Eden Alene

IL 2020, 2021; Vor­ent­scheid IL 2020, 2021
Die im Jah­re 2000 (!) gebo­re­ne Sän­ge­rin mit israe­lisch-äthio­pi­schen Wur­zeln setz­te sich in der Cas­ting­show HaKok­hav HaBa gegen zahl­rei­che Mitbewerber:innen durch. Dann kam Coro­na. Nun soll sie 2021 ihre Chan­ce bekommen. 

Israe­li­scher Vor­ent­scheid 2021: Every­thing is chik-chak

Israe­li­scher Vor­ent­scheid 2021: Every­thing is chik-chak

Es stand ja von Vorneherein zu befürchten: unter lediglich drei eher mittelmäßigen Uptemposongs durfte das israelische Publikum in der heute Abend ausgestrahlten Sendung HaShir Shelanu L'Eurovizion 2021 (Unser Lied für die Eurovision) bestimmen, und unter zwei so-la-laen Tanzflächenfüllern mit passenderweise jeweils einem "La La" im Titel und einem Midtemposong wählte es die mittelmäßigste aller Alternativen, nämlich das sich nicht so recht zwischen Club-Banger und Ballade entscheiden könnende 'Set me free'. Die Nummer liefert in drei Minuten von allem ein bisschen was, außer einer zwingenden Hookline, und dürfte beim Hauptwettbewerb in Rotterdam am Ende des Schnelldurchlaufes bereits wieder dem Vergessen anheim…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: vom ent­setz­li­chen, süßen und dra­ma­ti­schen Tod

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: vom ent­setz­li­chen, süßen und dra­ma­ti­schen Tod

Es liegt einfach kein Trost in dieser Zeit: während sich das Katastrophenjahr 2020 quälend langsam dem bitter ersehnten Ende entgegenschleppt, flankiert von einem abgewählten US-Präsidenten, der sich wie ein trotziger Fünfjähriger im Zimmer verbarrikadiert und wütend "ich hab aber nicht verloren" schreit, sowie von einer Schar von Solidaritäts- und Realitätsverweigerern, die im Angesicht der unvermindert wütenden Corona-Pandemie "Oh, wie ist das schön"-singend durch deutsche Innenstädte ziehen und mit solchen als "Querdenker-Demos" apostrophierten Superspreader-Events den Tod weiterverbreiten, und zwar in seiner grausamen Variante; währenddessen also tauchten in der bunt glitzernden Gegenwelt des Eurovision Song Contest in den zurückliegenden Tagen bereits die…
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World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

Ein tödlicher Verkehrsunfall mit zahllosen Beteiligten, dessen schaurig-morbider Faszination man sich über geschlagene vier Stunden nicht zu entziehen vermochte, so lässt sich das gestrige deutsche Eurovisions-Halbfinale 2020 beschreiben. Mit welchem die ARD versuchte, trotz der seuchenbedingten Absage des offiziellen europaweiten Wettbewerbs wenigstens auf nationaler Ebene ein adäquates Ersatz-Event auf die Beine zu stellen, wofür der Senderverbund gar nicht oft genug gelobt werden kann. Grundsätzlich nicht verkehrt auch die Idee zur Zusammenarbeit mit Funk, der hauseigenen Youtube-Spielwiese, mit welcher die Öffentlich-Rechtlichen darauf reagieren, dass Zuschauer:innen unter 30 mittlerweile durch klassisches lineares Fernsehen praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Zu Funk gehören…
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HaS­h­ir HaBa 2020: Let the Sun shi­ne in

HaS­h­ir HaBa 2020: Let the Sun shi­ne in

Ein echtes Novum bescherte uns gestern Abend das israelische Fernsehen bei der Auswahl des Songs für seine schon länger feststehende Eurovisionsrepräsentantin Eden Alene, der Siegerin der wie jedes Jahr gefühlt über mehrere hundert Runden laufenden Castingshow HaKokhav HaBa 2020. Vier Lieder standen für die 19jährige mit den äthiopischen Wurzeln bei der etwas über einstündigen Auswahlshow HaShir HaBa zur Auswahl: eine Ballade und drei formidable Pop-Banger. Die Chance, es zu versauen, lag also rein rechnerisch bei nur 25%, und zu meinem großen Erstaunen zogen die Israelis diese Option nicht (aufgemerkt, Moldawien und Rumänien!). Die mit 60% Entscheidungsgewalt ausgestatteten, auf mehrere Gruppen…
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