Ungarn

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: beim Bar­te des Cäsaren!

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: beim Bar­te des Cäsaren!

So langsam beginnt in der laufenden Vorentscheidungssaison wieder der Aufmerksamkeitsstress, wenn auch noch in vergleichsweise moderater Dosierung: am gestrigen Samstagabend gingen zeitgleich zwei Vorrunden über die Bühne. Beginnen wir mit Ungarn, wo das erste Viertelfinale von Á Dal 2017 stattfand. Dort hat, wie sollte es in der lupenreinen Demokratie Viktor Orbans anders sein, die Jury das Zepter fest in der Hand. Um so erstaunlicher also vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Anfeindungen, die sich diese Minderheit im Land der Magyaren auch aus der Politik ausgesetzt sieht, dass selbige Jury eine Band mit dem selbsterklärenden Namen Roma Soul weiterwählte. Deren Song 'Nyitva a Ház' (in etwa…
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Vier Todes­fäl­le und eine Hoch­zeit: der schlim­me Supersamstag

Vier Todes­fäl­le und eine Hoch­zeit: der schlim­me Supersamstag

Fünf Nationen wählten gestern gleichzeitig ihre Beiträge aus für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm an diesem stressigsten aller Supersamstage der laufenden Saison. Als erste von ihnen startete bereits um 18:40 Uhr MEZ die moldawische Vorentscheidung, wo wir erfuhren, dass die Zahl 16 (wie in 2016) dort "șaișpe" heißt, was sich nicht von ungefähr wie "Scheiße" anhört. Folgerichtig griff das rumänische Bruderland, wie fast alle gestern Abend auswählenden Nationen, tief ins Klo bei ihrer Entscheidung. Sehr, sehr tief. Das sah wohl sogar die Siegerin so, die man nach ihrer Akklamation erst mal hektisch suchen musste (war sie eine rauchen…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: der Maul­trom­me­lirr­sinn am Supersamstag

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: der Maul­trom­me­lirr­sinn am Supersamstag

Ein weiterer ereignisreicher Supersamstag liegt hinter uns. Neben der Entscheidung in Island liefen in fünf Ländern weitere Vorrunden. Im Gastgeberland des ESC 2016, Schweden, war es bereits die dritte, und noch immer nichts dabei, das mich besonders berührt hätte. Selbstredend flogen die beiden einzigen Beiträge des gestrigen Melodifestivalen, die mich nicht komplett zu Tode langweilten, unisono raus. Nämlich zum einen den ursprünglich unter dem Titel 'Love take me higher' für Alcazar geschriebenen Schwedenschlager 'Kom ut som en stjärna', stattdessen nun dargeboten von Drag-Act After Dark, vom dem allerdings das pinke Kleid und der ohrenzermürbend schiefe Gesang als eindrücklichste Erinnerung bleibt. Sowie zum anderen das…
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Super­sams­tag 2016: Ret­tet die Schlagerdiven

Super­sams­tag 2016: Ret­tet die Schlagerdiven

Er geht als Abend der Überforderung ein in die Annalen der Eurovisionsforschung, der gestrige Samstag: in zehn Ländern gleichzeitig liefen Grand-Prix-Vorentscheidungen. Darunter drei Finale, von denen eines, nämlich das italienische San-Remo-Festival, ohne Ergebnis zu Ende ging, weil die dortigen Sieger einen Kümmert pullten und das angebotene Ticket nach Stockholm erst mal ausschlugen, sich dann aber doch Bedenkzeit ausboten. Befassen wir uns hier nun aber zunächst mit sechs der sieben Nationen, in denen Vorrunden stattfanden (Island wird von mir, wie angekündigt, mit Nichtachtung gestraft). Die meisten Eurovisionsfans entschieden sich angesichts des massiven Überangebotes wohl für das beliebteste Format, nämlich das schwedische…
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Semi­fi­nal-Super­sams­tag 2016: I love to hate you!

Semi­fi­nal-Super­sams­tag 2016: I love to hate you!

