Fes­ti­va­li i Kën­gës 2022: mach mir den Masudo!

Nicht völ­lig aus­ge­schlos­se­ne und den­noch eher unge­wöhn­li­che Din­ge pas­sier­ten in die­sem Jahr zuhauf bei der alba­ni­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dung, dem tra­di­ti­ons­rei­chen Fes­ti­va­li i Kën­gës, das heu­er sei­nen 60. Jah­res­tag fei­er­te. Zum einen began­nen alle drei Shows (dem heu­ti­gen Fina­le ging eine ers­te Vor­stel­lungs­run­de mit 14 eta­blier­ten Künstler:innen und sechs Newcomer:innen vor­aus, von denen man drei gleich wie­der aus­sieb­te; sowie eine gla­mou­rö­se Retro-Gala mit FiK-Legen­den aus allen sechs Jahr­zehn­ten) auf die Sekun­de (!) pünkt­lich um 21 Uhr und ende­ten (bis auf die Gala) auch mehr oder min­der inner­halb der vor­ge­se­he­nen Sen­de­zeit. Zum zwei­ten war es den Teil­neh­men­den erst­mals erlaubt, im Fina­le ihre Songs ganz oder teil­wei­se auf Eng­lisch vor­zu­tra­gen, was als Kul­tur­re­vo­lu­ti­on gel­ten muss. Und obschon auch dies­mal eine sie­ben­köp­fi­ge Jury mit geschätzt bis zu hun­dert­jäh­ri­gen Mit­glie­dern völ­lig ohne Publi­kums­be­tei­li­gung über das Ergeb­nis ent­schied, folg­te die­se über­ra­schend dem Wil­len der zuschau­en­den inter­na­tio­na­len Fans und ent­schied sich für einen uptem­po­rä­ren, auf­wän­dig cho­reo­gra­fier­ten Eth­no-Dis­co-Ban­ger namens ‘Sekret’. Oder eher ‘Secret’, denn des­sen Inter­pre­tin, die don­ner­schen­ke­li­ge Power­frau Rone­la Haja­ti, trug die Hook­li­ne (nicht aber die Stro­phen) in der Lin­gua Fran­ca des Pop vor.

Die span­nen­de Fra­ge ist jetzt: bringt Rone­la ange­sichts der wei­ter bestehen­den Begren­zung auf sechs Per­so­nen auf der Büh­ne beim ESC wie einst DJ Bobo Schau­fens­ter­pup­pen mit nach Turin, um die vakan­ten Posi­tio­nen zu füllen?

Nun spielt der Text in die­ser ‘Wild Dan­ces’-Gedächt­nis­num­mer eine eher unter­ge­ord­ne­te Rol­le, das Stück lebt von sei­nem Tem­po und der aus­drucks­star­ken Per­sön­lich­keit der 32jährigen Rone­la, der Toch­ter des eins­ti­gen alba­ni­schen Rund­funk­chefs Marash Haja­ti, der noch zu Zei­ten der Hoxha-Dik­ta­tur sei­nen Dienst ver­sah und 2013 ver­starb; in dem Jahr, in dem sei­ne Toch­ter erst­mals nen­nens­wer­ten Erfolg als Sän­ge­rin genoss. 2019 hat­te sie ihren ers­ten Num­mer-Eins-Hit im Hei­mat­land. Bei ihrem Auf­tritt sowohl in der ers­ten Run­de als auch im gest­ri­gen Fina­le wur­de sie von einem Dut­zend (!) Tän­ze­rin­nen beglei­tet, die eben­so enga­giert wie Rone­la die Zöp­fe krei­sen lie­ßen. Die­se künst­le­ri­sche Ver­beu­gung vor dem mon­te­ne­gri­ni­schen Grand-Prix-Kol­le­gen Slav­ko Kale­zić trug ihr natür­lich hohe Sym­pa­thien bei ESC-Fans ein, birgt aber die Gefahr, dass es in Turin bei vor­schrifts­be­dingt redu­zier­ter Per­so­nal­stär­ke weni­ger ein­drucks­voll wirkt. Den undank­ba­ren zwei­ten Platz im Jury­ran­king beleg­te mit dem unfass­bar attrak­ti­ven Alban Ramo­saj der zwei­te Publi­kums­fa­vo­rit, der mit der hoch­dra­ma­ti­schen Bal­kan­bal­la­de ‘The­je’ (‘Zer­quetsch mich’) eigent­lich unwi­der­steh­li­che Kat­zen­min­ze für Juror:innen im Gepäck hatte.

