Deutschland und der Geist der Eurovision

Das Erwartete ist eingetreten, und doch wurde es kurz vor Ende noch mal spannend: im Superfinale von Unser Lied für Stockholm setzte sich heute Abend die von vorne herein als Favoritin gehandelte The-Voice-Siegerin Jamie Lee Kriewitz gegen Alex Diehl und Avantasia durch. Für einen kleinen Schreckensmoment sah es so aus, als könne der dicke Bayer dem lustig aufgebrezelten Manga-Mädchen noch gefährlich werden, überzeugte sein zweiter Auftritt im Superfinale doch deutlich mehr als der von Jamie Lee. Und im After-Stage-Interview mit der fantastisch aufgelegten Barbara Schöneberger wirkte er supersymphatisch aufgeregt und authentisch, so dass ein kleiner ElaizaMoment der Verzauberung zu befürchten stand. Doch der Kelch ging an uns vorüber: mit knapp 45% der Stimmen konnte Frau Kriewitz (deren Pressekonferenz aus Gründen des Jugendschutzes bis Punkt 23 Uhr beendet sein musste – wir sind schließlich in Deutschland!) das Ticket nach Stockholm lösen, wo es für ihr sehr professionell präsentiertes, aber ziemlich ödes, rihanneskes Liedchen dann bestenfalls für einen unteren Mittelfeldplatz reichen dürfte. Und so will sich über den Ausgang von ULFS auch eher Erleichterung einstellen denn echte Begeisterung. Immerhin: dafür, dass der Vorentscheid nach dem NaidooDesaster so schnell aus dem Hut gezaubert werden musste, ist das Ergebnis recht vorzeigbar.

Ob sich der Geist von Cro in ihrem Kopfschmuck manifestierte?

Besagtes Naidoo-Desaster thematisierte die besagte Frau Schöneberger übrigens gleich zum Auftakt der Sendung, als sie ein Medley anstimmte und dieses mit Xaviers „Dieser Weg wird kein leichter sein“ eröffnete. Das nenne ich einen souveränen Umgang! Auch das letztjährige Kümmertgate kam unmittelbar zur Sprache: sie habe mit jedem der zehn Teilnehmer/innen hinter der Bühne zehntausend Mal den Satz „Ja, ich trete an“ geübt, so Babsi. Ralph Siegel, der nach dreizehnjähriger Zwangspause seine Rückkehr zum deutschen Vorentscheid feiern durfte, annoncierte die Gastgeberin als den „Jürgen Klopp der Eurovision: der brennt, der will es wissen“! Peter Urban, der erstmals auch beim Vorentscheid als Kommentator zum Einsatz kam, was sich als hervorragende Idee erwies, zumal die knappere Zeit ihn zu noch pointierteren Ansagen animierte, verriet dann das deutsche Erfolgsgeheimnis beim Eurovision Song Contest: junge Mädchen ohne Nachnamen. Tja, schade, Frau Kriewitz. Einen absoluten Knallerauftakt für die Show lieferte Ersatzhelene Ella Endlich, die im Animierdamen-Outfit mit angemessen dreckigem Grinsen und halbnackten Tänzern überzeugte. Ihr Discofox-Schlager ‚Adrenalin‘ gewann durch die Kürzung auf drei Minuten gegenüber der Studiofassung sichtlich, auch wenn Ellas Chorsängerinnen sie live stimmlich ertränkten. „Das hätte auch die große Helene atemlos durch die Nacht gebracht,“ fasste Urban den Auftritt zusammen, und dem ist nichts hinzuzufügen.

