Alf Poier

Das Ende der Wurst für Alf Poier

Das Ende der Wurst für Alf Poier

Majestätsbeleidigung hat ihren Preis! Als "künstlich hochgezüchtetes Monster", mit dessen "verschwulter Zumpferl-Romantik" er nichts anfangen könne und die "eher zum Psychotherapeuten" gehöre als auf die Eurovisionsbühne, wenn sie nicht wisse, ob sie "ein Manderl oder ein Weiberl" sei, hatte der österreichische Kabarettist und Grand-Prix-Vertreter von 2003, Alf Poier, noch vor dem Song Contest in einem Interview mit dem Blättchen Die neue Woche seine diesjährige Kollegin Conchita Wurst tituliert. Dies kostet ihn nun sein Management: wie Vienna Online heute kolportiert, will René Berto, der sowohl Poier als auch die Wurst unter Vertrag habe, sich von dem Steyrer trennen und sich "in erster Linie…
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song.null.fünf 2005: Aus­tri­ans dance qui­te slow

song.null.fünf 2005: Aus­tri­ans dance qui­te slow

Das Talent des ORF zum Erfinden unnötig komplizierter Abstimmungsverfahren bei ihrer nationalen Eurovisionsvorentscheidung wurde in diesem Blog ja bereits an anderer Stelle erwähnt. 2005 kam es erneut zum Einsatz. Die Abstimmung, wer das Ticket nach Kiew erhalten soll, erfolgte zwar erneut per Televoting, doch diesmal addierte der experimentierfreudige Wiener Sender die (per Festnetz) eingegangenen Anrufe nicht einfach, sondern splittete sie nach den neun Bundesländern Österreichs auf. Vermutlich, um der Provinz das Gefühl zu vermitteln, auch mal gehört zu werden. Pro Region wurden die Stimmen dann in Punkte umgewandelt, dabei zählte jedes Land gleich viel, unabhängig von der jeweiligen Zahl der…
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ESC-Fina­le 2003: Die Kotzn in da Wiesn

ESC-Fina­le 2003: Die Kotzn in da Wiesn

Seit seiner Erstteilnahme 1994 war Russland vom Ehrgeiz beseelt: mit Alla Pugatschowa (1997) hatte man bereits seinen größten Star geschickt, mit Alsou (2000) bereits einen zweiten Platz erreicht. Der Sieg zweier abtrünniger ehemaliger Sowjetrepubliken in Folge bestärkte die ehemalige, gerade wieder erstarkende Weltmacht nun um so mehr, ihren Führungsanspruch als größtes und einwohnerstärkstes Land der EBU auch auf popkulturellem Gebiet zu demonstrieren. Ein Sieg sollte her, auch wenn man dazu schweres Geschütz auffahren müsste. Und das hatten die Russen diesmal, in Form der als Lesben-Lolitas vermarkteten Skandalgören Jelena Katina und Julia Wolkowa, besser bekannt als t.A.T.u., die mit 'All the…
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song.null.drei 2003: Die Kaker­la­ken lebn hin­ter die Fliesn

song.null.drei 2003: Die Kaker­la­ken lebn hin­ter die Fliesn

Es war der epische, in aller Ewigkeit immer wieder neu ausgefochtene Zweikampf, der sich beim österreichischen Eurovisionsvorentscheid 2003 abspielte: das Gute gegen das Böse, Tradition gegen Fortschritt, Augenzwinkern gegen Ernsthaftigkeit oder auch Ralph Siegel gegen den Rest der Welt. Sicher, rein formell nahmen, wie bereits im Vorjahr, zehn Konkurrent:innen teil am von DJ Ötzi moderierten song.null.drei, darunter die Klagenfurter Musicalsängerin Sabine Leibersch, die ehemalige Leichtathletin und jüngste Miss Austria Patricia Kaiser, die professionell im Ballett und Jazzgesang ausgebildete Aalysha sowie der als Moderator bei Veranstaltungen für Kinder tätige Roman Kostrouch. Sie alle (und ein paar weitere, noch unbekanntere Acts) steuerten…
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