Auch der alte San­die-Shaw-Trick mit den nack­ten Füßen half nicht: das sin­gen­de Model Alban (nicht ver­wandt mit dem rap­pen­den schwe­di­schen Zahn­arzt) muss­te sich mit der Sil­ber­me­dail­le zufrie­den geben.

Lei­der ver­sem­mel­te er im FiK-Fina­le nicht nur, wie bereits am Mon­tag, die weni­gen etwas lei­se­ren Pas­sa­gen sei­nes zu 90% in höchs­ter Anstren­gung her­aus­ge­brüll­ten Tren­nungs­schmerz­rie­mens, son­dern setz­te auch bei der (für einen Grand-Prix-Song eher unge­wöhn­lich in der Mit­te des Lie­des plat­zier­ten) lan­gen hohen Jury-Note einen Tick zu früh ab. Alb­ans etwas gequäl­ter Blick in die Kame­ra wäh­rend der direkt dar­auf­fol­gen­de Brü­cke offen­bar­te, dass er wohl selbst wuss­te, dass er es gera­de ver­kackt hat­te. Scha­de um den hin­rei­ßend schö­nen Mann, den ich ger­ne auch beim ESC noch ein wenig ange­schmach­tet hät­te. Den drit­ten Platz (die Ergeb­nis­se dar­un­ter gab das Mode­ra­ti­ons­quar­tett um die dra­ma­tisch dekol­le­tier­te Euro­vi­si­ons­kö­ni­gin Joni­da Mali­qi nicht bekannt) teil­ten sich die fabel­haf­te Rezar­ta Sma­ja mit dem gran­dio­sen, akkor­de­on­um­schmei­chel­ten Neo-Chan­son ‘E jem­ja Nuse’ (‘Ich bin eine Braut’) und der apart ober­lip­pen­be­flaum­te New­co­mer Eldis Arrn­je­ti mit der vio­lin­sat­ten, selbst­ge­tex­te­ten Bal­la­de ‘Refu­zoj’ (‘Wei­ge­rung’). Einer­seits bezeich­nend, dass es unter den sechs ursprüng­lich Ange­tre­te­nen in die­ser Kate­go­rie aus­ge­rech­net der ein­zi­ge Mann bis auf einen Medail­len­platz schaff­te. Ande­rer­seits sang er wirk­lich gut und ergrei­fend und darf ger­ne wiederkommen…

…wenn auch bit­te nicht in dem fleisch­wurst­far­be­nen Pyja­ma, den er am zwei­ten Abend trug.

Erkenn­bar ange­pisst von der erneut aus­ge­blie­be­nen Wert­schät­zung durch die Jury zeig­te sich im Green­room der offen schwu­le, gebür­ti­ge Koso­va­re Mirud, der auch bei sei­nem drit­ten FiK-Ver­such die Trau­ben nicht zu ern­ten ver­moch­te. Dabei hat­te er mit ‘Për Dreq’ (‘Zum Teu­fel’) dies­mal sogar eine ver­gleichs­wei­se kon­ven­tio­nel­le Tren­nungs­schmerz­bal­la­de am Start und dreh­te beim Out­fit mit einem schwar­zen, breit­schul­ster­pols­te­ri­gen Man­tel sogar den Camp­ness-Fak­tor auf die nied­rigst­mög­li­che Stu­fe. Das half aber eben­so wenig wie das beim Gala­abend am Diens­tag ein­ge­spiel­te Endor­se­ment durch die desi­gnier­te Mode­ra­to­rin der für den 21. Febru­ar 2022 ter­mi­nier­ten Pre­miè­re des US-Able­gers Ame­ri­can Song Con­test. Womög­lich irri­tier­te das unter die Musik geleg­te mensch­li­che Gewin­sel zu sehr, das wohl die von Mirud besun­ge­nen See­len­qua­len illus­trie­ren soll­te, sich aber eher anhör­te, als wür­den im Hin­ter­grund irgend­wo Chor­sän­ger gefol­tert. Ver­kal­ku­lier­ten soll­te sich eben­so der FiK-Rück­keh­rer Gje­rgj Kaçi­na­ri, der im Fina­le sei­nen ansons­ten nicht wei­ter erwäh­nens­wer­ten Bei­trag ‘Në ëndërr mbe­te ti’ kom­plett auf Eng­lisch vor­trug. Wobei die von mir ver­stan­de­ne Hook­li­ne “Sin­ging in my Hair” mehr Fra­gen auf­warf als beant­wor­te­te. Ihm gleich tat es die eben­falls hier­für abge­straf­te Elek­tro-Les­be Janex mit dem pas­send beti­tel­ten ‘Delu­sio­nal’. Da war die Jury offen­sicht­lich noch nicht so weit wie der Sender.

