San Marino

San Mari­no 2020: In the Dis­co

San Mari­no 2020: In the Dis­co

Es scheint grundsätzlich nur zwei Arten von Menschen erlaubt zu sein, das kleine San Marino beim Eurovision Song Contest zu vertreten, und die heißen entweder Valentina Monetta oder S**h*t. Der sexy Disco-Daddy Serhat war bereits letztes Jahr an der Reihe, daher holte SMTV heuer Senhit Zadik Zadik aus der Versenkung. Die langweilte uns 2011 in Düsseldorf mit dem superspröden 'Stand by' zu Tode, da noch unter dem Namen Senit, und schied zu Recht im Semi aus. Für Rotterdam lernte sie zumindest aus ihren Fehlern und versucht es heuer mit demselben Rezept wie ihr erfolgreicher Vorgänger: mit der guten, alten Disco!…
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1. Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Gleich zweifach erfuhr die fabelhafte Dana International, die 1998 beim Eurovision Song Contest in Birmingham den mit weitem Abstand bedeutsamsten Sieg in der über sechzigjährigen Geschichte des Grand Prix errang, die ihr gebührende Ehrung im gestrigen ersten Semifinale 2019 zu Tel Aviv, wo sie als Interval Act auftrat. Der für seine 40 Lenze erstaunlich jung aussehende Assi Azar, einer der überflüssigerweise erneut vier (!) Gastgeber/innen des Abends, benannte die offensichtlich in den selben Jungbrunnen gefallene LGBTQI*-Ikone in seiner Anmoderation als sein persönliches Idol. War es doch ihr seinerzeitiger Sieg, der dem damals Zwanzigjährigen aus dem Versteck half und ihm die…
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Rank & File 2019: Platz 3 – Say na na na

Nach einem krachend schief gegangenen Versuch mit einer externalisierten öffentlichen Vorentscheidung im Vorjahr kehrte das kleine San Marino heuer zum Bewährten zurück und nominierte einen seiner beiden Stammrepräsentant/innen. Kluge Wahl! Platz 3: San Marino - Serhat Hacıpaşalıoğlu: Say na na na (Sag na na na) Und ja, es ist mir bewusst, dass ich mich mit diesem Ranking als geschmacklich hoffnungslos veralteter Schlagerfan oute. Das aber dürfte für Stammleser/innen meines Blogs keine neue Nachricht sein. Der türkische Ex-Gameshow-Moderator in den Diensten der Miniaturrepublik schrieb den Titel, wie er selbst zugab, innerhalb weniger Minuten. So, wie in der Pop-Geschichte übrigens viele große…
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San Mari­no 2019: Die Legen­de ist zurück!

Was haben wir darauf gewartet! Seit der sanmarinesische Sender SMRTV zum Jahreswechsel verkündete, nach dem krachend gescheiterten Experiment mit der crowdfinanzierten öffentlichen Vorentscheidung des Vorjahres wieder zur bewährten internen Auswahl zurückzukehren und mit einem "internationalen Künstler" zu arbeiten, der sich Ende Januar 2019 als Serhat Hacıpaşalıoğlu entpuppte, wartete die Grand-Prix-Gemeinde mit angehaltenem Atem auf die Veröffentlichung seines Beitrags für Tel Aviv. Gestern früh leakte der Song erstmalig, und zur Mitternacht erfolgte dann der Release des offiziellen Videoclips. Selbstredend enttäuscht uns Serhat nicht und liefert mit 'Say na na na' exakt das ab, wonach die Fans lechzen: nach einem durch und…
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Inter­pre­ten­kür 2019: Es trollt so hart im Euro­land

