Spanien

Blas Can­tó tritt mit ver­steck­tem Com­ing-out-Song an

Ganze vier Monate ist es her, dass der spanische Sender RTVE den 27jährigen Sänger Blas Cantó Moreno als intern ausgewählten Repräsentanten der iberischen Halbinsel nominierte. Diese Woche präsentierte man der ungeduldig wartenden Öffentlichkeit nun auch endlich den in Zusammenarbeit mit dem Künstler ausgewählten Song für Rotterdam. Ganze fünf Komponisten und Textdichter, einschließlich des Interpreten, werkelten an dem mittelmäßigen Midtempomachwerk 'Universo' mit herum, und wie immer, wenn viele Köche beteiligt sind, kam ein ziemlich zäher Brei dabei heraus. Kein Wunder, dass Blas die Nummer mit den Worten "Perdóname, perdóname" ("Vergib mir, vergib mir") beginnt, plätschert diese doch ganze drei Minuten lang…
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Kei­ne Jurys mehr? EBU holt Stim­mungs­bild ein

Ist endlich das Ende der unsäglichen Jury beim Eurovision Song Contest in Sicht? Anlass zu leiser Hoffnung gibt eine Meldung von Wiwibloggs von gestern, die aus einem Interview der Unterhaltungschefin des spanischen Senders RTVE, Toñi Prieto, mit dem heimischen Nachrichtenportal vertele! zitiert. Nach ihrer Aussage habe die EBU verschiedene Eurovisionsdelegationen kontaktiert, um deren Meinung zum derzeitigen Votingverfahren bzw. möglichen Änderungen daran einzuholen. Genf wolle "wissen, wie wir das sehen. Ob man eine Jury haben muss, ob ausschließlich per Jury oder nur durch das Publikum" abgestimmt werden solle, so Prieto. Das aktuelle 50/50-Verfahren geriet zuletzt wieder beim diesjährigen Wettbewerb in Kritik. Nicht…
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How loo­ks the Trumpet: RTVE nomi­niert Blas Can­tó für Rot­ter­dam

Sein Vorname bringt in mir unweigerlich den präpubertären Zehnjährigen zum Kichern: gestern gab das spanische Fernsehen bekannt, dass der 27jährige Blas (hihihi) Cantó Moreno beim Eurovision Song Contest 2020 die iberische Halbinsel vertreten wird. Der schmucke junge Mann versucht bereits seit 15 Jahren vergebens, sein Land zu repräsentieren: 2004 bewarb er sich zum ersten Mal, damals noch für den Junior-ESC, scheiterte aber im Vorentscheid. Dasselbe Schicksal ereilte ihn 2011, wo er es als Teil der populären Boyband Auryn zwar ins Superfinale der Destino Eurovisión schaffte, dort aber den Kürzeren gegen Lucía Pérez zog. Diesmal verzichtete der Sender RTVE vorsichtshalber gleich…
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Fina­le 2019: <span class="caps">ESC</span> is a losing Game

Fina­le 2019: ESC is a losing Game

Da hatte die EBU in diesem Jahr eigens erneut das Auszählungsverfahren geändert, um die Sache spannender zu gestalten. Und doch trat die langweiligste aller möglicher Optionen ein: wie bereits seit Monaten von allen Wettbüros eisern vorhergesagt, gewann heute Nacht der Niederländer Duncan Laurence den Eurovision Song Contest 2019. Der 24jährige Musiker vereinte die in diesem Jahr augenscheinlich wichtigsten Eigenschaften für eine erfolgreiche Grand-Prix-Teilnahme: er ist männlich, vollbärtig, gutaussehend und er jaulte weite Teile seiner gefühlvollen Klavierballade 'Arcade' in Falsettstimme. Sein Lied handelt dem reinen Text nach von einer unglücklichen Beziehung, die der Protagonist nicht beenden kann, weil er süchtig nach…
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Rank & File 2019: Platz 16 – La Ven­da

Mit einem ähnlichen Rezept wie die im aufrechtgehn.de-Ranking eine Nummer tiefer platzierte Schweiz versuchen es in diesem Jahr auch die Spanier. Nur, dass ihr mitklatschfähiger Latinopop deutlich authentischer klingt als die eidgenössische Rösti-Variante. Dennoch vermag 'La Venda' nur in Maßen zu überzeugen. Der Schwachpunkt hier vor allem: der Interpret. Platz 16: Spanien - Miki Núñez: La Venda (Die Augenbinde) Dabei ist der junge Katalonier kein Kind von Hässlichkeit. Es gibt Fanseiten im Netz, die ganze Elogen auf seine durchtrainierten Oberarme singen. Sein ausgesprochen nachlässiger Kleidungsstil und sein tapsiges Auftreten lassen ihn gleichzeitig zugänglich wirken. Selbst seine in manchen Momenten an…
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OT 2018: Hier flie­gen gleich die Löcher aus dem Käse

