Tschechien

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Vira­le Schlach­ten

Mit der üblichen Verspätung folgt heute noch der Nachschlag zum vergangenen Supersamstag, an dem neben gleich drei nationalen Finalen weitere vier Vorrunden und Semis über die Bühne gingen. Beginnen wir im hohen Norden beim isländischen Söngvakeppnin, wo sich im zweiten Semi zwei der Favorit:innen auf den Sieg im Finale nächsten Samstag durchsetzten. Der eine von ihnen, der fantastische Daði Freyr, gewinnt gerade international Momentum: sowohl der einflussreiche deutsche Satiriker und Talkshow-Host Jan Böhmermann als auch der neuseeländische Schauspieler Russell Crowe (sowie der deutsche ESC-Verantwortliche Thomas Schreiber) teilten heute auf Twitter den superlustigen, herrlich selbstironischen Videoclip zu 'Think about Thinks'. So…
Weiterlesen

Tsche­chi­en 2020: Ben Cris­to gibt ’ne Par­ty

Gechillte Party-Vibes bringt der 32jährige Ben da Silva Cristóvão mit dem sehr geilen Song 'Kemama' zum diesjährigen Eurovision Song Contest. Nein, nicht für Portugal, wie man aufgrund seines Geburtsnamens vermuten könnte, sondern für sein Heimatland Tschechien. Dort ist der Sohn eines Angolaners und einer Tschechin seit seiner Teilnahme am örtlichen Superstar-Format im Jahre 2009 als Benny Cristo ein etablierter Künstler mit bereits mehreren erfolgreichen Alben. Neben seiner Musikkarriere ist er auch als Tänzer, Schauspieler und Sportler aktiv. Und als Mensch mit Haltung: 2016, so verrät es Wikipedia, lehnte er die persönliche Entgegennahme eines Preises für den meistgestreamten Song des Jahres…
Weiterlesen

Rank & File 2019: Platz 12 – Friend of a Friend

Huch, was macht denn der tschechische Beitrag soweit hier oben im aufrechtgehn.de-Ranking? Manchmal wundert man sich ja über seinen eigenen Geschmack. Gehen wir der Sache gemeinsam auf den Grund, wenn Sie mögen. Platz 12: Tschechien - Lake Malawi: Friend of a Friend (Freundin eines Freundes) Beim Vorentscheid auf das Televoting verzichten möchte kaum ein Sender, oft alleine schon aus finanziellen Gründen. Aber dem Geschmack des Publikums vertrauen will auch kaum ein Verantwortlicher. So reiht sich das kleine Land jenseits des ehemaligen eisernen Vorhangs ein in die in diesem Jahr auffällig starke Front an Nationen, in denen die Jury die heimischen…
Weiterlesen

Tsche­chi­en 2019: Ich fra­ge für einen Freund

'Friend of a Friend' heißt er, der Beitrag Tschechiens zum Eurovision Song Contest 2019. So das heute Mittag veröffentlichte Ergebnis des dortigen Online-Verfahrens. Acht Beiträge standen auf dem Youtube-Kanal des Senders ČT zur Auswahl, neben dem knapp einen Monat geöffneten Internetvoting durften zehn ehemalige Eurovisionsteilnehmer/innen über die Lieder abstimmen. Fünf von ihnen gaben dem Song des Trios Lake Malawi ihre Douze Points und verhalfen der nach einem See in Ostafrika benannten Band damit zum Gesamtsieg. Und warum auch nicht: 'Friend of a Friend' klingt, wie schon der letztjährige Beitrag des Landes, als könnte es auch im realen Popleben existieren, und…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hams­ter

So langsam geht es in die Vollen: heute Abend steigt der erste Supersamstag der Vorentscheidungssaison 2019. Um so dringender ist es daher an der Zeit, rasch noch ein paar der in den letzten Wochen liegen gebliebenen Vorentscheidungsperlen abzuarbeiten. Und da kein ESC-Jahrgang komplett wäre ohne ihn, darf, nein: muss die moldawische Eurovisionslegende Alexandru "Sasha" Bognibov natürlich den Auftakt geben. Der machte bekanntlich erstmals 2008 von sich reden, als er sich mit dem lyrisch fragwürdigen Titel 'I love the Girls of 13 Years old' für den Vorentscheid des Landes bewarb und auch auf die vom Sender vorab veröffentlichte Auswahlliste kam, es dann aber nicht…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Brehms Tier­le­ben

