Rank & File 2019: Platz 3 – Say na na na

Nach einem kra­chend schief gegan­ge­nen Ver­such mit einer exter­na­li­sier­ten öffent­li­chen Vor­ent­schei­dung im Vor­jahr kehr­te das klei­ne San Mari­no heu­er zum Bewähr­ten zurück und nomi­nier­te einen sei­ner bei­den Stammrepräsentant/innen. Klu­ge Wahl!

Platz 3: San Mari­no – Ser­hat Hacıpaşalıoğlu: Say na na na (Sag na na na)

Und ja, es ist mir bewusst, dass ich mich mit die­sem Ran­king als geschmack­lich hoff­nungs­los ver­al­te­ter Schla­ger­fan oute. Das aber dürf­te für Stammleser/innen mei­nes Blogs kei­ne neue Nach­richt sein. Der tür­ki­sche Ex-Game­show-Mode­ra­tor in den Diens­ten der Minia­tur­re­pu­blik schrieb den Titel, wie er selbst zugab, inner­halb weni­ger Minu­ten. So, wie in der Pop-Geschich­te übri­gens vie­le gro­ße Hits ent­stan­den, denn gele­gent­lich ist stumpf halt Trumpf. Ser­hat lie­fert genau das ab, was ich beim Grand Prix haben möch­te: eine fluffi­ge Ohr­wurm­me­lo­die; Dis­co-Beats, zu denen sich geschmei­dig mit­wip­pen lässt; ein sofort mit­sing­ba­rer Refrain; eine uplif­ten­de Bot­schaft und ein hüb­scher Chor. Der san­ma­ri­ne­si­sche Bei­trag schwelgt damit in nost­al­gi­schen Erin­ne­run­gen an simp­le­re Zei­ten, in denen man mit so einer Num­mer noch gewin­nen konn­te. Im Gegen­satz zu gut 80% der dies­jäh­ri­gen Kon­kur­renz­ti­tel, die ich ver­ges­se, wäh­rend sie noch lau­fen, bleibt mir die­se klei­ne Trash-Per­le nach­hal­tig im Ohr. Hin­zu kommt der Inter­pret: Sehrhot ist womög­lich der sexies­te Dad­dy, der beim ESC jemals mit­mach­te. Sei­ne ras­pel­tie­fe Sprech­ge­sangs­stim­me und sei­ne süßen Trost­ver­spre­chun­gen locken mich wie Honig­tau, und nur zu ger­ne las­se ich mir sei­nen Nek­tar ein­flö­ßen. Der darf ger­ne wie­der­kom­men, viel­leicht beim nächs­ten Mal im Duett mit Valen­ti­na Monet­ta?

Star­qua­li­tät, Sexy­ness, Selbst­iro­nie und Cha­ris­ma: Ser­hat strahlt all das aus und mehr.

Semi: 1. Final­chan­cen: dank der Start­rei­hen­fol­ge bes­tens. Ser­hat beschließt mit sei­ner fun­keln­den Dis­co-Per­le das ers­te Semi­fi­na­le und ent­lässt uns mit einem brei­ten Grin­sen. Nur die dia­bo­li­schen Jurys könn­ten ihn noch kil­len, denn bei denen ist Spaß ja bekannt­lich ver­bo­ten.

Bes­te Text­zei­le: “If you’­re fee­ling lone­ly / We can take it slow­ly” (“Wenn du dich ein­sam fühlst / kön­nen wir es lang­sam ange­hen”). Sehrhot ver­steht sich also auch auf’s Vor­spiel. Wo muss ich mich anstel­len?

In wel­che Kate­go­rie fällt ‘Say na na na’ für dich?

