Zweites Semifinale 2011: die Proben

Und schon sind wir bei Tag sieben der Proben in Düsseldorf. Aus dem donnerstäglichen zweiten Semis gingen gestern die ersten Teilnehmer zum zweiten Mal ins Test-Rennen – geprobt wurde die über sehr weite Strecken sehr langweilige erste Hälfte, für welche das Bereitstellen von Discoschorle (Wodka & Red Bull), Koffeintabletten und Streichhölzern für das Offenhalten der Augen angezeigt erscheint. Außer Konkurrenz probte Eric Saade zudem den Glasbruch – und strafte das alte Ammenmärchen „Glück und Glas, wie leicht bricht das“ Lügen. Heute dürfen wir auf den zweiten Durchgang von Dana International gespannt sein. Und heute Nachmittag folgen die ersten Proben der Big Five (dazu aber dann ein gesonderter Eintrag).


Rundgang durchs Pressezentrum

Wie schon beim ersten Semi folgt auch hier zunächst die Bewertung der ersten Probe vom Dienstag, gefolgt von den heutigen Begebenheiten.

1. Bosnien-Herzegowina: Dino MerlinLove in Rewind

Erste Probe: Kann ein Tag schöner beginnen als mit Dino Merlin? Der bosnische Meister steht, wie immer in einem… ähhh… interessanten Jackett, mitsamt seiner fröhlichen Musikantentruppe auf der Bühne und gibt weise lächenlnd seine magische, fröhliche Nummer zum Besten. Und zwar so energiegeladen und charmant wie bei der bosnischen Songpräsentation – dankenswerterweise ohne die Gummibein-Einlage. Dafür endet der Song mit einer zauberhaften, winkenden Handchoreografie aller sechs Musikanten. Wer sich an dieser Stelle nicht in ‚Love in Rewind‘ verliebt hat und den restlichen Tag mit einem Ohrwurm und einem Dauergrinsen durch die Gegend läuft, dem ist nicht mehr zu helfen. Ohne jede Frage im Finale.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 12/12 Punkten.

Zweite Probe: Lieber Eric Saade. Wir zwei müssen reden. Ich weiß nicht, wie ich es Dir sagen soll, aber… ich habe mich in einen Anderen verliebt. Ich hab mich ja lange dagegen gewehrt, aber meine Gefühle sind stärker. Weißt Du, ich hab dann immer den ganzen Tag gute Laune, wenn ich den sehe und laufe dann mit so einer Melodie im Kopf herum. Ich hoffe, Du kannst mir vergeben… Okay, liebe Nation, jetzt wisst ihr’s auch: ‚Love in Rewind‘ ist mein neuer amtlicher Lieblingsbeitrag 2011. Ab jetzt freue ich mich also schon mal auf Sarajewo 2012. Und in dem ich das ausspreche, sind natürlich alle Chancen dahin, dass es soweit auch tatsächlich kommt.


Neue Wertung: 12/12 Punkten.

2. Österreich: Nadine BeilerThe Secret is Love

Erste Probe: Bockmist! Ich hatte mich doch schon so drauf gefreut, dass Österreich als Strafe dafür, die Trackshittaz verschmäht zu haben, im Semi scheitern wird. Und jetzt das: so sehr ich die Disney-Ballade ‚The Secret is Love‘ noch immer hasse – verdammt, kann die Alte singen! Vom Acapella-Auftakt über den fünfstimmigen, das Lied grandios hebenden Gospelchor vor der Rückung bis hin zum Acapella-Finale: das war eine grandiose Gesangsleistung! Und auch die Präsentation stimmt: Nadine steht in safuraesken High Heels und im kleinen Schwarzen alleine auf einem Podest in Bühnenmitte, die Gospelfrauen dezent im Background, der Hintergrund changiert von Weltallschwarz zu Mitternachtsblau, und sie schaut und singt einfach mit der richtigen Mischung aus Fragilität und Selbstsicherheit in die Kamera. Da fällt selbst die nach wie vor lächerliche Mireille-Mathieu-Perücke nicht mehr ins Gewicht. Bombenauftritt, hundertprozentig durch ins Finale. Hut ab!


Aufrechtgehn.de-Wertung: 4/12 Punkten.

Zweite Probe: Heute hat mich Nadine dann nicht mehr so ganz vom Hocker gerissen und meine Abscheu vor dem grässlichen Lied gewann beinahe wieder die Oberhand. Aber dann setzten die fabelhaften Almettes (ihr großartiger Gospelchor) ein – und whoa!: Finale. Da beißt die Maus keinen Faden ab.


Neue Wertung: 3/12 Punkten.

3. Niederlande: 3JsNever alone

Erste Probe: Die drei – bei der heutigen Probe äußerst leger gekleideten und offenbar ungeduschten – Jotte stehen, begleitet von drei Chorsänger/innen, auf der Bühne und singen ihre superlangweilige Seichtmucke. Das wars, mehr gibt’s nicht zu berichten. Keine Show, keine Choreografie – nichts, was von der unerträglichen Langweiligkeit des Seins ablenken würde. Komm zurück, Sieneke, alles ist vergeben! Wenn das von den Televotern und Jurys mehr als Null ein paar belgische Nachbarschafts-Mitleidspunkte kriegt, fress ich ’nen Besen.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 0/12 Punkten.

Zweite Probe: So, jetzt ist der Schuldige für das (unweigerliche) Ausscheiden der drei Jotte schon mal ausgemacht: die Halle! Zu groß! Okay, klar, vor so vielen Zuschauer haben die nach wie vor ungeduscht aussehenden (kann da der Hauptsponsor des Events nicht mal einschreiten?) Niederländer sicher noch nie gespielt – und werden das auch nie mehr. Superschnarch!


Neue Wertung: 0/12 Punkten.

4. Belgien: Witloof BayWith Love, Baby

Erste Probe: Ich hoffe mal sehr, dass das heute bei der Probe noch nicht die Bühnenklamotten für das Semi waren. Denn im Moment sehen die sechs Belgier noch aus, als habe man sie zufällig auf der Straße eingefangen und auf die Bühne geschoben. Das strahlt, aller wunderhübsch choreografierten Bewegungen zum Trotz, so viel Glamour aus wie Erich Honecker im Badeanzug. Auch die auf der LED-Wand tanzenden Streptokokken machen es nicht besser. Und auch wenn ich zu den (offenbar wenigen) Fans ihrer Acapella-Nummer gehöre: das ist hier einfach deplatziert und wird auf eine breite wie brüske Ablehnungsfront treffen. Und vermutlich im Hallenlärm ersaufen. Jedenfalls sehen wir das Samstag definitiv nicht wieder.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 3/12 Punkten.

Zweite Probe: Die Crew von OnEurope nahm sich gestern für einen amüsant nachzulesenden Tagesausflug nach Brüssel frei. Hätten sie mal noch eine Woche gewartet, hätten sie mit Witloof Bay mittrampen können und das Geld für Zugtickets gespart. Die Acapellaner trugen heute andere Klamotten als bei der ersten Probe – aber keine besseren. So leid es mir tut: diese Nummer gehört in eine belgische Fußgängerzone und nicht auf die Eurovisionsbühne! Weg damit!


