Ding dong, the Witch’s not dead: Ergebnis zweites Semi

Im Gegensatz zur ersten Qualifikationsrunde am Dienstag ging das zweite Semi soeben eher überraschungsarm zu Ende. Persönlich erstaunt mich lediglich das Weiterkommen des armenischen Beitrags ‚Lonely Planet‘, für meine Ohren das musikalische Äquivalent zu einem weißen Blatt Papier: da ist schlichtweg nichts, was mich in irgendeiner Form auch nur für eine Millisekunde anzusprechen vermag. Und erfreulich zu sehen, dass dem Grand-Prix-Dauergaststar Lys Assia immer noch ein neues Anekdötchen aus 1956 einfällt. Möge sie uns noch lange erhalten bleiben! Schade ist es, da stimme ich mit dem deutschen Kommentator Peter Urban überein, um die israelische Boobzilla und den ersten halbwegs unpeinlichen Siegel-Beitrag seit dreißig Jahren, ‚Crisalide‘. Mehr oder minder berechtigt ins Finale am Samstag ziehen also: der ungarische Hipster, Posterboy Farid Mammasohn aus Aserbaidschan, der georgische Running-scared-Abklatsch, der hoch unterhaltsame rumänische Svarowskivampir, die norwegische Eisprinzessin, der isländische Jesusdarsteller, die fabelhafte finnische Zwangshochzeiterin, der nette Herr Doktor aus Malta und – natürlich! – unsere guten Freunde aus Griechenland. Ouzo für Alle!


Griechenland schmeißt eine Lokalrunde – ich sehe schon die Bild-Schlagzeile…

Gehen die Finalisten aus dem zweiten Semi für Dich in Ordnung?

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7 Gedanken zu “Ding dong, the Witch’s not dead: Ergebnis zweites Semi

  1. Und das zweite Semifinale ist vorbei. Auch nicht ganz ohne Überraschungen, aber das war in diesem Halbfinale ja zu erwarten. Ob es jetzt stärker war als der erste vermag ich nicht zu sagen, aber es lagen doch viele Songs auf einem ähnlichen Level. Auf jeden Fall war es das abwechslungsreichere und damit unterhaltsamere Semi.

    LETTLAND: Guter Opener, um das Eis zu brechen. Und das ist dann auch das einzig Positive, das man über den Beitrag sagen kann.
    SAN MARINO: Hatte ich vorher als sicheren Qualifikanten, aber live kam da einfach nichts herüber. Verdient ausgeschieden.
    MAZEDONIEN: Dieses Jahr bleibt der Balkan im Finale komplett außen vor. Erstaunlich.
    ASERBAIDSCHAN: Den Anfang hat er ein bißchen vernuschelt und gegen Ende wurde die Inszenierung ein bißchen too much mit den Blüten und der Frau in Rot. Ansonsten aber guter Song und gute Idee. Außerdem ist dieses Jahr sowieso das Jahr der jungen Männer (siehe im ersten Semi Litauen, Belgien, Irland, sowie das Finale des schwedischen Vorentscheids).
    FINNLAND: Unterhaltsam, aber anstrengend.
    MALTA: Kam nach der Finnin herrlich unaufgeregt daher. Mega-sympathischer Interpret.
    BULGARIEN: Hier wurde es wieder anstrengend. Lauer Aufguss von 2007, wenn auch optisch nach wie vor effektvoll.
    ISLAND: Schöne Inszenierung. Der Interpret passt zwar nicht zum Schema des dunkelhaarigen Bübchens, aber jung ist er auch.
    GRIECHENLAND: Da stimmte alles. Haben gut Stimmung gemacht.
    ISRAEL: Woran hat es gelegen? Zu starke Konkurrenz? Oder sind hebräische Drama-Balladen mittlerweile out?
    ARMENIEN: Niedlicher Leadsänger, langweiliges Lied. Das Weiterkommen freut mich, aber ich verstehe es nicht. Vielleicht weil sie weniger aggressiv herübergekommen sind als die Albaner? Ach nein, ich vergaß. Es ist ja das Jahr der niedlichen Jünglinge.
    UNGARN: Hatte ich lange Zeit auf meinem Tippzettel stehen, kurz vorher verließ mich aber der Mut und ich hab sie heruntergeworfen, weil es mir für die große Bühne doch etwas zu intim und versponnen daherkam. Positive Überraschung!
    NORWEGEN: Zwar ein kaltes Lied mit kalter Inszenierung, aber eine Interpretin mit sympathischen, warmen Lächeln. Sicherer Qualifikant und gefällt mir von Favoriten der Buchmacher besser als Dänemark.
    ALBANIEN: Dazu fällt mir nur eines ein. Augen zu und durch.
    GEORGIEN: Solchen Schmonz kann ich auf den Tod nicht ab, aber die Qualifikation stand nie außer Frage.
    SCHWEIZ: Auftritt zu statisch. Wirkte wie ein verirrter Fremdkörper beim ESC. Zu Recht ausgeschieden.
    RUMÄNIEN: Ob da dieselben Camp-Liebhaber für angerufen haben wie für Weißrussland? Bereichert das finale auf sehr surreale Weise.

