Zweite Qualifikationsrunde 2010: die Übersicht

Logo des Eurovision Song Contest 2010 (Semi 2)
(c) EBU, NRK

Auch wenn der Ukraine nur wenige Stunden vor Annahmeschluss ihr Beitrag abhanden kam – mittlerweile stehen nun alle Songs für Oslo und die Startreihenfolge fest. Anlass genug für einen Kurzüberblick mit Kommentar, aufrechtgehn.de-Wertung und meiner Einschätzung hinsichtlich der Chancen aufs Finale. Wie immer stehen sich im zweiten Semi am Donnerstag die Eurovisionsschwergewichte gegenüber, aber auch die krasseren Fehlgriffe. Wobei der Trend insgesamt zu eher auf das eigene Land denn auf die europäischen Zuschauer gemünzten Ethnofolkbeiträgen geht. Ob man dabei in die Niederungen der Neunziger zurückreist wie Irland oder gleich in die tiefsten Siebziger wie die Niederlande, hängt jeweils davon ab, wann das betreffende Land seine Eurovisionsblütezeit hatte. Sicher ist nur: Zeitgemäßes sucht man in den diesjährigen Vorrunden vergebens, dafür sind 2010 die Big Four zuständig.

Da wir in dieser Runde nicht mitstimmen dürfen, überträgt die ARD die Show live nur auf dem obskuren, von zirka 200 Menschen bundesweit auch tatsächlich empfangbaren digitalen Spartenkanal Einsfestival. Eine zeitversetzte Ausstrahlung erfolgt zu nachtschlafender Stunde ab 0:55 Uhr auf Nord 3. In dieser Reihenfolge gehen die Beiträge am 27. Mai in Oslo an den Start.

1. Litauen: InCultoEast European Funk

Interessanter Aufmacher für die zweite Runde: ein textlich originelles Lamento über das Unglück, Europäer zweiter Klasse zu sein. Auch wenn man davon dank InCultos Gesangsstils kein einziges Wort versteht – daher wohl auch von der EBU nicht zensiert. Die Jungs find ich total klasse, ihre Silberpants erst recht, ihren nervtötenden Ska allerdings weniger. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 4 Punkte ◊ Finalchancen: Außenseiterbonus. Kommt weiter.

2. Armenien: Eva RivasApricot Stone

Die armenische Erika Steinbach besingt in ihrem flotten Ethnoschlager für die Millionen Exilarmenier in aller Welt punktefördernd das Nationalobst, die Aprikose. Die heute hauptsächlich in historisch armenischen Gebieten in der Türkei wächst. Völlig unpolitisch, natürlich! ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 8 Punkte ◊ Finalchancen: Millionen von Exilarmeniern, wie gesagt!

3. Israel: Harel Ska’atMilim

Vor Pathos triefende Klavierballade, kompetent gesungen von einem wohlgeformten (männlichen) Prinzesschen mit schlimmer Frisur. Da kriegen viele Homos feuchte Schlüpfer, mich langweilt’s zu Tode. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 3 Punkte ◊ Finalchancen: Songs ohne mitsingbaren Refrain tun sich schwer beim Contest.

4. Dänemark: Chanée & N’EvergreenIn a Moment like this

‚Every Breath you take‘, nur noch lahmer und lähmender, wenn das überhaupt möglich erscheint. Vorgetragen von den zwei unglaubwürdigsten Herzblatt-Kandidaten ever. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: -8 Punkte ◊  Finalchancen: Murphys Law: je mehr ich einen Song hasse, desto besser kommt er bei der Masse an. Mein Alptraum ist, dass diese Sülze gewinnt. Im Finale ist das sicher.

