Der Schnellüberblick: zweites Semi 2011

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Das schwedische Jahr

Eine bunte Mixtur an Beiträgen, vom Eurodancetrash über Elektrosound und Hardrock bis hin zu grauenhaften Sülzballaden ist in der zweiten Qualifikationsrunde am 12. Mai (ab 21:00 Uhr im Ersten) zu finden. Darunter so ziemlich alle meiner diesjährigen Hassbeiträge, und das sind nicht wenige! Größere Vorräte an Wodka-Red Bull und glimmenden Zigaretten, die man sich zwecks Wachbleibens ins Fleisch pressen kann, sind angeraten, um dieses Semi zu überstehen. 19 Länder gehen ins Rennen um die zehn Plätze im Finale am Samstag, und wir sind abstimmungsberechtigt. Hier die Übersicht in der Reihenfolge der ausgelosten Startplätze.

1. Bosnien-Herzegowina: Dino MerlinLove in Rewind

Aufrechtgehn.de-Wertung: 10 Punkte. Finale: ja, denn diese charmant-verspielte Nummer ist der perfekte Show-Opener und bleibt sofort im Gedächtnis.

httpv://www.youtube.com/watch?v=urqhlnWLXxs

Je öfter ich die bosnische Nummer höre, desto härter kämpft Songcontest-Veteran Dino (‚Putnici‘) um die Spitzenposition in meiner Grand-Prix-2011-Hitparade. Und meine Nachbarn wundern sich vermutlich, warum sie immer öfters enthusiastische „Sito!“-Rufe aus meiner Wohnung vernehmen. Selbst in die skurrile Performance mit den Gummibeinen habe ich mich mittlerweile verliebt. Es ist ein charmanter Zauber, der von diesem Beitrag ausgeht, der sich allerdings erst ab dem dritten Mal so richtig entfaltet.

2. Österreich: Nadine BeilerThe Secret is Love

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: nein, denn das plastikhafte Gegreine der Österreicherin bringt die Stimmung nach dem fabelhaften bosnischen Auftakt sofort wieder auf den Nullpunkt, und das werden ihr die Menschen übel nehmen. Zu Recht.

httpv://www.youtube.com/watch?v=s88qtWo7byY

Eine in schlimmster Castingshowmanier jodelnde Tusnelda mit einer entsetzlichen Mireille-Mathieu-Perücke und einer mir sämtlichen Lebenswillen raubenden Disneyballade, wie es sie in ihrer Schrecklichkeit so möglicherweise noch nie in der Musikgeschichte gegeben hat. Mein persönlicher Spitzen-Hassbeitrag 2011, natürlich auch, weil die Schluchtenkacker dafür die beste Spaßnummer dieses Jahrtausends, ‚Oida Taunz!‘, weggeworfen haben. Bleibt’s doch einfach weiter zu Hause…

3. Niederlande: 3JsNever alone

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: nein, denn die Stimmen für Seichtgedudel gehen an Dänemark, die haben wenigstens eine Melodie und einen hübschen Sänger.

httpv://www.youtube.com/watch?v=KlneiG2bGuE

Ein paar mittelalte, mittelhässliche Herren mit einem Midtempo-Middle-of-the-Road-Poprocksong. Die Niederländer schaffen es beinahe, die Dänen in Punkto Durchschnittlichkeit und Seichtheit zu toppen. Falls das kein Oxymoron ist. Wikipedia erwägt gerade, seinen Eintrag zum Begriff „Langeweile“ durch diesen Clip zu ersetzen.

4. Belgien: Witloof BayWith Love, Baby

Aufrechtgehn.de-Wertung: 2 Punkte. Finale: nein, denn die Stimmen für Skurriles gehen an Bosnien.

httpv://www.youtube.com/watch?v=ZD09ThCx4Cw

Seine Tradition skurriler Beiträge setzt das Jugoslawien Westeuropas (mal sehen, ob es das Land 2012 so noch gibt) mit Acappella fort. Diese sehr kompetent vorgetragene Nummer im Manhattan-Transfer-Stil wird von einem herausragenden Beatboxer zusammengehalten und vorangetrieben. Weswegen man sie hören kann, ohne Fritten in Richtung Bühne werfen zu wollen. Zumindest diese eine Mal, im Semi. Weiter kommt sie ohnehin nicht.

