Maxi Garden

Maxi Gar­den: Musi­ka­li­sche Sonn­ta­ge in Hanau-Lamboy

"Was macht eigentlich?", diese perfide Frage aus dem Stern, mit der das Hamburger Frisörblättchen gerne sogenannte Has-Beens noch mal schnell aus der Grabkammer des medialen Vergessens hervorkramt - nun, diese Frage stellt man sich bei Maxi Garden, dem jüngeren Teil des Mutter-und-Tochter-Duos Maxi & Chris Garden, das uns 1988 bei einem der schlechtesten Eurovisionsjahrgänge aller Zeiten in (wo sonst:) Dublin, mit einem der schlechtesten deutschen Beiträge aller Zeiten vertrat, vermutlich nicht. An manches möchte man ja einfach nie mehr erinnert werden. Doch, wie uns die heutige Frankurter Rundschau in ihrer Hanauer Lokalausgabe informiert: Meike Gärtner (so ihr richtiger Name) lebt…
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Ein Lied für Dub­lin 1988: Das ist nicht viel

Ein Lied für Dub­lin 1988: Das ist nicht viel

'Ich wünsch Dir Liebe ohne Leiden' hieß ein wunderschöner Song aus dem Jahr 1984, den der große Udo Jürgens gemeinsam mit seiner Tochter Jenny sang, die sich in diesem Jahr daran versuchte (und überhob), die deutsche Grand-Prix-Vorentscheidung zu moderieren. "Ich wünsch mir Lieder ohne Leiden": dieser sehnliche Gedanke überkam die Zuschauer:innen des televisionären Elends hingegen angesichts des unbeschreiblich miserablen Songtableaus dieser Veranstaltung. Bei der sich, wie gewohnt, völlig unbekannte Hoffnungslose und abgehalfterte Schlagerstars die Klinke in die Hand gaben. So beispielsweise der bereits wieder am Ende seiner Hitparadenkarriere stehende Tommy Steiner, der berüchtigte 'Ficker von San Juan', der in den Neunzigern im…
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Ein Lied für Brüs­sel 1987: Geh ins Licht, Carol-Anne

Ein Lied für Brüs­sel 1987: Geh ins Licht, Carol-Anne

In diesem Jahr degenerierte die deutsche Eurovisionsvorentscheidung vollends zu einem Ralph-Siegel-Festspiel. Fast die Hälfte aller vorgestellten Titel, nämlich fünf von zwölf, stammten aus seiner Feder. Entweder hatte der Münchener Fließbandkomponist die Vorauswahljurys geschickt durch ihm hörige Menschen unterwandern lassen - oder, und das erscheint mir wahrscheinlicher, es wollte außer ihm tatsächlich niemand mehr mit dem Grand Prix in Verbindung gebracht werden. Nach dem es im Vorjahr keine Radio-Vorrunde gegeben hatte, mussten die Zuhörer:innen der ARD-Radiowellen diesmal wieder 20 Songs über sich ergehen lassen. Doch auch sie wiesen nur den Siegel-Titel 'Sonntag, Sonntag' von Heike Schäfer zurück. Sowie eine nachdenkliche Beziehungsballade…
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