Neue Wertung: 1/12 Punkten.

5. Slowakei: TwiinsI’m still alive

Erste Probe: Und die Straße der Ödnis nimmt und nimmt kein Ende. Selbst die sechs auf Bühne bewegungslos verharrenden Menschen – die beiden slowakischen Kessler-Zwillinge, ihre stets im Dunkeln bleibenden Backings, ein lustlos vor sich hin dreschender Drummer sowie ein völlig überflüssiger Mann am Klavier – scheinen sich zu Tode zu langweilen, jedenfalls dem Ausdruck ihrer Gesichter nach zu urteilen. Gut, vielleicht liegt’s auch am Botox. Jedenfalls strafen die Mädels den Songtitel Lügen. Diese Nummer ist klinisch tot. Vorletzter Platz in diesem Semi, aber auch nur, weil die Twiins besser aussehen als die Holländerbuben.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 0/12 Punkten.

Zweite Probe: Wirklich, achtet mal auf den Drummer, falls der mal kurz im Bild sein sollte. Dieser schmerzliche Gesichtsausdruck, der sagt: fünf Jahre Musikstudium, für das hier… Aber vermutlich kriegen wir ohnehin ausschließlich die beiden botoxierten und hirntoten Zwillinge zu sehen, in ihren für Balkan-Verhältnisse beinahe züchtig geschnittenen unifarbenen Minis mit Wedelschleppe. Damit erzeugen sie dann auch die einzige Bewegung auf der Bühne, was aber zu dem wohl monotonsten und höhepunktfreiesten Albumfüllstück passt, das seit ‚Disappear‘ beim Grand Prix zu sehen und zu hören war. Bombt dermaßen.


Neue Wertung: 0/12 Punkten.

6. Ukraine: Mika NewtonAngel

Erste Probe: Mika, die umstrittene Siegerin der undurchsichtigsten Vorentscheidungstravestie Europas, hat die Sandmalerin und Siegerin von Die Ukraine hat Talent, Kseniya Simonova, mitgebracht. Sehr aufmerksam: deren live auf die Hintergrund-LED-Wand projizierte Handwerkskunst ist nämlich in höchstem Maße unterhaltsam. Und lenkt sehr erfolgreich von dem grauenhaften Lied ab, das Mika – die heute in einem fabelhaften Zitronenkleid erschien, beim Semi aber etwas anderes tragen will – unterdessen singt. Frau Simonova würde ich gerne noch mal im Finale sehen, Frau Newton indes nicht – und das werden wir auch nicht.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 1/12 Punkten.

Zweite Probe: In dem verzweifelten wie zweifelhaften Versuch, die Aufmerksamkeit von der Sandinista Kseniya Simonova wieder wenigstens ein kleines bisschen auf sich zu lenken und gleichzeitig ihre Hauptkonkurrentin im europäischen Schreiwettbewerb, Aurela Gaçe, einzuschüchtern, entschloß sich Mika Newton heute, einem albanischen Adler die Flügel herauszureißen und sich die Trophäe auf die Schultern zu tackern. Wobei der Adler beim Zweikampf mit Mika so viele Federn verlor, dass sie jetzt aussieht wie ein gerupftes Huhn. Schlimm! Mal schauen, wer schneller ist: die Albanermafia oder PETA. Bis nächsten Donnerstag haben sie noch Zeit für Rache, danach heißt es für Frau Newton: zurück in die Ukraine. Denn bei der Abstimmung wird sich jeder nur noch an die Sandmalerei erinnern, keiner mehr an das Lied.


Neue Wertung: 1/12 Punkten.

7. Moldawien: Zdob si ZdubSo lucky

Erste Probe: Unendliche Dankbarkeit empfindet man an dieser Stelle, nach fünf Superlangweilern am Stück, von den moldawischen Red Hot Chili Peppers wieder aufgeweckt zu werden. Die Jungs haben die goldene Contestregel verinnerlicht: Rockbeiträge beim Grand Prix niemals ohne Gimmick! Selbstverständlich erscheinen sie daher wieder in ihren gigantischen Spitzkegelhüten (an denen sich auch Jedward ein frisürliches Vorbild nahmen) und haben auch die einradfahrende Elfe nicht vergessen. Den LED-Schirm hinter der Bühne überfluten indes Armeen gezeichneter spitzkegelbehüteter Zdobbse und Zdubbse – sehr bunt, sehr wuchtig, sehr effektiv! Definitiv im Finale.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 5/12 Punkten.

Zweite Probe: Einen besseren Startplatz hätten die kreglen Moldawer kaum erwischen können als nach der langweiligsten Eurovisionsliederstrecke seit dem Finale von 1995. Ob ihre Spitzkegelhüte tatsächlich „nationale Kostüme“ sind? Bislang kannte ich solchen Kopfschmuck eigentlich eher aus der Schämecke in der Schule (als Strafe für vorlautes Verhalten) oder vom Ku Klux Klan. Anyway, es sieht lustig aus, es klingt lebendig, es ist im Finale!


Neue Wertung: 4/12 Punkten.

8. Schweden: Eric SaadePopular

Erste Probe: Eric hat sich, um die längst nicht mehr zeitgemäße Sechs-Mann-Regel einzuhalten, auf nur drei Tänzer beschränken müssen, die allerdings die beim Melodifestivalen gezeigte, perfekte Show mit eiserner, beinahe schon beängstigender Präzision abliefern. Zwei Backings übernehmen den Löwenanteil der Gesangsarbeit, vor allem in den Phasen, in denen Eric selbst zentraler Bestandteil der heftigen Choreografie ist. Die Glaswände blieben bei der heutigen Probe heil, werden im Semi aber zertrümmert. Man kann den Beitrag hassen oder lieben: die Schweden haben am ukrainischen Beispiel gelernt und eine gut geölte Perfektionsmaschine nach Düsseldorf geschickt. Funktioniert und kommt locker ins Finale.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 10/12 Punkten.

Zweite Probe: Mittlerweile konzentriert sich alles auf die Frage, ob das Glas bricht. Der schwedische Show-Gimmick funktioniert nämlich mal gar nicht und mal eher schlecht als recht. Krisensitzungen und Sonderproben wurden bereits anberaumt, Eric wirkt auch nervlich ein bisschen angegriffen. Schon irgendwie blöd, wenn der ganze Auftritt an so einem technischen Detail hängt, aber das haben sich die Schweden selbst eingebrockt. Dafür funktioniert der Live-Gesang besser als erwartet, die performatorischen Lasten sind mittlerweile perfekt auf Eric (der übrigens in seiner schwarzen Lederjacke ohne LED-Schnickschnack wesentlich butcher wirkt als Alex Sparrow), die zwei Backingsänger und die drei Tänzer aufgeteilt. Der Song lebt ja ohnehin eher von der Darbietung und der Energie. Es sollte also alles gut gehen..


Neue Wertung: 8/12 Punkten.