5. Slowakei: TwiinsI’m still alive

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: ja, denn das ist der erste Beitrag des Abends, der ganz entfernt nach etwas klingt, das man aus den Popcharts kennen könnte.

httpv://www.youtube.com/watch?v=bt8QhxICZzA

Das Land schickt die offiziellen Nachfolgerinnen der Kessler-Zwillinge, auch wenn die Twiins eher aussehen wie geklonte Ausgaben von Bree van de Kamp aus Desperate Housewives. Leider haben die Zwei einen Song im Gepäck, der klingt wie ein abgelehnter Album-Füllstoff-Titel der No Angels. Und wo die gelandet sind, wissen wir ja. Ob die Twiins live singen können, wissen wir hingegen noch nicht.

6. Ukraine: Mika NewtonAngel

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: nein, denn direkt nach der Werbepause will man etwas Anregendes hören und nichts, das einen zum Selbstmord treibt.

httpv://www.youtube.com/watch?v=Jtfetx1u8I0

Mika, die hoch umstrittene Siegerin der wohl undurchsichtigsten Vorentscheidungstravestie Europas, hat ihren Song, den sie seinerzeit schon gegen einen anderen auswechseln wollte, aber nicht durfte, für den finalen Eurovisionsremix komplett entbeint und neu zusammengetackert. Was die Chose aber nicht besser macht: auch in der neuen Fassung bleibt ‚Angel‘ ein strukturloses, suizidales Geschrei ohne Höhepunkt und Charme. Da will sich so gar kein Lächeln einstellen…

7. Moldawien: Zdob si ZdubSo lucky

Aufrechtgehn.de-Wertung: 1 Punkt. Finale: nein, denn ohne gute Gimmicks zündet Rock beim Contest nicht.

httpv://www.youtube.com/watch?v=1aNK0L3XiYw

Red-Hot-Chili-Pepper-Sound mal wieder aus Moldwien. Die schicken erneut Zdob si Zdub, diesmal allerdings ohne trommelnde Oma. Stattdessen mit einer radfahrenden Elfe, während die Rocker die sieben fünf Zwerge geben. ‚So lucky‘ rockt ganz ordentlich und ist eingängig, nervt aber auch schnell.

8. Schweden: Eric SaadePopular

Aufrechtgehn.de-Wertung: 12 Punkte. Finale: ja, denn diese drei Minuten sind die Essenz der Eurovision. Außerdem lechzt man an dieser Stelle des Abends bereits so sehr nach etwas Fröhlichem wie ein Verdurstender in der Wüste.

httpv://www.youtube.com/watch?v=iEX0WSq2jh4

Letztes Jahr verschmähten die Schweden noch sein fabelhaftes ‚Manboy‘, diesmal erwies sich Eric beim Melodifestivalen als ‚Popular‘. Spannend bleibt, wie er die sensationelle High-Energy-Tanznummer inklusive memorabler Glasbruchaktion ohne Backing-Tape-Stimmeinsatz hinbekommen will. Mein absoluter Favorit in diesem Jahrgang!

9. Zypern: Christos MylordosSan Angelos s’agapisa

Aufrechtgehn.de-Wertung: 8 Punkte. Finale: ja, denn es ist das einzige Ethno-Stück des Abends. Und schön dazu.

httpv://www.youtube.com/watch?v=fmGLd3zqW9Q

Aufgemerkt, Österreich, die Ukraine und die Anderen: so geht eine Eurovisionsballade! In seinem wunderbar hochdramatischen, rockig-treibenden Ethno-Klopfer schmachtet der Inselgrieche mit dem lustigen Nachnamen einen Engel an. Und bis auf die unnötigerweise und unangenehm herumkreischende Frau in der Mitte sind das drei Minuten musikalischer Himmel. Wenn er das jetzt auch noch live hinbekommt, schmelze ich zu seinen Füßen dahin.

10. Bulgarien: Poli GenovaNa inat

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: ja, denn fast alles, was ich nicht mag, kommt weiter. Und umgekehrt.

httpv://www.youtube.com/watch?v=I4naw9iUrTw

Pink mag ich, wenn überhaupt, dann nur im House-Remix. Diese billige Kopie aus Vulgarien schreit sich aber drei Minuten lang durch eine dröge, mittelmäßige Poprocknummer. Braucht man so nötig wie ein Furunkel am Arsch.