5. Schweiz: Michael von der HeideIl pleut de l’Or

Wunderbare Kreuzung aus Discogeigen, einem französischen Chanson klassischer Bauart und, als melodischem Hinhörer, Lena Philipssons ‚It hurts‘. Schönster Leserkommentar zum Sänger: „Il pleut de Ohr“. Klassisch dummer Youtube-Kommentar: „Your gay“. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 7 Punkte ◊ Finalchancen: Ein Schwuppenschlager ist immer riskant. Ich drück ganz fest die Daumen!

6. Schweden: Anna BergendahlThis is my Life

Eine furchtbare Kreuzung aus Dolly Parton, Amy McDonald und Nicole performt eine hirnstarreöde Countryballade. Wenn dies Dein Leben ist, Anna, dann stirb. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: -12 Punkte ◊ Finalchancen: Wie gesagt, je mehr ich einen Song hasse…

7. Aserbaidschan: Safura ƏlizadəDrip Drop

Eine überschminkte, überagierende und untertalentierte Minderjährige performt einen getragenen Werbejingle für den Rowenta Robusta 3000 Kaffeevollautomaten mit Tropfstopp. Darauf hat die Welt gewartet. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 5 Punkte ◊ Finalchancen: Selbst wenn der Song richtig mies wäre, was er nicht ist: es ist Aserbaidschan, also die Türkei II. Sprich: ein sicherer Finalist.

8. Ukraine: AlyoshaSweet People

Drei Anläufe brauchte die einstmals so stolze Eurovisionsnation für ihren Beitrag, und jedes Mal wurde es schlimmer. ‚Sweet People‘ hat keine Melodie und keinen Refrain, dafür aber einen steinerweichend dummen Text und eine suizidal rumgreinende Sängerin. Es ist peinlich für alle Beteiligten. Wäre man doch nur zu Hause geblieben. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte ◊ Finalchancen: Allenfalls erhöht das die Chancen für Safura und Sieneke.

9. Niederlande: Sieneke Peeters – Ik ben verliefd (Sha-la-lie)

Eine auf hysterische Hausfrau im Klimakterium getrimmte Schülerin mit einem Drehorgelschlager von Vader Abraham. Doch, wirklich. Und Sie dachten schon, die Toppers (2009) seien hoffnungslos altmodisch gewesen! ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 2 Punkte ◊ Finalchance: Die Definition eines Eurovisionsselbstmordes.

10. Rumänien: Paula Seling + OviPlaying with Fire

Ein enthusiastisch performendes Hetenpärchen am Klavier mit einem flotten, radiofreundlichen Midtemposong. Und solange Paula nicht so kreischt, kann man’s sogar ohne Kopfschmerzen hören. Selbst wenn sich, ganz maltaesk, ‚Fire‘ mit ‚Desire‘ reimt. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 6 Punkte ◊ Finalchancen: Gucken genug Hetenpärchen zu. Das kommt weiter.

11. Slowenien: Ansambel Roka Žlindre & KalamariNarodnozabavni Rock

Die Slowenen verwechselten dieses Jahr den Song Contest mit dem Grand Prix der Volksmusik. Um es schlimmer zu machen, mixten sie ihren Beitrag auch noch mit widerwärtigstem Achtzigerjahre-Haarrock. Akkordeon ja, aber nicht so! ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: -7 Punkte ◊ Finalchancen: Falsche Zielgruppe. Sorry, Folks!

12. Irland: Niamh KavanghIt’s for you

Tja, der Lack ist ab bei der Kavanagh. Fieser formuliert: eine Schabrack‘, die Kavanagh! Da hilft es auch nix, einen lauen Aufguss von ‚My Heart will go on‘ zu intonieren. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 1 Punkt ◊ Finalchancen: Sinkt wie die Titanic, hoffe ich.

13. Bulgarien: MiroAngel si ti

Fantastisch camper Discoschlager mit traumhaft hysterischen Geigen und einem superb eingängigen „Ooooooh oooooh ooooh ooooh“-Refrain. Ach, und Miros blaue Augen, die machen mich so sentimental. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 12 Punkte ◊ Finalchancen: Wenn das hängen bleibt, gibt’s Tote!

