Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1960: und immer lockt der Fud

Immer in den gera­den Jah­ren, wenn es den fran­ko­pho­nen Wal­lo­nen obliegt, den bel­gi­schen Euro­vi­si­ons­bei­trag zu bestim­men, fal­len die im Netz zum Vor­ent­scheid auf­find­ba­ren Infor­ma­tio­nen eher spär­lich aus. So auch 1960. Was wir wis­sen, ist, dass fünf Interpret/innen teil­nah­men, dar­un­ter die 1958 als Grand-Prix-Reprä­sen­tan­tin Luxem­burgs aus­ge­wähl­te bel­gi­sche Sän­ge­rin Solan­ge Ber­ry. Deren bekann­tes­ter (um nicht zu sagen: ein­zi­ger bekann­ter) Hit ist das Lied ‘Dis-moi quel­que cho­se de gen­til’, wel­ches sie zum Sound­track des 1956er Skan­dal­strei­fens Und immer lockt das Weib (Et Dieu… créa la femme) bei­steu­er­te, einem von der Kri­tik als “gei­ler Gro­schen­ro­man” bezeich­ne­ten und von der Zen­sur mas­siv beschnit­te­nen Kino­film, mit dem der jun­gen fran­zö­si­schen Schau­spie­le­rin Bri­git­te Bar­dot der inter­na­tio­na­le Durch­bruch gelang, wes­we­gen Solan­ges Signa­tur-Song oft­mals der Bar­dot zuge­schrie­ben wird. Wie zum Bei­spiel im nach­ste­hen­den You­tube-Video.

Von der Bar­dot groß gemacht, gesun­gen von Solan­ge (Reper­toire­bei­spiel).

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ESC 1958: Risot­to am Lago Mag­gio­re

Logo des Eurovision Song Contest 1958
1958: Das Jahr des Déjà vu

Drei­mal dabei: bit­te nicht wie­der­wäh­len!” hieß es, die Älte­ren erin­nern sich, in der ZDF-Hit­pa­ra­de immer dann, wenn sich ein Schla­ger zum drit­ten Mal in Fol­ge “pla­ciert” hat­te, wie Die­ter Tho­mas Heck es so schön nann­te. Dann durf­te man als Zuschauer/in für sel­bi­gen kei­ne Post­kar­te mehr schi­cken bzw. nicht mehr anru­fen. Eine sol­che Regel exis­tiert beim Euro­vi­si­on Song Con­test zwar logi­scher­wei­se nicht, den­noch ende­te im drit­ten Jahr sei­nes Bestehens die Dau­er­teil­nah­me von gleich zwei Künst­le­rin­nen, die ihn bei­de bereits seit dem Start in Luga­no beglei­te­ten. Näm­lich zum einen die Nie­der­län­de­rin und Vor­jah­res­sie­ge­rin Cor­ry Brok­ken, die auch dies­mal die Tabel­le anführ­te – aller­dings vom ande­ren Ende aus gese­hen. Das nen­ne ich mal einen har­ten Absturz! Wenn auch einen ver­dien­ten: zwar zeich­ne­te sich kei­ner von Cor­rys Euro­vi­si­ons­bei­trä­gen durch beson­de­ren Pepp aus, aller­dings erwies sich ihre dies­jäh­ri­ge Bal­la­de ‘Heel de Wereld’ (‘Die gan­ze Welt’) als von gera­de­zu bei­spiel­haf­ter Lan­ge­wei­le.

Dar­auf einen Ramaz­zot­ti! (CH)

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