  • Abso­lut geil. (45%, 59 Votes)
  • Ganz nett. (29%, 38 Votes)
  • Ver­zicht­bar. (16%, 21 Votes)
  • Uner­träg­lich. (10%, 13 Votes)

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9 Gedanken zu “Rank <span class="amp">&</span> File 2019: Platz 3 – Say na na na”

  1. Boah ne, auf die Gefahr hin dass ich vom Sei­ten­be­trei­ber eins auf den Deckel krie­ge sage ich nur fol­gen­des: Hau mir bloß ab damit!!

    Mein per­sön­li­cher Platz 40 in die­sem Jahr. Mein per­sön­li­cher letz­ter Platz kommt ent­we­der mor­gen oder am Frei­tag.

  2. Game­show-Mode­ra­tor, echt? Wuß­te ich nicht. Das wich­tigs­te hast Du aber nicht erwähnt, näm­lich, dass ihm der Song hier durch Köln, äh, “lau­fend” kam. Titel­zei­le klingt wie die typi­schen Gedan­ken der hie­si­gen 100% Bot­toms wäh­rend des Vor­spiels (gibts auch anders­wo, hal­lo an mei­nen Bro @usain). LOVE IT! Echt fun statt all der didak­ti­schen Erwä­gun­gen über den por­tu­gie­si­schen “Klang­tep­pich” oder Frank­reichs “Bot­schaft” ca. 2003 – go hot dad­dy Ser­hat!

  3. Ach ja, kann mich noch erin­nern wie ich mich an nem trü­ben Mor­gen mit ner Tas­se Kaf­fee an den Rech­ner gesetzt hab und auf die­ser Sei­te den Song zum ers­ten Mal ange­klickt hab, da ist echt die Son­ne auf­ge­gan­gen 🙂

  4. War ja zu erwar­ten :-)))
    Immer­hin muss man schon Eier in der Hose haben, so offen­siv zu einem Lied (inkl. Video) zu ste­hen vor des­sen Genuss man am bes­ten den musi­ka­li­schen Geschmack vor­her an der Gar­de­ro­be abgibt. Ein Car Crash ers­ter Güte, zuge­ge­ben sehr unter­halt­sam.
    Mal sehen, wie er das auf die Büh­ne bringt, denn mei­ner Mei­nung nach lebt das Lied/Video auch von dem sinn­frei­en Mas­sen­auf­lauf von Men­schen, der so beim ESC natür­lich nicht mög­lich sein wird.

  5. Es freut mich total, dass Ser­hat hier auf dem drit­ten Platz lan­det. Dach­te schon, ich wäre mit mei­ner Begeis­te­rung allein auf wei­ter Flur. Abso­lu­ter Gute-Lau­ne-Song, der zwar kei­nen gros­sen intel­lek­tu­el­len Anspruch erfüllt, aber pure Unter­hal­tung ist. Lei­der fürch­te ich, dass der Bei­trag im Halb­fi­na­le schei­tern wird.

  6. Hier weht nur ein leich­tes Som­mer­lüft­chen. Das Stück kommt ist mir zu harm­los und Iro­nie will sich mir nicht erschlie­ßen. Aber mei­net­we­gen zwi­schen 10. Und 15.Platz. .. aber viel­leicht täu­sche ich mich auch. Sym­pa­thisch ist der Typ mir ja. Aber sexy?

  7. Dach­te beim ers­ten hören, da hat jemand Right­Said­Fred zum ESC geschickt und hab mich rie­sig gefreut 😉 Gei­le Stim­me, Text egal.

  8. Bewegt sich gekonnt irgend­wo zwi­schen Guil­ty Plea­su­re und ech­tem Plea­su­re. Ergänzt das Teil­neh­mer­feld um einen luf­tig-leich­ten Gute-Lau­ne-Song. Es muss ja auch nicht 41 mal hin­ter­ein­an­der Tief­gang sein.

  9. Glück­wunsch, wer­ter Blog­ger! Und Ser­hat im Fina­le: das ist ein­fach toll, so etwas
    gehört nicht nur im Semi “ver­steckt”. Das freut mich echt.

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