    Meine Anrufe verteilten sich übrigens wie folgt:
    5 mal Norwegen
    5 mal Griechenland
    5 mal Malta
    3 mal Aserbaidschan
    2 mal Ungarn

    Und alle sind sie im Finale. Ich freu mich!

  2. WAS SOLL SAN MARINO DENN NOCH MACHEN, HÄÄÄÄ ???
    Ich bin richtig fassungslos… Obwohl Valentina ziemlich aufgeregt war hat im Großen und Ganzen alles gepasst. Ich würde gerne Rumänien gegen San Marino eintauschen…

    Ich mag zwar Ralph Siegel als Mensch nicht wirklich, aber er hat sein aller Peinlichkeiten zum Trotz großartiges Werk mit einer weiteren Perle (Crisalide) fortgeführt und er hat da wirklich gute Arbeit geleistet. Ich habe natürlich für San Marino gevotet und gehofft, dass es endlich mit dem Finaleinzug klappt.

    Und mich freuts ja für Malta, dass sie auch dieses Jahr wieder im Finale vertreten sind. Ich fand den Auftritt richtig sympathisch. Und auch für Island freuts mich.
    Israel vermisse ich eher nicht, besonders das Kleid fand ich nicht so toll. Aber auch das würde ich Rumänien bevorzugen.

    Und Lettland? War ja klar, dass das ignoriert wird. Ich fand den Auftritt richtig cool (war das wirklich das erste Stagediving der Eurovision-Geschichte?). War mal was anderes (genauso wie Nananana Igranku, das ja mal völlig unverdient rausgeflogen ist im SF 1).

    Das 2. Halbfinale mag zwar überraschungsarm gewesen sein, aber mich hat das Ergebnis heute Abend geschockter zurückgelassen als am Dienstag.

  3. Große Trauer!
    Zwar habe ich mich diesmal in meinen Vorhersagen weniger geirrt, aber das macht es auch nicht leichter, da es (erwartungsgemäß) praktisch all meine Lieblinge geschrägt hat.
    Meine 20 Anrufe habe ich verteilt auf
    10 mal Bulgarien
    5 mal Albanien
    3 mal Israel
    2 mal Armenien (da ich Rock mag und sie mich heute mehr überzeugt haben als vorher).
    Viel genutzt hat es ganz offensichtlich nicht.
    Das Weiterkommen von Armenien ist nur ein ganz schwacher Trost gegen den Abgang von BG, AL und IL. Sehr leid tut es mir auch um Valentina aus San Marino, die zwar heute die Töne schlechter traf als sonst, aber immer noch einen starken Auftritt hatte.
    Ungarn und Island gönne ich das Weiterkommen gern, aber auf den Schrott aus GE und AZ sowie meinen Fast-Hass-Titel aus FIN hätte ich gern verzichtet.
    So kommt es, dass aus meinen ehemaligen Top Ten nur noch ganze 4 im Finale verblieben sind, und das auch nur, weil E und F sowieso gesetzt sind (die anderen beiden sind DK und N), während meine „Last Ten“ noch fast in voller Stärke vorhanden sind – lediglich SLO und LV sind raus, aber ich muss Ödigkeiten wie B, AZ und BY im Finale ertragen.
    Wie bereits erwähntt: große Trauer ist angesagt.

  4. Was ist da bitte passiert? Okay, es sind einige meiner Favoriten durchgekommen, ebenso wie erwarteterweise einige meiner Hassbeiträge (oh, hallo, Georgien, Aserbaidschan und Norwegen!). Aber Armenien? Rumänien? Hat Resteuropa eine andere Sendung gesehen als ich?

    Naja. Mit den Ergebnissen dürfte sich leben lassen.

  5. Wenn Rumänien und Armenien Jury-Favoriten waren, dann haben sie in der Tat eine andere Sendung gesehen. 😉

  6. Das könnte unter Umständen Armenien erklären, aber auf keinen Fall Rumänien. Und selbst dann frage ich mich, wer bei der Wahl zwischen Pseudorock und „the real thing“ Ersteres wählt. Grmpf. Aber was solls, Wasser unter der Brücke. Jetzt heißt es erst mal warten auf die Startreihenfolge.

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