Eine Hebefigur gleich zum Songauftakt: Ella, Endlich

Um so unprofessioneller wirkte der Auftritt des ostfriesischen Schwester-Duos Joco, das sich hinter einem Drumset und einer Heimorgel verschanzte und dessen Bühnenhintergrund im Gegensatz zu Frau Endlich, die gleich eine ganze computeranimierte Großstadtkulisse bemühte (was zu ihrem ein allerdings keimfreies Großstadt-Cluberlebnis simulierenden Lied auch bestens passte), lediglich aus einem gammeligen Papp-Vollmond (‚Full Moon‘) bestand. Für ein Schulkonzert okay, für die große Bühne nicht. Das galt aber nicht nur für die Show, sondern auch den Song. Die Musical-Mönche von Gregorian klotzten hingegen und fuhren offenes Feuer und Pyro auf, als ob es kein Morgen gäbe. Glitzernde (!) Kutten, Bodennebel und grüner Laserpointer vervollständigten den visuellen Overkill, mit dem sie erfolglos versuchten, vom grauenhaften Lied abzulenken. Allerdings verscherzten sie sich bereits im Einspieler alle Sympathien, in welchem sie das pompöse Pathos ihrer Musik noch überboten und sich selbst als die Größten, Besten, Erfolgreichsten mit Myriaden von Fans lobten – was war ich froh, dass ich in Erwartung ihres Beitrags bereits die Spucktüte bereit gelegt hatte. Keine gute Idee auch ihr rumänischer Kastratentenor Narcis Iustin Ianău, dessen Gekreische einfach nur gruselig wirkte.

Gut gemeint, nicht gut gemacht: Woods of Birnam

Respekt und ganz viele Karmapunkte für die sächsische Band Woods of Birnam, die es sich in ihrem Einspieler ganz bewusst mit allen Pegidisten und anderen Rechtnationalen verdorben und die dortigen Ausschreitungen klar geißelten. Leider erinnerte ihr Frontmann Christian Friedel mit seinem leicht merkwürdigen Outfit (die bei den Proben noch gezeigte Führerfrisur hatte er Gott sei Dank entschärft!) und seinen leicht merkwürdigen Tanzschritten ein wenig an Hape Kerkeling, der versucht, einen Berufsjugendlichen zu parodieren. Und wer meint, diese Einschätzung sei böse: die Kommentare auf ESC Nation lauteten in etwa: „Wie putzig: er gehört nicht zu den coolen Kids, aber er selbst weiß das nicht“. Echt schade, denn mit ‚Lift me up‘ hatten er und seine Mannen einen wirklich schönen Beitrag am Start. Deutlich besser als im Vorfeld erwartet hingegen die Performance von Luxuslärm. Wie schon befürchtet, verfolgten die Brainpool-Kameras die ganze Zeit ausschließlich die in einer simplen Jeansjacke das Mädel zum Pferdestehlen gebende Leadsängerin Jini Meyer und vernachlässigten die äußerst ansehnlichen männlichen Bandkollegen sträflich. Jini aber strahlte übers ganze Gesicht und legte eine wohltuende Wärme in ihre Stimme, passend zu ihrem Beitrag ‚Solange Liebe in mir wohnt‘, einem typischen deutschen Wohlfühlschlager fürs Edeka-Einkaufsradio. Positiv: Luxuslärm gehörten offensichtlich zu den Acts, welche die professionelle Beratung der vom NDR eingespannten Kunsthochschulen für das Bühnenbild annahmen – eine Idee, die weitergeführt werden sollte.

Zu subtil: Keøma

Gar nicht oder schlecht beraten zeigten sich hingegen, zu meiner Bestürzung, meine vorherigen Favoriten Keøma. „Mit dem richtigen Staging hätte das verdammt gut funktionieren können“ oder „Sah für 20 Sekunden nach einem Siegertitel aus, dann stürzte es von der Klippe. Man kann auch zu subtil sein“ waren zwei von zahlreichen ähnlichen Fan-Kommentaren im ESC Nation-Forum, denen ich mich leider anschließen muss. Ein Goldlamé-Kleidchen und ein sphärisch-blauer Bühnenhintergrund reichen nicht, vor allem, wenn der an den gedämpften Cocktailbarsound von Annie Lennox oder Everything but the Girl erinnernde Song so entsetzlich langsam daherkommt. Ungerecht dennoch, dass ‚Protected‘ ausschied, während der schwache Meat-Loaf-Aufguss von Avantasia ins Superfinale einzog. ‚Mystery of a Blood red Rose‘, der an üblem Kitsch schon kaum zu überbietende Songtitel, wies den Weg: blühende Rosen und lodernde Flammen auf dem LED-Schirm; musikalische Klänge, wie ich eigentlich seit Beginn der Neunzigerjahre für offiziell verboten hielt; und ein völlig nervös umherzappelnder Sänger in einer schlimmen roten Zirkusdirektorenuniform mit goldenem Schulterlametta: erneut kam die Speitüte zum Einsatz. A propos Einsatz: mit dem hatte Avantasia-Frontmann Tobias Sammet es nicht so und vergeigte ihn ständig, sang überhaupt katastrophal. Auch die Kürzung seiner Rock-Operette auf die regelkonformen drei Minuten löste er unglücklich: mit einem brutalen Schnitt direkt vor der (nun fehlenden) Rückung fügte er dem Song ein ‚Angel si ti‘Finale zu.

