Aus­tra­li­en 2015: in it to win it

Ach, wie wohl­tu­end, mit Aus­tra­li­en ein New­co­mer­land am Start zu haben, das mit einer herr­lich läs­si­gen Mischung aus Unver­krampf­heit und Respekt an die Sache geht. Bei der (eben­falls wohl­tu­end selbst­iro­nisch-fröh­li­chen) Pres­se­kon­fe­renz zur Vor­stel­lung des Kan­di­da­ten, Guy Sebas­ti­an, vor knapp zwei Wochen droh­te der Sän­ger noch an, für Wien eine Bal­la­de aus sei­nem aktu­el­len Album aus­wäh­len zu wol­len. Nun hör­ten sich die Aus­sies aber zwi­schen­zeit­lich offen­bar das Kon­kur­ren­ten­feld an und stell­ten fest, dass die Quo­te für lah­mes Zeugs in die­sem Jahr bereits um ein Viel­fa­ches über­erfüllt ist. Also setz­te sich Guy noch mal auf den Hosen­bo­den und kom­po­nier­te inner­halb von nur 72 Stun­den einen fun­kel­na­gel­neu­en RnB-Uptem­po­song. Und der ist ihm aus­ge­spro­chen gut gelun­gen! Sicher erfin­det ‘Ton­ight again’ das Gen­re nicht neu, zeich­net sich aber durch sofor­ti­ge Ein­gän­gig­keit und eine leich­te, fun­ki­ge Ver­spielt­heit aus, ohne dabei das Ziel aus dem Auge zu ver­lie­ren. Das dürf­te in Wien sicher­lich ganz weit oben mit­spie­len!


Guy (AU) gibt uns die männ­li­che Lena: ziel­stre­big, aber locker

7 Gedanken zu “Aus­tra­li­en 2015: in it to win it

  1. Na super, da spa­ziert Aus­tra­li­en mit gro­ßem Tam­tam in den ESC ein, nur damit uns jemand den Tanel Padar gibt. Sehr nett von ihm, dass er nicht mit einer Bal­la­de um die Ecke kommt. Aber mit Isra­el und Mol­da­wi­en kann er es ganz bestimmt nicht auf­neh­men.

  2. Naja. für mich bleibt das unters­te Kis­te, mein letz­ter Platz und die­ses Jahr ein­zi­ger Ver­tre­ter der “Würg”-Kategorie (in die frü­her auch Dima Bilan und Eric Saa­de gehör­ten und an der die Dänen nur knapp vor­bei­schram­men).
    In der Video­fas­sung merkt man zwar die erbärm­li­che Gesangs­leis­tung nicht so, dafür strotzt die­ses trotz oder gar wegen der auf­wen­di­gen Insze­nie­rung gera­de­zu von bil­ligs­ten Kli­schees.

  3. (was kei­nes­wegs so ver­stan­den wer­den soll­te, dass ich den rus­si­schen Bei­trag gut fin­de. Bewah­re!)

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