9. Zypern: Christos MylordosSan Angelos s’agapisa

Erste Probe: Christos und seine vier Backingsänger, alle in schwarz mit silbernen Schulterlitzen, verwerten die im Bühnenboden festgeschraubten Skischuhe von Sakis Rouvas (GR 2009) wieder. Von diesen gestützt, singen sie in teils atemberaubender Schieflage (also, optisch, nicht stimmlich, da passt alles) den packenden inselgriechischen Schmachtfetzen, während sich auf der LED-Wand wolkenkratzergroße Zeichentrickspermien synchron dazu im Sturm bewegen. Die schreiende Frau wurde dankenswerterweise auf die Satellitenbühne verbannt, wo sie eine riesige Glaskugel am Strick um sich schwingt (hoffen wir für die Zuschauer, dass das Seil nicht reißt!). Das alles wirkt wahnsinnig dramatisch, was das Stück sehr effektiv unterstützt. Große Eurovisionskunst und definitiv im Finale!


Aufrechtgehn.de-Wertung: 12/12 Punkten.

Zweite Probe: Akte-ESC-Reporter decken auf: Verletzungsgefahr für Christos Mylordos! Der knackige (die Jeans, die er heute in der Probe trug: yummy!) Zypriote muss ja in Socken auf die Bühne, weil er dort erst in seine Skistiefel steigt, die ihm das dramatische Umherlehnen ermöglichen. Wenn da noch Glasbruch vom Eric liegt, nicht auszudenken! Ich liebe absolut alles an diesem Song und seiner Darbietung. Ob indes Europa für diese etwas spezielle Nummer anrufen wird, bleibt abzuwarten. Sollte Christos scheitern, muss ich bittere Tränen der Enttäuschung vergießen – und das wollt ihr doch nicht, oder, liebe Miteuropäer?


Neue Wertung: 12/12 Punkten.

10. Bulgarien: Poli GenovaNa inat

Erste Probe: Bink (die bulgarische Kopie von Pink) steht mit vier Backings, die eine Rockband mimen, auf der Bühne und performt überzeugend. Sie trägt die Rockerversion eines weißen Brautkleides, fabelhafte kniehohe Rock-Chick-Stiefel, einen klassischen Lesbenmohikaner und einen komplett tätowierten Arm. Rock’n’Roll! Auch Bink düst den Catwalk entlang, um sich auf der Satellitenbühne dramatisch zu Boden zu werfen und sich ihres Brautkleides zu entledigen (wobei der Trickkleidabwurf noch nicht so ganz überzeugend gelingt). Dennoch eine in sich stimmige, kraftvolle und überzeugende Darbietung. Auch wenn ich den Song nicht mag: die sehen wir Samstag wieder.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 3/12 Punkten.

Zweite Probe: Aha, die Tattoos sind nicht echt, sonden der Ärmel des Brautkleides! Tja, das ist dann wohl die Eurovisionsvariante von Rock’n’Roll! Der Trickkleidabwurf wurde wieder zurück auf die Hauptbühne verlegt, klappt dafür jetzt aber auch besser. Kommt ins Finale.


Neue Wertung: 3/12 Punkten.

11. Mazedonien: Vlatko IlievskiRusinka

Erste Probe: Elektronisches Soundgeflirre. Von links entert eine fünfköpfige Tanztruppe in weißen Sportklamotten die Bühne (einer trägt indes noch seine Pyjamahose – gut, ist ja auch noch früh am Tag) und beginnt eine hektische, dreiminütige, schweißtreibende Choreografie, irgendwo zwischen ‚Kalinka‘ und ‚Walk like an Egyptian‘. Zwischendrin schlurft irgendwann auch mal die mazedonische Augenweide Vlatko auf die Bühne, bewaffnet mit Flüstertüte (für den Rap-Part) und Gitarre (für zum dran festhalten) und raspelt sein Trinklied ins Mikro, das in dieser noch eher nüchternen Umgebung nicht so recht zünden mag. Das macht alles irgendwie wenig Sinn, und so fürchte ich, dass für ihn am Donnerstag Schluß ist.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 3/12 Punkten.

Zweite Probe: Mittlerweile kann ich mir vorstellen, dass die Halle am Abend des Semifinals zu der lustigen Kalinka-Nummer gut abgeht. Käme das an vierundzwanzigster Stelle im Finale, wo ein Großteil der Zuschauer schon besoffen genug ist, um dazu auf einem Bein tanzend durchs Wohnzimmer zu hüpfen, könnte sich das auch in Stimmen auszahlen. An mittlerer Position im Semi leider nicht. Bleibt daher hängen.


Neue Wertung: 5/12 Punkten.

12. Israel: Dana InternationalDing Dong

Erste Probe: Liebe Düsseldorfer Drogendealer! Bitte umgehend Kontakt mit der israelischen Delegation in der Arena aufnehmen. Frau International braucht dringend – ich betone: dringend!!! – Nachschub an stimmungsaufhellenden und energieliefernden Substanzen. Außerdem wird ein geübter Choreograf händeringend gesucht, der sich die Herkulesaufgabe zutraut, in diese hüftsteifen Showrentnerinnen (gemeint sind Dana und ihre fünf trüben Backings) innerhalb weniger Tage noch eine Notfallchoreografie reinzuprügeln, damit das Ganze wenigstens grundlegenden Grand-Prix-Standards genügt. Und falls jemand noch ein paar Stimmbänder erübrigen kann – jede Spende hilft!


Aufrechtgehn.de-Wertung: 1/12 Punkten.

Zweite Probe: Jesus, da hat sich Dana International von Jean Paul Gaultier aber über den Tisch ziehen lassen! Ihr Auftritt im für das Semi vorgesehenen Kleid löste im Pressezentrum, wie über die ESCdaily-Livecam mitzuverfolgen war, hysterische Lachanfälle aus. Sie trägt ein grünes, aus einem alten Rattankorbstuhl zusammengewebtes Kleid, das sie – je nach Abstand der Kamera – wie einen Fisch oder eine Ananas aussehen lässt. Dass sie sich im Backstage-Bericht gegen Close-ups wehrte, hat seinen guten Grund: in der Nahaufnahme sieht sie, wie soll ich es taktvoll ausdrücken: verlebt aus. Der Gesang ist, wie wir seit jeher wissen, nicht ihre Stärke. Leider tun ihre fünf Backings wenig, das auszugleichen (könnten die österreichischen Almettes nicht bitte einspringen?). Eine gute Entscheidung allerdings, zum Songfinale die fünf Kilometer auf dem Catwalk bis zur Satellitenbühne zu stöckeln, womit endlich ein bisschen Bewegung in die viel zu statische Darbietung kommt, und dort wenigstens ganz zum Schluß ein wenig Glamour zu verbreiten. Alles in allem aber nur ein müder Abklatsch ihrer selbst. Ich fürchte, das wird im Semi scheitern.


Neue Wertung: 5/12 Punkten.

13. Slowenien: Maja KeucNo one

Erste Probe: Ein merkwürdiges Outfit, das Maja da trägt: oberschenkelhohe Schlampenlederstiefel, dazu ein für Ostblockverhältnisse schon fast burkahaft langes Kleidchen in einer unbeschreiblichen Farbe mit Chromspoilereinsätzen im Ausschnitt. Unterstützt im Chor von Poli Inat (jedenfalls der blonden Brikettfrisur nach zu urteilen) und Helene Bøksle (jedenfalls dem Vorbau nach zu urteilen). Alles in allem aber eine astrein druckvolle Darbietung der dramatisch-rockigen Balkanballade. Aufgemerkt, liebe Dana: so geht ein Diva-Auftritt! Deswegen kommt Maja auch weiter und Du nicht.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 1/12 Punkten.