14. Zypern: Jon Lilygreen + the IslandersLife looks better in Spring

Inhaltlich stimme ich dem für Zypern startenden Waliser (Inselbewohner ist Inselbewohner) ja zu. Musikalisch erweist sich das handgemachte Wandergitarrengeklampfe aber als so öde, da sterben die Frühlingsblumen wieder ab. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte ◊ Finalchancen: dann doch lieber eine andere Urlaubsinsel.

15. Kroatien: FemminemLako je sve

Da ist sie, meine heiß geliebte, herzzerreißende Balkanballade! Und eine wunderhübsche Choreografie gibt’s noch obendrauf. Dafür verzeihe ich den Dreien sogar das schlimme ‚Call me‘ (BA 2005). Und ihr merkwürdiges Make-up, das sie aussehen lässt, als habe sie ein transsexueller Werwolf angefallen. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 10 Punkte ◊ Finalchance: mit den kombinierten Balkan- und Herzschmerz-Stimmen ist der Finaleinzug ein Leichtes!

16. Georgien: Sofie NizharadzeShine

Seufz. In früheren, besseren Zeiten standen Songtitel wie ‚This is my Life‘ und ‚Shine‘ mal für campe Discoschlager. Und heute? Selbst für einen Trauermarsch ist die georgische Nummer noch zu lahm. Auch, wenn sich Nizharadze scheint’s mit Nachtigall übersetzt. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: -10 Punkte ◊ Finalchancen: Nö. Die Balladenvote geht nach Kroatien. Zu Recht.

17. Türkei: maNgaWe could be the same

Die Türken als Teil der Diaspora-Stimmen-Big-Four (AZ, AM, GR, TR), die per se Minimum 50 Punkte Startbonus kassieren, selbst wenn sie einen Besen hinstellen würden, können ja problemlos Wagnisse eingehen. So wie diese düstere, ein wenig sperrige, leider aber auch für ihre Verhältnisse etwas flache Nu-Metal-Nummer ihres Popexports maNga. Als einziger zeitgemäßer Beitrag im zweiten Semi aber ein würdiger Abschluss. ◊ Aufrechtgehn.de-Wertung: 5 Punkte ◊ Finalchancen: die Türkei ist praktisch stets fix fürs Finale gesetzt. Heuer (wie meist) aber zu Recht.

Und damit schließt sich die zweite Qualifikationsrunde.

13 Gedanken zu “Zweite Qualifikationsrunde 2010: die Übersicht

  1. … Mein Fave ist hier Dänemark:p Das du die beiden Faves nicht im Finale siehst finde ich gut:p aber ins Finale werden eh beide kommen… Also sehen tust du Aserbaidschan im Finale schon^^ aber ich glaube wollen würdest du es nicht, oder?^^ Naja… Dänemark ist hier noch am Besten^^ Irland und Kroatien sind ganz ok Schweiz bin ich mal gespannt… Schweden ist auch ganz ok… Türkei finde ich toll…

  2. Ich wünsche ja nicht, dass es Tote gibt, aber ich wünsche inständig, dass diese Miro-Nummer draußen vor der Tür bleibt. Die Videofassung ist zwar geringfügig besser als die Live-Version, aber nach wie vor ist das meiner Meinung nach der Schlimmste Beitrag in diesem Halbfinale. Mein klarer Favorit hier ist Kroatien, gefolgt von (*wegduck*) Schweden!

  3. also mir würde es reichen, wenn hier die türkei, die schweiz und litauen weiterkämen und der rest des finals sich aus teil 1 rekrutiert. hier ist derart viel schrott am start…. da kann man sicher sein, dass der sieger aus diesem semi kommt (azerbeidschan – wolln mer wetten ??)