Wenn er den Man­tel aus­zieht, hängt der Bär im Schrank: Mirud.

Offen­sicht­lich bereits auf­ge­ge­ben hat­te hin­ge­gen die alba­ni­sche Hip­ster­ka­pel­le She­ga, des­sen nerdi­ger Front­mann nicht nur durch Pfei­fen unan­ge­nehm auf­fiel, son­dern im Fina­le auch stel­len­wei­se mei­len­weit neben der Melo­die sang. Ziem­lich gru­se­li­ge Axel-Hir­soux- (oder eher Norman-Bates-)Vibes gin­gen von dem Tenor Denis Sku­ra aus, der in dem Pope­ra-Rie­men ‘Pse nuk flet, Mama?’ (‘War­um sagst du nichts, Mama?’) sei­ne ver­mut­lich tote Amme anjaul­te, den Blick ver­zwei­felt gen Him­mel gerich­tet. Aus­ge­rech­net im Fina­le ver­krächz­te der sonst tech­nisch tadel­los sin­gen­de Sku­ra jedoch gleich meh­re­re Töne sehr schmerz­haft. Als ‘Padrej­të­si’ (‘Unge­rech­tig­keit’) mag man das Aus­schei­den der Urban Band, vie­rer aus­ge­spro­chen sexy bebar­te­ter Her­ren nicht bezeich­nen: die mach­ten ent­ge­gen ihrem Band­na­men näm­lich Rock, und durch­aus kei­nen schlech­ten, aber eben auch kei­nen beson­ders her­aus­ra­gen­den. Immer­hin ließ uns ihr Lead­sän­ger bei den weni­gen inten­si­ve­ren Noten dar­an teil­ha­ben, dass nicht nur sei­ne beacht­li­chen Hau­er kern­ge­sund sind, son­dern auch sein üppi­ges Zahn­fleisch. Und da freut man sich doch für die augen­schein­lich vor­bild­li­chen Mund­hy­gie­ne-Stan­dards in Albanien.

Die alba­ni­schen Olsen Bro­thers: die baby­blau­en Priftis.