Nun liegt er hinter uns, der ausschließlich aus diversen Vorrunden (ganze sechs an der Zahl!) bestehende Supersamstag, an dem sich in ganz Skandinavien und weiten Teilen des ehemaligen Ostblocks etliche Sänger/innen battelten, ohne dass eine finale Entscheidung für Stockholm fiel. Und natürlich endete er fast überall mit maßlosen Enttäuschungen. Fangen wir gleich mit der schlimmsten davon an, damit wir sie aus dem Weg bekommen: Island! Zwölf Kandidat/innen gibt es im Söngvakeppni insgesamt, sechs davon traten gestern an, darunter die Einzige mit einem hörenswerten Beitrag und meinem aktuellen Lieblingsohrwurm aller Zeiten und Sonnensysteme: Sigga Eyrún mit 'Kreisí'. Der klingt, wie er heißt, also…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Hey you, the Rock­s­teady Crew

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Hey you, the Rock­s­teady Crew

Von einer schweren Halsentzündung war er heimgesucht bei seinem Live-Auftritt in der gestrigen zweiten Vorrunde der ungarischen Vorentscheidung A Dal: der diesjährige Favorit András Kállay Saunders, der schon 2014 dem Land der Magyaren mit dem düster-druckvollen 'Running' seine zweitbeste Platzierung beim Eurovision Song Contest bescherte. Nun versucht er es erneut, diesmal begleitet von der Kállay Saunders Band, und trotz der deutlich hörbaren, krankheitsbedingten stimmlichen Schwächen ihres Frontmannes gewann selbige gestern aus dem Stand. Zu Recht: das rockige 'Who we are' (mit passender Dubstep-Einlage) überzeugt durch melodiöse Eingängigkeit und Biss, wenngleich es nicht ganz die finstere Tiefe seines vorgehenden Meisterwerks erreicht. András…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: eins, zwei, Fred­die kommt vorbei

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: eins, zwei, Fred­die kommt vorbei

Neben dem maltesischen Finale fanden dieses Wochenende auch die ersten bzw. die dritten Vorrunden für die nationalen Vorentscheidungen Litauens und Ungarns statt. Im Baltenstaat lautete das Motto offensichtlich "skandinavischer Samstag", denn alle Songs stammten - den Komponistennamen nach zu urteilen - aus schwedischer oder dänischer, jedenfalls aber nicht aus litauischer Feder. Einzige Ausnahme: 'You bet' von Aistė Pilvelytė. Den Titel schrieb die Interpretin und vielfache litauische Vorentscheidungsteilnehmerin nämlich selbst. Das macht ihn aber auch nicht besser: es ist ein zäher Propfen pseudodramatischen Balladenschleims, den sie mit der gesanglichen Feinfühligkeit einer Dampfwalze zerknödelt. Natürlich - fast schon unnötig, es angesichts des bekanntermaßen…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Geor­gi­en schickt männ­li­che Lolitas

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Geor­gi­en schickt männ­li­che Lolitas

Young Georgian Lolitaz, so nennt sich die aus mittelalten, halbverwilderten Herren bestehende Indie-Rock-Kapelle, welche die Georgier heuer zum Song Contest entsenden. Die von Frontmann Nika Kocharov geleitete Elektro-Alternative-Band steht allerdings bislang noch eigenen Beitrag da, der Sender GBP schreibt daher einen offenen Komponistenwettbewerb aus: bis 8. Januar noch können interessierte Songschreiber ihre Vorschläge nach Tiflis schicken. Und bevor Ralph Siegel auf dumme Ideen kommt: gesucht wird etwas mit der "melodischen Songstruktur des Alternative- oder Indie-Rock; mit elektronischen Beats, Synths oder Samples; und mit der Club-Orientierung der Post-Disco-Zeit". Was immer das sein mag. Zur Anregung kann man sich, wenn man über starke Gehörnerven verfügt, ja den…
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ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