  4. Litauen (!!) und Rumänien – die zwei möchte ich auf jeden Fall im Finale sehen – gegen Bulgarien und die Türkei hätte ich auch nix… Ich finde, das ist das schwächere Semi – beinhaltet mit Slowenien, den Niederlanden, Schweden und Georgien vier der grausamten Beiträge des Jahres.

  5. Die beiden Favs? Wer soll das sein? Meinst Du Deine oder gibt es schon allgemeingültige Fan-Faves. Aserbaidschan könnte, wie Armenien, Griechenland oder die Türkei einen Besen auf die Bühne stellen und drei Minuten lang den Fiepton vom Testbild laufen lassen – sie wären im Finale und dort unter den ersten Zehn. Strenggenommen sind das die echten Big Four. 🙂 Drip Drop ist aber unter den Semi-Songs nicht der schlechteste, trotz Safuras Unvermögen. Also, er ist nicht gut, aber es gibt so viele noch viel schlechtere Titel, dass der Finaleinzug von AZ in Ordnung geht.

  6. re: Die beiden Favs? [quote=Aufrechtgehn] Aserbaidschan könnte, wie Armenien, Griechenland oder die Türkei einen Besen auf die Bühne stellen und drei Minuten lang den Fiepton vom Testbild laufen lassen – sie wären im Finale und dort unter den ersten Zehn.[/quote] Wir werden sehen. Gegen den türkischen und den armenischen Beitrag habe ich ja auch gar nichts, und selbst das drip drop ist erträglich. Aber den Automatismus finde ich natürlich auch nicht toll. Sollte er nur auf ähnlichen Geschmäckern beruhen, ginge das sogar noch in Ordnung (ist ja irgendwie demokratisch), aber wenn v.a. Diasporavoting der Grund dafür ist, könnten ja die vielgescholtenen Juries dies etwas abdämpfen (ich weiß, das es da auch andere Alternativen gäbe; auch einige der vom Webmaster präsentierten könnten funktionieren). Also: wir werden sehen.

  7. Für mich wären es Litauen, Armenien, Schweden, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Türkei, Zypern, die ich ins Finale schicken würde, wenngleich auch welche drunter sind, für die ich keinen Finger krumm machte, um dafür zu kämpfen. Am besten in der Runde gefällt mir die Schweiz – das Lied ist neu abgemischt, wirkt poppiger, mit mehr Akzenten. Könnte es mir nett vorstellen, wenn die Niederlande in die Finalrunde käme und direkt vor oder nach Deutschland starten würde: Wie unterschiedlich es doch sein kann, wenn zwei Mädels etwa gleichen Alters über die Liebe singen 😆

  8. Oliver, Du wirst irren!!! …LEIDER übrigens: Aber ich halte jede Wette, daß Dänemark gaaaaaanz locker ins Finale kommt und dort unter die Top 7…. ….und um noch schlimmer zu machen: Schweden!!!! Das ist massenkompatibel – mainstream und gut für Punkte aus ALLEN Ländern…ich ahne Böses (nach meinem Geschmack). Obwohl ein Gutes hätte die Sache: Stockholm 2011 ist ein nettes Reiseziel….

  9. ich fänd´s ja notfalls auch in göteborg wieder ganz schön. und natürlich ist schweden derzeit mit abstand mein favorit (vielleicht bin ich ja zu massenkompatibel? 😀 ) – es sei denn, in diesem jahr ginge der sieg nach hannover, was ich gar nicht gänzlich ausschließen will. ansonsten ist (ich korrigiere meine einschätzung zum ersten semi) hier nix dolles bei: dänemark ist ein skandal, nach der nummer im vergangenen jahr schon wieder so´n schmarrn. weiterkommen dürfen meinetwegen noch kroatien, rumänien, bulgarien und die schweiz (schon wieder eine korrektur – aber wer wusste im dezember schon, was da noch kommen würde? 😥 ). im moment gewinnt azerbaidschan bei mir an gefälligkeit. gar nicht geht slowenien. israel finde ich nicht verkehrt, aber ich mochte ja auch schon david d´or, der dann zwar nicht sang- und klanglos (ganz im gegenteil), aber völlig hoffnungslos untergegangen ist. und dagegen ist milim nur ein blasser abklatsch.

