Tsche­chi­en 2020: Ben Cris­to gibt ’ne Par­ty

Gechill­te Par­ty-Vibes bringt der 32jährige Ben da Sil­va Cris­tóvão mit dem sehr gei­len Song ‘Kema­ma’ zum dies­jäh­ri­gen Euro­vi­si­on Song Con­test. Nein, nicht für Por­tu­gal, wie man auf­grund sei­nes Geburts­na­mens ver­mu­ten könn­te, son­dern für sein Hei­mat­land Tsche­chi­en. Dort ist der Sohn eines Ango­la­ners und einer Tsche­chin seit sei­ner Teil­nah­me am ört­li­chen Super­star-For­mat im Jah­re 2009 als Ben­ny Cris­to ein eta­blier­ter Künst­ler mit bereits meh­re­ren erfolg­rei­chen Alben. Neben sei­ner Musik­kar­rie­re ist er auch als Tän­zer, Schau­spie­ler und Sport­ler aktiv. Und als Mensch mit Hal­tung: 2016, so ver­rät es Wiki­pe­dia, lehn­te er die per­sön­li­che Ent­ge­gen­nah­me eines Prei­ses für den meist­ge­stream­ten Song des Jah­res ab, weil “er sich nicht im sel­ben Raum auf­hal­ten woll­te” wie die frem­den­feind­li­che Rechts­rock­band Ortel. Cris­to setz­te sich ges­tern im mit sie­ben größ­ten­teils musi­ka­lisch ori­gi­nel­len, her­vor­ra­gend pro­du­zier­ten und “kan­ti­gen” Titeln erneut hoch­klas­sig besetz­ten tsche­chi­schen Online-Vor­ent­scheid Euro­vi­si­on CZ 2020 mit der Höchst­wer­tung durch das abso­lut geschmacks­si­che­re hei­mi­sche Publi­kum gegen die Stim­men der Jury und des inter­na­tio­na­len Inter­net-Votings durch. Eine sehr klu­ge Wahl und ein Grund zur Freu­de, denn mit ‘Kema­ma’ bringt Ben­ny einen fei­nen musi­ka­li­schen Stim­mungs­auf­hel­ler mit nach Rot­ter­dam, den wir im heu­er zu befürch­ten­den Meer der Jam­mer­lap­pen­bal­la­den als see­li­sche Ret­tungs­in­sel drin­gend zum Über­le­ben benö­ti­gen.

Cha­ris­ma­tisch, talen­tiert, gut­aus­se­hend, gechillt: wer möch­te nicht mit Ben­ny Par­ty machen?

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Tsche­chi­en 2019: Ich fra­ge für einen Freund

Fri­end of a Fri­end’ heißt er, der Bei­trag Tsche­chi­ens zum Euro­vi­si­on Song Con­test 2019. So das heu­te Mit­tag ver­öf­fent­lich­te Ergeb­nis des dor­ti­gen Online-Ver­fah­rens. Acht Bei­trä­ge stan­den auf dem You­tube-Kanal des Sen­ders ČT zur Aus­wahl, neben dem knapp einen Monat geöff­ne­ten Inter­net­vo­ting durf­ten zehn ehe­ma­li­ge Eurovisionsteilnehmer/innen über die Lie­der abstim­men. Fünf von ihnen gaben dem Song des Tri­os Lake Mala­wi ihre Dou­ze Points und ver­hal­fen der nach einem See in Ost­afri­ka benann­ten Band damit zum Gesamt­sieg. Und war­um auch nicht: ‘Fri­end of a Fri­end’ klingt, wie schon der letzt­jäh­ri­ge Bei­trag des Lan­des, als könn­te es auch im rea­len Pop­le­ben exis­tie­ren, und das ist beim Euro­vi­si­on Song Con­test sel­ten genug. Im Ver­gleich zum deut­lich anzüg­li­che­ren ‘Lie to me’ fehlt dem Gan­zen zwar der beson­de­re Kick (sowie ein Kamel im Video­clip) und der Front­mann Albert Černý kann in Sachen Cha­ris­ma auch nicht ganz mit Miko­las Josef mit­hal­ten. Den­noch gibt es kei­nen Anlass zum Meckern: die ganz unter­halt­sa­me Num­mer über einen ehe­ma­li­gen Jugend­schwarm, der jetzt eher unpas­send wie­der die eige­nen Bah­nen kreuzt, legt zumin­dest ein tanz­ba­res Tem­po vor und kommt somit auto­ma­tisch in das Töpf­chen mit den Guten.

Lebt nun wie­der Tür an Tür mit Ali­ce: Albert von Lake Mala­wi.

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