Beo­vi­zi­ja 2019: Das schlägt dem Fass die Kro­ne ins Gesicht

Neben Nord­ma­ze­do­ni­en, Russ­land, San Mari­no und Ungarn schickt nun auch Ser­bi­en eine Rück­keh­re­rin zum Euro­vi­si­on Song Con­test 2019 nach Tel Aviv: bereits vor sechs Jah­ren stand Neve­na Božo­vić in Mal­mö auf den Bret­tern, die die Welt bedeu­ten; sei­ner­zeit als Teil des unmit­tel­bar nach dem Wett­be­werb wie­der auf­ge­lös­ten Trash-Tri­os Moje 3 mit ihrer Alle-mei­ne-Ent­chen-Melo­die ‘Lju­bav je svu­da’, das ver­mut­lich auch dank der grau­sam ent­stel­len­den Kla­mot­ten­wahl der drei ser­bi­schen Lieb­chen im Semi­fi­na­le aus­schied. Modisch hat sich die erschre­ckend dün­ne Neve­na, die zur Sicher­heit stets eine gan­ze Bat­te­rie von Vomi­tier­spa­teln am Arm und um den Hals mit sich führt, um bei buli­mi­schen Fress­an­fäl­len sofort gegen­steu­ern zu kön­nen, zwi­schen­zeit­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Auch musi­ka­lisch kommt sie 2019 anders daher: ihre selbst geschrie­be­ne, für mei­ne Ohren aller­dings selt­sam blut­lee­re und sakri­leg­haft mit eng­li­schen Text­ein­spreng­seln ver­se­he­ne Bal­kan­bal­la­de ‘Kru­na’ (‘Kro­ne’) ver­moch­te im gest­ri­gen Fina­le der Beo­vi­zi­ja die Juror/innen über­zeu­gen, die sie mit deut­li­chem Punk­te­vor­sprung an die Spit­ze wähl­ten. Beim hei­mi­schen Publi­kum lan­de­te Frau Božo­vić hin­ge­gen nur auf dem drit­ten Rang.

Von der Jury zur Köni­gin gekrönt: Neve­na.

wei­ter­le­senBeo­vi­zi­ja 2019: Das schlägt dem Fass die Kro­ne ins Gesicht

Per­len der Vor­ent­schei­dung: die ser­bi­sche Strick­lie­sel

Bevor der heu­ti­ge letz­te Super­sams­tag der Vor­ent­schei­dungs­sai­son 2019 unse­re letz­ten Kraft­re­ser­ven for­dert, gilt es noch, die bei­den Semi­fi­na­le der ser­bi­schen Beo­vi­zi­ja Revue pas­sie­ren zu las­sen, die am Mitt­woch und Don­ners­tag die­ser Woche über die Büh­ne gin­gen und die sich über wei­tes­te Stre­cken in einer schier unglaub­li­chen Nost­al­gie ergin­gen. Wäh­rend man näm­lich die jeweils 12 Kombattant/innen je Run­de, von denen die Hälf­te ins Fina­le pas­sie­ren durf­te, in einer knap­pen Drei­vier­tel­stun­de Schlag auf Schlag durch das Pro­gramm prü­gel­te, unter­bro­chen nur von kaum ein­mi­nü­ti­gen Ein­spie­lern (sieh und ler­ne, NDR!) füll­te der Sen­der RTS die ver­blie­be­nen mehr als zwei Stun­den Sen­de­zeit bis zum Bers­ten mit nam­haf­ten Star­gäs­ten aus dem gesam­ten Bal­kan. So wie bei­spiels­wei­se der anbe­tungs­wür­di­gen Kalio­pi, dem etwas abge­härmt aus­se­hen­den Laka, der frisch gestraff­ten San­ja Vučić, dem sicht­lich geal­ter­ten Knez oder der zucker­sü­ßen Boja­na Sta­men­ov, die nicht nur jeweils ihre eige­nen Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge noch­mals zum Bes­ten gaben, son­dern auch, zusam­men­ge­stellt zu Super­star-Duet­ten bis Quar­tet­ten, wei­te­re Bal­kan- und Euro­vi­si­ons­klas­si­ker prä­sen­tier­ten. Und damit das zuvor gezeig­te aktu­el­le Beo­vi­zi­ja-Teil­neh­mer­feld der­ma­ßen grell über­strahl­ten, dass nur die gele­gent­lich ein­ge­streu­ten Schnell­durch­läu­fe es vor dem völ­li­gen Ver­ges­sen bewahr­te.

Ob die Lipi­de für San­ja Vučićs Lip­pen­auf­sprit­zung direkt aus dem Gesäß von Jac­ques Hou­dek abge­saugt wur­den?

wei­ter­le­senPer­len der Vor­ent­schei­dung: die ser­bi­sche Strick­lie­sel