Echte Eurovisionsfans befinden sich - getreu des Mottos: nach dem ESC ist vor dem ESC - bereits seit vergangenem Mai gedanklich im Jahr 2019. Seit heute stimmt dann auch der offizielle Kalender wieder mit dem Empfinden überein. Höchste Zeit also für einen Überblick über die Geschehnisse in den 42 in Tel Aviv teilnehmenden Nationen, die mir in den letzten Wochen durchgerutscht sind. Dabei scheint, dass das gackernde Huhn vom letzten Jahr so manch anderes lustiges Getier inspirierte: dabei sind unter anderem singende Katzen und ironische Hyänen.  Den Auftakt aber macht eine halbe Göttin. Sagt sie zumindest von sich selbst. Sie,…
Weiterlesen

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
Weiterlesen

Ich dach­te immer, Du seist bil­lig: fünf­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Am heutigen Donnerstag drehte sich alles um Unfälle in der zweiten Probenrunde der ersten Semifinalisten zum Eurovision Song Contest 2018 in Portugal. Aufgrund eines Verkehrsunfalles, der einen Stau in der Lissabonner Innenstadt verursachte, kam die dort feststeckende isländische Delegation heute Morgen zu spät, so dass Ari Olafssons Probe verschoben werden musste. Die größere Rolle spielten jedoch die Rückenverletzungen, die sich der tschechische Teilnehmer (und Siegeraspirant) Mikolas Josef vergangenen Sonntag bei einem Salto zugezogen hatte und die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machten. Josef erschien, wie bereits angekündigt, dennoch heute zum zweiten Durchlauf und absolvierte - mit zusammengebissenen Zähnen, wie die Blogger vor…
Weiterlesen

Die Rück­kehr des Flat­ter­lap­pens: ers­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

So, höchste Zeit, dass dieser Blog aus seinem Dornröschenschlaf erwacht: am gestrigen Sonntag eröffnete das - angereisten Schwurnalisten zufolge viel zu kleine - Pressezentrum in der Lissabonner Altice-Arena zur Übertragung der ersten Kameraproben für das in acht Tagen angesetzte erste Semi des Eurovision Song Contest 2018. 19 Songs buhlen in diesem bekanntlich um einen der knappen zehn Plätze für das Finale. Und auch wenn diese hauptsächlich für die Kameraeinstellungen und den Soundcheck gedachten Proben noch keinen umfassenden Aufschluss über die endgültige Performance in den beiden Shows geben, in denen es zählt - nämlich dem Juryfinale am kommenden Montag und der TV-Show…
Weiterlesen

CZ 2018: Set my Camel in the Mood

Da dürften wohl etliche Fans beiderlei Geschlechtes eine Pfütze unter sich machen: wenig überraschend entsendet Tschechien das 23jährige Exmodel Mikolas Josef zum Eurovision Song Contest 2018 nach Lissabon. Der smarte Jüngling konnte, wie bereits vor einer Woche verkündet, in dem vollständig ins Internet ausgelagerten Vorentscheid Eurovision Song CZ die Stimmen der internationalen Jury gewinnen. Auch die per Eurovisions-App votierenden Zuschauer/innen gaben ihm anscheinend ihr Plazet, selbst wenn bei der dürren Verkündigung seiner Grand-Prix-Teilnahme in den heutigen Abendnachrichten des Senders Česká Televize nicht ein Wort über die dort erreichten Punkte oder die Platzierungen seiner fünf Konkurrent/innen fiel. Was die böse Vermutung aufkeimen lässt,…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: die Pfüt­zen von Prag

Neben beleidigten Rückzügen in Litauen gab es heute auch neue Songs auf die Ohren: das tschechische Fernsehen CT veröffentlichte sämtliche sechs Beiträge seiner Vorauswahl Eurovision Song CZ auf seinem Youtube-Kanal. Der im Übrigen zugleich als Ort des Vorentscheids fungiert, denn Sendezeit im Fernsehen räumt CT ob des geringen Interesses am Eurovision Song Contest im Lande hierfür nicht frei. Stattdessen dürfen die Tschech/innen ab heute 14 Tage lang per Eurovision-App über ihren Lieblingsbeitrag abstimmen. Und nur diese: zwar können Fans aus anderen Ländern rein technisch ebenfalls voten, ihre Stimmen aber zählen nicht. Anschließend kommen noch die Ergebnisse einer internationalen Jury hinzu, und…
Weiterlesen