Mit dem deutlichen Sieg eines Ballermann-Krachers ging gestern Nacht die Eurovisionsgala der bereits im September 2018 gestarteten Castingshow Operación Triunfo zu Ende. 'La Venda' heißt der Mitklatschstampfer, den man bis zum Eurovision Song Contest im Mai 2019 besser nur in homöopathischen Dosen genießen sollte, weil er vermutlich extrem schnell anfängt, zu nerven. Die Faschingstauglichkeit seines Songs unterstrich der Interpret Miguel Núñez Pozo (oder schlichtweg Miki) auf das Vortrefflichste, indem er per Polonäse ins OT-Studio einzog, gefolgt von weiblichen Models, die irgendwelche Instrumente hielten und denen vor allem die Aufgabe zukam, optisch vom Sänger abzulenken. Wobei der 23jährige Barcelonese mit seinem pubertären…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Brehms Tier­le­ben

Echte Eurovisionsfans befinden sich - getreu des Mottos: nach dem ESC ist vor dem ESC - bereits seit vergangenem Mai gedanklich im Jahr 2019. Seit heute stimmt dann auch der offizielle Kalender wieder mit dem Empfinden überein. Höchste Zeit also für einen Überblick über die Geschehnisse in den 42 in Tel Aviv teilnehmenden Nationen, die mir in den letzten Wochen durchgerutscht sind. Dabei scheint, dass das gackernde Huhn vom letzten Jahr so manch anderes lustiges Getier inspirierte: dabei sind unter anderem singende Katzen und ironische Hyänen.  Den Auftakt aber macht eine halbe Göttin. Sagt sie zumindest von sich selbst. Sie,…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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ES 2018: Wie Mut­ter und Toch­ter

Das Heteropärchen gewinnt. Immer. Da kann der Song ein noch so grauenhafter, vomitabler Sülz sein: gib ihn einem frisch verliebten (oder die Romanze einigermaßen glaubhaft vortäuschenden) Mann-Frau-Duo, und er räumt gnadenlos ab. So ließ es sich in der Nacht vom vergangenen Montag auf Dienstag (arbeiten die Spanier/innen nicht?) mal wieder aufs Desillusionierendste beobachten in der Gala Eurovisión der vom Sender TVÉ nach fünf Jahren Pause wieder aus der Versenkung geholten und seit Winter 2017 laufenden Castingshow Operación Triunfo, mit welcher die Iberer heuer ihren Beitrag für Lissabon bestimmten. Fünf Finalist/innen waren übrig geblieben, neun Songs teilte man unter ihnen auf,…
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Euro­vi­si­on Death­match #6: Ein Schlaf­sack und eine Gitar­re

Handgeklampfte Gitarren, Lagerfeuerromantik, sommerliche Fröhlichkeit und hoch repetitive Lyrics kennzeichnen die Beiträge der Kombattanten im sechsten Eurovisionsbattle um Leben und Tod. Für das demokratisch unterentwickelte Weißrussland steigt das beim dortigen Vorentscheid von der Jury massiv gegen die Zuschauermehrheit durchgeboxte Folk-Duo Navi in den Ring. Die 2013 in Minsk gegründete Band erzählt uns die 'Historyja majho žyccia', also die Geschichte ihres Lebens - und diese scheint textlich nicht besonders umfangreich zu sein, dafür aber um so schwungvoller: mit 155 BPM liefern die Belarussen den rasantesten Song der Saison ab. Von der Idee her passend wirkt das in einem durchgehenden Take im Wald…
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Spa­ni­en: Dele­ga­ti­ons­lei­ter tritt vor­zei­tig zurück

Niemand beherrscht Eurovisionsdrama so gut wie die Iberer! Nach den Tumulten beim spanischen Eurovisionsvorentscheid 2017 rund um die offensichtliche Jury-Schiebung rollte nun ein Kopf: Federico Llano, seit 2002 Delegationsleiter des Landes beim Eurovision Song Contest, trat vorzeitig von seinem Posten zurück, wie Eurovoix heute unter Bezugnahme auf ein spanisches Nachrichtenportal berichtet. Eigentlich wollte er den Job noch bis Juni 2017 machen, wie OnEurope weiß, gab die Delegationsleitung aber nun schon vor Kiew an die Leiterin der Abteilung für Internationale Beziehungen beim Sender RTVE, Ana Maria Bordas, ab. Angeblich seien "persönliche Gründe" und seine Arbeitsbelastung für die Entscheidung ausschlaggebend. Das glaube allerdings, wer…
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Spa­ni­en 2017: ein aus­ge­buh­ter Sie­ger

