbeitrag heißt 'Amanecer' und…
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Das Bal­kan-Bäum­chen-wech­sel-Dich

Nicht nur bei der Türkvizyon wechseln die Teilnehmerländer schneller, als ich "einen vegetarischen Döner mit allem ohne scharf" sagen kann - auch beim richtigen Eurovision Song Contest geht es drunter und drüber mit den An- und Abmeldungen. Vor vier Wochen erst jubelte ich über die Meldung, dass Bosnien, eines meiner eurovisionären Lieblingsländer, das 2013 wegen Geldmangels aussetzte, 2014 wieder mitmachen wollte. Seinerzeit sagte man in Sarajewo, man sei auf der Suche nach Sponsoren, um trotz der grassierenden Unterfinanzierung des Senders BHRT in Kopenhagen teilnehmen zu können. Heute kam die Hiobsbotschaft, dass diese Suche wohl erfolglos blieb, gefolgt von der endgültigen…
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ESC 2014: Ser­bi­en setzt aus, Bul­ga­ri­en bockt, Rumä­ni­en rein

Neben Kroatien wird mit Serbien ein zweites exjugoslawisches Land beim Eurovision Song Contest 2014 fehlen. Aus finanziellen Gründen habe der Verwaltungsrat des serbischen Senders RTS die Entscheidung getroffen, Kopenhagen fern zu bleiben. Man behalte sich aber für 2015 vor, wieder mitzumachen, sofern dann wieder "stabile und ausreichende Haushaltsmittel" zur Verfügung stünden, wie der Sender mitteilte - nicht ohne schnell noch darauf zu verweisen, dass man "2008 als Gastgeber einen neuen Standard in organisatorischen und technischen Fragen" gesetzt habe, "der immer noch als Beispiel" diene. Das ebenfalls aus pekuniären Gründen bis zuletzt als Wackelkandidat geltende Rumänien, das uns 2013 mit Cezar…
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Žel­j­ko Jok­si­mo­vić disst Transgender-Sängerin

Kritik von LGBT-Verbänden musste der zweimalige serbische Eurovisionsteilnehmer und mehrfache Grand-Prix-Song-Schreiber Željko Joksimović einstecken, der in seiner Funktion als Jurymitglied bei der Castingshow X Factor Adria durch ignorante Äußerungen aufgefallen war, wie Wiwibloggs berichtet. In der Sendung vom 5. November trat die sich selbst als "Transgender" vorstellende Fifi Janevski auf, die für ihre Version von Chers 'Dov'e l'Amore' Applaus von drei der vier Juroren erntete. Joksimović hingegen bestand trotz entsprechender Erläuterung Fifis, dass sie als "sie" behandelt werden möchte, darauf, sie mit ihrem Geburtsnamen Phillip anzusprechen und sagte zu den anderen Juroren "das sind wohl zwei [Persönlichkeiten]". Fifi antwortete mit einem…
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Moje 3 gewin­nen Bar­ba­ra Dex Award – und tren­nen sich

Im ersten Semifinale war für sie leider schon Schluss: für die drei Sängerinnen Mirna Radulović, Nevena Božović und Sara Jovanović, die unter dem Namen Moje 3 Serbien beim Eurovision Song Contest 2013 vertraten. Für einen Sieg reichte es nun immerhin doch noch: mit ihren furchtbaren, kreischend bunten Fummeln, in denen sie wie drei tanzende Cupcakes aussahen, gewannen sie völlig zu Recht den Barbara-Dex-Award 2013, den Preis für die am schlechtesten angezogenen Grand-Prix-Teilnehmerinnen. Diese fragwürdige Ehre steht zwar in einem engen zeitlichen, nicht aber inhaltlichen Zusammenhang mit ihrer ebenfalls heute bekannt gegebenen Auflösung: bereits vor der serbischen Finale hatten die Drei angekündigt,…
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Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Tack Sverige! Die zahlreichen Änderungen, die das schwedische Fernsehen unter Federführung von Christer Björkman in diesem Jahr am Song Contest vornahm, trafen gerade unter den Fans ja eher auf Ablehnung. Nach dem heutigen ersten Semiabend muss ich jedoch sagen: aus Sicht des TV-Zuschauers sind zumindest die Entscheidungen für eine kleinere Halle mit Stehplätzen im Innenraum, die technische Abrüstung (keine Bühnen-LEDs) und die Rückkehr zu "nur" noch einer Moderatorin goldrichtig. Atmosphärisch deutlich dichter, fast schon intim die Fernsehbilder aus Malmö, die Künstler wirkten nicht mehr verloren auf der Bühne oder vom Hintergrund erschlagen, wie es in den letzten Jahren meist der…
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Fünf­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: ers­tes Semi, die Chancen

