Kenneth McKellar

ESC-Fina­le 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

ESC-Fina­le 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

Das zehnjährige Jubliäum des Eurovision Song Contests nahm die EBU zum Anlass, im Frühjahr 1966 bei den teilnehmenden TV-Anstalten Wünschen und Ideen für die zukünftige Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Dabei zeigten sich regional unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gordon Roxburgh in der Fibel Songs for Europe auflistet: so insistierten die skandinavischen Sender, dass der "musikalischen Qualität" der Beiträge die absolute Priorität einzuräumen sei. Die westeuropäischen Anstalten wie die ARD, das belgische BRT, der ORF und das französische Fernsehen wollten vor allem die als zu hoch empfundene Teilnehmerzahl von zuletzt 18 Nationen reduzieren und schlugen verschiedene Formate für Semifinale vor, wie sie…
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A Song for Euro­pe 1966: Jeder Schot­te hat in Schott­land ein Schot­ten­röck­chen an

A Song for Euro­pe 1966: Jeder Schot­te hat in Schott­land ein Schot­ten­röck­chen an

"Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem französischen Verleger," so erzählt es der Texter des britischen Eurovisionsbeitrags von 1966, Peter Callander, in Gordon Roxburghs Buch Songs for Europe: "damals war die Eurovision sehr bedeutend und man konnte viel Geld damit machen. Der aber sagte mir: 'Ich glaube, die BBC erlaubt sich einen Scherz mit uns', weil er es einfach nicht glauben konnte, dass so ein Lied beim ESC dabei sein sollte. Es war einfach falsch". Der zu Rede stehende Song, 'A Man without Love', ein lieblich-pompöser Operettenschlager wie direkt aus einem Musicalfilm der vierziger Jahre, passte allerdings perfekt zu…
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