Ein Greis im Laber­flash: die FiK-Semis 2019

Nichts geht doch über das lieb gewon­ne­ne Vor­weih­nachts­ri­tu­al des Fes­ti­va­li i Kën­gës (FiK)! Bereits zum 58. Mal fin­det das tra­di­ti­ons­rei­che, wie der Euro­vi­si­on Song Con­test selbst am Vor­bild des ita­lie­ni­schen San-Remo-Fes­ti­val geschul­te Lie­der­fest heu­er statt und dient erneut als Vor­ent­scheid für Rot­ter­dam. Nach einem eben­so halb­her­zi­gen wie umstrit­te­nen Moder­ni­sie­rungs­ver­such mit­tels einer Halb­play­back­run­de kehr­te der alba­ni­sche Sen­der RTSH dies­mal flugs zur alt­ge­wohn­ten Aus­rich­tungs­form mit klas­si­schem, gro­ßem Rund­funk­or­ches­ter und zwei Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den zu je zehn Kombattant/innen zurück. Eben­so tra­di­tio­nell auch die jeweils (!) fünf­und­vier­zig­mi­nü­ti­ge (!!) Ver­spä­tung, mit der bei­de (!!!) Semis sowohl am Don­ners­tag als auch am Frei­tag star­te­ten und die RTSH mit einer End­los­schlei­fe des ewig­glei­chen Wer­be­blocks über­brück­te, den wir natür­lich wäh­rend der Live-Show eben­falls mehr­fach über uns erge­hen las­sen muss­ten. Ver­lass war eben­so auf die tech­ni­schen Pan­nen: so kämpf­te die char­man­te Gast­ge­be­rin der bei­den Aben­de, die jede Wer­be­pau­se nutz­te, um in ein neu­es, aus jeweils unter­schied­li­chen Grün­den auf­se­hen­er­re­gen­des Kleid zu schlüp­fen, und die sämt­li­che Schnell­sprech­re­kor­de von Die­ter Tho­mas Heck atem­los in den Schat­ten stell­te, mit einem Wackel­kon­takt in ihrem Head­set. Den­noch dau­er­te es eine geschla­ge­ne hal­be Stun­de, bis man ihr ein stö­rungs­frei funk­tio­nie­ren­des Hand­mi­kro­fon anreich­te.

Show­trep­pen, Show­tän­ze, gra­vi­tä­ti­sches Schrei­ten und eine hüb­sche Über­ra­schung am Ende: Elva­na Gja­ta soll­te Kur­se in kor­rek­ter Euro­vi­si­ons-Cho­reo­gra­fie geben. Wehe, das gewinnt nicht!

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