  10. Nö, Dänemark ist kein Skandal – ein Skandal regt die Leute auf/an, was man von diesem Langweiler nun mit dem allerbesten Willen nicht sagen kann. Das Ding geht aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit locker ins Finale. Es besticht durch Seelenlosigkeit, wofür es in Europa garantiert ein Riesenpublikum gibt. Deswegen glaube ich auch, dass Norwegen weit vorne landen wird.

  11. Nur der Übersicht halber… …wie schon beim ersten Semi: Das sind die zehn Kandidaten, die laut Oliver das Finale erreichen werden: 1 Litauen 2 Armenien 4 Dänemark 5 Schweiz 6 Schweden 7 Aserbaidschan 10 Rumänien 13 Bulgarien 15 Kroatien 17 Türkei Wobei die Formulierungen hier ein wenig vager geraten sind als im ersten Semi. Aber das ist bei mindestens zwei Helden des Camp auch nicht anders zu erwarten… 😉

  12. So seltsam das klingen mag, ich freue mich auf dieses Jahr. Schwache Jahrgänge bringen meist sehr interessante Abstimmungen hervor, über die man sich dann herrlich aufregen, wundern oder kaputtlachen kann. 2009 war von den Liedern her toll, aber die Abstimmung war nach dem fünften Land irgendwie langweilig…

  13. Dann halte ich mal dagegen. Ins Finale kommen nach meiner Einschätzung: Armenien Israel Dänemark Schweden (Wackelkandidat, aber hey, es ist Schweden…) Aserbaidschan Rumänien Irland (nach Slowenien könnte sie mit ihrer Hammerstimme ‚Alle meine Entchen‘ singen und käme trotzdem ins Finale!) Bulgarien (größter Wackelkandidat der Liste) Kroatien Türkei wobei Aserbaidschan wohl die Runde gewinnen wird – der Mist ist leider verflucht eingängig, und die Mords-Werbekampagne, die sie überall starten, tut ein übriges. Allerdings würde ich leider kot… -äh, mich kräftig übergeben müssen, sollte Safura tatsächlich das Finale in Oslo gewinnen. Alles andere ist besser als Baku 2011. Ein paar Worte noch zu denjenigen, die da oben in der Liste nicht auftauchen: Für die Schweiz dürfte es sehr eng werden, er könnte der unglückliche elfte (bzw. mit Jury zehnte) werden, der es so gerade eben mit einem Punkt Abstand nicht schafft. Den slowenischen Song fand ich beim ersten Hören toll, inzwischen sinkt er wie ein Stein. Sieneke ist nicht so chancenlos, wie gemeinhin angenommen wird. Dieser ‚Mir-doch-alles-egal-Song‘ nach diesem ganzen Depressionsgesülze und vor dem unglaublich anstrengenden Song aus Rumänien könnte mööööglicherweiiiiise für eine Riesenüberraschung sorgen. Die Ukraine ist dieses Mal aus meiner Sicht absolut chancenlos, gleiches gilt für Litauen. Georgien ist schwer einzuschätzen, das dürfte tagesformabhängig sein. Sie hat ne günstige Startnummer, ist aber ansonsten blass. Und schlussendlich Zypern. Brav, lieb, nett, aber nett ist die kleine Schwester von? Genau. Und warum sollte man für ihn anrufen, wenn man auch für die unendlich viel besseren Songs aus Irland oder Israel (jawohl!!) anrufen kann? Hach, ist das schön – diese völlig sinnfreien Spekulationen im Vorfeld. Na ja, heute gehts ja mit den Proben des zweiten Semis los, mal schauen, was sich da noch an neuen Eindrücken und Erkenntnissen ergibt…

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