The Makemakes

Wer singt für Öster­reich 2015: They’­re beautiful

Wer singt für Öster­reich 2015: They’­re beautiful

Österreich bleibt dem Bart treu: drei gut aussehende junge Herren, allesamt mit schmückender Gesichtsbehaarung ausgestattet, treten in Wien die Nachfolge von Conchita Wurst als Repräsentantin Austrias an. Zu meinem großen Bedauern tun das The Makemakes, so der Name der heute Abend siegreichen Band, mit einer pianolastigen, in enervierend hoher Stimmlage intonierten Rockballade, die mich an mein absolutes musikalisches Top-Hassobjekt erinnert, das winselige britische Weichei James Blunt nämlich. Obschon, ein bisschen klingt 'I am yours' auch nach Coldplay, einer Kapelle, die ich kein Jota weniger verabscheue. Was diese beiden Acts allerdings vereint, ist ihr durchschlagender kommerzieller Erfolg in der Vergangenheit. Und…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Frost-Schä­den in Wien

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Frost-Schä­den in Wien

Vor zwei Wochen lobte ich die diesjährig eurovisionsausrichtende Sendeanstalt ORF noch für ihre fabelhafte Vorentscheidung Wer singt für Österreich?. Nun schlug meine Euphorie in Trauer um. Denn ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail hatte ich leider übersehen: die in der Erstrunde präsentierten Songs, mit denen sich die ursprünglich sechzehn Acts vorstellten, nahmen ab der heutigen dritten Show der Sendereihe allesamt nicht mehr an der Auswahl teil. Denn der ORF hatte in mangelndem Vertrauen auf die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Musikszene und vermutlich für eine erkleckliche Summe die US-amerikanischen Großkomponist:innen Jimmy Harry und Julie Forst ('Satellite') als Berater:innen eingekauft, die mit den…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: <span class="caps">NDR</span>, schau hierher!

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: NDR, schau hierher!

Was haben wir da 2011 für eine Chance vergeben, als wir Lena Meyer-Landrut einfach nochmal schickten, anstatt die Siegesvibes und das daraus entstehende Interesse zu so einer Vorentscheidung zu nutzen, wie sie die Österreicher diesmal hinlegen! 16 Acts konnte der ORF für die schon längst aufgezeichnete und gestern Abend versendete erste Folge von Wer singt für Österreich? casten. 16 Acts, wie sie in ihrer musikalischen Bandbreite - von volkstümlichem Crossover über Elektro, Swing, Folk, Singer-Songwriter-Pop und Chanson bis zu Dancehall und etlichem mehr - vor allem aber in ihrer Professionalität Anlass zum Staunen gaben. Insbesondere, wenn man ans deutsche USFÖ-Clubkonzert vom Donnerstag denkt.…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: der Schweiß tropft bis zur Lippe

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: der Schweiß tropft bis zur Lippe

Heute früh stellte der ORF die 16 Kandidat:innen um die Nachfolge Conchita Wursts beim Eurovision Song Contest vor. Außer den Makemakes, die mit dem rundweg furchtbaren 'Million Euro Smile' zuhause einen unverdienten Nummer-Zwei-Hit landen konnten, handelt es sich dabei ausschließlich um junge Bands und Solokünstler:innen, deren richtiger kommerzieller Durchbruch noch bevorsteht. Was Sinn macht, soll das Format Wer singt für Österreich? doch der Nachwuchsförderung dienen. Und im Gegensatz zum NDR, der beim deutschen Vor-Vorentscheid 2014 zehn Schattierungen desselben Beige aussuchte, beeindruckt die enorme musikalische Bandbreite der Austria-Acts, die sich nun am 20. Februar 2015 einer Jury stellen müssen. Sechs von ihnen kommen…
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