Zweite Probe: Diesmal erschien Maja, bis auf die fabelhaften Stiefel, in Casual Wear – und wie schon die Polin sah auch sie darin sehr viel besser aus als im Bühnendress! Es gibt ein bisschen synchrones Über-die-Bühne-Wandern mit den Backings und ein wenig Handchoreografie: alles wirkt lässig und unangestrengt, wie auch ihr Gesang. So wenig ich den Song anfänglich mochte: das hat Klasse und Stil! Sicherer Finalist und der Sargnagel für Dana International.


Neue Wertung: 4/12 Punkten.

14. Rumänien: Hotel FMChange

Erste Probe: Und die zweite Pyjama-Hose des heutigen Tages, diesmal am Leadsänger der Kappelle aus Muränien. Das Karpatenland entwickelt sich ja langsam zum zweiten Dänemark, mit entsetzlich öder Hausfrauenbügelmusik, die besagter Leadsänger ein klein wenig zu überenthusiastisch zu verkaufen versucht. Umtanzt von zwei Ischen im Jazztanz-Outfit, die dazu noch ein paar Trompeten schwingen. Gott, so hab ich mich seit den Niederlanden nicht mehr gelangweilt. Kann die ARD statt dieses lahmen Auftritts nicht lieber das Skandalvideo zeigen, wo der Sänger vor der Kamera die Liebe an und für sich demonstriert? Ich würde das viel lieber sehen! Finale? Vielleicht, vielleicht auch knapp Platz 11. Ich sage mal: Platz 11.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 0/12 Punkten.

Zweite Probe: Können wir bitte mal kurz über die Frisursituation hier sprechen? Mit Schwarzkopf ist doch ein Haarprodukt-Hersteller Hauptsponsor, wie können da solche Frisurenverbrechen wie der schlimme Mopp auf dem Kopf des rumänischen Sängers zugelassen werden? Musikalisch, modisch und dekorationstechnisch wirkt das alles wie frisch aus den mittleren Achtzigern (bekanntlich eine der ödesten musikalischen Äras aller Zeiten) importiert. Die übertriebene Gestik und Mimik wirkt verzweifelt – sie wissen, dass sie im selben Segment fischen wie Dänemark und trotz wegen ihres nur um Nuancen weniger brechreizerregenden Liedleins den Kürzeren ziehen werden.


Neue Wertung: 0/12 Punkten.

15. Estland: Getter JaaniRockefeller Street

Erste Probe: Im Prinzip dieselbe bewährte Show wie schon beim Eesti Laul. Nur die Rockefeller-Street-Hausnachbauten, auf denen Getter und ihre Truppe ihre Tanzchoreografie abziehen, sehen diesmal aus wie aus billigem bedrucktem Pappkarton. Auf der LED-Wand dreht sich ein Riesenrad – eher Rummelplatz als Downtown, nicht gut! Getter kommt bei all dem Gehopse am Ende hörbar außer Atem, dafür ist der Trick mit dem Taschentuch / Zauberstab am Anfang sehr niedlich. Nur wird den halb Europa, nach der vorangegangenen Werbepause mit der üblichen Verspätung vom Klo kommend, leider verpassen, genau so wie den fabelhaft elektronisch verspielten Songauftakt, der aber den ganzen Zauber des Liedes fundiert. Und genau deswegen könnte diese, als eine der Favoriten gesetzte Nummer schockhaft im Semi scheitern.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 5/12 Punkten.

Zweite Probe: Ui, das war schlecht! Vielleicht lag es nur an der Kameraeinstellung, aber auf dem Mitschnitt von eurovision.tv wirkte die zweite Probe chaotisch und unkoordiniert. Und Getter bellte und fiepste an etlichen Stellen wie eine Tierheimwelpe am Besuchstag. An sich hat die herzige Elektropopnummer großes Potential, aber ich bin mir immer sicherer, dass sie überraschend scheitern wird.


Neue Wertung: 5/12 Punkten.

16. Weißrussland: Anastasiya VinnikovaI love Belarus

Erste Probe: Wetten, dass die Belarus-Faust eine der beliebtesten Tanzmoves im Euroclub bzw. auf Grand-Prix-Partys wird? Anastasiya und ihr Chor verschanzen sich hinter glühbirnengespickten Schutzschilden (kommt, soooo schlecht singt ihr nun auch wieder nicht!) und liefern eine sparsame, aber hoch effektive Choreografie ab, deren tragendes Element besagte, zur Leadzeile „I love Belarus“ patriotisch in die Luft gereckte Belarus-Faust ist (besonders pikant natürlich direkt vor der Textstelle „Got you deep inside“). Pyrotechnik unterstützt die Darbietung an den richtigen Stellen. Fantastischer Spitzencamp, wegen genau so etwas schaue und liebe ich den Grand Prix! Mittlerweile könnte ich mir sogar vorstellen, dass die Nummer weiterkommt, so viel Spaß macht die!


Aufrechtgehn.de-Wertung: 12/12 Punkten.

Zweite Probe: ‚I love Belarus‘ ist so eine typische campe Eurovisionsnummer, deren (unfreiwilliger?) Witz sich um so schneller abnutzt, je öfters man sie sieht und hört. Die zweite Probe wirkte auf mich etwas halbherzig und lahm, aber das kann besagtem Abnutzungseffekt geschuldet sein. Auf den durchschnittlichen Zuschauer, der das am Donnerstag zum ersten Mal sieht, kann es den klassischen „Das ist so unglaublich daneben und dermaßen politisch unkorrekt, dafür ruf ich an“-Effekt haben. Ich hoffe es jedenfalls.


Neue Wertung: 8/12 Punkten.

17. Lettland: MusiqqAngel in Disguise

Erste Probe: Die lettischen Dick & Doof sitzen auf drehbaren Plaste-Barhockern – mit dem Rücken zum Publikum, was aber im TV ein großartiges Bild ergibt (außer, ein Israeli würfe ihnen einen aufblasbaren Hammer an den Hinterkopf). Dann folgt ein flottes Formatradiolied, ein wenig Herumgehampel, eine peinliche Rapeinlage von Doof und ein noch peinlicheres Sterbender-Schwan-Geröchel von Dick (könnte ihm mal jemand eine gute mattierende Abdeckcreme empfehlen?) zum Schluß. Das ist weder richtig schlecht noch richtig gut und könnte auf Platz 10 landen oder 11. Man wird sehen.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 1/12 Punkten.

Zweite Probe: Dick probte heute in einem gelben Micky-Maus-T-Shirt (lustig, das sollte er auch im Semi tragen!). Modetadel hingegen für Doof: Nana-Mouskouri-Brillen funktionieren auch als ironisches Statement nicht, sondern sehen einfach nur total scheiße aus. Dick jodelte und modulierte heute wie eine männliche Whitney Houston – bitte nicht! Eure Nummer fällt in die Kategorie ‚She’s got the Look‘, nicht ‚The greatest Love of all‘. Der Rap von Doof ist schon überflüssig, Pop-Diva-Manierismen sind hier völlig fehl am Platze. Immer noch ein Grenzgänger, nach der heutigen Probe eher Platz 11 als 10.