Festigten den Ruf Deutschlands als popmusikalisches Notstandsgebiet: Avantasia 

Für kollektives Kopfschütteln in den internationalen Fan-Foren sorgte die hierzulande sicherlich für genial gehaltene Idee, den Text von Alex Diehls Paris-Attentats-Ballade ‚Nur ein Lied‘ dreisprachig auf die Bühnenwand zu projizieren. Wobei man das auch als Service begreifen kann: so mussten die Augen der Zuschauer nicht auf dem Sänger selbst ruhen, der Viele an „den ursprünglichen deutschen Sieger vom Vorjahr, nur geduscht“ erinnerte. Um seinem wichtigen inhaltlichen Anliegen (Diehl zum vermutbaren Entzücken der EBU: „ich schreibe nur selten einen (so) politischen Song“) auch außerhalb Deutschlands Gehör zu verschaffen, intonierte der bayerische Barde wenige Zeilen gegen Ende seines Liedes in akzeptablem Englisch und schmerzbringend grauenhaftem Französisch, was bei mir für akute Fremdschämattacken sorgte. Gut gemeint, fraglos, aber eben nicht gut gemacht. Und letztlich auch egal: solcherart handgemachte, ehrliche Betroffenheitslyrik (die ich gar nicht herabsetzen möchte) kommt ohnehin nur innerhalb der Landesgrenzen gut an. In Stockholm hätten wir damit keinen Blumentopf gewonnen.

Frisch aus den Achtzigern: Frau Pinski

Erstaunlich hingegen der Auftritt von Siegel-Schützling Laura Pinski. Nicht nur, dass sie den Einspieler alleine bestreiten durfte, ohne dass der Altmeister von der Seite dazwischenquatschte (allerdings musste sie den nun wirklich unglaublich flachen Meinunger-Text loben, der auch heutigen „Jugendlichen etwas zu sagen“ hätte. Barf). In einem den kompletten Bühnenboden sternförmig bedeckenden Aliona-Moon-Projektionskleid starr wie eine Salzsäule verharrend und sich mit starker Stimme fehlerfrei durch den sehr, sehr klassischen Siegel-Schlager arbeitend, lieferte sie eine heutigen professionellen Standards tadellos genügende Darbietung ab, die weder billig noch peinlich wirkte. Von der hoffnungslos altmodischen Musik mal abgesehen. Etwas, das man von Siegel seit 20 Jahren nicht mehr kennt. Wie man alles richtig macht, zeigte indes Siegerin Jamie Lee: trotz ihres total öden Liedchens überzeugte sie in den Kategorien Ausstrahlung und Show. Die schlimme Perücke aus den Proben hatte sie gegen ein kleines Spielwaren- und Dekosortiment eingetauscht, das sich auf ihrem Kopf ausbreitete und ihr comicbuntes Schulmädchenoutfit perfekt ergänzte. Mit einem mobilen Wäldchen und einem LED-Mond sorgte sie für einen angemessen verträumten visuellen Rahmen, und sie selbst bot genau die richtige Mischung aus Selbstsicherheit und giggeligem Charme. Gegen dieses Gesamtpaket kam niemand an, und so geht ihr Sieg schon in Ordnung. Vielleicht kann sie ja noch eine Ira Losco pullen und den Song bis Stockholm austauschen?