Heute ging es richtig los in Malmö: das Pressezentrum eröffnete mit einer Pressekonferenz der EBU, die erwartungsgemäß alle ihre von den Fans teilweise heftig kritisierten Entscheidungen zu den Regeländerungen beim Contest als sinnvoll und gelungen bezeichnete und ansonsten ausführlich ihre brandneue Eurovisions-App für iPhones und Android-Handys bewarb (zu der ich nichts weiter sagen kann, weil bei mir der Anmeldeprozess nicht klappte, man zum Voten per App aber ohnehin ein PayPal-Konto braucht, das ich weder habe noch will und ich auf fesselnde News vom eurovision.tv-Team auf meinem Smartphone verzichten kann). Gegen Mittag starteten dann die zweiten Probendurchläufe für die Teilnehmer des…
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Zwei­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: It’s a small World

Gleich die ersten Interpreten des zweiten Probentages sorgten heute früh für die größte Überraschung: im weißen 2001-Weltraumanzug als Montenauten verkleidet, lieferten die beiden Jungs von Who see? eine astreine Performance ab, getoppt von ihrer ebenfalls kompetenten Sängerin Nina Žižić, die pünktlich zum Beginn ihres Vokalparts per transparentem Lift aus den Bühnenboden geschossen kommt. Der antizipierte Car-Crash bleibt also aus; ganz im Gegenteil räumen die Blogger in Malmö den ursprünglich als sichere Sitzenbleiber gehandelten Schwarzberglern mittlerweile große Chancen auf einen Finaleinzug ein. Den umgekehrten Weg gingen die drei Serbinnen, die ihren fabelhaften Faschingsschlampenlook aus der Vorentscheidung gegen augenwehbunte Zuckerbäckerkostüme austauschten. In denen sehen…
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Ser­bi­en schickt Char­lies Pferdchen

Und mit dem erwarteten Ergebnis ging dann soeben auch (endlich!) der serbische Beosong zu Ende. Der bestand aus fünf ziemlich egalen Teilnehmern und gefühlt 500 noch egaleren Pausenacts, bei denen man zunehmend das Gefühl bekam, die Sendeleitung habe Leute auf der Straße eingefangen und sie gebeten, irgendwas auf der Bühne zu machen. Moje 3 werden nun Serbien in Malmö vertreten: drei junge Damen vom Faschingsstrich (sorry, aber anders kann ich die Outfits nicht beschreiben, die halb an ein Bananarama-Video ca. 1987 und halb an ein einschlägiges Etablissement erinnern) mit einem flotten, trashigen Popsong namens  'Ljubav je svuda'. Oder auch "Alle…
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Was Hol­land nicht lernt, lernt Mal­ta nim­mer­mehr: 2. Pro­ben RS, MK, NLMT

Es kann sich schmerzlich anfühlen, Sänger, für die man Sympathien hegt, auf dem langen Weg zu ihrer selbstverschuldeten Bruchlandung begleiten zu müssen. Damit spreche ich natürlich nicht von den beiden ersten Startern des zweiten Semis, die heute ebenfalls ihre zweite Probe absolvierten. Serben-Siegel Željko Joksimović ist mit seinem perfekt inszenierten Balkandrama 'Nije Ljubav Stvar' ohnehin sicher im Finale. Und Kaliopi Bukle, die sensationelle 45jährige mazedonische Rockerbraut, die ich jedesmal, wenn ich sie sehe, noch ein Stückchen fabelhafter finde und deren Song 'Crno i belo' jedesmal noch geiler, hoffentlich auch. Ich weiß: bislang lautete meine Vorhersage anders, aber soeben habe ich mich umentschieden. Kaliopi…
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Beim ers­ten Mal war’s noch schee: 1. Pro­be Ser­bi­en, Mazedonien