11. Mazedonien: Vlatko IlievskiRusinka

Aufrechtgehn.de-Wertung: 3 Punkte. Finale: ja, denn der halbe Balkan stimmt in diesem Finale ab und der Alkoholpegel dürfte hier auch schon hoch genug sein.

httpv://www.youtube.com/watch?v=NRG2lY9CuL8

Was als Elektrostück anfängt, wird ganz schnell zum wodkagetriebenen Trinklied. Nach fünf bis sieben Raki ist das bestimmt sehr lustig, und so hängt das Abschneiden des gutaussehenden Vlatko hauptsächlich davon ab, wie besoffen die Zuschauer beim Zeitpunkt seines Auftrittes schon sind.

12. Israel: Dana InternationalDing Dong

Aufrechtgehn.de-Wertung: 7 Punkte. Finale: ja, alleine schon aus sentimentalen Gründen. Denn es ist Dana International!

httpv://www.youtube.com/watch?v=JmBMQJlzTa4

Meine allergrößte Eurovisionsheldin Dana International, Siegerin des Meilenstein-Wettbewerbs von 1998, hat die Kdam gewonnen. Mit einem futtigen Discoschlager mit dem schönen Titel ‚Ding Dong‘. Die Sonne scheint wieder, die Welt ist wieder schön und dieser Jahrgang wird vielleicht doch nicht der schlimmste aller Zeiten. Vorausgesetzt, Dana schafft es ins Finale, wovon ich aber ausgehe. Ich werde jedenfalls für sie anrufen!

13. Slowenien: Maja KeucNo one

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: ja, denn einer muss die Balladenvoten ja einsammeln. Und das Stück bietet wenigstens ein bisschen Drama.

httpv://www.youtube.com/watch?v=NM8QpZMjNpg

Und noch eine schreiende Ostblock-Else mit einem Depri-Stück. Europa scheint derzeit kollektiv schlechter Laune zu sein und will alle anderen mitleiden lassen. Maja, deren düstere Rockballade ‚Vanillija‘ in der slowenischen EMA das einzige entsprechende Angebot in einem Ozean voller fabelhafter Uptempo- und Trash-Stücke war, will ihre Nummer in Düsseldorf auf Englisch vortragen. Bitte, schlimmer kann die dadurch auch nicht mehr werden.

14. Rumänien: Hotel FMChange

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: nein, denn die Stimmen für seichtes Gedudel gehen an Dänemark.

httpv://www.youtube.com/watch?v=7PnaTmV5I1Q

Einen passenderen Namen könnte die muränische Band mit dem britischen, in einen Internet-Sex-Skandal verwickelten Leadsänger gar nicht tragen. Für Hotel-Fahrstühle und -Bars eignet sich ihr Hintergrundgedudel nämlich perfekt. Ein bisschen weniger grützig als der dänische Durchschnitt kommt ihr Song auch herüber, wenngleich textlich fast auf der selben Übelkeitsstufe. Ein weiterer Tropfen im diesjährigen Meer der Langeweile.

15. Estland: Getter JaaniRockefeller Street

Aufrechtgehn.de-Wertung: 4 Punkte. Finale: nein, denn der Zauber des Liedes entfaltet sich nur, wenn man den wunderhübsch verspielten Anfang hört. Und das werden direkt nach der Klopause leider die wenigsten.

httpv://www.youtube.com/watch?v=kXFGFCRV3z0

Wunderhübsch elektronisch verspielt, richtig zauberhaft, fängt es an. Druckvoll und eingängig geht es weiter bei der sehr gut gemachten Popnummer ‚Rockefeller Street‘. Und gerade wenn man denkt: „Jetzt wird es aber ein bisschen repetetiv“, kommt eine fabelhafte Bridge daher und rettet das Ganze. Zusammen mit der ausnehmend guten Bühnenpräsentation und Choreografie ein hervorragendes Stück Unterhaltung.