Im Pausenprogramm: die Common Linnets und BossHoss mit meinem Dolly-Parton-Lieblingslied ‚Jolene‘

Unser Lied für Stockholm

Deutsche Vorentscheidung 2016. Donnerstag, 25.02.2016, ab 20:15 Uhr aus Köln. 10 Teilnehmer, Moderation: Barbara Schöneberger
#InterpretSongTelevotePlatzCharts
01Ella EndlichAdrenalin5,3%07
02JocoFull Moon2,9%09
03GregorianMasters of Chant9,6%05
04Woods of BirnamLift me up (from the Underground)1,6%10
05LuxuslärmSo lange Liebe in mir wohnt5,5%06
06KeomaProtected3,3%08
07AvantasiaMystery of a Blood red Rose16,2% | 21,6%02 | 03
08Alex DiehlNur ein Lied16,1% | 33,9%03 | 0233
09Jamie Lee KriewitzGhost28,8% | 44,5%01 | 0111
10Laura PinskiUnder the Sun we are One11,1%04

 

Jamie Lee Kriewitz fährt für Deutschland nach Stockholm. (2 Stimmen)

  • Wir müssen uns nicht für schämen, aber so richtig abräumen wird das in Schweden nicht. (31%, 67 Votes)
  • Super! Tolles Mädchen, tolle Stimme, tolle Show, gutes Lied. Ich bin hoch zufrieden. (22%, 47 Votes)
  • War nicht meine Favoritin, hat aber ihre Sache gut gemacht und zu Recht gewonnen. (16%, 34 Votes)
  • Damit könnten wir sogar vorne mitspielen. Wenn sie ihrem Stil treu bleibt. (14%, 30 Votes)
  • Och nö, so eine todöde Mainstream-Kacke! Kann ich null mit anfangen. (8%, 17 Votes)
  • Das macht mal wieder den letzten Platz beim Contest. (6%, 12 Votes)
  • Warum sparen wir uns den Vorentscheid nicht ganz und schicken immer den oder die von The Voice? Gewinnen ja eh immer! (4%, 8 Votes)
  • Damit könnten wir sogar vorne mitspielen. Wenn sie was anderes anzieht. (1%, 3 Votes)

Total Voters: 218

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7 Gedanken zu “Deutschland und der Geist der Eurovision

  1. Ich muss sagen ich war ziemlich enttäuscht von allen Beiträgen. Bei keinem gab es einen Wow-Effekt, alles mehr oder weniger langweilig…Schade..
    Am Ende bin ich fast noch für Avantasia gewesen, dafür rufen wenigstens noch Rock-Fans an, aber das Lied von Frau Kriewitz ist doch im Grunde langweilig, Midtempo-Pop funktioniert einfach nicht, man hat immer das Gefühl da muss doch jetzt mal was passieren..Trotz noch unbekannter Konkurrenz prognostiziere ich, dass ein Mittelfeldplatz das höchste der Gefühle sein könnte.

    Am meisten enttäuscht bin ich jedoch von Woods of Birnam. Liegt es an mir oder hatten die keine Bassline? Der „Wumms“ hinter dem Lied hat einfach total gefehlt..im Vorschauvideo war das noch alles vielversprechend, aber die Darbietung war eine herbe Enttäuschung.

  2. Mir hat der deutsche Vorentscheid richtig gut gefallen! War selbst erstaunt. Richtig schlimm fand ich nur den Diehl mit seinem Betroffenheits-Song. Und das Artwork dazu – richtig übel! Dafür wurden Kunsthochschüler engagiert? Avantasia fand ich überschätzt, der Song auf drei Minuten eingedampft funktioniert nicht und das Gehampel und Getue des Frontmanns nervten nur. Die Mönche – geschenkt! Was Peter Urban an JoCo so toll fand? Mir erschließt es sich nicht. Alles in allem aber: Deutschland steht mit dieser Vorentscheid-Show im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut da. WoB – gar nicht schlecht! Auch prima performt! International absolut konkurrenzfähig! Gute Fernseher mit guter Soundanlage brachten hier sehr wohl „Wumms“ rüber.