A pro­pos Hygie­ne: im Gegen­satz zum Vor­jahr, wo alle Kombattant:innen bei eisi­ger Käl­te vor dem Kon­gress­pa­last sin­gen muss­ten, fand die Jubi­lä­ums­show wie­der drin­nen statt, vor Publi­kum und ohne Mund-Nasen-Schutz. Ver­mut­lich sehr zur Freu­de nicht nur von Omi­kron, son­dern auch des Teil­neh­mers Saj­mir Çili, des­sen ‘Nën Mas­kë’ (‘Unter der Mas­ke’) alle Erre­gungs­stich­punk­te der ver­schwö­rungs­gläu­bi­gen Cov­idio­ten-Front abgras­te (“Die das Blut ver­gif­ten”, “Ohne Moral, schwarz-weiß” etc.). Sie blei­ben einem aber auch wirk­lich nir­gend­wo erspart! Ihren Tri­but for­der­te die Seu­che offen­bar auch vom künst­le­ri­schen Direk­tor und ehe­ma­li­gen Teil­neh­mer des Fes­ti­vals, Elton Deda, der an allen drei Aben­den einen wirk­lich besorg­nis­er­re­gend depres­si­ven und abwe­sen­den Ein­druck mach­te. Kann nach dem bit­te mal jemand Aus­schau hal­ten? Der ein wenig ver­lot­tert aus­se­hen­de Elton ver­lieh erst­ma­lig den nach sei­nem im Jahr 2003 ver­stor­be­nen Vater benann­ten Fer­di­nand-Deda-Preis für die bes­te Kom­po­si­ti­on, der an die im gepfleg­ten Part­ner­look auf­tre­ten­den Brü­der End­ri und Ste­fi Prif­ti und ihren sehr alt­mo­di­schen, dabei durch­aus gefäl­li­gen Pathos­schmacht­fet­zen ‘Trium­fi i Jetës’ (‘Tri­umph des Lebens’) ging.

Brennt sich für immer in tief die See­le: Kas­tros weni­ger hor­ror­haf­ter, aber umso nach­drück­li­che­re Gala-Auf­tritt mit der FiK-Legen­de Jus­ti­na Ailaj.

Und natür­lich wäre eine Wür­di­gung der uns erneut reich beschen­ken­den Fest­lich­kei­ten nicht voll­stän­dig ohne die Erwäh­nung des bekann­ter­ma­ßen sozi­al­kri­ti­schen Sin­ger-Song­wri­ters Kas­tro Zizo. Des­sen Bei­trag ‘Kujë’ (‘Wo bist du’) beschäf­tig­te sich auf sehr ein­drück­li­che Wei­se mit dem auch, aber nicht nur auf dem Bal­kan lei­der nach wie vor sehr viru­len­ten The­ma des Femi­zids, also von Tötungs­de­lik­ten aus Frau­en­hass, auch hier­zu­lan­de ärger­li­cher­wei­se noch immer regel­mä­ßig als qua­si schick­sals­haf­te “Bezie­hungs­tat” ver­harm­lost. Sowohl am ers­ten Abend als auch im Fina­le sorg­te Zizo mit dem wütend vor­ge­brüll­ten und ‑geras­pel­ten Stück; einem mas­ken­haf­ten Make-up, dass ihn wie The Joker auf Dro­ge aus­se­hen ließ, sowie fla­ckern­den Dop­pe­lungs­se­quen­zen für Auf­se­hen und ver­mut­lich für Alp­träu­me bei etwas emp­find­li­che­ren Zuschauer:innen. Zumal er ges­tern in sei­ner Per­for­mance den Psy­cho auf elf hoch­schraub­te. Im Kon­text sei­nes Tex­tes so ange­mes­sen wie ver­stö­rend, wenn­gleich sich das beim Gala­abend am Diens­tag gemein­sam mit der sieb­zig­jäh­ri­gen Jus­ti­na Ali­aj insze­nier­te Duett, das auf Hor­ror­mas­ke und Schock­ef­fek­te ver­zich­te­te, als die viel nach­drück­li­che­re Vari­an­te erwei­sen soll­te. Wie übri­gens fast alle Stü­cke von der Kop­pe­lung mit einem Fes­ti­val-Dino­sau­ri­er pro­fi­tier­ten. Sieh und ler­ne für das nächs­te Jubi­lä­um, ARD!

Zum Durch­skip­pen: die Play­list mit allen 17 Final­bei­trä­gen in Startreihenfolge.

Und für die ech­ten Genießer:innen: das kom­plet­te FiK-Fina­le am Stück.

