Öster­reich rockt den Song Con­test 2013: Run­ning sca­red from Austria

Immer ein wenig hin­ten­dran, die­se Österreicher:innen: wäh­rend sich der gro­ße Bru­der Deutsch­land ges­tern für eine musi­ka­li­sche Neu­auf­la­ge des letzt­jäh­ri­gen Sie­ger­ti­tels ent­schied, ori­en­tier­te man sich in der Alpen­re­pu­blik an des­sen Vorgänger:innen und schick­te eine schnarch­seich­te Bal­la­de namens ‘Shi­ne’, die wie schon wei­land Ell & Nik­kis Sie­ger­song ‘Run­ning sca­red’ haupt­säch­lich von den pene­trant ein­ge­streu­ten “Oh-oh“s lebt. Die 18jährige Natá­lia Kel­ly, bekannt­ge­wor­den durch die erfolg­rei­che Teil­nah­me an der Cas­ting­show The Voice, sang sie und schau­te dabei mit treu­em Dackel­blick in die Kame­ras, was in Mal­mö wohl das ein oder ande­re Juro­ren- oder Groß­mutter­herz schmel­zen las­sen dürf­te. Und mich in drei­mi­nü­ti­gen Tief­schlaf fal­len ließ. Natá­lia setz­te sich beim – ange­sichts des eher schnarch­na­si­gen Musik­an­ge­bo­tes – völ­lig unpas­send erneut Öster­reich rockt den Song Con­test beti­tel­ten Vor­ent­scheid mit gro­ßem Vor­sprung im Publi­kums­vo­ting gegen die Jury­fa­vo­ri­tin Yela durch, die mit ‘Feels like Home’ flo­cki­ge Kaf­fee­haus­mu­sik dar­bot, ganz ent­spannt auf dem Sofa lie­gend – ein Song, der mich im Vor­feld über­haupt nicht ansprach, durch die cha­ris­ma­ti­sche Per­for­mance der haupt­säch­lich in den USA leben­den Wie­ne­rin aber überzeugte.

Unter den Blind­gän­gern ist das Pla­gi­at König: Nat King Kelly.

The Band­a­loop hat­ten mit dem Elek­tro­pop­song ‘Back to Fan­ta­sy’ das ein­zi­ge eini­ger­ma­ßen schnel­le Stück im Gesamt­an­ge­bot, ver­ga­ben die­sen Vor­teil aber dadurch, dass Lead­sän­ge­rin Bar­ca Baxant im lila­far­be­nen Feder­kos­tüm aus­sah wie die les­bi­sche Tan­te von Bibo aus der Sesam­stra­ße – und auch so sang. Die vom ORF mit Absicht her­bei­ge­führ­te Reduk­ti­on des Star­ter­fel­des auf nur fünf jun­ge Nach­wuchs­ta­len­te glich man zur zeit­li­chen Stre­ckung damit wie­der aus, dass alle Fünf neben ihrem Wett­be­werbs­ti­tel noch jeweils einen Euro­vi­si­ons­klas­si­ker anstim­men muss­ten. Eine denk­bar schlech­te Idee, mach­te sie die Dis­kre­panz zwi­schen die­sen jeden Test der Zeit über­ste­hen­den Ever­greens und der hier dar­ge­bo­te­nen musi­ka­li­schen Schon­kost nur um so augen­fäl­li­ger. Ins­ge­samt ein Vor­ent­scheid zum Weg­däm­mern – bis auf die Kurz­vor­stel­lung der inter­na­tio­na­len Kon­kur­renz­ti­tel, bei wel­cher der ORF-Mode­ra­tor den islän­di­schen Ver­tre­ter Eyþór Ingi Gunn­laugs­son (wir erin­nern uns: blond, lang­haa­rig, voll­bär­tig) als “nor­di­sche Con­chi­ta Wurst bezeich­ne­te. Das nen­ne ich Chuzpe!

Die Play­list mit allen fünf Vorentscheidungstiteln.

Vor­ent­scheid AT 2013

Öster­reich rockt den Song Con­test. Diens­tag, 15. Janu­ar 2013, aus den ORF-Stu­di­os in Wien. Fünf Teilnehmer:innen. Mode­ra­ti­on: Mir­jam Weich­sel­braun, Andi Knoll. Tele­vo­ting /(50%), Jury (50%).
#Inter­pre­tenSong­ti­telJuryTele­vo­tePlatz
01Fal­co LuneauRise abo­ve the Night242503
02YelaFeels like Home341602
03Eli­ja KulmerGive me a Sign061004
04Natá­lia KellyShi­ne323801
05The Band­a­loopBack to Fantasy041105

Letz­te Aktua­li­sie­rung: 15.10.2021

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Und wie immer die Fra­ge: schafft es Öster­reich mit Frau Kel­ly ins Finale?

  • Auf jeden Fall! Schö­ne Bal­la­de, süße Sän­ge­rin – kann was. (46%, 53 Votes)
  • Schlä­fert Zuschau­er wie Juro­ren glei­cher­ma­ßen ein. Bleibt kle­ben. (27%, 31 Votes)
  • Man­gels Kon­kur­renz sicher im Fina­le. Dort dann wie­der Rang 25. (18%, 21 Votes)
  • Die Jurys wer­den die­sen Super­seich schon ret­ten. (9%, 10 Votes)

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