ESC-Fina­le 2002: Yoorub’s lea­ving a Celebration

ESC-Fina­le 2002: Yoorub’s lea­ving a Celebration

Zwei Jahre vor der offiziellen Osterweiterung der EU fand der Eurovision Song Contest erstmals in einem ehemals hinter dem Eisernen Vorhang liegenden Land statt. Das kleine, aufstrebende Estland begriff die Ausrichtung der Show wohl auch als Visitenkarten für den EU-Beitritt und gab sich erkennbar viel Mühe: die aufwändig produzierten Postkarten zwischen den Songs waren unterhaltsam und oft subversiv beziehungsreich. Dass die Gastgeberin Annely Peebo ihre Moderationen mehr sang als sprach, entzückte genauso wie ihre windschnittige Seitenspoilerfrisur. Den einzigen kleinen Kontrapunkt setzte der gefühlt dreisekündige Auftritt der Vorjahresgewinner Tanel Padar und Dave Benton, zwischen denen Frost zu herrschen schien. https://youtu.be/9YPiUNrmPnQ Mit der…
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song.null.zwo 2002: Kannt bei mir dahoam sei

song.null.zwo 2002: Kannt bei mir dahoam sei

Unnötig komplizierte und verwirrende Abstimmungsprozesse organisieren: das kann der ORF! Nachdem der letzte österreichische Eurovisions-Vorentscheid geschlagene sieben Jahre zurück lag und die vom Sender seither vorgenommenen internen Nominierungen dem Land gleich zwei unfreiwillige Auszeiten wegen zu schlechter Ergebnisse beim Hauptwettbewerb bescherten, wollte man heuer die Verantwortung wieder alleinig in die Schuhe der Zuschauer:innen schieben. Doch dann meldete sich das sehr populäre Satirikerduo Stermann & Grissemann an, das sich durch die langlebige Kult-Radio-Show Salon Helga eine große, eingeschworene Fangemeinde erarbeitet hatte. Ebenso wie mit der spitzzüngigen Live-Kommentierung des Eurovision Song Contest auf FM4, die selbst das Fernsehen im Zweikanaltonverfahren übernahm. Mit…
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Count­down Grand Prix 2002: Will our Ears survive?

Count­down Grand Prix 2002: Will our Ears survive?

Echter Fortschritt bei der deutschen Vorentscheidung: brauchte es in den Neunzigern mangels Konkurrenz noch eine Teilnahme am internationalen Eurovisionsfinale, um sich die lahmende Karriere endgültig zu Schanden zu singen (siehe die Münchener Freiheit), so konnte man das dieser Tage kostensparend bereits bei der heimischen Vorauswahl erledigen. Nach dem abrupten Karriere-Aus für den Big-Brother-Star Zlatko Trpkovski im Vorjahr tauschte diesmal die geschmacklich hochgradig kontroverse, kommerziell jedoch um so erfolgreichere Kelly Family die ausverkauften Stadthallen gegen Zirkustourneen. Und Schuld war wieder mal die Bild. Seit das Boulevardblatt 1998 mit einer gezielten Skandalkampagne ("Darf dieser Mann für Deutschland singen?") den Meister nach vorne…
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