Vor­ent­scheid AL 2022

Fes­ti­va­li i Kën­gës 60. Mitt­woch, 29. Dezem­ber 2021, aus dem Kon­gress­pa­last in Tira­na, Alba­ni­en. 17 Teilnehmer:innen. Mode­ra­ti­on: Ardit Gje­brea, Isli Isla­mi, Kel­vi Kadil­li, Xhe­mi She­hu und Joni­da Mali­qi. Sie­ben­köp­fi­ge Jury.
#Inter­pre­tenSong­ti­telJuryPlatz
01Olim­pia SmajlajDuan.b.n.b.
02Denis Sku­raPse nuk flet, Mama?n.b.n.b.
03Kel­lyMete­orn.b.n.b.
04Saj­mir ÇiliNën Mas­kë (Hije)n.b.n.b.
05Ester Zahi­riHie­nan.b.n.b.
06Kas­tro ZizoKujën.b.n.b.
07Urban BandPadrej­të­sin.b.n.b.
08Gje­rgj KaçinariNë ëndërr mbe­te tin.b.n.b.
09Evi ReçiMe duajn.b.n.b.
10MirudPër Dreqn.b.n.b.
11End­ri + Ste­fi PriftiTrium­fi i Jetësn.b.n.b.
12Rone­la HajatiSekretn.b.01
13She­gaNjën.b.n.b.
14JanexDelu­zio­naln.b.n.b.
15Alban Ramo­sajThe­jen.b.02
16Eldis Arrn­je­tiRefuz­join.b.04
17Rezar­ta SmajaE jem­ja nusen.b.03

Zuletzt aktua­li­siert: 30.12.2021

Rone­la Haja­ti ver­tritt Alba­ni­en in Turin. Wie fin­den wir das?

  • Ohne das Dut­zend Tän­ze­rin­nen blei­ben die­se Mild Dan­ces im Semi kle­ben. (52%, 17 Votes)
  • Nice, ich wür­de mir aber wün­schen, dass der Titel kom­plett in Alba­nisch gesun­gen wird. (36%, 12 Votes)
  • Exzel­lent! Die Num­mer kann was, und Rone­la regiert. Von Turin nach Tira­na! (12%, 4 Votes)
  • Nice, ich wür­de mir aber wün­schen, dass der Titel kom­plett auf Eng­lisch gesun­gen wird. (0%, 0 Votes)

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6 Comments

  • Die Shki­pe­ta­ren dies­mal musi­ka­lisch ange­sie­delt zwi­schen Rus­la­na und Manizha. Die Lady kann per­for­men, aber auf Dau­er ist mir das ein wenig zu anstren­gend. Den Song­ti­tel zudem bit­te nicht auf Deutsch aus­spre­chen (in Pan­de­mie-Zei­ten ganz makaber.…)

    Abzü­ge gibt es auch für den eng­li­schen Teil, das ist abso­lut über­flüs­sig. Ich wer­te mit 5 von 10 Punk­ten (Tsche­chi­en liegt der­zeit bei 7 und Bul­ga­ri­en bei 2,5)

  • Gerd Geomax -

    @Oliver: mal wie­der alles vor­treff­lich kommentiert.
    Selt­sa­mer­wei­se hat die Jury die auch für mich bes­ten vier Songs des Abends auf erwei­ter­te Podi­um gehievt. Eldis mit der bes­ten Gesangs­leis­tung des Abends, Rezar­ta mit einem gut gesun­ge­nen Bal­kan­dis­ko-Sam­ba-Cross­over, die Gewin­ne­rin, die defi­ni­tiv die bes­te Show und Aus­strah­lung lie­fer­te und dann Dr. Alban mit dem für mich bes­ten Song des Abends, den er stimm­lich lei­der total ver­hau­en hat. Somit geht das Ergeb­nis voll­kom­men i.O.
    Ich fand Miruds Bei­trag im ver­gan­ge­nen Jahr um Wel­ten bes­ser und auch wenn ich ihm allei­ne wegen des LGBTQ-Hin­ter­grund mal einen Erfolg im FiK gön­nen wür­de, mit die­sem lah­men Song konn­te er auch bei mir nicht punkten.
    Übri­gens eine wei­te­re Par­al­le­le zu San­re­mo waren das tol­le Orches­ter und die teil­wei­se hund­ser­bärm­lich schlech­ten Gesangs­leis­tun­gen vie­ler Teil­neh­mer. Für mich auch bei den Ita­lie­nern immer ein gro­ßes Ärgernis.
    Nun muss der Gewin­ner­song ja noch um etwa 40 Sekun­den gekürzt wer­den. Da es in der bis­he­ri­gen Ver­si­on ein paar Län­gen gibt, dürf­te das nicht wei­ter schlimm sein. Aller­dings fürch­te eine kom­plet­te Über­tra­gung ins Eng­li­sche und dann ist der eige­ne alba­ni­sche Cha­rak­ter dann auch schon wie­der hinüber.

