Sue Schell

Deut­scher Vor­ent­scheid 1978: Heut will ich’s wissen

Deut­scher Vor­ent­scheid 1978: Heut will ich’s wissen

Im Jahr Eins nach Grünefeldt herrschte bei der ARD in Sachen Grand Prix heillose Konfusion. Der Hessische Rundfunk gab die Zuständigkeit für den Eurovision Song Contest ab, und niemand wollte sie haben. Gegen seinen erklärten Willen erhielt der Südwestfunk in Baden-Baden die Verantwortung zugeschoben. Der verlegte die nationale Vorentscheidung ins Radio, nachdem man die auf einen extrem kurzfristigen Aufruf hin eingereichten Songs als zu niveaulos für ein TV-Finale empfand. Und tatsächlich lassen solch klingende Künstler:innennamen wie die international renommierten Brunhilde Lamberty (wer?), Albatros (mit dem Beischlafschlager 'Bleib die Nacht bei mir und komm') oder das deutsch-österreichische Schlagerpärchen Freya & Bernd Wippich ('Ich…
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ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Noch immer gärte der Eklat des Vierfachsieges von 1969 nach, der im Vorjahr für einen Teilboykott durch fünf Länder gesorgt hatte. Selbst Deutschland, seit jeher die unerschütterlichste Eurovisionsnation, drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Jurys jetzt vor der Kamera und damit für…
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