Wind

ESC-Fina­le 1992: Why her?

ESC-Fina­le 1992: Why her?

Im Gegensatz zu ihrem legendären italienischen Vorgänger zwar kompetent, doch nordisch unterkühlt und bar jeden Charismas: das schwedische Moderationspaar. Musikalisch blieb sehr wenig hängen vom Aufgebot dieses Abends, auch in den Charts resümierte dieses Jahrgang in einer kompletten Fehlanzeige. Und das verwunderte nicht, hatten die fast ausschließlich eigens für den Contest und den Geschmack der internationalen Juror:innen geschriebenen Lieder nun wirklich nicht das Geringste mehr mit aktuellem Hitparadenpop zu tun. Und so blieben mal wieder nur die optischen Eindrücke, die den Bericht lohnen. Wie beispielsweise der als Gimmick eingesetzte, kregle Zeichentrickvogel Song Trush, der jeweils die Postkarten vor den eigentlichen…
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Ein Lied für Mal­mö 1992: Der Mann, der sei­nen Job verlor

Ein Lied für Mal­mö 1992: Der Mann, der sei­nen Job verlor

In den Wiedervereinigungswirren nutzte der seit 1979 innerhalb der ARD für den Eurovision Song Contest zuständige Bayerische Rundfunk die Gunst der Stunde und schob die Verantwortung für die mittlerweile extrem ungeliebte, nur noch als ärgerliche Geldverschlingungsmaschine empfundene Veranstaltung eilends an den neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk ab, noch heute der führende Schlagersender der Nation, der seine stramm rechte Gesinnung bereits im Namen trägt. Denn "mitteldeutsch" kann man das Sendegebiet des MDR nur dann nennen, wenn man Deutschland weiterhin in den Grenzen von 1939 denkt und die im Zweiten Weltkrieg verlorenen Gebiete jenseits der Oder irgendwann wieder heim ins Reich holten möchte.…
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ESC-Fina­le 1987: Is het een orkaan?

ESC-Fina­le 1987: Is het een orkaan?

Der Brüsseler Contest - ein einziges Déjà Vu: derselbe Sieger wie schon 1980; die gleichen deutschen Teilnehmer wie schon 1985, die wiederum dieselbe Platzierung erreichten wie bereits zwei Jahre zuvor, nämlich den zweiten Rang. Erneut erhielten wir nur einen Punkt aus der Schweiz - auch das war man gewohnt. Diesmal spielte es aber keine Rolle mehr: selbst mit zwölf helvetischen Zählern hätten Wind (DE 1985, 1992, DVE 1998, 1999) nicht mehr gewonnen. 'Lass die Sonne in Dein Herz', für dessen stumpfe Gleichschrittspräsentation Ralph Siegel eigens für teuer Geld eine "englische Choreografin, aus England" engagiert habe, wie er in einem ARD-Special stolz erzählte, hasste ich eigentlich immer…
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Ein Lied für Brüs­sel 1987: Geh ins Licht, Carol-Anne

Ein Lied für Brüs­sel 1987: Geh ins Licht, Carol-Anne

In diesem Jahr degenerierte die deutsche Vorentscheidung vollends zu einem Ralph-Siegel-Festspiel. Fast die Hälfte aller vorgestellten Titel, nämlich fünf von zwölf, stammten aus seiner Feder. Entweder hatte der Münchener Fließbandkomponist die Vorauswahljurys geschickt durch ihm hörige Menschen unterwandern lassen - oder, und das erscheint mir wahrscheinlicher, es wollte außer ihm tatsächlich niemand mehr mit dem Grand Prix in Verbindung gebracht werden. Dem Bayerischen Rundfunk schien das Ganze so peinlich zu sein, dass er die Show aus dem angestammten Münchener Sendestudio in die ungeliebte fränkische Provinz abschob: offenbar eine Bestrafungsaktion für das aufsässige Nordbayern. (mehr …)
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Ein Lied für Göte­borg 1985: Sie läu­ten auch zur letz­ten Stunde

Ein Lied für Göte­borg 1985: Sie läu­ten auch zur letz­ten Stunde

Ein besonderer Zweikampf spielte sich ab bei der deutschen Vorentscheidung des Jahres 1985; einer, der das ganze unfassbare Elend der Veranstaltung vortrefflich illustriert. Der Kampf der Giganten lautete nämlich Ralph Siegel versus Hanne Haller (DVE 1979). Der Grand-Prix-Junkie und die gefühlssehnsüchtige Schranklesbe traten als Komponisten und Produzenten jeweils mit gleich drei (Haller) bzw. zwei (Siegel) Acts an, die allesamt nicht weniger repräsentativ für die deutsche Musikszene hätten sein können. Auf Seiten der Interpret/innen fehlten bekannte Namen vollständig, bis auf das Schlagerfossil Bernd Clüver (DVE 1983) dessen Darm-'Wind von Palermo' schlichtweg stank. (mehr …)
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