Jugo­vi­zi­ja 1961: Mor­gen fängt das Leben erst an

Viel Geld und tech­ni­sches Know-How hat­ten die Ame­ri­ka­ner nach dem Zwei­ten Welt­krieg den staat­li­chen west­eu­ro­päi­schen Sen­de­an­stal­ten zukom­men las­sen, um sie für die Pro­pa­gan­da­schlacht im nach­fol­gen­den Kal­ten Krieg gegen den feind­li­chen kom­mu­nis­ti­schen Osten zu rüs­ten. Auch der Euro­vi­si­on Song Con­test soll­te nach den Vor­stel­lun­gen des hier­bei feder­füh­ren­den US-Geheim­diens­tes dem kul­tu­rel­len Anein­an­der­rü­cken der “frei­heit­li­chen” (lies: kapi­ta­lis­ti­schen) Staa­ten die­nen und mit sei­nem nach eige­nem Emp­fin­den gla­mou­rö­sen und unter­halt­sa­men Pro­gramm, das man, soweit es die Anten­nen zulie­ßen, ger­ne auch ins sozia­lis­ti­sche Aus­land aus­strahl­te, um dort Neid und Unzu­frie­den­heit in der Bevöl­ke­rung zu schü­ren, die kla­re Über­le­gen­heit des Wes­tens in Sachen Pop demons­trie­ren. Dies jeden­falls ist der ziem­lich pater­na­lis­ti­sche Unter­ton einer bri­ti­schen ESC-Doku­men­ta­ti­on aus dem Jah­re 2010 mit dem Titel ‘The Secret Histo­ry of Euro­vi­si­on’.

Das sind Bau­ern”: west­li­che Vor­ur­tei­le gegen Ost­eu­ro­pa fei­ern in die­ser Doku fröh­li­che Urständ.

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