Auch 2015: kei­ne kroa­ti­sche Mor­gen­rö­te

Neka mi ne sva­ne / Nek’ me nema, nek’ me ne bude (Möge die Mor­gen­son­ne nie­mals auf­ge­hen / Möge ich ver­schwin­den, möge ich auf­hö­ren, zu exis­tie­ren)” – so schmerz­voll schön und sehe­risch besang es die fabel­haf­te Dani­je­la Mar­ti­no­vić 1998 in Kroa­ti­ens bes­tem Euro­vi­si­ons­bei­trag. Dar­an scheint sich das Land hal­ten zu wol­len: wie esc­to­day soeben unter Beru­fung auf den kroa­ti­schen Sen­der HRT berich­tet, keh­ren die Hrvat­ska­ner auch 2015 nicht zurück zum Grand Prix, nach dem sie letz­tes Jahr bereits aus finan­zi­el­len Grün­den aus­setz­ten. Oder wohl auch auf­grund der ent­täu­schen­den Bilanz: in den Neun­zi­gern noch mit Top-Ten-Plat­zie­run­gen ver­wöhnt, schaff­te es der Mit­tel­meer­an­rai­ner­staat seit 2010 nicht mehr ins Fina­le. Und scheint es jetzt erst gar nicht mehr erst ver­su­chen zu wol­len. Scha­de!

Unver­ges­sen: Dani­je­las wun­der­schö­ne Welt­schmerz­bal­la­de

Aus trau­ri­gem Anlass: wel­ches sind Dei­ne bis­he­ri­gen kroa­ti­schen Lieb­lings­bei­trä­ge (max. 5)?

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4 Gedanken zu “Auch 2015: kei­ne kroa­ti­sche Mor­gen­rö­te

  1. Aber sie machen beim JESC mit. Wenn man wenig Geld hat, kauft man sich halt lie­ber einen Klein­wa­gen als gar kei­nen

  2. Ins­be­son­de­re, wenn man mit dem Klein­wa­gen schon mal ein Ren­nen gewon­nen hat – oder funk­tio­niert die Meta­pher anders? 😉

  3. Tja. Scha­de drum, auch wenn hier (wie schon bei der Ukrai­ne) ein Land absagt, das mei­nen Geschmack bis­lang eher sel­ten getrof­fen hat – dies­mal konn­te ich (aller­dings aus einer deut­lich län­ge­ren Lis­te) immer­hin drei Stü­cke wäh­len. “Lako je sve” ist auf Plat­te toll, aber in Oslo völ­lig zu Recht dank einer Liveper­for­mance im Geis­te Jemi­nis raus­ge­flo­gen; “Vise nisam tvo­ja” ist eines mei­ner Guil­ty Plea­su­res; und “Vuko­vi umi­ru sami” ist einer der über­ra­schend vie­len unter­be­wer­te­ten Songs des mit den Jah­ren anschei­nend gut rei­fen­den Jahr­gangs 2005 (reiht sich wun­der­bar ein zu “Angel”, “Boo­ni­ka bate doba”, “Forogj vilag!”, “Let’s Get Loud”…).

    Ande­rer­seits hat Ser­bi­en inzwi­schen wohl einen Geld­ge­ber gefun­den und defi­ni­tiv zuge­sagt. Win some, lose some. Auf hof­fent­lich 40 Län­der zum 60. ESC.

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