Okay, ich geb's zu: sie kommt ein bisschen spät, diese Besprechung. Direkt nach dem Finale im Mai ging das Buch vor und danach brauchte ich erst mal ein bisschen Abstand. Mit eben diesem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Monate nach dem eigentlichen Event, die TV-Aufzeichnung des von mir live besuchten Jubiläums-Contests angeschaut. Und prompt stellte es sich wieder ein: dieses schon ihn Wien sehr subtil vorhandene Gefühl, dass es des Guten einfach irgendwie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sendung (geschlagene vier Stunden ging die Show diesmal), zu viele Lieder (27, so viele wie noch nie zuvor…
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Die Vil­la­ge Peop­le sind in Wien: ers­te Pro­ben ers­tes Semi 2015

Seit Montag Mittag sind die Spiele offiziell eröffnet: in der Wiener Stadthalle probten gestern und heute die 16 Teilnehmer/innen des ersten Semifinales am kommenden Dienstag. Und obgleich es sich um den allerersten, technischen Durchlauf handelte, der hauptsächlich zum Finden der richtigen Kameraeinstellungen und Beleuchtung diente, berichteten die zahlreich in Wien bereits aufgeschlagenen Schwurnalisten natürlich ausführlich über jedes noch so kleine Detail und erstellten umgehend neue Prognosen. Wenn nicht gerade kontrovers über den Aufreger des Tages debattiert wurde: so rüstet die Wiener Stadtverwaltung derzeit 120 Fußgängerampeln mit mit neuen Symbolen aus: händchenhaltend gemeinsam wartende bzw. laufende Pärchen - darunter auch gleichgeschlechtliche -…
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Remix-Schlacht: die Krie­ge­rin­nen rüs­ten auf

Noch fehlen eine ganze Reihe von Songs für den diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien, da reichen die ersten Länder schon ihre Remixe ein. Am interessantesten hierbei natürlich der Krieg der Kriegerinnen: legte Maltas 'Warrior' Amber Bodin mit einer orchestral bombastisch aufgemotzten Überarbeitung ihres leider nach wie vor völlig melodiefreien Kriegsgesangs vor, so konnte das ihre Kontrahentin Nina Sublatti aus Georgien natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Sie präsentierte nur kurze Zeit später einen ebenfalls deutlich hörbar aufgepumpten Remix und verwies ihre Gegenspielerin damit erneut deutlich in die Schranken. Kann man noch prätentiöser singen als Amber (MT)? (mehr …)
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Vier­ter Super­sams­tag: der gei­le Kata­stro­phen­tag (FI, HU, MD 2015)

Neben Slowenien entschieden am heutigen vierten Supersamstag noch drei weitere Länder über ihre Beiträge. Im Gegensatz zu den sich selbst als Mitteleuropäer verstehenden Balkanbewohnern gingen in Finnland, Ungarn und Moldawien den heutigen Entscheidungen jeweils zahlreiche Vorrunden voraus. Wie in Slowenien siegten auch hier die im Vorfeld als Favoriten getippten Acts, allerdings handelt es sich bei allen drei Neuzugängen für Wien um recht umstrittene Siegertitel. Und ich finde sie alle drei geil! Das gilt natürlich im besondere Maße für Finnland, das mit der Wahl der aus vier ruppig aussehenden Kerlen mit Lernbehinderung bestehenden Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät erneut seinen Sinn für unübertreffliche…
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Zwei­ter Super­sams­tag 2015: zwi­schen ges­tern und morgen

Ein geschäftiger Samstag mal wieder: neben den beiden eher enttäuschenden Entscheidungen in Island und Italien fanden gestern Abend noch fünf Semifinalrunden, verteilt über ganz Europa statt. Das unter Fans am meisten beachtete natürlich in Malmö: in der zweiten Vorrunde des schwedischen Melodifestivalen trafen bekannte Namen wie Linus Svenning, Marie Bergman (SE 1994) und Magnus Carlsson aufeinander. Das Ex-Alcazar-Mitglied qualifizierte sich mit seinem klassischen Schwedenschlager 'Möt mig i gamla stan' denn auch direkt fürs MF-Finale, wie auch eine Mariette Hansson, von der am ehesten der merkwürdig deplaziert aussehende Dreadlock-Dutt in Erinnerung bleibt. Frau Bergman schaffte es nicht weiter, für den bis zum…
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Ers­ter Super­sams­tag 2015: der Wind von Jönköping