Hut ab: niemand trollt die Eurovisionsgemeinde so genial wie San Marino! Ließ sich der chronisch klamme Sender des Miniaturstaates letztes Jahr noch von der ehemaligen österreichischen ESC-Teilnehmerin Zoë Straub eine crowdfunding-finanzierte öffentliche Vorentscheidung andrehen, bei der gewann, wer am meisten Geld sammelte, posaunte SMRTV an Silvester 2018 großspurig in die Landschaft, man arbeite derzeit hinter verschlossenen Türen "mit einem wunderbaren internationalen Künstler" an einem Beitrag für Tel Aviv. Und während sich die Fan-Bubble in den wildesten Spekulationen über mögliche Weltstars erging, brachte sich der wegen rassistischer Äußerungen im Sommer 2018 aus dem britischen Big-Brother-Haus geworfene, Schönheits-OP- und aufmerksamkeitssüchtige, gebürtige Brasilianer Rodrigo…
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Zwei­tes Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tatsächlich geschafft. Der mutmaßliche, sinistere Plan der Russen, erstmalig seit der Einführung der Qualifikationsrunden im Jahre 2004 in einer solchen auszuscheiden, ging auf. Zum zweiten Mal hintereinander wies das kaltherzige Europa die im Rollstuhl sitzende Interpretin Julia Samoylova ab: 2017 aus politischen Gründen, 2018 aus purer Bösartigkeit und in Negierung des von der EBU verbreiteten Märchens der Inklusion, die beim Eurovision Song Contest eben nur für bärtige Frauen gilt. So vermutlich die Melodie des Liedes, welches Putins Staatsmedien ab sofort verbreiten dürften. Dabei tat das russische Team selbst alles, um den Finaleinzug zu verhindern: es versorgte seine…
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Micha­el Schul­te auf LSD: der sechs­te Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Eine Wundertüte an Proben brachte der heutige Tag in Lissabon, mit Startern aus allen drei Shows auf der Bühne der Altice-Arena. Über diejenigen des Vormittag können wir schnell hinwegspringen, für die Qualifikationsrundenteilnehmer/innen von Armenien (sympathischerweise unausgeschlafen, aber immer noch der schönste Bart 2018) bis Dänemark war das schließlich bereits der zweite Durchlauf, und all zu viel Nennenswertes änderte sich nicht. Die Serben (zweitschönster Bart) haben ihre Lakritzschnüre wohl aufgefuttert, die beiden für San Marino startenden Ladys warfen sich heute immerhin in - dem Modethema des Jahres folgend - teils extrem durchsichtige Bühnenklamotten. Und bewiesen Humor, in dem sie den eigentlichen Star ihres…
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We can’t move a Moun­tain: drit­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Auch am Tag der Arbeit gehen die Proben für den Eurovision Song Contest 2018 in der Altice-Arena zu Lissabon weiter, heute mit der ersten Hälfte des zweiten Semifinales. Das eröffnet bekanntlich, in Person Alexander Rybaks, ein ehemaliger Eurovisionsgewinner. Und wiewohl sein Beitrag 'That's how you write a Song' die europäischen Schwurnalisten in Fans und bekennende Hasser spaltet, herrscht unter den Blogger/innen ziemliche Einigkeit, dass auch dieser Titel erneut um den Sieg mitspielen könnte. Rybak, der Dorian Gray der Eurovision, der seit seiner letzten Grand-Prix-Teilnahme offensichtlich keinen Tag alterte und noch immer über seinen Lausbubencharme verfügt, bringt - wie schon 2009…
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Geld­sor­gen: ukrai­ni­sche Teil­nah­me 2018 ist in Gefahr

Das kurzfristige Wackeln von Eurovisionsteilnahmen aus pekuniären Gründen scheint sich zu einem wiederkehrenden Thema zu entwickeln, an das wir uns wohl oder übel gewöhnen müssen. Wie die EBU heute morgen in einer Presseerklärung verlautbarte, ist der ukrainische Sender UA:PBC aufgrund chronischer Unterfinanzierung unmittelbar in seinem Bestand gefährdet. Bereits Ende April 2018, also in wenigen Wochen, könnte das öffentlich-rechtliche Fernsehen gezwungen sein, den Sendebetrieb einzustellen, da der sich in einem massiven Umstrukturierungsprozess befindliche Sender derzeit nur die Hälfte der benötigten Mittel erhalte. Muss das EBU-Mitglied wirklich dicht machen, kann auch der für den Eurovision Song Contest 2018 ausgewählte Emo-Boy Melóvin nicht…
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SM 2018: Zwei zum Preis von 8.000 €