Euro­vi­si­on Death­match #17: Nur noch Gefühl

Die Balladenflut, sie ist beim Eurovision Song Contest 2017 nicht zu leugnen: fast jeder zweite Song für Kiew gehört zur Gattung der langsameren Lieder, fraglos eine Folge des unheilvollen Einflusses der → Jury. Und so treffen auch im heutigen Eurovision Deathmatch wieder zwei gefühlsbetonte, keinesfalls zum ausgelassenen Tanzen oder fröhlichen Feiern auffordernde Songs aufeinander. Unser erster Kombattant bedient zudem eine weitere, heuer besonders ausgeprägte Grand-Prix-Tradition, nämlich die des Rückkehrers. Schon beim letzten Wettbewerb aus Kiew, dem aus 2005, ging Omar Naber, der slowenische Robbie Williams, für sein Land an den Start. In diesem Jahr konnte er die heimische EMA gegen den Willen…
Weiterlesen

Atem­los durch die Bal­la­den­nacht: die Remi­xe sind da!

Nachdem am gestrigen Supersamstag die letzten öffentlichen Vorentscheide der Eurovisionssaison 2017 über die Bühne gingen und wir noch immer auf die vier bzw. fünf letzten intern ausgewählten Beiträge für Kiew warten (als da wären: der für den heutigen Abend gegen 18 Uhr angekündigte, angeblich von einem international bekannten Duo interpretierte sanmarinesische Song; der für den morgigen Montag beworbene bulgarische Beitrag; das erst für den kommenden Samstag annoncierte, von Artsvik gesungene armenische Lied; die bereits angekündigte anglifizierte Fassung des albanischen Songs 'Botë' alias 'World' sowie der russische Beitrag - wobei es immer unwahrscheinlicher wird, dass das mit dem Gastgeberland Ukraine kriegerisch verfeindete Land…
Weiterlesen

Tsche­chi­en 2017: der Wil­le zum Minus-Rekord

Nach unterschiedlichen Ankündigungen zum Veröffentlichungstermin und mehreren irreführenden Countdowns auf der Website der diesjährigen, erneut intern ausgewählten Eurovisionsvertreterin Martina Bárta stellten die Tschechen heute Abend dann doch noch den Audiotrack ihres Wettbewerbsbeitrags 'My Turn' ins Netz. Und obgleich die hauptsächlich in Deutschland lebende Sängerin bislang als Jazzmusikerin in Erscheinung trat, handelt es sich bei dem für sie geschriebenen Stück um... *Trommelwirbel, Tusch*: eine sanfte Klavierballade! Hurra! Genau das, was dem Grand Prix 2017 so dringend gefehlt hat! Das mit verhältnismäßig tiefer Stimme sehr sauber gesungene Lied zum Thema Beziehungsarbeit erweist sich als atmosphärisch angenehm und dreht im instrumental schwelgerischen Refrain auch ganz gut…
Weiterlesen

Tsche­chi­en 2017: All that Jazz

Die bislang in der breiten Öffentlichkeit eher wenig bekannte Jazzsängerin Martina Bárta vertritt die Tschechische Republik in Kiew, wie heute eher versehentlich bekannt wurde. Denn eigentlich wollte das tschechische Team den Namen erst im März 2017 verkünden, zusammen mit dem derzeit in London aufgenommenen Song. Doch die in Egelsbach bei Frankfurt am Main beheimatete Jazzkapelle 4 to the Bar, die jederzeit für Firmenveranstaltungen und Partys buchbar ist und in welcher die in Prag geborene und derzeit in Berlin lebende Martina (neben anderen Formationen) ebenfalls singt und das Waldhorn spielt, verriet die Nachricht heute Nachmittag auf ihrer Homepage. Frau Bártas auf Youtube zu…
Weiterlesen

Tsche­chi­en 2016: Last Woman stan­ding

Viel Zeit ließ sich das Fernsehen der tschechischen Republik mit der Bekanntgabe seiner intern ausgewählten Eurovisionsvertreterin. Ursprünglich für Februar 2016 angekündigt, herrschte in Prag so lange völlige Funkstille, dass man sich schon Sorgen machen musste, der Sender ČT habe den Song Contest schlichtweg vergessen. Gestern sickerte es dann durch: die 22jährige Gabriela Gunčíková vertritt das Land mit der Ballade 'I stand'. Die in dem mährischen Städtchen Kroměříž (deutsch: Kremsier, die tschechische Schreibweise mit dem Diakrit-Durchfall gefällt mir aber viel besser, weswegen ich das überhaupt hier erwähne) geborene, optisch ein wenig an Cameron Diaz erinnernde Gunčíková erlangte 2011 mit ihrer Teilnahme an der Castingshow SuperStar…
Weiterlesen

Das Jury-Gate: Il Volo sind die wah­ren Sie­ger 2015!