Es war ein geschäftiger Samstagabend in Europa: neben dem dänischen MGP mit seinem vorhersehbaren Katastrophenergebnis fanden gestern in sechs weiteren Ländern Vorentscheidungsvorrunden statt. So beispielsweise in Finnland, wo sich im ersten Semi des Uuden Musiikin Kilpailu (UMK) erwartungsgemäß die aus vier gestandenen Kerlen mit Down-Syndrom bestehende Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät (PKN) mit einem knackigen, dankenswerterweise kurzen Punksong durchsetzte. Sowie die musikalischen Coldplay-Eleven Satin Circus, deren Beitrag 'Crossroads' im Gegensatz zu dem suizidalen Gejammer der Briten immerhin über ein klein wenig Pep verfügte, und mit dem vollbärtigen Wuschelhaarträger Paul Uotila über einen der bestaussehendsten Leadsänger des Abends. Wobei ich das Lied besser fände,…
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Unri­se like Lean­der: zwei­tes Jury­ga­te bei A Dal 2015

Erneut erwies sich gestern Abend beim zweiten Semifinale der ungarischen Eurovisionsvorentscheidung A Dal die völlige Untauglichkeit des dortigen Abstimmungssystems, bei dem zunächst vier Juroren plus das Publikum (mit jeweils 20% Gewichtung) über die ersten fünf Finalplätze aus zehn Kombattanten entscheiden und dann die Televoter ein Juryopfer retten dürfen. Wie schon in der Vorwoche lagen bei dem - musikalisch gut bestückten - A Dal am Ende zwei Kandidaten punktgleich auf dem fünften Rang. Und da Ungarn sich nicht nur in Eurovisionsdingen bekanntlich zunehmend am Vorbild Weißrussland orientiert, entscheiden hier die Juroren nach purer Willkür, wer weiterkommt. Was bedeutet, dass ein singender Frosch…
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Ungarn: Jury­ga­te bei A Dal 2015

Jurys sind Wichser™ - es bewahrheitet sich immer wieder. So auch im heutigen ersten von drei Semifinalen des ungarischen Vorentscheidungsverfahrens A Dal. Zehn Acts stellten sich zur Bewertung durch vier Juroren, darunter die Bushaltestellenflennfrau Magdi Rúzsa (HU 2007). Das Publikumsvoting zählte nur zu einem weiteren Fünftel. Auf diese Weise sollten fünf der zehn Kombattanten für das A-Dal-Finale am 28. Februar ausgesiebt werden (einen sechsten Titel durfte, wie schon in den Vorjahren, anschließend das Publikum retten). Eine schwierige Wahl, bestand das Feld doch aus zehn mehr oder minder gleich professioneller, gut gemachter und qualitativ beanstandungsfreier Songs, allesamt (!) mit stimmlichen Wacklern, aber doch überzeugend…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: die Lati­nos vom Balkan

Eine ganze Latte an Vorentscheidungskandidat/innen ist in den letzten Tagen bekannt gegeben worden. Beginnen wir mit dem Big-Five-Land Italien: dort geht die Ehre der Eurovisionsteilnahme an den Sieger des prestigereichen San-Remo-Festivals, und zwar diesmal in der Kategorie "Campioni", also den etablierten Künstler/innen. Zu diesen Zwanzig zählen drei vormalige Grand-Prix-Teilnehmer/innen, nämlich Raf Riefoli (IT 1987, hierzulande besser bekannt durch den 1984 Discohit 'Self Control'), Lara Fabian (LU 1988) und die fabelhafte Diva Nina Zilli (IT 2012). Einen weiteren Versuch wagt auch Anna Tatangelo, meine Wunschkandidatin des Jahres 2011, seinerzeit mit dem sensationellen 'Bastardo'. Ihr diesjähriger (bislang noch nicht veröffentlichter) Beitrag heißt etwas…
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ESC-Fina­le 2014: The Secret is Love