So, leider wurde ich durch private Dinge aufgehalten, daher muss ich den heutigen dritten Probentag in Baku ein wenig im Schnellgang abhandeln, wenn ich noch ein bisschen Schlaf haben will. Das zweite Semi ist bekanntlich das der Balkan-Balladen, und mit einem Doppelschlag geht's gleich los. Željko Joksimović liefert mit 'Nije Ljubav Stvar' die altbekannte und  hoch geschätzte volle Dosis großen Herzeleids. Und auch, wenn im Gegensatz zur serbischen Songpräsentation das Symphonieorchester fehlt und der Meister und seine Mannen zur Kameraprobe eher casual erschienen, ist klar, dass er wieder ganz großes, gefühlsgewaltiges Kitschkino abliefern wird. Das kann keiner so gut wie er. Mit…
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Ser­bi­en: Nobo­dy does it bet­ter (than Zel­j­ko) (RS 2012)

Auch Serbien präsentierte heute Abend erstmals seinen Eurovisionsbeitrag. Dass Željko Joksimović ihn komponiert und singt, steht bereits seit November vergangenen Jahres fest. Ich machte ja noch nie einen Hehl daraus, total auf seine Art der dramatischen Balkanballade abzufahren. Ob 'Lane moje' (2004), 'Lejla' (BA 2006) oder 'Oro' (2008): die von ihm komponierten Titel gehören allesamt zu meinen Lieblingseurovisionsbeiträgen. Entsprechend hoch gestalteten sich meine Erwartungen. Und: Željko hat sie nicht enttäuscht! 'Nije Ljubav Stvar' vereint all die von mir heiß und innig geliebten Elemente: ein großes Streicherarrangement, eine geschickt eingesetzte Flöte für den Ethno-Flavour, ein verhaltener Anfang und eine von Trommeln…
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Noch­mal, noch­mal: Ser­bi­en schickt Žel­j­ko Joksimović

Heute geht es Schlag auf Schlag: nur wenige Minuten nach der Direktnominierung der belgischen Vertreterin für Baku gab soeben auch das serbische Fernsehen seinen Interpreten bekannt. Es ist niemand Geringeres als Željko Joksimović, der das Land bereits 2004 mit der sterbensschönen Balkanballade 'Lane moje' zum Beinahesieg führte. Und der die nicht minder schönen Eurovisionsbeiträge 'Oro' (RS 2008) und 'Lejla' (BA 2006) komponierte. Und nachdem immer noch das Gerücht im Raum steht, der Sänger des letztgenannten Liedes, Hari Mata Hari, werde eventuell für Bosnien antreten, freue ich mich schon mal wie Bolle auf die finale Schlacht der großen Kitschballaden vom Balkan! Denn Željko wird sein Anfang kommenden Jahres noch vorzustellendes Lied selbstverständlich selbst…
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You got Style (RS 2011)

Das Beste zum Schluß: noch nachzureichen vom gestrigen Super Samstag ist das Ergebnis der serbischen Vorentscheidung. Hier entschied man sich für eine flockig swingende Sixties-Retro-Easy-Listening-Nummer, stilecht dargeboten von einer Kurzhaarblondine im (allerdings geschmackvollen) Brazil-Gedächtnisaufzug und begleitet von drei amtlich arschwackelnden Begleitsängerinnen im Mustertapete-Mini. Irgendwie fehlte nur noch, dass Austin Powers um die Ecke käme und "Shaggylicious!" sagte.... httpv://www.youtube.com/watch?v=QwH_BH48xdM Hinreißend: Nina & die Kovalettes (mehr …)
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ESC-Fina­le 2010: Do I have to sing again?

ESC-Fina­le 2010: Do I have to sing again?