  • ESClucas98 -

    Habe mir in den letz­ten Jah­ren das FiK kaum ange­schaut, aber in die­sem Jahr den ers­ten und den letz­ten Abend voll gege­ben. Ich bin erstaunt, was sich da alles in der Prä­sen­ta­ti­on getan hat. Das sah ja vor ein paar Jah­ren noch so aus, als hät­te man das FiK in den 1990ern auf­ge­zeich­net und erst 20 Jah­re spä­ter aus­ge­strahlt. Mitt­ler­wei­le eine rich­tig gute, zeit­ge­mä­ße Pro­duk­ti­on. Bra­vo, RTSH

    Mei­ner Mei­nung nach ein recht erfreu­li­ches Ergeb­nis! Zwar hät­te ich lie­ber die alba­ni­schen Olsen Bro­thers oder Kas­tro Zizo dem Sie­ger­ti­tel letzt­lich vor­ge­zo­gen, aber im Duell zwi­schen Alban und Rone­la ist Letz­te­re die bes­se­re Wahl gewe­sen. Zwar hat Alban beim Auf­tritt ges­tern noch­mal ordent­lich bei mir zuge­legt, aber das Gejau­le von ihm über wei­te Stre­cken des Titels wirk­te auf mich bis zur letz­ten Sekun­de unfrei­wil­lig komisch. Und nach­dem Alba­ni­en in den letz­ten Jah­ren nicht son­der­lich durch uptem­po­rä­re Töne auf­ge­fal­len ist, ist “Sekret” eine will­kom­me­ne Abwechs­lung. Schön, dass das auch die Jury so sah. Jetzt bloß hof­fen, dass der Revamp im Früh­jahr das Gan­ze nicht noch nach­träg­lich ver­saut! Ich bin aber guter Hoffnung!

    Euch allen einen guten Rutsch!

  • Schon etwas pikant, dass nach 22 Mona­ten welt­wei­ter Pan­de­mie ein Lied mit dem Titel “Sekret” gewinnt…

    Mir wäre das Schrei­bär­chen in Bet­tel­mönchs­kut­te zwar als Sie­ger lie­ber gewe­sen als die wir­beln­de und stamp­fen­de Domi­na-Matro­ne (auch die hat­te eini­ge gesang­li­che Defi­zi­te, aller­dings bei wei­tem nicht so vie­le wie das weid­wun­de Bar­fuß­tram­pel­chen im Gewit­ter). Kann aber wun­der­bar mit ihr leben.

    Alles ande­re wur­de von Oli­ver bereits hier und vor allem im gest­ri­gen Arti­kel exakt so geschil­dert wie auch von mir empfunden.

    Dan­ke dafür und überhaupt!

    Rutscht alle schön rüber in die­ses noch nicht legen­dä­re Jahr 2022.

  • Christian -

    Mein High­light war, dass die Shows trotz Live­sen­dung pünkt­lich star­te­ten. Die zwei­te Show ging mir dann trotz­dem zu lang. Bin froh über Ronelas Sieg, aber es wird Zeit, dass RTSH end­lich mal in Cue Pilot inves­tiert. Die Kame­ra­füh­rung war letz­tes Jahr, als alles auf­ge­zeich­net wur­de, besser.

  • Thomas O. -

    Alba­ni­en hat wirk­lich einen guten Lauf die letz­ten Jahre.
    Auch wenn mir eine unbe­kann­te Zutat fehlt um an “Me Tana” ran zu kom­men ist es doch ein gut gewürz­tes und schmack­haf­tes Gericht.
    Auf­grund der 6 Per­so­nen Begren­zung beim ESC emp­feh­le ich Rone­la sich die 4 Gold­käpp­chen von Anx­he­la aus dem letz­ten FiK auszuleihen.

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