Mit einem unrühmlichen Ergebnis ging gestern Abend in der slowakischen Metropole Bratislava das undurchsichtigste und fischigste Vorentscheidungsverfahren der Saison 2018 zu Ende, das (rein spekulativ) womöglich vor allem den Zweck verfolgte, die Taschen der österreichischen Eurovisionsteilnehmerin von 2016, Zoë Straub, zu füllen. Beziehungsweise die ihres Vaters Christof, dem Produzenten der Show. Immerhin einen gewissermaßen mildtätigen Zweck erfüllte 1in360: die bereits siebenfach (!) beim Vorentscheid in ihrer Heimat Malta gescheiterte Jessika Muscat konnte sich zum günstigen Schnäppchenpreis von nur 8.000 € (plus Juryspesen) nun endlich ihre lang ersehnte Eurovisionsteilnahme erkaufen. Dafür erhielt sie aus dem Hause Straub einen horriblen, billigen 'Heroes'-Abklatsch…
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San Mari­no: Give me Chan­ce to refi­nan­ce

Eine kostspielige Angelegenheit ist die Teilnahme am Eurovision Song Contest, und gerade die TV-Stationen kleinerer und finanzschwächerer Länder müssen hier oft kreative Wege gehen. So wie die gerade mal 30.000 Einwohner starke Winz-Republik San Marino. Jahrelang ließ man sich dort den Beitrag von Ralph Siegel bereitstellen und bezahlen, was einer gewissen Valentina Monetta (→ SM 2012, 2013, 2014, 2017) zu fragwürdiger Berühmtheit verhalf. In diesem Jahr legte das sanmarinesische Fernsehen die Verantwortung in die Hände des österreichischen Musikproduzenten Christoph Straub, des Vaters von Zoë (→ AT 2016), die ihrerseits als Co-Komponistin an fast allen Titeln des Vorentscheidungsformats 1in360 beteiligt ist.…
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You­tube-Dra­ma um San Mari­no

Ein gesperrter Youtube-Kanal und öffentliche Anprangerungen auf Facebook: rund um das diesjährige sanmarinesische Vorentscheidungsverfahren 1in360 ist ein hoch unterhaltsamer Zickenkrieg entbrannt. Popcorn bereitgestellt? Gut! Was bisher geschah: bekanntlich entschied sich der Sender der chronisch erfolglosen Miniaturrepublik, die Ermittlung ihres Beitrags für das europäische Wettsingen in Lissabon an die britisch-österreichische Produktionsfirma Naff Naff Ltd. auszulagern. Die eröffnete einen Youtube-Kanal namens 1in360, auf dem jeder, der wollte, ein Bewerbungsvideo hochladen durfte, was natürlich eine Springflut größtenteils tragischer Einsendungen nach sich zog. https://youtu.be/cC_sfbt_rCs Gehört zu den 1in360-Finalist/innen: Jessica Muskat aus Malta (Repertoirebeispiel). (mehr …)
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Click me with your Mou­se: San Mari­no sucht im Inter­net

Bis vor Kurzem stand eine weitere Beteiligung des innerhalb Italiens liegenden Mikrostaates San Marino beim Eurovision Song Contest noch völlig in den Sternen: zu verärgert schien man beim dortigen Sender SMTV über das angeblich ungerechte Votingverfahren beim europäischen Wettsingen, und zu ernüchternd fiel die Bilanz für das von Fans angesichts der kompositorischen Dauerpräsenz einer gewissen Münchener Grand-Prix-Legende bereits in "San Siegelino" umgetaufte Mini-Land aus, das bei bislang insgesamt acht Eurovisionsteilnahmen ganze sieben Mal im Semi scheiterte, zuletzt spektakulär mit nur einem armseligen Midleidspünktchen für Valentina Monettas Disco-Versuch 'Spirit of the Night'. Doch heute verkündete SMTV auf einer Pressekonferenz nicht nur, dass die…
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Lost in Vero­na: wen die Jurys 2017 im Semi kill­ten