  3. Ich fands klasse, und bezüglich der Platzierung bin ich nicht so pessimistisch. Klar, Ghost ist als Song nicht der Überflieger, aber mal ehrlich, das war Satellite doch auch nicht… Ich find die Kleine unglaublich süß, sympathisch und auch ihre Art ist sehr sehr angenehm (wer die PK gesehen hat, wird mir zustimmen). Ihre Ausstrahlung ist toll, ihr Stil fällt auf, und ich denke, wenn man nicht nur den Song, sondern den Act als Gesamtes sieht, ist da ne Menge drin.

  4. Das war recht berechenbar. GOTTSEIDANK!!! oder wem auch immer. Mir ist nämlich beim Finale ein wenig schlecht geworden. Betroffenheitsgeklampfe und eine unfassbar schlechte Mischung aus Meat Loaf und Scorpions. Na gut, auch das war berechenbar, die sind ja genug bepuscht worden vorher. Leider sind wie immer die musikalisch wirklich interessanten Titel über die Klippe beschuppst worden. Keoma haben nämlich wirklich einen guten Song (Präsentation naja) und ebenso finde ich Joco (die beiden Schwestern ohne Klaas, hihi – danke Barbara) ziemlich gut hörbar. Letztendlich war ich von dem schon gut bekannten Song Ghost doch (wieder) sehr angetan. Rangierte bei mir so zwischen 2 und 3. Also habe ich nix zu meckern. Es hätte deutlich schlimmer ausgehen können. Und die ist süß und schön duchgeknallt. Ein Sympathieträger. Ich halte es auch für ESC-Finalbühnen-tauglich und kann mir eine Top Ten Platzierung gut vorstellen. Aber ich tauge nicht als Orakel. Ich irre mich gerne in Richtung Top – in die andere Richtung….naja, dann sind die anderen schuld. Wie immer. Viel Erfolg Jamie

  5. Ganz ehrlich…ein furchtbarer Vorentscheid mit einem Highlight…und das war Barbara Schöneberger!
    Vielleicht sollte die mal für Deutschland antreten…

    In dem Einheitsbrei sucht man doch vergeblich nach einem Lied, das in Klasse oder in Überzeugungskraft mit einem der drei bestplazierten Lieder aus dem Vorjahr mithalten kann! Seit den 90er Jahren hab ich mich nicht mehr so bei einem Vorentscheid gegruselt!

    In Deutschland gibts wirklich gute Songwriter/innen…wo waren die, als das Programm zusammengestellt worden ist?
    Den Interpreten kann man keinen Vorwurf machen, wenn das Material nichts taugt!

    Vielleicht liege ich auch total falsch und „Ghost“ begeistert am 14. Mai ganz Europa…gestern Abend war es zumindest das Lied und der Auftritt, der ein Fremdschämen ausschließt!

    Abwarten…

  6. Tja, liebe Lieblingsnachbarn, sowas passiert halt, wenn man auf reines Publikumsvoting setzt: Diese Jamie Lee Kriewitz hatte 2 Monate, in denen sie mehrere Millionen Televoting-affine Fernsehzuschauer emotionalisieren konnte.Die hätte auch 3 Minuten schweigend auf der Bühne stehen können bei ULFS und hätte trotzdem gewonnen. Die Show hat zwar „Unser Lied für Stockholm“ geheißen – aufs Lied hat aber keiner geachtet.

    Andererseits ist es in diesem Jahr auch wirklich egal: Die anderen neun Kandidaten waren auch nicht viel besser. Ein paar waren ein bißchen besser, aber keiner war wirklich gut.

  7. @ossi1967
    Etwas weniger pauschalisierend und du würdest wahrscheinlich näher an der Wahrheit liegen. Ich fand, dass Jamie-Lee nach Gregorian am Donnerstag das beste Gesamtpaket hatte. Und bei Gesamtpaket zähle ich das Lied hinzu. 😉

Oder was denkst Du?