Neue Wertung: 0/12 Punkten.

18. Dänemark: A Friend in LondonA new Tomorrow

Erste Probe: Es tut mir ehrlich leid. Ich schreibe diese Zeilen nicht gerne. Ich bin ein friedliebender Mensch und kann normalerweise keiner Fliege was zuleide tun. Wer mich persönlich kennt, wird das bestätigen können. Aber ich habe die ganzen drei Minuten über nur das dringende, drängende Bedürfnis, den dänischen Leadsänger mit seiner Posergitarre zu verprügeln, sein blödes OP-Hemd anzuzünden, ihn an seinem lächerlichen, zum Vogelnest degenerierten Pseudomohikaner durch die Halle zu schleifen und ihn im nächstgelegenen Weiher zu ersäufen. Beinahe schon schade, dass die Al Quaida aufgeflogen ist, bevor sie diesem Treiben ein blutiges Ende bereiten konnte. Diese geballte Grütze macht mich dermaßen aggressiv, dass ich Angst vor mir bekomme. Und das Schlimmste ist, dass ich diese Darbietung ja am Samstag noch mal ertragen muss…


Aufrechtgehn.de-Wertung: Minus eine Million Punkte. Bitte macht das weg!

Zweite Probe: Oben bezeichnete ich das Outfit des Leadsängers als „OP-Hemd“. Das nehme ich zurück – mittlerweile glaube ich eher, dass es sich um ein Zitat des russischen Spannbettlaken-Trickkleides von 1994 handelt. Bizarr: augenscheinlich glauben die Verblendeten ernsthaft, so etwas wie eine richtige Rockband zu sein. Ich wünsche ihnen einen Auftritt bei Rock am Ring, wo man sie fraglos mit halbvollen Bierbechern bewürfe. Meinem Abscheu über die unumstößliche Tatsache, dass diese Grütze am Samstag unter den ersten Fünf landen wird, gab ich ja bereits Ausdruck. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.


Neue Wertung: kommt, lasst gut sein…

19. Irland: JedwardLipstick

Erste Probe: Super! So geht Spaß! Die Grimes-Zwillinge, heute von Lena höchstpersönlich abgeholt und in die Halle gefahren, erscheinen in Michael-Jackson-Phantasieuniformen und mit Bondage-Chucks und hüpfen, springen, marschieren und zeichensprachen sich durch ihren top-eingängigen Popknaller. Zum Auftakt liegt einer der Grimes-Buben noch auf dem trockeneisnebelüberfluteten Bühnenboden, am Ende liefern beide einen Vorwärtssalto ab. So viel positive Energie, um mal Daniel Küblböck zu zitieren, war schon lange nicht mehr. Klar, dass sie da kaum zum Singen kommen – dafür haben sie vier kompetente Backings mitgebracht, und die machen das sehr gut. Ein fabelhafter Abschluss, ein todsicherer Finalist und ein Anwärter auf die Top 5 am Samstag.


Aufrechtgehn.de-Wertung: 10/12Punkten.

Zweite Probe: Und wieder eine neue Phantasieuniform für den Auftritt, diesmal eine glitzernde Robocop-Version eines Weihnachtsmannoutfits. Wo die Beiden diese unglaubliche Energie hernehmen, ist mir ein Rätsel – aber es ist unmöglich, nicht davon angesteckt zu werden!


Neue Wertung: 8/12 Punkten.

So, und damit haben wir dann auch das zweite Semi überstanden. Eine über weite Strecken öde Angelegenheit fürwahr, aber zum Glück auch mit einigen wenigen Highlights. Deutliche schwieriger als im ersten Finale gestaltet sich hier die Vorhersage für die Finalisten, aber ich will mich dennoch daran wagen.

Sicher im Finale sind: Love in Rewind, The Secret is Love, So lucky, Popular, Na inat, No one, A new Tomorrow und Lipstick. Absolut keine Chance haben: Never alone, With Love, Baby, I’m still alive und Rusinka. Es bleiben zwei Finalspots übrig und sieben Länder, die es gerade so schaffen könnten – oder eben auch nicht. Wenn es nach mir ginge, qualifizierten sich davon San Angelos s’agapisa und I love Belarus. Und ich sehe schon kommen, dieses Jahr noch weiter nebendran zu liegen als sonst schon immer.

30 Gedanken zu “Zweites Semifinale 2011: die Proben

  1. Zweites Semi – Teil 1 Nun, der heutige Tag verlief wohl relativ durchwachsen: Bosnien-Herzegowina: Ein toller Opener, verbreitet eine ganz eigentümliche, magische Stimmung und wirkt ansteckend. Trotz der Einfachheit hat die Nummer Pfiff. Professionell dargeboten. Froh bin ich, dass die Bewegungen zwar noch immer skurril, aber nicht mehr linkisch rüberkommen. Österreich: Beim Intro fand ich Nadine etwas schwächelnd, aber das gibt sich hoffentlich noch. Ansonsten, auch wenn das Knödelargument hier vielleicht eher zieht als bei Evelina S, supergut gesungen. Über den Song kann man geteilter Meinung sein (ich mag ihn), aber das ist ganz großes Kino. Auch der Einsatz der Backings ist lobenswert. Im Gegensatz zu Ungarn wirkt das wie der große Chor, der dort fehlte. Niederlande: Nun ja, ordentlich gespielt und gesungen, aber öde. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Belgien: Ich hatte den Eindruck, dass Witloof Bay irgendwie noch mit angezogener Handbremse gesungen haben. Aber da sie sowieso wenig zu üben haben, denke ich, dass sie das einfach für den Live-Einsatz aufsparen. Ich glaube sowieso, dass die Publikum brauchen, um richtig aufzudrehen. Die Abmischung war suboptimal, aber dazu sind ja Proben da, um sowas zu korrigieren. Die Choreo ist auch super. Nicht überkandidelt,, aber durchdacht und wirkungsvoll dargeboten. Bei mir persönlich sind sie unter den Top 3, und irgendwie hoffe ich immer noch inständig, dass sie wenigstens das Semi überleben, auch wenn die Umfrageergebnisse das kaum erwarten lassen. Slowakei: War gesanglich nicht ganz so schlimm, wie ich es mir live vorgestellt hatte. Macht es aber nicht origineller. Ukraine: Der Hintergrund mit der Sandmalerei ist ja top! Endlich mal was Originelles. Der Gesang wirkt dazu eigentlich nur als Hintergrunduntermalung. Ich hoffe mal nicht, dass die Ukraine wegen der Deko besser abschneidet als erwartet … Moldawien: Die Truppe aus Moldawien zeigt eindrucksvoll, dass ein Spaßbeitrag gleichzeitig musikalisch eigenständig, originell und sogar anspruchsvoll sein kann. Leider fürchte ich, dass die gelungene Melange aus unterschiedlichsten Stilrichtungen beim Gros des Publikums nicht ankommen wird. Schweden: Was soll ich sagen. Gut geübt, die Abstimmung ist noch nicht ganz so wie im Video, aber das wird wohl noch. Ich fürchte ja immer noch, dass das so ‚zeitgemäß‘ ist, dass der Kerl womöglich sogar gewinnen könnte, was für mich natürlich eine Horrorvorstellung wäre. Zypern: Eine echte positive Überraschung zum Schluss des Tages. Die Komposition fand ich ja immer schon interessant, vereint sie doch landestypische mit Rock-Elementen. Aber der Knabe wirkte eben sehr blass auf mich und auch nicht besonders stimmsicher. So nahm ich an, dass das live wesentlich schlechter rüberkommt als im Video. Aber weit gefehlt. Zwar haben die Sangeskünste des Herrn C nicht wirklich zugenommen, aber das fällt nicht unangenehm auf, weil das Arrangement der Backingstimmen supergut gelungen ist. Und für die Show haben sie sich echt was ausgedacht. Besonders gut finde ich die Unterstützung meiner Lieblingsstelle (die ’schreiende‘ Frau mit dem unterlegten Rockriff à la Tarja Turunen (ja, ich habe ja bekanntermaßen ein Faible für schreiende Frauen)) durch die hammerwerfende Walküre auf der Satellitenbühne. Wow.