Seit der Wiedereinführung der Jurys, im besonderen Maße aber seit ihrer stärkeren Gewichtung gegenüber dem Televoting seit 2013, stand es zu befürchten, und nun trat es ein: erstmalig seit 1997 gewannen beim Eurovision Song Contest 2015 nicht die Lieblinge des Publikums - nämlich die italienischen jungen Tenöre Il Volo mit ihrem Popera-Schlager 'Grande Amore' - sondern der Juryfavorit, in diesem Falle der Schwede Måns Zelmerlöw mit 'Heroes'. Was erstaunt, weil ich gerade nach dem überraschenden Ergebnis von 2011, als das nach ewiger ESC-Pause von der EBU mit Engelszungen zur Rückkehr überredete Italien, mit einem furchtbaren Bar-Jazz-Geklimper beim Publikum auf Rang 11 landend, von…
Weiterlesen

The King of Fun: zwei­tes Semi 2015

Na, das war aber auch an der Zeit! Da musste erst ein kerniger siebzehnjähriger 'Golden Boy' aus Tel Aviv kommen, um den Fluch von 'Ding-Dong'-Dana (IL 1998, 2011) abzuschütteln und die Israelis nach einer fünfjährigen Durststrecke endlich wieder ins Gelobte Land zu führen. Dramaturgisch geschickt hatte sich der ORF die Verkündung des Finaleinzugs von Nadav Guedj bis ganz am Schluss aufgehoben, und der kollektive Erleichterungsschrei aus über zehntausend Fankehlen ließ die Wiener Stadthalle beinahe in ihren Grundfesten erbeben. Wäre Israel diesmal wieder kleben geblieben, hätte ich auch endgültig den Glauben an die Menschheit verloren. Doch dazu erwies sich die Mischung aus…
Weiterlesen

Schwe­den und die HJ: ers­te Pro­ben zwei­tes Semi 2015

In Wien setzten sich am Mittwoch und Donnerstag die ersten Probedurchläufe fort, diesmal mit den Teilnehmer/innen des zweiten Semifinales vom kommenden Donnerstag. Eine Fortsetzung fand auch die Saga um die händchenhaltenden Ampelmännchen: ausgerechnet die sich selbst als "freiheitlich" titulierende FPÖ drohte an, die hübsche Geste gegenüber der Eurovisions-Kernzielgruppe (und Umsetzung der Toleranzbotschaft der aktuell regierenden Eurovisionskaiserin Conchita) zur Anzeige zu bringen. Es handele sich um "grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur," so der FPÖ-Mann Toni Mahdalik laut Kronenzeitung. Da Beides nicht verboten ist, begründete die FPÖ die Anzeige offiziell mit einem "Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung" - und musste sich prompt belehren lassen,…
Weiterlesen

Hoff­nung ist Abwe­sen­heit von Wis­sen (CZ, BE 2015)

Zwei bereits längere Zeit feststehende Beiträge zum Eurovision Song Contest 2015 erblickten gestern erstmals das Licht der Öffentlichkeit. Beginnen wir mit Tschechien, denn hier waren meine Erwartungen am höchsten. Hatte der Sender ČT doch die auch hierzulande als Gastsängerin von Oomph! und anderen Bands bekannte Marta Jandová und den Rocksänger Václav "Noid" Bárta nominiert, dessen bisheriges Portfolio auf einen düsteren, atmosphärischen Kracher hoffen ließ. Wie das bei hohen Erwartungen immer ist: sie müssen zwangsläufig enttäuscht werden. Nun ist 'Hope never dies' kein schlechter Song: Noids sexy tiefe Stimme und Martas engagierter Gesang ergänzen sich perfekt, dramatische Geigen und eine ordentliche Percussion heben die Rockballade ein…
Weiterlesen

Spa­ni­en 2015: Edur­ne und der “Qua­li­täts-Pop”

Noch nachzureichen gilt es die ebenfalls gestern vom Sender TVE annoncierte spanische Vertreterin: die 29jährige Edurne García Almagro, die nur unter ihrem Vornamen auftritt, soll die iberischen Farben in Wien vertreten. Bekanntheit erlangte sie durch die Castingshow Operación Triunfo, aus der 2002 Rosa López hervorging, deren Fans damals sämtliche Eurovisionsforen trollten. 2005, als Edurne teilnahm, wurde die Show aber schon nicht mehr als Vorentscheidungsformat genutzt. Mit Auftritten in weiteren TV-Formaten wie You can dance, einer Daily Soap sowie der Hauptrolle im Musical Grease sicherte sich die schwerpunktmäßig in tanzbarem Pop machende Sängerin seither durchgehende Präsenz. Ihr ebenfalls uptemporärer, noch nicht veröffentlichter Eurovisionsbeitrag heißt 'Amanecer' und…
Weiterlesen

Tsche­chei in Wien dabei!