16. Weißrussland: Anastasiya VinnikovaI love Belarus

Aufrechtgehn.de-Wertung: 5 Punkte. Finale: nein, weil die Stimmen für fabelhaften Discotrash bereits an Schweden gehen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=Asz9f-9SxiE

Wenn auch nur noch halb so gut wie der sowjetfreundliche Originalbeitrag ‚Born in Bielorussia‘, so überzeugt doch auch der vom selben Autoren stammende Ersatzsong ‚I love Belarus‘ durch lustige Textzeilen wie „Got you deep inside“ und fabelhafte Achtzigerjahre-Eurodiscosounds, aufgemischt mit hübschen Balalaikaklängen. Sehr geil auch die Faust-Aktion im Refrain. Eine Kultnummer, ich liebe Belarus!

17. Lettland: MusiqqAngel in Disguise

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: nein, weil man es sofort wieder vergisst. Und wegen des schlechten Karmas.

httpv://www.youtube.com/watch?v=4OCUTGmCums

Im Prinzip ist mit ‚Angel in Disguise‘ nichts verkehrt. Klassisches juveniles Formatradiofutter, flott im Tempo, eingängig und poprockig, von zwei jungen Herren enthusiastisch vorgetragen. Es geht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus und normalerweise hätte ich es nach fünf Sekunden einfach vergessen. Dass ich es mit Furor hasse, liegt vor allem daran, dass die beiden Kasper das großartige ‚Banjo Laura‘, einen meiner Lieblingssongs 2011 und potentiellen Siegertitel, auf dem Gewissen haben.

18. Dänemark: A Friend in LondonA new Tomorrow

Aufrechtgehn.de-Wertung: 0 Punkte. Finale: ja, weil dänische Seichtgrütze immer weiterkommt. Und weil man das Lied schon mal irgendwo gehört hat, wo war das nur…?

httpv://www.youtube.com/watch?v=aGVZktHLZhk

Eurovisionsfans haben mittlerweile mindestens sechs verschiedene Lieder gefunden, von denen die Dänen abgeschrieben haben sollen. Mein Tipp: ‚Every Song is a Cry for Love‘ (IE 2006). Das wäre aber verzeihlich, wäre da nicht dieser magenumdrehend schlimme Weltverbesserungstext, für den sich selbst Bernd Meinunger schämen würde. Und natürlich die entsetzlich seichte Musik, geradezu die Definition von Grütze.

19. Irland: JedwardLipstick

Aufrechtgehn.de-Wertung: 6 Punkte. Finale: ja, weil das perfekte Unterhaltung ist und im Gedächtnis hängen bleibt.

httpv://www.youtube.com/watch?v=pyCnK-uHZwk

Geht die Welt jetzt endgültig aus den Fugen? Irland schickt ein kontemporäres Popstück zum Contest. Eins, das gar noch für Spaß steht! Was ist denn da passiert? Das irische Zwillingsbruderpaar James & Edward Grimes, bekannt geworden als geistig unterbelichtete, aber höchst unterhaltsame Spaßvögel einer Castingshow, lassen ihren Uptempoknaller über einen One-Night-Stand von ihren Backings singen und hüpfen dazu im Vordergrund in lustigen Jacketts und mit unfasslicher Haartolle herum. Besser bin ich beim Grand Prix selten unterhalten worden!

17 Gedanken zu “Der Schnellüberblick: zweites Semi 2011

  1. Oh, oh, oh… Wenn da mal nicht in Kürze die stolze Österreicherin wieder vorbeikommt, um sich auszukotzen und dabei abstruse Lena-Vergleiche zu bemühen… 😆

  2. Immerhin, dein persönlicher Hassbeitrag 2010 hat für Belgien das beste Ergebnis seit Jahren eingefahren. Sollte Nadine ebenso gut abschneiden, wirst du vielleicht in den folgenden Jahren noch mehr Grund zum lästern über uns Schluchtenscheisser haben. Freu mich schon auf beides. Und sei ehrlich: was wäre ein Contest ohne Hassbeiträge? Mein persönlicher dieses Jahr: Moldavien (und das war schon mit der Trommeloma so…)

  3. Interessantes Semi und ein Fan-Hype. Dieses Semi ist grausam, was hauptsächlich an den Beiträgen aus Irland und Sweden liegt. Wenn Songs aus unerklärlichen Gründen gehypt werden, stimmt etwas nicht. Sänger die nicht singen können und Songs ohne jede Substanz finde ich eben nicht unterhaltsam – eher nervig und den Kempe Song ebenhysterisch und schrill, wie schon ‚Hero‘. Glücklicherweise bekommen solche Beiträge beim ESC meist das passende Resultat. Über die Qualifikationen für das Finale lässt sich nur schwer spekulieren – man sollte vorher die Live-Versionen kennen. Sicher im Finale sind wohl nur Bosnien, Estland und Austria. Zumindest wird dieses Semi spannender, als das 1. Semi.

