Tonicha

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Noch immer gärte der Eklat des Vierfachsieges von 1969 nach, der im Vorjahr für einen Teilboykott durch fünf Länder gesorgt hatte. Selbst Deutschland, seit jeher die unerschütterlichste Eurovisionsnation, drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Jurys jetzt vor der Kamera und damit für…
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Fes­ti­val da Can­ção 1971: Wer sie erblickt, wird gereinigt

Fes­ti­val da Can­ção 1971: Wer sie erblickt, wird gereinigt

Diesmal mit rechtzeitigem Abstand vor dem Eurovision Song Contest fand im Februar 1971 das achte Festival da Canção in Lissabon statt, das heuer wieder der Auswahl des portugiesischen Beitrags zum europäischen Wettsingen diente, denn wie die skandinavischen Nationen und Österreich kehrte auch das Land an der Algarve nach dem letztjährigen Boykott zurück an den Busen von Mütterchen EBU. Neben dem Moderationsveteran Henrique Mendes führte die amtierende heimische Schönheitskönigin Ana Maria Lucas durch den Abend, der zudem mit Stargästen wie der diesjährigen spanischen Eurovisionsrepräsentantin Karina und dem britischen Schlagersänger Malcolm Roberts aufwartete. Das Line-up entsprach in weiten Teilen dem des Vorjahres…
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Fes­ti­val da Can­ção 1968: Bis zum Zusammenbruch

Fes­ti­val da Can­ção 1968: Bis zum Zusammenbruch

Mit einem aufwendigen optischen Gimmick, der im Verlaufe des Abends noch eine wichtige Rolle spielen sollte, eröffnete das portugiesische Fernsehen RTP das fünfte Festival da Canção aus den Tóbis-Studios in der Hauptstadt Lissabon. Nämlich mit einer Art doppelwandiger, gigantischer goldenen Tasse, die sich mit Schwung öffnete und dabei den Blick freigab auf die gewissermaßen im Inneren des Trinkgefäßes eingeschlossene erste Sängerin dieses aus zehn Beiträgen bestehenden Vorentscheids, Mirene Cardinalli. Die Siegerin eines Liederfestivals in der südafrikanischen Kolonie Angola im Jahre 1966 lieferte passend zu diesem verhältnismäßig dramatischen Auftakt mit 'Vento, não vou contigo' ('Wind, ich folge dir nicht') ein moderat…
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