Damit war nun wirklich nicht zu rechnen: wie die EBU vor wenigen Minuten verkündete, kehrt Tschechien 2015 zum Eurovision Song Contest zurück. Das erfolgloseste Land der Grand-Prix-Geschichte nahm bislang drei Mal (2007, 2008 und 2009) am europäischen Gesangskräftemessen teil und belegte davon zwei Mal den letzten Platz im Semifinale, beim bislang letzten Auftritt mit Gypsy.cz sogar mit Nil Points. Am besten schnitt noch Tereza Kerndlová (2008) ab: mit ganzen neun Punkten landete sie auf dem vorletzten Platz im Semi. Damit übertrifft sie Tschechiens inoffiziellen ersten Vertreter Karel Gott, Schlagerfreunden bekannt durch Evergreens wie 'Biene Maja', 'Fang das Licht' oder der Zusammenarbeit mit Bushido…
Weiterlesen

ESC 1. Semi 2009: It’s kil­lin’ the Groo­ve

Gerüchtehalber sechs Millionen Euro hatten sich die Russen im Vorjahr ihren auf Sieg getrimmten Beitrag 'Believe' kosten lassen. Bei der Ausrichtung des Wettbewerbs in Moskau protzten sie entsprechend hemmungslos: die größte Bühne aller Zeiten, die beeindruckendste Lichttechnik, die spektakulärsten Pausenacts. 42 Millionen Euro sollen sie für die Show ausgegeben haben, fast das Doppelte des üblichen Budgets. Und lieferten dennoch international ein beschämendes und unangenehmes Bild ab, aufgrund der rabiat exekutierten Auflösung des zeitgleich zum Eurovisionsfinale stattfindenden Moskauer CSD durch Sondereinsatzkräfte der Polizei. Und durch das wohl unfähigste Moderatorenteam der Grand-Prix-Geschichte. (mehr …)
Weiterlesen

Tsche­chi­en 2009: Die Pferd­chen so zot­tig

Zwei Mal versuchten sie es schon beim tschechischen Vorentscheid, zwei Mal zogen sie gegen Acts den Kürzeren, die beim Grand Prix dann die ganz hinteren Plätze belegten. Diesmal ging der Staatssender auf Nummer sicher und nominierte die Roma-Rapper Gypsy.cz (was ist das eigentlich in letzter Zeit für eine Unart mit dem an den Bandnamen angehängten Internet-Ländercode? Hier geht's um Musik, nicht um einen Blog!) direkt. Frontmann Radoslav Banga legt, so rappt er, Wert auf seine kulturellen Wurzeln: „Ich will, dass jeder weiß, dass ich genauso wie meine Kapelle Roma bin. Lass Dich in unseren Rhythmus fallen und Du gehörst dazu."…
Weiterlesen
Euro­song <span class="caps">CZ</span> 2008: Haupt­sa­che, sau­be­re Unter­wä­sche

Euro­song CZ 2008: Haupt­sa­che, sau­be­re Unter­wä­sche

Nix gelernt aus dem Vorjahresdesaster haben die Televoter in der Tschechischen Republik: nach dem man 2007 bei der allerersten Grand-Prix-Teilnahme mit straightem Hardrock auf dem letzten Platz in der Qualifikationsrunde landete, probiert man es in diesem Jahr mit dem klassischen Ostblockrezept: Angelica Agurbash Tereza Kerndlová performt den lauten, aggressiven und äußerst durchschnittlichen Poprocksong 'Have some Fun'. Tja, den hätten wir gehabt, hätte sich das Land für den großartigen Daniel Nekonecný und sein sambatastisches 'Holiday' entschieden. Aber gut - irgendjemand muss ja im Semi scheitern. Don't quit your Daytime Job! Konnte Tschechien die Rote Laterne im Vorjahr wenigstens noch hoch erhobenen…
Weiterlesen