Elina Netšajeva

Eesti Laul 2022: Djan­go kauft heut kei­nen Fahrschein

Eesti Laul 2022: Djan­go kauft heut kei­nen Fahrschein

Es ging diesmal unfallfrei vonstatten in der Saku Suurhall zu Tallin: anders als noch im Semifinale der estnischen Eurovisionsvorentscheidung Eesti Laul 2022, wo die Rückkehrerin Elina Netšajeva während ihres Auftritts (Gott sei Dank verletzungsfrei) abstürzte, hielt im Finale die Stahlseilkonstruktion, an welcher die Popera-Diva sich für die hohen Jurynoten ihres Beitrags 'Remedy' in luftige Höhen hieven ließ. Fallen sollte die Sängerin am gestrigen Samstagspätnachmittag dennoch tief: ihr eher zäher Song landete im Jury-Ranking ganz hinten und stieß auch beim Publikum auf wenig Gegenliebe. Das traf im Übrigen sämtliche ehemaligen estnischen Eurovisionsvertreter:innen: im Gesamtranking noch hinter Elina schloss der im Vorfeld…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Flieg nicht so hoch, mein klei­ner Freund

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Flieg nicht so hoch, mein klei­ner Freund

Neben den vier Finalentscheidungen des vergangenen Supersamstages fanden in der zurückliegenden Woche quer durch Europa noch etliche Vorrunden statt, von denen an dieser Stelle das Wichtigste komprimiert zusammenfasst werden soll. Beginnen wir in Estland, wo am Donnerstag und am Samstag die beiden Halbfinale der Eesti Laul stattfanden, erstmals mit Live-Auftritten der 20 Überlebenden der vier bereits im vergangenen Jahr abgehaltenen und rein auf Videoclips basierenden Erstauswahlrunden. Jedenfalls größtenteils: einen kleineren Teil der Kombattant:innen hatte zwischenzeitlich die Seuche niedergestreckt, so dass auch hier ersatzweise der Clip zur Ausstrahlung gelangte. Ein unfairer Vorteil? Nicht unbedingt: auch bei den Live-Acts kamen so viel Chorstimmen…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Shut up and vote with me

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Shut up and vote with me

Vielleicht ist es doch an der Zeit, dass Putins Armee in Tallinn einmarschiert und das baltische Land wieder heim ins Reich holt. Denn für eigenständige Entscheidungen sind die Est:innen noch immer nicht reif genug, wie sich heute Abend im dritten Semifinale der Eesti Laul 2022 erneut zeigte. Einen einzigen Song gab es im gesamten Line-up, der unbedingt eine Runde weiter gehört hätte: das die goldenen Zeiten der Neunzigerjahre wieder aufleben lassende 'Let's talk about' des extrem campen Russlandesten Aleksei Baruzdin alias Levvi, eine Kreuzung aus Sin with Sebastians CSD-Hymne 'Shut up (and sleep with me)' und Salt'n'Pepas gerappter Aufklärungsstunde 'Let's…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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Ers­tes ESC-Semi 2018: Die Rück­kehr des Fast-Food-Pop

Ers­tes ESC-Semi 2018: Die Rück­kehr des Fast-Food-Pop

Ganze 53 Jahre musste das kleine, geografisch etwas randständige und kulturell auf europäischer Ebene nicht unbedingt massenkompatible Portugal von seiner Erstteilnahme im Jahre 1964 bis zu seinem Eurovisionssieg 2017 warten. Ein verschrobener Barde namens Salvador Sobral holte bekanntlich den Pott und die Gastgeberschaft nach Lissabon, mit einer intimen, aus der Zeit gefallenen Trennungsschmerzballade in seiner Muttersprache. Mit "Musik, die wirklich etwas ausdrückt", wie es der lebensbedrohlich erkrankte Adelsspross, dem es nach einer Herztransplantation mittlerweile wieder besser geht, im Überschwang seiner Siegesansprache formulierte. Und nun das: ein Jahr später, im ersten Semifinale des in der portugiesischen Hauptstadt abgehaltenen 2018er Grand Prix, fliegen gleich…
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Trick­kleid­dra­ma um Eli­na Netšajeva

Trick­kleid­dra­ma um Eli­na Netšajeva

Exakt einen Monat vor dem ersten Semifinale des Eurovision Song Contest 2018 entspannt sich ein Finanzierungsproblem rund um die Teilnahme der estnischen Popera-Diva Elina Netšajeva. Die trat beim heimischen Vorentscheid Eesti Laul bekanntlich in einem Projektionskleid auf, also einem Dress mit einem textilreichen grauen Unterteil, das als Leinwand für sehr eindrückliche, aufgespielte Visuals fungiert und das einen nicht unerheblichen Teil zum beeindruckenden audiovisuellen Gesamtkonzept beitrug. Das wollte Elina in Lissabon eigentlich so beibehalten, was aber am Geld scheitern könnte: wie der estnische Delegationsleiter Mart Normet nach einem Bericht von Wiwibloggs vorrechnet, summieren sich die geschätzten Kosten für die Miete leistungsstarker Projektoren…
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