Cliff Richard: halbes Coming Out

In seiner jüngst erschienenen Autobiografie „My Life, my Way“ gibt der bislang eher als christliche Klemmschwester aufgefallene, zweimalige britische Eurovisionsvertreter Cliff Richard erstaunliche schwulenpolitische Statements ab: „Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Welt sich weiterentwickelt hat. Ich glaube, dass die Kirche das erkennen und einlenken sollte,“ so zitiert die Zeitschrift gab den 67jährigen Poptitanen in ihrer Oktoberausgabe. Er selbst bleibt jedoch beim bisherigen Eiertanz: zwar spricht er auch erstmals über seine Beziehung zu seinem langjährigen „Lebensgefährten“ John McElynn (einem ehemaligen Priester), doch ein eindeutiges Bekenntnis kommt ihm weiterhin nicht über die Lippen.


He just doesn’t have the Heart to tell us

„Ich habe diese ewigen Spekulationen um meine Sexualität satt. Das geht niemanden etwas an. Und ich glaube, meine Fans interessiert das auch nicht,“ schreibt der von der Queen für seine Verdienste um die britische Popmusik zum Ritter geschlagene Sänger in seinem Buch und legt so auch gleich die Motivation für sein Versteckspiel offen: die Sorge um sinkende Plattenumsätze nämlich. Gleichzeitig erzählt er über seine langjährige Beziehung zum ehemaligen Priester John McElynn: „Wir haben eine enge Freundschaft. Er ist mein Lebensgefährte geworden, und das ist großartig, denn ich möchte nicht alleine leben.“ Klingt nicht unbedingt nach einer asexuellen Männerfreundschaft, aber auch nicht nach einem unzweideutigen Coming Out. Aber das brauchte bei anderen englischen Popstars wie George Michael, Freddie Mercury oder Elton John ja auch seine Zeit.

9 Gedanken zu “Cliff Richard: halbes Coming Out

  1. Sexualität ist Privatsache Also mal ganz ehrlich, ob sich jemand outen will oder nicht, ist jedem seine eigene Privatsache. Mich persönlich interessiert es nämlich nicht die Bohne ob Mr. Richards nun schwul, hetero oder bi ist. Das ist seine Sache. Wenn er das öffentlich machen will, gut, und wenn nicht auch gut. Ich verstehe wirklich nicht, warum man daraus immer wieder ein öffentliches Statement macht. Und außerdem wenn jemand in einem Buch schreibt, das er mit einem Mann zusammenlebt und ihn als Lebensgefährten bezeichnet, dann ist das wohl doch allen klar, wie der Hase läuft. Oder brauchst du noch jede Einzelheit oder ne Zeichnung?

  2. Symbole Ich glaube, Oliver geht es um die Symbolwirkung. Manche mögen glauben, Schwulsein sei akzeptiert, aber warum bitte wird dann jedesmal so ein Bohei drum gemacht, wenn ein Promi sich outet? (Komischerweise ist der Rummel bei Männern meistens wesentlich größer als bei Frauen.) Mit jedem Promi, der aus dem Schrank kommt, wird der ‚Neuheitswert‘ schwächer (ein allgemeines Mediengesetz: wenn es sich wiederholt, ist es nicht mehr so interessant. Kenne ich in einem anderen Kontext aus eigener Erfahrung), bis das Ganze vielleicht irgendwann akzeptiert wird. Andererseits kann ich auch jeden verstehen, der sich nicht als Statementgeber missbrauchen lassen will. Insbesondere in Großbritannien, wo die Boulevardpresse doch noch einen Zacken schärfer arbeitet als bei uns. Sexualität ist Privatsache. Wer das öffentlich machen will, bitte sehr (meinen Respekt hat er oder sie). Wenn nicht…auch gut.

  3. Er hat ja ssooo recht… mich interessiert es echt überhaupt nicht ob er schwul ist oder Hete, ob er Kaffee trinkt oder Tee, ob aktiv oder passiv, ob Raucher oder Nichtraucher. Außerdem muss ja nicht gleich jeder schwule Promi den Revoluzzer geben. Allerdings braucht auf der anderen Seite auch kein schwuler Promi ein Geheimnis daraus zu machen. Das ganze Thema geht mir echt auf den Sack. Total hinterweltlich. Christiane Westermann bei Zimmer frei fragt schon seit Jahren ihre Promi-Gäste‘: Hast du eigentlich nen Freund oder ne Freundin?‘ Ganz selbstverständlich. Das sollten wir alle tun!

  4. – :grin Genau meine Meinung. Aber wie so oft gibt es viele Neider, die gerne bei anderen Leuten im Dreck herumwühlen, um ihnen schaden zu wollen. Es ist mir auch vollkommen egal, ob Sir Cliff FRichard schwul, hetero oder bi ist. Für mich zählt der Mensch und er noch dazu als Musiker. Und ob er sich outet oder nicht, es ist seine eigene Angelegenheit und sollte es auch bleiben und als diese respektiert werden.

  5. – :grin Genau meine Meinung. Mir ist es auch egal, ob Sir Cliff Richard schwul, hetero oder bi ist. Natürlich wird es immer Menschen geben, die was zum aufregen und schlecht machen, brauchen, um sich wohl zu fühlen. Für mich zählt er als Mensch und Musiker und da hat er doch einiges auf dem Kasten, so das sehr private Dinge, wie sexuelle Neigungen und dergleichen einfach unwichtig werden, denn es ist sein intimstes Privatleben und sollte als dieses auch genauso respektiert und toleriert werden.

  6. wäääh das fände ich sehr schade, weil ich seit 30 jahren davon träume ihn zu verführen. damals war ich erst 13 jahre und jetzt liebe ich uhn immer noch.

  7. cliff ONLY A DREAM ihn entführen, an mein bett fesseln, ihn ausziehen und dann kirre machen tja geht wohl nicht

  8. Der Mann hat einfach die fantastischte Stimme die ich je gehört habe!Die musik ist echt der Hammer!ausserdem denke ich kaum das wir ihn gleich heiraten wollen!also lasst ihn sein wie er will!denn nur so ist er genau richtig!

  9. schwul ist cool war mir neu dass er schwul ist. ist auch egal. wird ja auch niemand danach gefragt ob man hetero ist ! also was soll´s ???

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