  2. Die Lose waren wirklich garstig Anfang des Jahres. Im ersten Semi nur Uptempo zu Beginn und hier nur Balladen und langsame Songs. Schrecklich. Ich glaube, selbst den guten Dino hat man spätestens bei den Slovakinnen vor Langeweile wieder vergessen. Und glaubst du im Ernst, dass die Ukraine scheitern wird? 😯 Ich bin fest davon überzeugt, dass sie weiterkommt. Erstens ist es die Ukraine, zweitens hat es mit der Sandmalerin ein nettes Gimmick und drittens sind die Slowakinnen im Moment noch so schwach, dass die Ukrainerin im Balladendirektvergleich positiv hervorstechen muss. Und ich möchte nicht wissen, wieviele Zuschauer dann bei Moldawien einen Herzkasper erleiden, wenn sie so unsanft aus ihrem Dämmerschlaf geholt werden. Die sind ja wohl komplett durchgedreht. Whiskey on the Rrrrrrocks (tolles R!) – Absinth wäre passender. Wenn die Fee oft genug im Kreis fährt, wird sie auch automatisch grün. 😆 Aus Schweden nichts Neues. Auch hier Lichter in der Kleidung. Hat tatsächlich auch Safura einen Trend gesetzt? Um richtig schön camp zu sein, hätte er die Jacke aber andersherum anziehen müssen. Na ja, sind ja noch ein paar Proben bis zum Semi.

  3. Zypern Zypern hat mich in der Tat auch echt umgehauen, nachdem ich mich bisher nur so halb dafür erwärmen konnte. Wenn ich da an das Video denke, wo Christos Robbie Williams stimmlich malträtiert hat – ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber auch gefährlich. Als es im Background so richtig rund ging mit den schwarzen Wasweißichfür-eder, wollte ich auch schon fast hier am Bildschirm vor der herabstürzenden Gewalt in Deckung gehen. Ich habe es zwar zuerst nicht recht glauben wollen, aber definitiv einer der Top-Balladen in diesem Jahr. Besonders wo dieses Mal der klassische Herzschmerz vom Balkan fehlt.

  4. Man muss wohl ein bisschen umverteilen… … und zwar erstens den Chor der Österreicherin an die Ungarin ausleihen (so nachzulesen auf dem escnation-blog und auch in dem Forum, das ich üblicherweise zu frequentieren pflege), und zweitens möge doch bitte mal irgendwer den Holländern eine Flasche Shampoo schenken!!! Das kann doch wohl nicht wahr sein: ich hab es schon angemerkt, als ich das erste Mal ein Video des Beitrags gesehen hab, und obwohl ich keine Probenvideos schaue (schlechtes Karma, die einzigen Probenvideos, die ich je gesehen habe, waren seinerzeit die von my dearest lovely Paolo Meneguzzi, und wie das endete, wissen wir ja alle), konnte ich allein schon an dem Bild auf dem hier eingebetteten Video sehen, dass das keine Käs-, sondern Haarfettköppe sind. HRRRRRX. Ja, ich weiß, es ist dumm und oberflächlich, sich an sowas zu stören, aber das wird sowohl der gemeine Televoter als auch der noch gemeinere Juror (tolles Wortspiel, gell?) ebenfalls tun. Hört aus dem slowakischen Lied eigentlich außer mir sonst noch jemand eine Kreuzung aus ‚Rescue me‘ von Bell, Book & Candle und ‚Run and hide‘ raus? Wirds nicht retten, nein nein nein. Was Schweden angeht, so sollten sich dessen Hasser nicht zu früh freuen – ich denk, da ist noch ne Menge Luft nach oben. Mir persönlich wärs aber lieber gewesen, hätte Schweden die Startnummer 7 und Moldawien die 8 gehabt, bei letztgenanntem rollen sich mir immer noch die Fußnägel auf. Aber warum mosern – meine beiden Lieblinge dieses Probentages, nämlich Zypern und mein absoluter Liebling Bosnien-Herzegowina haben sich offensichtlich und nach einhelliger Berichterstattung bravourös geschlagen! Kann man sich mehr wünschen? Sarajevo 2012! Sarajevo 2012! Sarajevo 2012! (was man dreimal sagt, ist wahr 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

  5. Hätt ich nix gegen einzuwenden! Stand heute ist ‚Love in Rewind‘ mein neuer offizieller Lieblingsbeitrag 2011! (Das kann sich freilich wieder ändern, wenn Eric zu besserer Form auflaufen sollte). Und Zypern ist fanatastisch! Kaum zu glauben, dass das derselbe Typ ist, der das Robbie-Lied so zersägt hat.

  6. ESC Fieber Das ist doch das Gute am ESC – er ist immer noch für Überraschungen gut. Zypern überrascht positiv und ist nun definitiv einer meiner Favoriten – einzig die Dame und ihre bizarre Performance irritieren etwas, stören aber auch nicht wirklich. Schade, dass es Zypern selbst mit guten Songs immer schwer hat, das Finale zu erreichen, als etwa Schweden mit einem total durchkalkulierten Auftritt. Was nützt ‚Perfektion‘, wenn Seele, Herz und Wärme fehlen? Das war schon immer das Problem schwedischer ESC-Beiträge…sie sind praktisch das genaue Gegenteil des diesjährigen bosnischen Beitrags. Daher hoffe ich sehr, dass Bosnien dieses Jahr auch beim ESC-Voting belohnt wird und nicht andere vorne landen, die es eigentlich nicht verdient haben. Ich glaube nach wie vor an einen ‚Ohlsen Bros. – Effekt‘ für Dino.

  7. Love in Rewind Mit dem bosnischen Titel gibt es nur ein Problem, aber das halte ich für gravierend: Erinnert ihr Euch noch daran, dass wir fast alle bei der Präsentation zunächst gar nicht besonders begeistert waren? Das braucht einfach etwas, bis es wirkt. Ich hoffe mal, dass hier wirklich ein Olsen-Effekt auftritt und das bei der Majorität in 3 Minuten funktioniert.