ESC-Fina­le 2014: The Secret is Love

Schon der Einspieler hätte es erahnen lassen können, in dem die Dänen die Eurovisionstrophäe, das gläserne Mikrofon, vom 14 Kilometer entfernten Malmö nach Kopenhagen holten - mit abenteuerlichen Stunts in bester James-Bond-Manier und unterlegt von den jazzigen Klängen des 1963er Siegertitels 'Dansevise' vom dänischen Filmmusikkomponisten Jørgen Ingman. Dennoch: dass am Ende dieses grandiosen Abends eine österreichische Diva mit Bart und einer shirleybasseyesken Bond-Ballade selbige Trophäe mit einem triumphalen "We are unstoppable!" in die Luft recken würde, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt. Doch Europa zeigte sich an diesem denkwürdigen, geschichtsträchtigen Samstag toleranter und offener als erwartet. Und…
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Die Start­rei­hen­fol­ge fürs Fina­le 2014 steht fest

Unmittelbar nach dem Ende des zweiten Semis und der Zulosung der dort ermittelten zehn Finalisten in die erste bzw. zweite Hälfte der Show am Samstag kniffelte der dänische Rundfunk noch in der Nacht die Startreihenfolge der 26 Glücklichen aus, unter Berücksichtigung dramaturgischer Gesichtspunkte. Den Todesslot (Startplatz 2) bekam Weißrusslands singender Käsekuchen, den Startplatz ganz am Ende erhielt die britische Powerhymne 'Children of the Universe', womit ein Top-Ten-Ergebnis für Molly sicher ist. Elaiza müssen auf Position #12 genau zwischen der Contestfavoritin der Herzen, Conchita Wurst, und der der Buchmacher, Sanna Nielsen, ran, womit sich meine Vorhersage für den 26. Platz verfestigt (nicht,…
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Ers­tes ESC-Semi 2014: Drei Mal dabei, bit­te weiterwählen!

Ers­tes ESC-Semi 2014: Drei Mal dabei, bit­te weiterwählen!

Sie sind doch einfach jedes Mal für Überraschungen gut, diese Qualifikationsrunden und insbesondere die Antworten, die Europas Zuschauer und Juroren auf die Frage geben, welche der gezeigten Performances sie am Samstag im Finale wiedersehen wollen. So gut wie niemand hatte wohl ernsthaft Valentina Monetta auf seinem Tippzettel, und nachdem der unter langjährigen Leidensgenossen nur noch "der Unvermeidliche" genannte Ralph Siegel diesmal auch noch prominent am Flügel saß, als sei er die Reinkarnation von Andrew Lloyd-Webber (UK 2009), sah ich offen gestanden endgültig schwarz für die sanmarinesische Lys Assia (CH 1956-1958). Ob die Verleihung der Finalkarte nun den Lohn für die Persistenz der…
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Drit­ter Super­sams­tag 2014: Tan­zend im Regen Kuchen backen

Ein ereignisreicher Supersamstag liegt hinter uns, gleich vier weitere Eurovisionsbeiträge stehen nunmehr fest. Die längste Show des Abends leisteten sich die Letten, die mehr als drei Stunden und ein Superfinale benötigten, um in der Dziesma aus den zwölf Finalisten ihren Song für Dänemark herauszupicken. Immerhin lohnte es sich: ganz entgegen sonstiger Gewohnheiten und zu meiner völligen Überraschung und Begeisterung entschieden sie [ref]Gemeint sind die Televoter, die den possierlichen Vier an dem von der Jury favorisierten Superlangweiler Dons vorbei auf den Thron hievten.[/ref] sich für meinen neuen offiziellen Lieblingsbeitrag dieses Jahrgangs, das lustig-charmante 'Cake to Bake' von Aarzemnieki. Nun dürfen sich der…
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Zwei­ter Super­sams­tag 2014: vom Punk und dem All

