Schlagwort: Butch Moore

Iri­scher Vor­ent­scheid 1966: From Hero to Zero
1966, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Iri­scher Vor­ent­scheid 1966: From Hero to Zero

Ein Jahr nach seiner kompetenten Premierenperformance als erster irischer Eurovisionsvertreter nahm Butch Moore 1966 erneut an der Vorentscheidung der Grünen Insel teil. Und landete mit 'I see your Face' mit null Punkten auf dem letzten Platz. Das nenne ich mal einen schnellen Abstieg! Noch härter traf es den im Lande populären Sonny Knowles, der mit gleich zwei Beiträgen leer ausging, darunter dem auf Gälisch gesungenen 'Chuaigh mé suas don chluiche mór'. Für einen zweiten Platz und eine kleinere Hitparadennotierung reichte es hingegen für das Folktrio The Ludlows. Nein, keine Verwandten der kultigen rheinland-pfälzischen Schrotthändlerfamilie - der Name bezieht sich auf die US-amerikanische Kohlengräbergemeinde Ludlow und ein dortiges Grubenunglück, welches ihr Vorbild Woody Guthrie zu e...
1965, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1965: Die Hit­ze der Jungs

Im zehnten Jahr seines Bestehens schien der Eurovision Song Contest endgültig bei sich angekommen zu sein, die gröbsten Kinderkrankheiten einigermaßen ausgemerzt: unverzeihliche archivarische Lücken durch eine fehlende Aufzeichnung der Live-Sendung wie noch 1956 und 1964 sollten künftig nicht mehr vorkommen; die Frage, wer auf der Bühne die Siegestrophäe überreicht bekommt - Interpret/in oder → Komponist/in - sorgte nicht mehr für Verwirrung und peinliche Situationen wie noch 1957; die Wertung unterlag zwar noch ständigen Verfahrensänderungen, hatte sich aber als unverzichtbarer Teil der Sendung etabliert; die Zahl der teilnehmenden europäischen Staaten zeigte einen erfreulich stabilen Aufwärtstrend von sieben im Anfangsjahr zu aktuell 18 Nationen und die BBC hatte 1963 erste Meilenstein...
1965, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

IE 1965: The Rain! The Rain! Cry­ing!

Erst im zehnten Jahr seines Bestehens debütierte die mit insgesamt sieben Siegen bis heute erfolgreichste Nation beim Eurovision Song Contest. 1956 bei der Grand-Prix-Premiere in Lugano konnte Irland indes noch gar nicht dabei sein: da verfügte die streng katholische und seinerzeit noch ein wenig rückständige Inselnation nämlich noch nicht über eine eigene Rundfunkstation. Erst 1961 gründete sich das Staatsfernsehen RTÉ, und vier Jahre später fühlte man sich dann fit genug, sich am kulturellen Kräftemessen der europäischen Nationen zu beteiligen. "Zu diesem Zeitpunkt schien die Eurovision in den Augen der Iren eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit zu sein," schreibt der Autor David Blake Knox in seinem 2015 erschienenen Buch 'Ireland and the Eurovision', und die Auswahl des keltischen Ver...