Conchita Wurst: neue Single ‚Heroes‘

„We could be Heroes tonight“ singt Grand-Prix-Siegerin Conchita Wurst im Refrain ihrer heute veröffentlichten, brandneuen Single. Und stellte dies heute Abend auch gleich unter Beweis, in dem sie sich zu Wetten, dass? nach Graz wagte, um eben diese dort live vorzustellen und sich anschließend in der größten Sitzgruppe des deutschen Fernsehens von dem unfasslich peinlichen Markus Lanz vollsülzen zu lassen, der sich nicht entblödete, ihr ins Gesicht zu sagen, dass ihre Anwesenheit „unser aller Toleranz herausfordert“. Wo es doch der selbsterklärte Hetero Lanz war, der sämtliche männlichen Gäste der Show platt anschwulte und auch sonst für einen Fremdschämmoment nach dem anderen sorgte. Wenn jemand unser aller Toleranz herausfordert, dann Lanz! Doch zurück zu Conchita: die orientierte sich für die Songpräsentation von ‚Heroes‘, mit dem sie erneut ihre musikalische Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt, an Sanna Nielsens (SE 2014) Lichtkegelchoreografie und zeigte sich nach anfänglichen Wacklern stimmlich und performatorisch top. Die Single ist ab sofort auf den Downloadportalen erhältlich. Weiterhin erhältlich ist auch das Hintergrundbuch Conchita Wurst – backstage, über das Eurovisionen-Blogger Martin Schmidtner auf Queer.de zum heutigen Anlass eine umfassende und lesenswerte Rezension schrieb. Genug Wurstvorrat für den Winter also!

Schön, dass sie am Schluss dann doch mal lacht: Conchita

3 Gedanken zu “Conchita Wurst: neue Single ‚Heroes‘

  1. Ja, das Lächeln war erlösend – ich war während der ganzen Performance leider immer nur am Überlegen, warum sie so böse schaut und was sie mit den Augen macht.;-)

  2. Conchita goes Radiopop! Gefällt mir ganz gut und ich hoffe, dass sie damit erfolgreich wird. Und der Herr Neuwirth hat sich offensichtlich in Gestalt seiner Kunstfigur ordentlich Zuspruch verschafft. Vielleicht gibt es ja doch mal wieder eine langanhaltende ESC-Siegerkarriere, auch wenn Conchita Wurst wohl in Zukunft weiterhin eher als Aktivistin auftreten wird. Aber der sensationelle Erfolg hat doch viele Türen geöffnet.

    Aber schlussendlich bin ich dann doch froh, dass ich mein Vorhaben, wegen Conchita einzuschalten, nicht umgesetzt habe. Lanz geht mir an die Substanz und hat mich schon bei seinem ersten Auftritt als „Wetten, dass…?“-Moderator tierisch genervt. Als die dann auch noch vorhatten, Cindy aus Marzahn als Co-Moderatorin einzusetzen, hatte ich endgültig genug. Da hat man ja wirklich alles daran gesetzt, um Frank Elstners Dino totzukriegen!

    RIP „Wetten, dass…?“ 🙁

  3. Habe in der Werbepause vom SAT1-Film „Super8“ rumgezappt und da war sie – Conchita Wurst. Super-Auftritt mit glockenklarer Stimme, ohrwurmtauglichem Lied und Top-Outfit (in Hose!). Und was sagte Herr Lanz: „Sie haben unser aller Toleranz auf die Probe gestellt“. – Hallo, seit wann spricht der für mich? Conchita hat mit ihrer mannigfachen Medienpräsenz wohl dem letzten klargemacht, was Travestie ist – doch bis Südtirol ist sie wohl doch noch nicht vorgedrungen. Neu war nur der Bart. Übrigens: Selbst Heterosexuelle schlüpfen in diese Rolle (Dame Edna). Ohne Perücke ist die Kunstfigur Wurst der „stinknormale Homosexuelle“ Tom Neuwirth. Da hätte Herr Lanz einhaken und ein Signal gegen Homophobie setzen können. Aber was erwarte ich da vom ewig peinlichen Herrn Lanz…zu wahrer Größe ist er nicht fähig.

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