  4. auch hier meine Sicht der Welt B: 12 Punkte, Finale nein BiH: 6 Punkte, Finale ja MD: 4 Punkte, Finale ja NL: 0 Punkte, Finale nein A: 7 Punkte, Finale ja S: 0 Punkte, Finale nein SK: 1 Punkt, Finale nein (knapp) UA: 0 Punkte, Finale ja (knapp) CY: 5 Punkte, Finale ja BG: 10 Punkte, Finale nein DK: 0 Punkte, Finale ja EST: 3 Punkte, Finale ja IRL: 0 Punkte, Finale ja IL: 0 Punkte, Finale nein LV: 0 Punkte, Finale nein MK: 0 Punkte, Finale nein RO: 2 Punkte, Finale ja SLO: 8 Punkte, Finale ja BY: 0 Punkte, Finale nein Hier gehen unsere Prognosen doch deutlich auseinander. An vielen Stellen würde ich mir wünschen, dass Du recht hast (etwa: Bulgarien im Finale), und an manchen Stellen habe ich mich vielleicht ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt bzw. war doch der Wunsch vater des Gedankens (Schweden nicht im Finale, aber das war wohl bei Dir in Bezug auf Israel auch so. Mit dem schwachen Song schafft das auch keine Dana International). Nun gut, wir werden sehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, und jeder von uns wird wieder genug Enttäuschungen einstecken müssen.

  5. spannenderes Semi Sehe ich auch so, und ich bin froh, dass dieses ‚unser‘ Semi mit Voting-Berechtigung ist.

  6. Hassbeiträge muss ich erwähnen, dass meine Hassbeiträge aus Irland, Russland und Schweden kommen … ?

  7. Hmmmm Die ausgelosten Startplätze werden für einige Teilnehmer echt Problenme aufwerfen. So wird es Nadine Beiler ziemlich am Anfang, und dann auch noch direkt hinter dem ‚großen Dino‘, wirklich schwer haben. Da sieht es für Maja Keuc, ihre direkte Konkurrentin in ähnlichem Genre aus Slowenien, schon bedeutend besser aus. Und Getter Jaani (Estland) hätte sich kaum Besseres wünschen können.

  8. Bist du sicher, dass der Startplatz für Estland so gut ist? Waren Plätze nach Werbepausen nicht auch verflucht? Oder nur die im Finale?

  9. Song Contest? Wenn der schwedische Beitrag doch ‚Discotrash‘ ist, verstehe ich nicht, warum er die ‚Essenz‘ des ESC sein soll. Waren das nicht früher Chansons, dann Schlager und jetzt Pop? Discotrash ist für mich z.B. der Beitrag von DQ – und das Resultat ist doch bekannt auch. Auch wenn es Kempe besser versteht, den Trash durch eine glatte Show zu übertünchen. So oder so – das kann doch nicht die Essenz eines Song Contests sein? Ich jedenfalls möchte keinen Show Contest sehen oder eine gute Show nur in Kombination mit etwas musikalischer Substanz. Substanzloser als der schwedische Beitrag, ist nur das irische Machwerk

  10. Preview Der ältere Kommentar wurde vor der Auslosung der Startplätze geschrieben. Jetzt hat es A etwas schwerer und ist vielleicht nicht mehr so sicher im Finale, wie erwartet. Aber ich sehe sie trotzdem ehr im Finale – der Song könnte bei den Jurys und den Televotern punkten. Bulgarien sehe ich nicht im Finale, Mazedonien und Israel wird knapp werden, Zypern steht und fällt mit der Live-Performance, Estland ist sicher im Finale – Werbepause oder nicht – wie auch die Ukraine.

  11. weiß nicht wirklich Ich gehe aber mal davon aus, dass die Leute, die überhaupt die Semis gucken, nicht so schnell weglaufen oder oberflächlich nebenbei gucken wie ein großer Teil des Publikums im Finale.