"Wie unterschiedlich die Meinungen von Publikum und Jury sind, Wahnsinn!" entfuhr es einem erstaunten Peter Urban Samstagnacht während der Punktevergabe im Finale des Eurovision Song Contest 2017, wo sich mal wieder zeigte, dass die angeblichen Musikprofessionellen, die im sich übrigen hemmungslos dem → Nachbarschaftsvoting hingaben (sollten sie eigentlich nicht genau das einst verhindern?), auf einem völlig anderen Planeten leben als der Rest der Menschheit. Oder auch nur, dass eine zufällige Auswahl von gerade mal fünf Personen schon aus statistischer Notwendigkeit heraus immer nur zufällige, nicht repräsentative und damit völlig wertlose Ergebnisse hervorbringt. Immerhin waren sich die Jurys diesmal ausnahmsweise mit den Zuchauer/innen…
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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2017: We have lost our Vero­na

Warum macht ihr so etwas, liebe Bühnenbildverantwortliche? Warum versteckt ihr in diesem Jahr praktisch alle die Chorsänger/innen hinter der Bühne? Schon im ersten Semifinale 2017 am vergangenen Dienstag irritierte es maßlos, wenn man mit den Augen lediglich eine einzelne, völlig verloren im Farbenwirbel des Backdrops verschwindende Person auf der Bühne sah, gleichzeitig jedoch mit den Ohren wahre Choräle erschallen hörte und das völlig überforderte, bedauernswerte Gehirn diese beiden sich gegenseitig widersprechenden Sinneswahrnehmungen irgendwie zusammen bekommen sollte, ohne dabei zu implodieren. Bei der gestrigen zweiten Qualifikationsrunde dann, erneut ausgetragen in der nur mäßig besetzten Internationalen Ausstellungshalle zu Kiew, erneut bestückt mit der irgendwo…
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Euro­vi­si­on Death­match #15: Mar­le­en, eine von uns bei­den muss nun gehn

Der Samstag: Zeit für hemmungsloses Tanzvergnügen! Und da wir uns hier beim Eurovision Song Contest befinden, heißt das natürlich: Schlagerdisco! Gleich zwei Schlagerpärchen beliefern uns in diesem Jahr mit rettungslos altmodischem, herrlich campem, gnadenlos tanzbarem Schlagerspaß und geben gerade den Lebenserfahreneren unter uns (*hüstel*) den Glauben an den Grand Prix zurück. Anfangen möchte ich mit den estnischen Rückkehrern Koit Toome (→ EE 1998) und Laura Põldvere (→ EE 2005, ebenfalls in Kiew), die heuer gemeinsam die Eesti Laul gewannen und sich - in schlauer Vorahnung hinsichtlich des potentiellen Siegers des diesjährigen Contests - zum gemeinsamen romantischen Sommerurlaub auf den Spuren…
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San Mari­no 2017: Oops, they did it again!

Oh! Mein! Gott! Sie sind tatsächlich zurück! Vor wenigen Minuten stellte das sanmarinesische Fernsehen seinen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2017 vor, nachdem man bis zuletzt geheimnisvoll tat und lediglich das Gerücht streute, ein "international bekanntes" Duo, bestehend aus einem EU- und einem Nicht-EU-Partizipanten, werde die Miniaturrepublik vertreten. Und das stimmt auch, ein bisschen: der mittlerweile in Deutschland lebende, gebürtige US-Amerikaner Jimmie Wilson (noch nie von ihm gehört!) und die Eurovisionslegende Valentina Monetta (→ SM 2012, 2013, 2014) treten mit einem schmissigen, hoffnungslos campen Eurodance-Schlager namens 'Spirit of the Night' an. Das im Münchener Schickeria-Schuppen P1 gedrehte Video bebildert eine zarte Disco-Romanze…
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San Mari­no will eige­nes Inter­net­vo­ting