Ein Meilensteincontest und das Ende eines heimischen Traumas: 28 Jahre, nachdem eine blockflötenhafte junge Saarländerin im Kommunionskleid Europa überzeugen konnte, dass Deutschland nicht mehr den totalen Krieg will, sondern nur noch "ein bißchen Frieden" (DE 1982), und zwölf Jahre, nachdem ein zottelhaariger Derwisch dem ungläubig staunenden Ausland demonstrierte, dass Deutsche doch Humor haben ('Guildo hat Euch lieb', DE 1998), verdrehte eine charmante Hannoveranerin einem ganzen Kontinent den Kopf, in dem sie bewies, dass wir auch lässig sein können. Im Gegensatz zu den diesjährigen Fluten von hörbar auf den vermuteten Jurygeschmack hin produzierten, saft- und kraftlosen Seichtballaden oder den mit viel…
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Ser­bi­scher Vor­ent­scheid 2010: Beam me up, Scottie

Ser­bi­scher Vor­ent­scheid 2010: Beam me up, Scottie

Er bezeichnete sich selbst einmal als "Jugo-Nostalgiker": der in Sarajewo als Sohn eines kroatischen Vaters und einer serbischen Mutter geborene Komponist und Musiker Goran Bregović, der im Laufe seiner Jahrzehnte umspannenden Karriere nicht nur zahlreiche Film-Soundtracks schrieb, sondern auch Lieder für Größen wie Sezen Aksu oder Iggy Pop erschaffte. Im sozialistischen Jugoslawien einst Mitglied der kommunistischen Partei, setzte er sich zu Beginn der Neunzigerjahre angesichts der Separationsbestrebungen der einzelnen Bundesstaaten politisch für ein weiterhin vereintes Mutterland aus. Vergeblich, wie wir heute wissen. 2008 durfte er beim Eurovision Song Contest in Belgrad als Pausenact die Bühne bespielen, und nachdem Serbien 2009…
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Zwei­tes ESC-Semi 2009: Don’t be hap­py and don’t be gay

Zwei­tes ESC-Semi 2009: Don’t be hap­py and don’t be gay

Schizophren: die unglaublich lustige Comedy-Techno-Nummer 'Tingaliin', mit denen die Schweden beim diesjährigen Melodifestivalen zur Einstimmung auf Moskau spaßeshalber sämtliche Russlandklischees auf den Arm nahmen, zog eine diplomatische Krise zwischen beiden Ländern und den offiziellen Protest des dortigen Botschafters nach sich. Als Eröffnungsact des zweiten Semis präsentierten die Russen dann selbst exakt die gleichen tanzenden Bären, Matroschkas und Kalinka-Chöre, über die sie sich zuvor beklagt hatten. Nur, dass der Moskauer Act anscheinend bierernst gemeint war. Womit sich erneut zeigte: wer nicht über sich selbst lachen kann, dem ist auch sonst nicht zu trauen. http://youtu.be/XYJwnCsMBfo Verstehen Sie Spaß? Schwedens lustiger MF-Act Komoderatorin…
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Beo­vi­zi­ja 2009: Ich hab ’ne Zwie­bel auf dem Kopf

Beo­vi­zi­ja 2009: Ich hab ’ne Zwie­bel auf dem Kopf

Was für ein gewiefter Fuchs! Der ist ja noch besser als Hape "Beatrix" Kerkeling! Unter dem Tarnnamen Marko Kon schmuggelte sich der bislang eher für brachialen Körperhumor berüchtigte deutsche Comedian Konrad Stöckel in die serbische Vorentscheidung, wo er gemeinsam mit dem Akkordeonquetscher Milan Nikolić eine halb heiser geraspelte, halb in den Bart genuschelte Spaßnummer namens 'Cipela' zum Besten gab. Und - oh Schreck! - mit den Stimmen der Jury gewann er selbige auch und wird nun das frühere Eurovisionssiegerland in Moskau in ungeahnte Tiefen führen. Glückauf! Cipela heißt übrigens Schuhe, nicht Zwiebel! Bereits vor Sendebeginn kam es zu Merkwürdigkeiten: nach…
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