Tumultartige Szenen spielten sich heute früh im Finale der spanischen Vorentscheidung Objetivo Eurovisión ab, wie Eurofire berichtet (ich selbst konnte die Sendung dank eines zickigen, auf meinem Rechner ums Verrecken nicht funktionierenden Livestreams leider nicht mitverfolgen - "danke" nochmal an die EBU für die Entscheidung, die nationalen Finale nicht mehr auf eurovision.tv zu übertragen!). Denn es kam mal wieder zum klassischen Patt zwischen der Jury und dem Publikum. Das favorisierte klar die Sängerin Mirela und ihren (zugegebenermaßen extrem eurovisionsklischeehaften, aber wenigstens flotten) Grand-Prix-Schlager 'Contigo'. Von den drei Juror/innen hingegen stand eine ebenfalls auf der Seite Mirelas, zwei aber bevorzugten den (im Televoting nur drittplatzierten)…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: beim Bar­te des Cäsa­ren!

So langsam beginnt in der laufenden Vorentscheidungssaison wieder der Aufmerksamkeitsstress, wenn auch noch in vergleichsweise moderater Dosierung: am gestrigen Samstagabend gingen zeitgleich zwei Vorrunden über die Bühne. Beginnen wir mit Ungarn, wo das erste Viertelfinale von Á Dal 2017 stattfand. Dort hat, wie sollte es in der lupenreinen Demokratie Viktor Orbans anders sein, die Jury das Zepter fest in der Hand. Um so erstaunlicher also vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Anfeindungen, die sich diese Minderheit im Land der Magyaren auch aus der Politik ausgesetzt sieht, dass selbige Jury eine Band mit dem selbsterklärenden Namen Roma Soul weiterwählte. Deren Song 'Nyitva a Ház' (in etwa…
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Autsch! LeK­lein bekommt die Wild­card fürs spa­ni­sche Fina­le

Vor wenigen Minuten ging die Wildcard-Runde des spanischen Vorentscheidungsverfahrens Objetivo Eurovision, das sogenannte Eurocasting, zu Ende. Drei Beiträge standen zur Wahl, und mit absoluter Mehrheit entschieden sich die aus ganz Europa per App abstimmenden Zuschauer/innen für den langweiligsten von ihnen. Dabei fängt 'Ouch!' gar nicht mal so schlecht an, und die lederbehoste Powerlesbe, die ihn singt, verkauft die Nummer auch ganz überzeugend. Bis zu der Stelle, an der eigentlich der Refrain kommen sollte. Doch da klafft lediglich ein kratergroßes Loch, und der scheinbar von den Absplitterungen des eingeschlagenen Meteors getroffenen LeKlein bliebt nichts übrig, als ständig laut "Autsch!" zu rufen. Dennoch konnte…
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Kei­ne Ster­ne in Tel Aviv: die ers­ten ESC-Remi­xe sind da!

Mit dem schwedischen Melodifestivalen, traditionell immer nur wenige Tage vor dem offiziellen Abgabetermin aller Beiträge bei der EBU terminiert, ging gestern Abend die Vorentscheidungssaison für den Eurovisionsjahrgang 2016 zu Ende. Noch aber wartet die Welt mit angehaltenem Atem auf zwei offene Beiträge und zwei ESC-Versionen bereits gewählter Titel. Während bereits seit geraumer Zeit feststeht, dass die Albanerin Enada Tarifa ihr in der Originalfassung sterbensschönes 'Përrallë' in Stockholm in einer (noch nicht veröffentlichen) anglifizierten Version als 'Fairytale Love' verhunzt, stieg in Rom noch immer kein weißer Rauch auf: ob die San-Remo-Zweite Francesca Miechelin 'Nessun Grade di Separazione', wie von den Fans…
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Und Spa­ni­en sagt so: yeah!