In San Marino ist man stinkig auf die EBU: nach der Neuorganisation des Votingverfahrens beim Eurovision Song Contest, das eine getrennte Verlesung der Jury-Ergebnisse und der (zusammenaddierten) Zuschauerabstimmung beinhaltet und erstmals 2016 zur Anwendung kam, protestierte die winzige Republik gegen die Neuordnung, die sie in den Worten ihres Delegationsleiters Alessandro Capicchioni als "diskriminierend" empfand. Der Grund: da das vollständig von Italien umschlossene, lediglich 30.000 Einwohner/innen starke Mini-Land über kein eigenständiges Telefonnetz verfügt, kann es kein valides Televoting liefern, weswegen bis 2015 beim Grand Prix nur die sanmarinesische Jury-Abstimmung zählte. Seit 2016 errechnet Digame im Auftrag der EBU ein fiktives Televoting auf Basis der…
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Das Lju­bav-Gate: wen die Jurys 2016 ver­hin­der­ten

Nicht nur den rechtmäßigen Sieg des Russen Sergey Lazarev im Finale des Eurovision Song Contest 2016 hat ein kleines Häuflein von 210 willkürlich ausgesuchten Menschen auf dem Gewissen, die mit ihren Entscheidungen den Willen von Millionen (!) von Anrufer/innen aus ganz Europa überstimmen konnten. Wie immer verhinderten die Manipulatoren aus den Jurys auch den Finaleinzug bestimmter Teilnehmer/innen, die ihnen nicht in den Kram passten. Darunter natürlich wieder zwei meiner Lieblingsbeiträge. So unterbanden, wie ich es mir bereits dachte, die Juroren im ersten Semifinale am Dienstag die berechtigte Qualifikation des bosnischen Quartetts mit dem ehemaligen 'In the Disco'-Häschen Deen (BA 2004) und…
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Ers­tes Semi­fi­na­le 2016: Auf in den Kampf!

Das wird jetzt vielleicht nicht auf ungeteilte Zustimmung bei all meinen Leser/innen stoßen und beschreibt auch das Gegenteil meiner eigenen Empfindungen von vor einem Jahr, aber nach der ersten Qualifikationsrunde 2016 aus dem Stockholmer Globen (der immer noch aussieht wie ein Schneller Brüter) am Dienstagabend muss ich sagen: von mir aus können die Schweden gerne jedes Jahr gewinnen. Solange sie Petra Mede weiter moderieren lassen: locker, flockig, eigenironisch, herrlich! Am schönsten der Gag, als auf die Worte "Welcome, Europe!" die ersten Takte von 'The Final Countdown' der gleichnamigen schwedischen Achtzigerjahre-Rockband ertönten, live von besagter Kapelle intoniert, die Petra und Måns aber schnell…
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Rus­si­sche Zöll­ner hin­der­ten Hovi Star an der Ein­rei­se

Wie schrecklich es mit der institutionellen russischen Homophobie bestellt ist, erfuhr in dieser Woche der israelische Eurovisionsvertreter Hovi Star am eigenen Leibe. Wie er einem Bericht von Wiwibloggs zufolge gestern Abend in der maltesischen Talkshow Xarabank erzählte, hinderten ihn Zöllner am Flughafen Moskau bei der Einreise in das Land, das er im Zuge einer Promotour besuchen wollte. Hovi: "Sie sagten mir, ich dürfte nicht rein. Sie schauten in meinen Pass, zerrissen ihn und lachten mich aus". Gründe für diese unglaubliche Behandlung seien nicht genannt worden: "vielleicht, weil ich schwul bin, vielleicht, weil ich mich so anziehe, vielleicht, weil ich Make-up trage…
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Nack­te graue Dis­co-Wöl­fe tan­zen im Gewit­ter