  12. Unterschiedliche Denkschulen (dass ich dieses Wort mal in diesem Zusammenhang verwende!) in Bezug auf den ESC. Das Publikum dieser Veranstaltung ist eine ganz merkwürdige Mischung: -Altfans, für die nach den 70ern sowieso nichts Tolerables mehr nachkam; -Homosexuelle, für die der ESC ihr Karneval oder gar ihre Fußball-WM ist; -Trashfans, die sich über die so-bad-it’s-good-Beiträge scheckig lachen; -Statistikfreaks, für die die Musik sekundär ist und die hauptsächlich wegen der Abstimmung dabei sind -Perlentaucher, die sich durch die Ozeane an Schrott arbeiten (den es, nebenbei bemerkt, immer schon gegeben hat und auch immer geben wird. Fud Leclerc oder Wilfried konnten auch nicht singen), um darin die guten Lieder zu finden. Keine dieser Denkweisen ist inhärent besser oder schlechter als eine andere. Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und die Gruppen schließen einander nicht zwingend aus, aber alle Fans haben ihre Berechtigung, und für jeden ist die ‚Essenz‘ des Wettbewerbs eine andere.

  13. unterschiedliche Erwartungen Sehr hübsch herausgearbeitet. Ich fühle mich als ‚Perlentaucher‘ adäquat beschrieben, auch wenn die Motivation natürlich nicht immer so eindeutig puristisch ist. Kaputtlachen über ein paar schräge Nummern nimmt man ja gern am Rande mit …

  14. Teil 2 und hier die vorausgesagten Sieger des 2. SF – interessant…. * Austria * Bosnia & Herzegovina * Denmark * Estonia * Ireland * Israel * Romania * Slovenia * Sweden * The Netherlands Dieses Ergebnis könnte mir glatt gefallen, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass die Ukraine hinten runter fällt (—> Besen)

  15. Humorvolle(?) Tänzer Ich hoffe, Slowenien schickt die beiden Tänzer aus der Vorentscheidung auf die Bühne. Dann hätten wir wenigstens Grund zur Belustigung… 😆

  16. Oh weia, 19 Stück auf einmal, da müsste ich mich ja kurz fassen, nun denn: Ins Finale kommen ganz sicher: Bosnien-Herzegowina Dänemark Schweden Alle drei werden am Sa um den Sieg mitspielen, wobei ich aber momentan nur den Schweden zutraue, das Ding tatsächlich zu holen. Bosnien wird die Rolle von Lettland 2000 innehaben, sprich, den Beitrag, den jeder mag (ich auch, mein Liebling dieses Jahr, und Olli, schön dass Du es endlich auch einsiehst 😉 ). Finaleinzug wahrscheinlich: Irland Ukraine (es ist halt die Ukraine, meine Güte… 🙁 ) Rumänien (dito) Estland (ja, sie wird ins Finale kommen, aber kann mir mal bitte irgendwer in leicht verständlichen Sätzen erklären, warum das ein Favorit auf den Sieg ist???) Weißrussland (das Ding kickt dermaßen, dass es mich schwer wundern würde, wenn sich die Leute davon nicht anstecken lassen. Könnte allerdings durch die Jury dann doch rausfliegen…) Finaleinzug wackelig: Zypern (in einem anderen Feld würde ich sagen, keine Chance – aber das ist klasse, sticht raus, und außerdem hats sein Vorgänger mit einem wesentlich schlechteren Lied in einem wesentlich besseren Semi auch geschafft) Lettland Österreich (Startposition nicht gut, außerdem ist diese typische angestrengte Castingshowtussenstimme UN-ER-TRÄG-LICH) Slowenien (zu uneingängig, SLO ist in der Vergangenheit schon mit viel besseren Beiträgen gescheitert) Moldawien (aber nur weil Rumänien hier auch mit abstimmen darf) Finaleinzug unwahrscheinlich: Bulgarien (weil sie es total kaputtperformen werden, halt wie immer) Niederlande Israel (Olli, Du musst jetzt sehr stark sein – aber das Lied ist ein Mist, und das einzige, was helfen könnte, wäre ein völlig katastrophaler Auftritt des Mazedoniers – ähnlich BUL 2009 oder POL 2010) Finaleinzug ausgeschlossen: Belgien (Televoter sind halt doof. Und Jurys auch) Slowakei (es sei denn, es stellt sich raus, dass die beiden wirklich toll singen können – das kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen. Man hat ja so seine Vorurteile) Mazedonien

Oder was denkst Du?