Neben dem gefühlt achtzehnstündigen Vorentscheidungsfinale in Malta und der unterhaltsamen zweiten Runde des Mello traten beim gestrigen Supersamstag auch in Ungarn und Island erneut eine Handvoll Acts um die Chance auf eine Fahrkarte nach Kopenhagen an. Beginnen wir diesmal mit dem Söngvakeppnin, das mit drei von fünf zwar die gleiche Finalistenquote vorweisen kann wie A Dal, dafür aber die interessanteren Titel. Dazu gehört zweifelsohne das einfach gestrickte und dank der Hookline "Ralla lalalala" problemlos mitgrölbare 'Enga fordóma' (doch nicht etwa ein Song über Phimose?) von Pollapönk. Die vier Herren, dem Vernehmen nach im Hauptberuf Grundschullehrer, tragen nicht nur einen lustigen Namen und äußerst…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: von Meer­jung­frau­en und Kuchen

Einige neue (und einige bereits bekannte) Vorentscheidungsperlen bescherte uns der gestrige erste Supersamstag, abseits der bereits kommentierten Länder, wie meine heutige Nachschau ergab. Beginnen wir mit Ungarn, wo sich in der zweiten von drei Vorrunden von A Dal weitere zehn Kombattanten dem Urteil einer fünfköpfigen Jury und der Zuschauer stellten. Nicht in die Endrunde schaffte es die Band Belmondo: vier ganz kernige gestandene Kerle und, dem optisch-akustischen Eindruck nach, ein Transmann am Klavier (anders kann ich mir die Diskrepanz zwischen äußerer Erscheinung und Stimme nicht erklären). Ihre nette Rockballade 'Miért ne higgyem?' erfand das Genre nicht neu und wirkte insgesamt…
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Emme­lie de Forest steigt auf Platz 5 der deut­schen Charts ein

Mittlerweile scheinen es die Plattenfirmen mit der zeitnahen Bereitstellung der digitalen Downloads zu kapieren: insgesamt 13 von 26 Eurovisionstiteln steigen in die offiziell am Freitag erscheinende deutsche Top 100 ein. Erwartungsgemäß führt Eurovisionssiegerin Emmelie de Forest die Liste an: ihr gelang mit 'Only Teardrops' der höchste Neueinstieg auf Rang 5. Damit überrundet sie sogar Cascadas beste Platzierung noch um eine Position. 'Glorious' war bereits letzte Woche im Vorfeld des Song Contest auf #78 in die Charts zurückgekehrt. Die weiteren Neueinsteiger: auf #24 Margaret Berger, auf #39 ByeAlex, der die deutschen Douze Points erhielt, sowie zehn Plätze tiefer Anouks sterbende Vögel. Kleine…
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ESC-Fina­le 2013: Bei jedem Kuss

ESC-Fina­le 2013: Bei jedem Kuss

Nun liegt er also hinter uns, der Eurovision Song Contest 2013. Etliche Änderungen nahmen die schwedischen Veranstalter am bestehenden Konzept vor, selbstredend begleitet von reflexhaftem Weltuntergangsgejammer der Fans: eine deutlich kleinere Halle gab es, keine LED-Orgie bei der Beleuchtung, nur Stehplätze im Innenraum, ein verändertes Stimmauszählungsverfahren und eine handgemachte Startreihenfolge. Und was soll man sagen: die Welt ging nicht unter - im Gegenteil entpuppte sich die Show aus Malmö als intimer, freundlicher, runder. Was vor allem der großartigen Selbstironie geschuldet ist, mit der die gastgebenden Schweden sich selbst und den Contest sanft auf die Schippe nahmen. Seien es die fabelhaften…
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