  8. Grmpf Bei. Mir. Nicht. Ich hab das Ding auf Anhieb geliebt, war sofort mein Top-Favorit dieses Jahr. Ungläubige, allesamt! 😀 😀 😀 😀 😀 Aber was heißt das schon… direkt danach folgten bei mir Frau Wolf (was das zu bedeuten hat, wissen wir bereits), unser Landrütli (noch zu prüfen, das Lied nervt schnell, könnte allerdings beim ersten Mal zünden), die Freunde von Sjonni (nach wie vor toll, auch wenn es hier wieder viele Ungläubige gibt, die das nicht sehen wollen) sowie Herr Ilievski (Herrgott nochmal, manchmal findet man halt Sachen beim ersten Hören / Schauen gut, wo’s einem danach total peinlich ist. Aber ich bleibe dabei: ‚Love in Rewind‘ wird der Beitrag sein, den spätestens nach der Show alle lieben werden. Ich bin 100000% sicher, dass das ins Finale kommt, und alles weitere hängt dann von der Finalstartreihenfolge ab.

  9. Folter-Semi Nicht nur, dass es einschläfernd beginnt, auch die meisten Uptempo-Songs sind sehr statisch (Israel, Weißrussland). Was soll das? Soll halb Europa wirklich kollektiv in Tiefschlaf versetzt werden? 🙁 Na, immerhin fallen die Perlen dieses Semis dazwischen nur umso mehr auf. Dennoch kann man es wohl schon jetzt als Einschlafhilfe empfehlen. Wäre ich ganz böse, würde ich sagen: Man fühlt sich ja schon fast in die Contests der späten 80er zurückversetzt. Aber ich bin zum Glück nicht böse. 😉

  10. Semi 2 – zweiter Teil Ich gehe mal davon aus, dass in diesem Teil die Abweichung meiner Ansichten zur Majorität vermutlich am größten sein wird, aber OK, gehen wir’s an: Bulgarien: Der Tag geht wunderbar los. Gleich am Anfang einer meiner drei absoluten Lieblinge. Ich freue mich ja sowieso, dass dieses Jahr allgemein rockigere Nummern und auch viele Bands dabei sind. Und da ich auch Gianna Nannini und Pink mag, gefällt mir Poli’s trotziges ‚Na inat‘ recht gut. Ein wenig Bedenken hatte ich ja, ob das ohne die Live-Band, die in Amsterdam so gepunktet hat, gut rüberkommt. Aber die heutige Probe hat gezeigt: es läuft super. Das Gerwand ist zwar (obwohl es mir gefällt) ein wenig zu brav für den toughen Song, aber irgendwas wird halt zum Wegwerfen gebraucht. Stimmlich super, gute Ausnutzung des Catwalk, ausreichend Show, ein perfekter Hintergrund: bravo Poli! Ich schöpfe Hoffnung, dass das entgegen aller Prognosen doch ins Finale kommen könnte. Makedonien: Wie erwartet ein grässliches Stück, das man nur im Vollsuff ertragen kann. Die beste Stelle ist die Passage, in der Herr I seine Klappe hält und die balkanesische Tanzeinlage kommt. Aber eben jenes Balkanfeeling könnte natürlich Stimmen bringen, wer weiß. Ach ja: der Bühnenhintergrund ist gut. Israel: Ein an Banalität kaum zu überbietender Song, mittelmäßig gesungen. Wenn das schon bei den OGAE-Votings nur bis Platz 15 kommt … soviele Eurovisions-Nostalgiker werden sich unter den Televotern schwerlich finden, dass das fürs Finale reicht. Slovenien: Kombination von balladeskem Gesang mit rockigen Riffs. Als ‚Vanilija‘ hatte mir der Song besser gefallen als als ’no one‘, denn auf der entsprechenden Studioaufnahme kam das geniale Rhythmus-Gitarrenriff ab der zweiten Strophe viel schöner zur Geltung. Bai Maja hatte ich ziemliche Befürchtungen, ob sie das live bringt und ob sie nicht zu sehr knödelt. Aber die Darbietung heute war überraschend gut. Steht in gewisser Weise in Konkurrenz zu Österreich. Und obwohl ich den Song besser finde als den steirischen, sehe ich hier weniger Chancen, denn irgendwie ist das Ganze nicht so ‚groß‘. Liegt wahrscheinlich daran, dass die slowenische Show billig wirkt. Hier wäre weniger wohl mehr. Und die letzten Krächzer im Abgesang kann sich Maja auch sparen, das klingt wirklich sehr nach Casting-Show. Aber generell; gut gesungen. Rumänien: Solider Brit-Pop kompetent dargeboten. Aber leider soooo verwechselbar. Sehr zweifelhafter Ausgang. Estland: Auch wenn das Stück immer noch nicht zu meinen persönlichen Favoriten gehört, hat es viele Ingredienzien, die erfolgversprechend sind. Der Song ist bei aller Einfachheit offenbar gut komponiert, man merkt die Handschrift von Herrn Löhmus deutlich, besonders beim zauberhaften Intro und überhaupt der Instrumentierung. Gut gemacht, kommt bestimmt weiter. Und zu recht. Weißrussland: Das Lied ist recht eingängig, und sie kann nicht besonders gut singen. Konkurriert – auch wenn es um die balkan-und-osteuropa-patriotischen Stimmen geht – wohl direkt mit Makedonien. Mein Tipp: wird nix. Lettland: Eigentlich recht gut komponiert und ebenfalls gut dargeboten. Cool finde ich den Start mit dem Rücken zum Publikum. Aber insgesamt wirkt es wahrscheinlich zu blass. Und ganz schrecklich: die Stelle mit dem völlig chaotischen Rap. Unbedingt streichen. Dänemark: Nochmal Brit-Pop. Auch recht ordentlich, aber noch verwechselbarer, wenn sich das steigern lässt. Das geht in die Hose, denn die Rumänen sind dieses Jahr die besseren Dänen. Irland: Das darf doch echt nicht wahr sein, oder? Das Schlimmste ist ja, dass die Zwillinge das selbst wahrscheinlich gar nicht für eine Süaßnummer halten, sondern sich für echte Sänger. Sind sie aber nicht. Sie können einfach nicht singen, da helfen auch die kräftigen Backings nichts. Und sie bekommen noch nicht mal halbwegs synchron ihre Tanzbewegungen hin. Der Hintergrundfilm und die Sergeant-Pepper-Gedächtnis-Uniformen sind natürlich super, aber schlechter Gesang ist für mich einfach ein absolutes Killerkriterium. Ich hoffe inständig, dass das im Semi hängenbleibt. Leider muss ich da wohl wirklich zittern, denn das eingängige (man kann auch sagen: nervige)Stück ist ja so ‚zeitgemäß‘, dass sämtliche Bravo-Leser und DSDS-Zuschauer dafür anrufen werden. Heul …

  11. Also … … wenn Energie und Lebensfreude (ja, ja, oder Hyperaktivität 😛 ) den ESC gewinnen können, dann haben Jedward die ganze Chose schon längst im Sack. In diesem langsameren und -weiligeren Semi stechen sie hervor. Und ich wage zu bezweifeln, dass es jemals eine unterhaltsamere und kurzweiligere Pressekonferenz gab als die von Jedward. Ich glaube zwar nicht, dass sie gewinnen (t.A.T.u. haben es ja auch nicht geschafft, außerdem warten im Finale ja dann noch einige Granaten als Konkurrenz auf sie), aber es würde mich auch nicht überraschen. Bin gespannt, ob sie in den drei Minuten, in denen es drauf ankommt professionell genug rüberkommen, oder ob es am Ende doch heißt: ‚Oh… am I headed for a car crash?‘ Mich würde in diesem Fall überhaupt nichts wundern. Und ja, ich stehe dazu: Ich mag sie. Für wen ich in diesem Semi anrufen werde, weiß ich indes noch nicht.