Fantastische Nachrichten kommen aus San Marino: der türkischstämmige Serhat Hacıpaşalıoğlu, der die Miniatur-Republik in Stockholm vertritt, hörte auf die Stimme der Vernunft der Fans und tritt mit der fabelhaft campen Disco-Version seines Titels 'I didn't know' an. Die eher im Bar-Jazz beheimatete Orginalversion des sanmarinesischen Beitrags erntete bislang (völlig zu Recht) überwiegend negative Kritik, während der kurze Zeit später veröffentlichte, hemmungslos discofizierte Remix klassisch veranlagte Grand-Prix-Elsen wie mich natürlich in pure Verzückung versetzte. Diese strahlte über die sozialen Medien auch auf den Künstler zurück, und so ersuchte das Team um den Ex-Mode-Zar Thierry Mugler die EBU, den Song trotz abgelaufener Deadline noch gegen…
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San Mari­no: mit Lys an der Bar

Noch nachzureichen gilt es den gestern vorgestellten Beitrag San Marinos. Der seit dem überraschenden Rückzug des deutschen Grand-Prix-Veteranen Ralph Siegel vakante Slot des dortigen "Übernimm sämtliche Kosten, dann nehmen wir Dein Lied"-Arrangements ging in diesem Jahr an den französischen Modeschöpfer Thierry Mugler, weswegen die Pressekonferenz zur erstmaligen öffentlichen Präsentation des sanmarinesischen Beitrags auch in Paris stattfand. Denn mit dem kleinen italienischen Bergdörfchen / Ministaat hat der Song ohnehin nichts zu tun: der Text von 'I didn't know' stammt vom Griechen Nektarios Tyrakis, der Komponist Olcayto Ahmet Tuğsuz stammt ebenso aus der Türkei wie der Interpret Serhat Hacıpaşalıoğlu. Neben der für den Contest…
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Von Göte­borg nach Stock­holm: ein Kes­sel Bun­tes vom Vor­ent­scheid

Meine Güte, was ein Stress: in Köln fanden heute bereits die ersten Generalproben statt für den morgigen deutschen Vorentscheid Unser Lied für Stockholm, bei denen tatsächlich alles auf die langweiligste Option hinauszulaufen scheint; auf den Song, der mich am kältesten lässt: auf das farblose 'Ghost' von Castingshow-Sternchen Jamie Lee Kriewitz nämlich. Gähn. Doch so viel ist noch nachzuholen, so viele Ereignisse stapeln sich noch aus den letzten Tagen, dass sie nur noch in chronologischer Reihenfolge abzuarbeiten sind. Beginnen wir mit dem Halbfinale der lettischen Supernova vom vergangenen Sonntag: dort passierte zwar musikalisch nichts Neues mehr, ging es ja nur noch um das Eindampfen der…
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San Mari­no: Ser­hat über­nimmt von Sie­gel

San Siegelino ist Geschichte: nachdem der NDR den lange Zeit gesperrten Ralph Siegel wieder bei der deutschen Vorentscheidung willkommen heißt, gab der Münchener Komponist sein Dauerlos im inneritalienischen Zwergstaat San Marino auf. Schade für Valentina Monetta - gut für Ahmet Serhat Hacıpaşalıoğlu. Der 1964 in Istanbul Geborene, der dort als Kind die Deutsche Schule besuchte, übernahm den freien Platz, wie eurovision.tv gestern verkündete. Er produzierte und moderierte in den Neunzigern die türkische Variante des US-Gameshowklassikers Jeopardy. Seither tingelt er als Musiker durch Europa und kann unter anderem ein Duett mit der Moderatorin des Eurovision Song Contest von 1987, Viktor Laszlo, sowie einen angeblichen…
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