Knapp zwei Stunden Sendezeit für sechs Wettbewerbssongs, gestreckt mit zahllosen Schnelldurchläufen, Stargästen, Medleys und gleich zwei Jurys: das spanische Fernsehen weiß, wie es das Meiste aus einer Show herausholt! Das Ticket nach Stockholm erlöste bei der am heutigen Montagabend (!) stattgefundenen Objetivo Eurovisión die 34jährige Bárbara Reyzábal, die unter ihrem Künstlernamen Barei antrat. TVE stellte sie auf seiner Internetseite als den "vielleicht am wenigsten bekannten Name dieser Auswahl" vor, obschon es ihr mit ihrem Wettbewerbsbeitrag 'Say yay!' gelang, nach dessen Veröffentlichung kurzzeitig die iTunes-Charts des Landes anzuführen. Eine Popularität, die sich auch im dreigeteilten Abstimmungsverfahren niederschlug: Barei erhielt die Spitzenwertungen der Televoter…
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Spa­ni­ens Euro­vi­si­ons­stars gra­tu­lie­ren zur Homo-Ehe

Spanien gehört zu den fortschrittlichsten Ländern in der rechtlichen Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Trans*-Menschen. Seit 2005 steht Homosexuellen dort die Ehe offen - und zwar, anders als in Deutschland, keine "eingetragene Lebenspartnerschaft" mit mehr Pflichten als Rechten, sondern, ganz einfach und wie es sein sollte: die Ehe. Inklusive Adoptionsrecht. Und das, obwohl die derzeit regierende, konservative Partido Popular (PP) unter Premierminister Mariano Rajoy, der die eingetragene Lebenspartnerschaft befürwortet, die Homo-Ehe aber ablehnt, dagegen sogar vor das iberische Verfassungsgericht zog (dort aber unterlag). Nun aber heiratete gestern der stellvertretende Parteisekretär eben jener PP, Javier Maroto, seinen langjährigen Lebensgefährten Josema Rodríguez. Beide übrigens echte Eurovisionsfans, und…
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A Touch too much: das Fina­le 2015

Okay, ich geb's zu: sie kommt ein bisschen spät, diese Besprechung. Direkt nach dem Finale im Mai ging das Buch vor und danach brauchte ich erst mal ein bisschen Abstand. Mit eben diesem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Monate nach dem eigentlichen Event, die TV-Aufzeichnung des von mir live besuchten Jubiläums-Contests angeschaut. Und prompt stellte es sich wieder ein: dieses schon ihn Wien sehr subtil vorhandene Gefühl, dass es des Guten einfach irgendwie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sendung (geschlagene vier Stunden ging die Show diesmal), zu viele Lieder (27, so viele wie noch nie zuvor…
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Feu­er brennt nicht (nur) im Kamin: ers­te Pro­ben Fina­lis­ten 2015

So - endlich in Wien aufgeschlagen, vergnüglichen ersten Abend hinter mir und noch leicht unterkoffeiniert im Pressezentrum sitzend. Heute proben die fixen Finalisten zum ersten Mal, und bis dato sieht es nicht so aus, als ob sie diesen Status verdient hätten. Die im Vorfeld von vielen Seiten bereits als mögliche Sieger gehandelten italienischen Knödeltenöre von Il Volo erscheinen im Anzug, scheinen mit technischen Problemen zu kämpfen - es klingt alles andere als harmonisch - und lassen auf der Projektionswand die Standard-Powerpoint-Präsentation "Rom für Touristen in fünf ausgelutschten Klischees" laufen. Ja, ihr Klassikschlager träufelt sich in die Gehörgänge wie Blütenhonig, zwei von den…
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Auch 2015: Semis in die Spar­te

Wie der Prinz-Blog gestern rapportierte, überträgt die ARD die beiden Qualifikationsrunden des Eurovision Song Contest 2015 live im Fernsehen, allerdings nicht im Ersten. Dafür kann man unter gleich drei der gefühlt 700 ARD-Spartensender wählen: für aufmerksamkeitsdefizitäre Internetaffine blendet EinsFestival zusätzlich zur Liveübertragung im Splitscreen-Verfahren wieder pseudojugendliche, uninteressante Facebook-Kommentare und Tweets ein. EinsPlus bietet mit einem Gebärdendolmetscher hingegen echten Mehrwert, auch wenn vermutlich nicht mit einer Darbietung im Stile von Tommy Krångh zu rechnen ist. Und für die Puristen überträgt der Ereigniskanal Phoenix die beiden Semis ohne jeglichen Begleitschnickschnack, aber in HD - sofern man nicht, wie der Blogger, Kunde des schlechtesten Kabelanbieters der Welt…
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Spa­ni­en 2015: Edur­ne macht das Jodel­di­plom