  12. tolle kommentare! dafür liebe ich diesen blog – ich habe mich wieder prächtig amüsiert. natürlich sind olivers wertungen nicht im entferntesten meine (mal von sito abgesehen), aber ein lesegenuss ist das immer wieder. übrigens finde ich, dass fräulein international ihr gedings selten so gut gesungen hat wie bei dieser probe – so können wahrnehmungen auseinander klaffen (und apropos klaffen: auch mit deepinside-faust hat belarus bei mir nicht den hauch einer chance… 😛 )

  13. prächtiges Amusement Da kann ich mich vollen Herzens anschließen. Natürlich gehen die Einschätzungen auseinander, aber allein sprachlich finde ich es einen Genuss, Olivers und die meisten anderen Kommentare hier zu lesen. Das ist sooooooo viel besser als die dämlichen Kommentare bei Youtube und co. Vielen dank an Oliver für dieses großartige Forum!

  14. ‚Aufrechtgehn.de-Wertung: Minus eine Million Punkte. Bitte macht das weg!‘ 😆 😆 😆 😆 😆 😆 ich kringel mich hier grad schon wieder. Ich drücke übrigens Dir und uns allen die Daumen, dass das mit der befürchteten Top-Platzierung nix wird. Ins Finale werden sie wohl leider kommen, da beißt die Maus kein‘ Faden ab, aber hoffentlich! nicht! mehr! Außerdem muss so ein doofer Bandname einfach bestraft werden, und es gibt auch bestimmt noch andere Wörter, die sich auf ‚tomorrow‘ reimen als immer nur ’sorrow‘. Hm… was gibts da? ‚borrow‘, ‚thorough‘, ‚oh no‘ – sonst noch? Ich hoffe jedenfalls, dass Du Deine Gesichtszüge am Samstag schön bei Dir behalten kannst und nicht Deinen Nebenmann vor lauter Frustration und aufgestauter Aggression würgen musst – oder machst Du Deine nach der Stadtbekanntgebung ausgesprochene Drohung ernsthaft wahr und bleibst der Esprit Arena am Samstagabend fern?

  15. Ich schließe mich dem Wunsch des Webmasters auch an: Macht das weg! Im Direktvergleich gefällt mir nämlich ebenfalls die rumänische Nummer besser. Wenn etwas in diesem Stil ins Finale kommt, dann bitte nur die. Ich drücke die Daumen, dass die Dänen nur als schale Wiederholung der Rumänen wahrgenommen werden. Auch wenn die Statistik wohl mittlerweile eher sagt, dass der spätere Startplatz mehr Chancen hat. Ich sehe mich deshalb auch schon haareraufend hier vorm dem Bildschirm sitzen, wenn ich die am Samstag wiedersehen muss. Aber das Gefühl kenne ich ja vom selben Land schon aus dem letzten Jahr. Hat jemand eine Erklärung, warum die Dänen immer mit solchen Seicht- oder Nervsongs weiterkommen und mit den schlimmsten sogar fast noch gewinnen?

  16. Ich weiß nicht wie ich drauf komme, aber irgendwie habe ich den Eindruck, als würdest du den dänischen Beitrag nicht sonderlich mögen, kann das sein? 😉 Aber sooo schlimm ist es doch nu auch wieder nicht. Die Nummer ist einfach nur so unglaublich egal, dass man es nach einmal Hören schon wieder vergessen hat. Wie kann man nur die Energie aufbringen, etwas so egales so abgrundtief zu hassen?

  17. Ich erlaube mir mal kurz, für den Hausherrn zu antworten: Wenn denn ganz Europa dieses traurige Lieder-Ersatzmaterial nach dem Hören sofort vergessen würde – aber solcher Schlonz landet regelmäßig ganz weit vorne. Und für mich selber und als Anglophiler gesprochen: Der Text geht gar nicht. Reimwörterbuch für britische oder amerikanische Vorschüler. Wobei zugegeben den schlimmsten englischen Reim des Jahrgangs nicht Dänemark verbrochen hat, sondern Schweden, und das direkt in der ersten Songzeile (‚impossible‘ auf ‚possible‘? Ernsthaft?!).

  18. ach so Das musste einem ja mal jemand erklären. Und ich frag‘ mich die ganze Zeit, was denn eiigentlich dieser ominöse ‚passiball‘ (oder ‚pussy ball‘?) sein soll.

  19. Ja, ja, die Aussprache … Ich sag nur ‚I hold my nipple in the open sky‘, warum dann nicht auch einen ‚pussy ball‘? Legendär ist sicher auch schon Getter Jaanis ‚One Two Cemetery …‘. Und bei Ell und Nikki verstehe ich immer ‚I’m running upstairs tonight‘. Wahrscheinlich leide ich noch unter einem Safura-Komplex. 🙄

  20. Ja, ja, ja, Sarajevo Bosnien ist so der Hit. Wenn’s nicht Helsinki wird, dann Sarajevo. Das hoff‘ ich jedenfalls. Nur bei Schweden würd’s mich immer noch nicht wundern, wenn nach dem Semi Schluss ist.

  21. Got it deep inside Übrigens: ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass der weißrussische Titel vor sexuellen Anspielungen nur so berstet? ‚The sky is blue and I’m riding at you / so saying that I’m free, friendly and young‘ ‚I have so much and I’m ready to show you‘ Die großartigste Zweideutigkeit: ‚Let’s cum together / so here is my hand‘ Ist glaub ich nicht im Sinne Lukaschenkos! XD

  22. Jetzt müsste eigentlich nur noch die ‚Pianistin‘ etwas kompetenter so tun, als könnte sie Klavierspielen. Oder zumindest von den Kameras möglichst wenig gezeigt werden. Dann steht Sarajewo 2012 aus meiner Sicht nichts mehr im Wege.

  23. Das mit dem ’sofort wieder vergessen‘ muss ich leider wieder zurücknehmen. Ich habe jetzt tatsächlich einen Ohrwurm von diesem ‚Schlonz‘ und schließe mich den ‚macht das weg‘-Forderungen des Hausherren an.

  24. Dino Merlin =winner! Sarajewo 2012 wäre schön – und vor allem hochverdient. Einer der wenigen ESC-Songs, der wirklich berührt.

  25. wieso? Das sieht doch ganz witzig aus, wie die rumpaddelt (vermutlich kann sie sogar wirklich spielen). Passt jedenfalls gut zu Dinos Geklampfe.

Oder was denkst Du?