Die iberische Interpretin Edurne García Almagro und ihr Songtitel 'Amanecer', geschrieben vom Schwedenteam G:son und Bostrom, stehen schon länger fest, der Beitrag war aber bislang noch nirgends zu hören. Heute warf das spanische Fernsehen RTVE der hungrigen Eurovisionsmeute erstmals einen Happen hin: das Lyric-Video des im Vorfeld euphorisch als "Qualitäts-Pop" und "völlig anders als alles Bisherige" annoncierten Songs nämlich. Was soll man sagen: anders als klassische Grand-Prix-Kost ist 'Amencer' tatsächlich. Und zwar in der Hinsicht, dass der kraftvollen Ballade eine maßgebliche Zutat vollständig fehlt: ein Refrain nämlich! Nach einem etwas verhaltenen, beinahe sphärischen Songauftakt steigert sich 'Amancer' in den Strophen zwar…
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Ser­gio (ES 1975) ist tot

Gestern verstarb in Madrid im Alter von 66 Jahren der baskische Sänger Sergio Blanco Rivas. 1975 vertrat er gemeinsam mit Estíbaliz Uranga Amézaga, die er in diesem Jahr heiratete, als Duo Sergio & Estíbaliz mit dem watteweichen Fahrstuhlpopsong 'Tú volverás' Spanien beim Eurovision Song Contest. Estíbaliz gehört zu den Uranga-Schwestern, welche die Gruppe Mocedades (ES 1973) gründeten, der Sergio und Estíbaliz bis 1972 selbst angehörten. Nur ein Jahr vor der Eurovisionsteilnahme von Mocedades mit dem Welthit 'Eres tu' stiegen sie aus, um als Duo zu arbeiten. Zwei Jahre später trug der Staatssender TVE ihnen die Repräsentationspflicht an. Sie schlugen sich mit dem zehnten Rang ganz…
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Spa­ni­en 2015: Edur­ne und der “Qua­li­täts-Pop”

Noch nachzureichen gilt es die ebenfalls gestern vom Sender TVE annoncierte spanische Vertreterin: die 29jährige Edurne García Almagro, die nur unter ihrem Vornamen auftritt, soll die iberischen Farben in Wien vertreten. Bekanntheit erlangte sie durch die Castingshow Operación Triunfo, aus der 2002 Rosa López hervorging, deren Fans damals sämtliche Eurovisionsforen trollten. 2005, als Edurne teilnahm, wurde die Show aber schon nicht mehr als Vorentscheidungsformat genutzt. Mit Auftritten in weiteren TV-Formaten wie You can dance, einer Daily Soap sowie der Hauptrolle im Musical Grease sicherte sich die schwerpunktmäßig in tanzbarem Pop machende Sängerin seither durchgehende Präsenz. Ihr ebenfalls uptemporärer, noch nicht veröffentlichter Eurovisionsbeitrag heißt 'Amanecer' und…
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Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrübliche Nachrichten kommen dieser Tage aus dem erweiterten Mittelmeerraum, was die Bestückung des 60. Eurovision Song Contests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teilnahme Rumäniens könnte massiven Sparzwängen zum Opfer fallen, welche die Existenz des Staatssenders TVR bedrohen, wie Wiwibloggs berichtet. Demnach sei die finanzielle Lage der Rundfunkanstalt trotz bereits erfolgter Massenentlassungen so desaströs, dass TVR nach Aussage des Senderchefs Stelian Tanase gegenüber der rumänischen Presseagentur Mediafax im kommenden Frühling für wenigstens einen Monat schließen müsse. Zwar wolle man, wie die Programmdirektorin Irina Radu nachschob, alles Menschenmögliche versuchen, um eine Teilnahme des Landes am Eurovision Song Contest dennoch zu ermöglichen, weil man…
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Ers­te Pro­ben Fina­lis­ten 2014

Heute probten in Kopenhagen zum ersten Mal die sechs direkt für das Finale Gesetzten, darunter auch die deutschen Vertreterinnen Elaiza, die gleich als Erste auf die Bühne durften. Leider bewahrheitete sich hier, was - wenn meine Erinnerung nicht trügt - Christer Björkman vom schwedischen Fernsehen während der Generalprobe zur deutschen Vorentscheidung andeutete: dass wir uns dort für die beste Geschichte entschieden haben und nicht für das beste Lied. Wurden Elaiza in Köln als irre sympathische Underdogs auf einer Welle des Welpenschutzes durch den Abend getragen, so spielen sie in Kopenhagen in einer anderen Liga. Die Bühnenshow gleicht der beim Vorentscheid: die…
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